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| Cross in Neukirchen oder: wo sind die Spikes?! |
03.02.2012 |
Verflixt, was ist denn das nun wieder?! Ich bin etwas überrumpelt. Bis Montag hatte ich noch diese Wadenprobleme und dachte daher, es würde nichts mit dem Start in Neukirchen.
Und nun…die Spikes sind weg!!!
Ja, ich erinnere mich auch nur noch dunkel an diese seltsamen Schuhe mit den Nägeln oder wie man auch sagt: mit den Dornen drunter. Und da wühle ich mich durch die Schränke, vorbei an zahllosen Straßen-Rennmaschinen, veranstalte eine kleine Chaos-Runde und was finde ich? Nur die alten Mitteldistanz-Spikes. Naja, soll wohl gehen. Wenn man damit ne blitzsaubere 1500m auf die Bahn zaubern kann (bzw. irgendwann mal konnte, jetzt würde das sehr zäh), dann sollten diese Schuhe auch helfen, den gefrorenen Acker in Neukirchen zu besiegen. Die superleichten 10.000m Spikes, die ich auch noch gefunden habe, nehme ich dafür besser nicht.
Also: aus einer 180/190km-Woche eine Wettkampfbelastung. Für mich zurzeit fast ein Sprint. Spannend. Es gilt in erster Linie meinen Vereinkollegen Jonas in die Schranken zu weisen. Er hat schon Pläne geschmiedet, in welcher Pose er über die Ziellinie läuft, wenn er mich überholt hat. Na warte Freundchen, das werde ich dir so schwer wie möglich machen. Immer diese übermütigen Nachwuchsläufer, die absolut null Respekt vor dem „Leitwolf“ haben. Grrrrr ;-)
Noch ganz kurz die vorletzte Woche. Die aktuelle verrate ich noch nicht, um der Konkurrenz nicht alle Karten offen zu legen. Neee, nur ein Witz. Die Woche geht ja schließlich noch bis Sonntag. Also Woche 4 dieses Jahres:
Chiclana/Spanien:
Montag: VM: 20 km 3:38 min/km (die letzten 5 in: 3: 25, 3:16, 3:13, 3:12, 3:10)
NM: 8km 4:30+ 30 min Stabi
Dienstag: VM: leichtes Halzkratzen, daher nur 13 km 4:05
NM: 7km 5:00
Mittwoch: vor dem Frühstück 14km 3:53, gutes Gefühl
NM: Abreise aus Spanien
Donnerstag: vor dem Frühstück 20km 3:48
NM: 10km 4:00+ 30 min stabi
Freitag: VM: Weidmarer Holz, 8x1000/200m profiliert, 3:17min/40s Pause: 50/70s, lief super!
NM: Wade wieder zu, daher 1h Aqua-Joggen
Samstag: VM: 15 km 3:50
NM: 2h Rad-Ergo, schöner Mist…
Sonntag: 1:20h Aqua-Joggen
Das mit der Wade war also noch nicht ausgestanden. Ich hatte immer das Gefühl, das einfach irgendwas „klemmt“ und wir den Verursacher schlicht in Spanien nicht gefunden haben. Unser Physio Morus Scholl in Wattenscheid hat dann am letzten Montag das Wadenbeinköpfchen deblockiert und siehe da: seit dem geht es wieder. Immer wieder spannend: morgens macht man ne 15er Runde, fühlt sich mies und merkt, wie der Muskel sich bei jedem Aufprall stärker zuzieht, dann kommt Morus mit seiner Behandlung, und zwei Stunden nach der Behandlung läuft man 12km im 3:35er Schnitt, als wäre nie etwas gewesen.
Ein ganz wichtiger Punkt: immer das richtige Team zusammen suchen!
Nun läuft es seit Montag gut und besonders die Dauerläufe sind deutlich schneller als zuletzt. Ich bin wieder so motiviert, dass ich am liebsten immer noch 5km dranhängen würde. Mehr, mehr, mehr. Auch für den Wettkampf habe ich daher nicht wirklich Erholung an die Beine gelassen. Nur noch mehr geschlafen als sonst: von Donnerstag auf Freitag knapp 10h und gerade noch einmal 1:45h Mittagsschlaf. Die Vorteile des „Profis“ ;-).
Demnächst kommentiere ich noch die oben erwähnten Dauerläufe „vor dem Frühstück“. Eine weitere Schraube an der auf dem Weg zu den sub 2:12 gedreht wird, aber jetzt muss ich erst noch einmal in meinen Schuhschrank klettern und nach längeren Spike-Nägeln suchen…
Frostige Grüße, euer Jan
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| Interview auf "pflichtlektüre" |
27.01.2012 |
Noch ein paar Statements zur Kombination Studium und Sport gefällig?! Unter dem Link unten findet ihr ein Interview von mir bei der Zeitschrift "pflichtlektüre".
Nur das mit dem Studium in Hagen passt nicht ganz. Das war das Aufbau-Masterstudium Management.
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| Aus der Sonne in den Regen... |
24.01.2012 |
...geht es morgen wieder. Das Trainingslager hier im Süden Spaniens neigt sich dem Ende zu und daher wartet morgen ein Reisetag auf mich. Insgesamt war das hier nicht ganz das, was ich mir erhofft hatte. Durch die Muskelprobleme war der Laufumfang nicht so hoch wie er hätte sein sollen und statt dessen waren dann viele Stunden auf dem Fahrrad dabei. Es hat sich jedoch immer wieder gezeigt, dass mein Körper auf das Alternative Ausdauertraining recht gut reagiert und so sollten die Tage doch ein bisschen was gebracht haben.
Die Wadenprobleme sind behoben. Viel sehr schmerzhafte Physiotherapie, Dehnen, Kneipen im Meer und im eiskalten Pool und dann eben das Radfahren. Das hat es gebracht.
Gestern war dann wieder einer von den richtig schönen Lauftagen. Immer noch perfektes Wetter und dann ein gesteigerter Dauerlauf. Die meiste Zeit so bei 3:45min/km und dann am Schluss „rollen lassen“ und nochmal bis 3:10 min/km das Tempo gesteigert. Wenn das so ohne große Anstrengung klappt, das fühlt sich einfach großartig an. Meine Lieblingseinheit!
Das Training sah also aus wie folgt:
Montag: VM: 4km 4:20- dicke Wade, daher dann 90 min Radergometer
Di: VM: 60 min Stabilisation 30 min Radergometer
NM: 90 min Rad
Mi: VM: 20 min joggen + 30 min Schwimmen
NM: 90 min Wandern, 30 min stabilisation, 45 min Radergometer
Do: VM: 3:40h Rad
NM: 80 min Wandern
Fr: VM: 11 km 4:10, 30 min Stabilisation, Wade ok!
NM: 1:50h Rad, 20 min Joggen
Sa: vor dem Frühstück: 14 km 3:55
VM: 30 min Radergometer, 30 min Stabilisation, 45 min Radergometer
NM: 10 km 4:20
So: 25km 4:15, 1h Radergometer
Gesamtschnitt: 68km (mit umgerechnetem Alternativtraining ca. 190km)
Nun genieße ich heute noch ein letztes mal das große Buffet und dann kann ich zu hause kurz den Koffer auspacken, bis es Mitte Februar schon ins nächste Trainingslager geht. Da heißt es dann: Kenia, das Läuferland erwatet sie ;-)
Bis denn, euer Jan |
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| Wadenpiercing |
18.01.2012 |
Durch die vielen Trainingslager kommt man ja einiges herum und lernt nicht nur neue Gegenden, sondern auch neue Physiotherapeuten kennen. Gerade hat es mich wieder erwischt: eine Verhärtung in der linken Wade. Und dass, wo es gerade so gut lief. Da kann hier in Spanien die Sonne noch so schön scheinen und das Buffet noch so lecker sein, bei mir ziehen Gewitterwolken durchs Bild. Grummel, brummel, grrrr...
Nachdem der Großteil des deutschen Laufteams schon wieder zurück in der Heimat ist und auch unseren Physio Andreas mitgenommen hat (ok, es lag an uns, wir sind zu spät angekommen ;-)), hat nun ein lokaler Therapeut die Behandlung übernommen. Und der macht keine halben Sachen. Wer bei Massage an ein schönes, angenehmes Ausstreichen der Muskulatur denkt, der wird sich hier wundern. Man, sind das Schmerzen.
Zusätzlich hat er gestern auch mit Akupunktur-Nadeln gearbeitet. Das kannte ich bei Muskelproblemen bislang noch nicht. Und es war ein etwas seltsames Gefühl zu wissen, dass mir da jemand gerade meine Waden pierct.
Beim ganz vorsichtigen 20-Minuten-Läufchen heute früh war es auch schon ein bisschen besser, doch dann habe ich es dabei belassen und bin vorsichtshalber ins Schwimmbad verschwunden. Gleich steht dann eine Wanderung auf dem Programm und anschließend noch etwas Kraft- und Stabilisationstraining.
Die Nach-Marathon-Müdigkeit hat sich endgültig verabschiedet und somit einen Monat kürzer angehalten, als nach meinem ersten Marathon-Versuch. Zwei Monate mit ausgepumpten Beine sind aber auch immer noch lang genug.
In der letzten Woche war ich zeitweise schon wieder sehr zufrieden und habe mich gefreut, hier in Spanien so starke Trainingspartner zu haben. Vielleicht ist das jedoch auch ein Grund dafür, dass ich erneut leicht übers Ziel hinausgeschossen bin. Naja, das gehört dazu. Ohne Ehrgeiz funktioniert es einfach auch nicht. Jetzt heißt es Ruhe bewahren und dann wird die Wade hoffentlich schnell wieder locker.
Ich beschreibe hier kurz die letzten zwei Wochen und hole das mit den fehlenden dann demnächst nach.
Woche 1:
Montag, 2.1.2012: VM: 15 km 4:10
NM: 1:30h Ski-Langlauf
Di: Anreise Leipzig, Leistungsdiagnostik: NM: 15 km 3:50
Mi: VM VL3-Test: 4x4000m, 4,75-5,5m/s je 1min Pause: Schwelle 2,7mmol Lactat bei 5,5m/s (3:02 min/km)
NM: Vo2-Max Test
Do: NM: 20 km 4:15min/km
Fr: VM: 20 km 3:50 min/km
Sa: VM: 20km 4:00 min/km
NM: 45 min Stabilisation
So: VM: 15 km 4:00 danach Anreise nach Chiclana
Woche 2 (Trainingslager Spanien):
Mo: VM: 16km 3:50
NM: 12km 4:15 + 30 min Stabilisation
Di: 10x1000m, 600m Trab-Pause Schnitt 3:00min/km+ 7x200m 32s
NM: 10km 4:05
Mi: 25km 3:42 min/km
NM: 10km 4:35
Do: VM: 18km 3:27
NM: 8km 4:25 Wade zu...
Fr: 15km 4:00
NM: 2h Rad
Sa: 15km Tempodauerlauf 3:10, prima!!!
NM: 1:30h Rad
Sonntag: 20km 3:56 min/km
Soweit also zunächst. Zwischenzeitlich war wieder richtig Power da. Jetzt heißt es Abwarten, denn auf Radfahren und Wasserlaufen habe ich zur Zeit überhaupt keine Lust ;-)
Sonnige Grüße, Euer Jan |
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| Von der Loipe auf das Laufband |
05.01.2012 |
Peuerbach, jetzt weiß auch ich, wo es liegt. Österreich, in der Nähe von Passau und ein Örtchen, in dem es die Veranstalter schaffen, für verdammt gute Stimmung an der Piste zu sorgen. Auf einem kleinen Rundkurs sind wir achtmal durch die Stadt gerannt, kamen so immer wieder im Start-/Zielbereich vorbei und wurden gefühlt von halb Österreich angefeuert.
Platz neun klingt zunächst nicht so überzeugend, doch dass ich mit der momentanen Form gegen den 10km Weltrekordler und ähnliche Kaliber (z.B. Steffen Uliczka ;-)) nicht ganz so gut aussehe, na ja, das war zu erwarten. Nee, im Ernst: die Konkurrenz war sehr stark und ich war verdammt zufrieden, da ich mit einem richtig miesen Abschneiden gerechnet hatte. Wenn ihr euch tatsächlich den Spaß gemacht und meine letzten Trainingsleistungen verfolgt habt, wisst ihr auch warum. Mit der Form sieht man nicht sooo gut aus und besonders nicht bei einem 6,8km „Sprint“.
Also ein schöner Jahresabschluss und von Peuerbach ging es dann direkt nach Berchtesgaden in den Schnee. Am 1.1. standen zunächst 12km auf dem Plan, bevor wir uns dann endlich in die Loipe begeben haben. Heißt die beim Skaten überhaupt so? Keine Ahnung, auch da besteht noch ein gewisser Lernbedarf. Genau wie bei der Technik. Es lässt sich nicht alles mit brachialer Gewalt und einer ausreichenden Grundausdauer ausgleichen. Versucht habe ich es trotzdem...
Am nächsten Tag liefen die Ski schon viel besser und es hat richtig Spaß gemacht. Wenn ich in der Gegend aufgewachsen wäre... Biathlon wäre auch etwas für mich gewesen!
Zwei Tage also mit jeweils einer Laufeinheit und etwas Skating und dann am dritten Tag noch so was ähnliches wie Bobfahren. Nach den ersten 500m beim Dauerlauf um halb neun morgens ließ sich nämlich auch der Nachtfrost nicht mehr leugnen und statt zu laufen, bin ich auf Händen und Knieen über die Straße geschlittert. Resultat: Dauerlauf beendet, zum Glück nichts passiert und den Dauerlauf abends in Leipzig nachgeholt.
Dort stand dann am 4. eine Leistungsdiagnostik auf dem Programm: Sportmedizinische Untersuchung von Kopf bis Fuß, dann auf’s Laufband zum sogenannten Stufentest von 4x4000m mit jeweils einer Minute Pause zum Laktat-Messen und nach jeder Stufe wird die Geschwindigkeit erhöht. Geschwindigkeit in 0,25 m/s-Schritten von 4,75-5,5m/s, sprich: die ersten 4km in ca. 3:30min/km, dann 3:20, 3:10 und die letzte Stufe bei 3:02min/km. 16km Laufband...zum Glück läuft nebenbei immer der Fernseher und unser Coach Tono und die Leipziger Sportwissenschaftler sorgen für Unterhaltung...
Ergebnis für alle, die sich mal so richtig schlau gemacht haben, was Laktat usw. angeht: 2,7mmol bei 3:02min/km. Für mich ein sehr guter Wert, auch hier: besser als erwartet. Erst viel rumgehampelt und dann kommt sie endlich doch, die Form... Ich hatte schon deutlich bessere Werte und bin sogar vor 8 Jahren in der letzten Stufe mit 5,75m/s durchgekommen, aber ok, soweit bin ich dann in 4 Monaten.
Auch der bei fast allen und auch bei mir verhasste Vita-Max-Test am Nachmittag ließ sich nicht umgehen. Die maximale Sauerstoffaufnahme wird ermittelt, indem man auf das Laufband steigt, dort alle 30s eine höherer Geschwindigkeit vorgegeben bekommt und dann rennt, bis man vom Band fällt oder heruntergezogen wird. Dazu nur eins: schnell laufen ist nicht mehr ;-)
Sonstige Ergebnisse in Kürze: die Waage war gnadenlos: 63,8kg bei 177cm, und trotzdem ein Körperfettanteil von 7,7%, was durchaus noch ok ist, und besonders: meine Schrittlänge wird zu kurz. Irgendwie muss sich das bei der Verletzungspause 2008/2009 eingeschlichen haben. Zu hohe Frequenz, zu geringer Raumgewinn. Mist, das macht sich gar nicht gut. Als Gegenmittel werden wir es nun mit Steigerungsläufen über 100m und ähnlichem versuchen. Hoffe, das klappt...
Text, Text, Text, alleine über die Leistungsdiagnostik könnte ich ewig schreiben, aber ich hoffe es gibt demnächst ein schönes Bild, das noch wesentlich mehr aussagt. Die letzten Trainingswochen gibt es später, denn ich will ins Bett. Leipzig ist anstrengend...
Ein schönes Neues euch allen und viel Erfolg in den Laufschuhen oder was auch immer ihr so macht, euer Jan
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| Im Fokus |
29.12.2011 |
Ihr habt hoffentlich alle schön gefeiert, euch reich beschenken lassen (na, für wen gab es alles Lauf-Equipment?!) und bereitet euch nun schön auf Silvester vor. Liegt ein Silvesterlauf an? Das kann ich nur wärmstens empfehlen. Ob in Osnabrück, Oldenburg, Trier, Peuerbach oder sonst wo, solch ein Jahresabschluss ist prima.
Nun aber zu etwas Anderem: schon seit langem träume ich davon, in unseren zahlreichen Trainingslagern auf der halben Welt jemanden dabei zu haben, der für euch ein paar schöne Bilder mit der Kamera aufzeichnet. Nicht nur Fotos, sondern bewegte Aufnahmen. Die Landschaft, die Stimmung, das Training und alles, was sonst noch so dazu gehört und bitte etwas professioneller als bisher. Und tatsächlich, nun ist es soweit!
Der NDR produziert eine Reportage über die Vorbereitung von Falk, André und mir auf die Olympiaqualifikation.
Kurz vor Weihnachten war dann Willem mit der Kamera drei Tage in Bochum ständig an meiner Seite. Beim Rad-Ergo, beim Dauerlauf, beim Tempodauerlauf und sogar beim Aqua-Joggen. Gut, dass mich Jonas, Klaus und Tono beim Training unterstützt haben, denn sonst hätte ich besonders beim TDL ganz schön alt ausgesehen. Ein kurzer Einblick in den Trainingsalltag zu hause, nicht dass später der Eindruck entsteht, wir würden nur in der Sonne Kenias liegen ;-)
Zurzeit werden bei Falk in Halle weitere Aufnahmen gemacht, dann wird André in Portugal begleitet und dann kommt das Beste: wenn wir im Februar nach Kenia düsen, ist Willem mit der Kamera auch dort dabei. Er filmt, schneidet und hat die Ideen. Und da er selber als Triathlet gestartet ist, könnt ihr euch sicher sein, dass er genau die richtigen Schwerpunkte setzt.
Veröffentlicht wird diese Reportage dann kurz vor oder nach dem Marathon, bei dem die Norm fallen soll, also irgendwann im April. Ich bin total gespannt auf das Ergebnis denn die Ausschnitte, die ich bislang sehen durfte waren genial und haben die Stimmung im Training perfekt wiedergegeben.
Bevor es morgen nach Österreich geht, kommt nun wie gewohnt ein kurzes Trainingsupdate. Es geht vorwärts. Viel zu langsam wie immer für einen überehrgeizigen Leistungssportler aber auch das kennen wir nun ja alle.
Auch an Weihnachten waren ein paar Dauerläufe auf dem Programm. Nur eine Einheit am Tag und auch nicht besonders intensiv, und zugegeben, ja, es hat ganz schön Überwindung gekostet, während Freunde und Familie am Tisch saßen und Brettspiele spielten, raus in den Regen zu treten und durch das Dämmerlicht zu Rennen. Dafür konnte ich dann aber auch beim Weihnachtsbraten ordentlich zulangen ;-)
Besonders schön war auch unser jährlicher „Grufti-Jog“, morgens am 24.. Da treffen wir uns in Osnabrück mit dem Team, mit dem ich dort die ganze Rennerei gestartet habe. Die Form des ehemaligen „Wolles-Lautfteam“ ist mittlerweile sehr unterschiedlich, und so biegt der eine schon nach 4 km auf den Heimweg ab, und ein Teil der Gruppe hängt noch ein wenig dran. Quatschen, joggen und dann ab zum Weihnachtsbaum. Wundert euch also nicht über den 5:30er Schnitt am Samstag, das ist kein Tippfehler ;-)
Woche 51
Montag: VM: 6km 4:30min/km, 6x80m Berganläufe. Ausl. 30min Rad-Ergo
NM: 12 km 3:45 + 30 min Stabi
Dienstag: VM: 10km 4:05, 30 min Rad-Ergo, 30min Stabi
NM: Wd.Holz 12x500m bergan, 97s, 300m Trab-Pause
Mittwoch: VM: 10km 4:10 müde
NM: 10km 3:55 + 1h Rad-Ergo gut!
Donnerstag: VM: 14km TDL 3:21 ok
NM: 10km 4:05+ 45 min Aqua-Jogging
Freitag: VM: 20km 3:45, Puls 149
Samstag: VM: 14 km 5:30
Sonntag: 19km 4:04
Gesamtwochenumfang: 151km, (mit Alternativ ca. 172)
Zwischenzeitlich ist die Kraft in den Beinen wieder zurück, dann kommt eine Durststrecke, und besonders fällt auf, dass die Pulswerte deutlich erhöht sind. Die Form ist also nicht stabil, kommt aber. Bin gespannt darauf, was in Spanien dann so geht.
Bis bald und einen guten Rutsch, euer Jan.
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| Ski-foahn!!! |
17.12.2011 |
Auf die Bretter fertig los. Es wird Winter und demnächst sind wieder alle Läufer am fluchen und schimpfen über glatte Wege und eisige Nasen. Ich gehöre da sicher auch dazu, doch es gibt ja wunderbare Alternativen um auch bei Eis und Schnee noch schneller und ausdauernder zu werden.
Wenn es irgendwie passt sause ich dann sehr gerne auf Ski durch die Gegend. Natürlich nicht wie diese seltsamen Knochenbruch-Gefährdeten auf ihren irre steilen Hängen, sondern schön gemütlich unten im Tal. Ski-Langlauf! Das ist richtiger Sport! Wer da nicht ständig aufpasst und sich konzentriert, liegt schnell auf der Nase, doch erstmal ein wenig vorwärts kommen ist relativ einfach. Wir haben da schon manches Trainingslager hinter uns und bei so sensationellen Schneebedingungen wie im letzten Jahr, tja, da kann man sogar mitten im Ruhrgebiet aus der Haustüre raus gleich mit den Brettern starten.
Für mich geht es spätestens nach Silvester für ein paar Tage auf die Ski. Da ich den Silvesterlauf in Peuerbach (Österreich) mitmache, kann ich danach direkt ein wenig Alternativtraining einbauen. Zum ersten mal in der Skating-Technik. Bisher war ich immer klassisch unterwegs. Bin gespannt und hoffe es sieht keiner zu.
Sonst geht es langsam vorwärts. Ich freue mich über jeden kleinen Fortschritt und ärger mich doppelt über die immer wieder auftauchenden Rückschritte. Jedes Jahr nach der Saisonpause die gleiche zähe Phase und jedes mal wunder und ärger ich mich. So muss es aber auch wohl sein, denn die Pause brauche ich und wenn ich mich über die miese Form nicht ärger, naja, dann kann ich es auch gleich sein lassen ;-)
Die ersten Tempoläufe mache ich jetzt mit unseren Mittelstrecklern und die zeigen mir schön die Hacken, aber es hilft, um den Anschluss herzustellen.
Hier das Training der letzten Wochen soweit:
Woche 49
Mo: 10km 3:45min/km, 30min Stabilisation/Kraft
Di: VM: 10km 4:15
NM: 10x500m Rasenrunde, sehr rutschig, Schnitt 1:47min, 250m Trab-Pause, i.A. Fuß-Stabi
Mi: VM12km 4:15 + 45 min Aqua-Jogging
NM: 1h Rad-Ergo, 30 min Stabi
Do: VM:1h Rad-Ergo 30min stabi
NM: Ein/Ausl.+ 11km 3:25min/km
Fr: VM: 1h Wasser (Schwimmen+Aqua-Joggen)
NM: 15km 4:00 min/km, 30min Stabi
Sa: WD.-Holz, 15x300 bergan 68s, je 300m Trab-Pause
So: 20km prof. 4:20
Wochenumfang: 113km (+36km alternativ)
Woche 50
Mo: 16km prof 4:30
Di:VM: 10km 4:20
NM: 15km prof. 3:45 + 30 min Stabi
NM: 15km 4:00, besser
Do: VM: 10km 4:15, total müde
NM: 9km 4:00, müde
Fr: 15km 4:00, besser
Sa:VM 15x300m Bergläufe, je 66s, 300m trab-Pause,
NM: 10km 4:05, prof.
Wer noch etwas mehr über meine über meine Erfahrungen als Ski-“Renn“läufer lesen möchte, findet etwas darüber in meiner Kolumne in der aktuellen „RUNNING- Das Laufmagazin“ und wenn ihr noch Weihnachtgeschenke braucht: ein Wochenende auf Langlaufbrettern im Harz, Sauerland, oder wo auch immer ihr steckt, ich glaube darüber freuen sich sicher viele...
Und wenn ihr dass schon kennt: unter dem Link unten findet ihr meine neuen Skating-Ski. Die sind auch sehr schick unter dem Weihnachtsbaum ;-)
Lasst euch beim Einkaufen nicht stressen und nicht vergessen: jetzt schon dem Weihnachtsbraten-Speck vorbeugen und ab und zu ne Extra-Runde drehen!
Euer Jan.
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| 4 kg in 4 Wochen |
07.12.2011 |
Ja, ich trainiere jetzt auch mit Gewichten beim Dauerlauf. Praktischerweise habe ich mir die Pfunde direkt an die Hüfte geschnallt, damit ich das Eisen nicht in der Hand oder an den Beinen transportieren muss. Auf was für Ideen einen solch ein Urlaub so alles bringen kann. Gute Mexikanische Küche und auch ab und zu mal ein Eis. Keine gute Kombination mit einem Trainingspensum, das von 200km auf 0 abfällt ;-)
Und die 4 kg die spürt man. Uff.
Ok, ihr seht, ich habe den Urlaub sehr genossen. Doch es war gar nicht so einfach. Da in China und Mexiko noch immer Steroide zur Viehmast eingesetzt werden, ist die allgemeine Empfehlung der Deutschen Verbände und des Deutschen Olympischen Sportbundes: „Iss dort kein Fleisch!“ (Sonst wird man hier mit etwas Pech bei der nächsten Doping-Kontrolle tatsächlich auffällig). Der beste Tipp war dann noch, für ausreichende Proteinzufuhr könnte ich mir ja Thunfisch aus der Dose mitnehmen. Schöner Urlaub: alle schlemmen auf der Hochzeit meines Bruders und ich sitze mit meiner Thunfischdose daneben…
Ok, dann ging es doch ganz gut. 2 ½ Wochen ohne Fleisch, aber die Fischgerichte an der Küste sind verdammt lecker. Auf das erste Steak habe ich mich danach trotzdem sehr gefreut. Und irgendwie abartig ist es schon, wenn einen der Sport auch in so einer Art und Weise in den Urlaub verfolgt.
Mittlerweile ist das Training mit meinen Wattenscheider Teamkollegen voll angelaufen und ich versuche so gut es geht mitzukommen. Gar nicht so einfach. Am Montag war wieder solch ein Tag: treffen um 16:30 in Wattenscheid und dann erstmal einen schönen Dauerlauf. Weil es in Strömen geregnet hat und bei drei Grad auch nicht so warm war, sind alle losgedüst und ich hatte richtig Spaß. Kopfschmerzen von der Kälte (Mütze vergessen, mist), müde Beine vom Trainingsrückstand und dann auch noch mit wenig Sicht durchs Halbdunkel. War ich froh, als wir zurück waren. Dann war es im Nachhinein aber ganz lustig. Wie immer: Abenteuer sind erst schön, wenn sie vorbei sind. Auch die kleinen ;-)
Der Vollständigkeit halber hier die letzten Trainingswochen. Das geht schnell. Lustig übrigens, dass einer von mir nicht ganz ernsthaft durchgeführten Studie zufolge, spätestens hier die meisten Mädels mit dem Lesen aufhören. Für alle Hard-Core Läufer(oder die wenigen Damen die sich hier durchquälen) also:
Woche 44, direkt nach dem Marathon:
Mi: 45 min Aqua-Joggen
Do: 55min Aqua-Joggen
Woche 45: nix!
Woche 46:
Mi, Do, Fr: jeweils 30 min Joggen
Woche 47:
Mo: 45 min Joggen
Mi: 18km 4:30
Fr: 4h wandern
Woche 48 (jetzt geht’s wieder los):
Mo: 12km 4:15
Di: 12km 4:15+ 20 min Stabi
Mi: 12km 4:20
NM: 1h Rad-Ergo
Do: 13km 4:15
Fr: 12km 4:00
NM: 40 min Stabi
Sa: 14km profiliert 4:15
So: 16km prof. 4:05
Den ersten kleinen Gewichtsgurt habe ich in der letzten Woche dann schon abgelegt, und denke, dass die nächsten auch schnell verschwinden werden ;-)
Schön warm anziehen beim nächsten Training,
Euer Jan
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| Zum Angriff... |
02.12.2011 |
…auf die Olympia-Norm wird in diesen Tagen im Training übergegangen. Frankfurt war ein großer Schritt in die richtige Richtung und nun muss es aber noch um ein riesen Stück schneller gehen.
Was ich von der Norm (2:12:00h) halte, habe ich ja bereits oft genug ausgedrückt und will hier nicht schon wieder schimpfen. Schade finde ich es jedoch, dass wir Marathon-Läufer in der Spitze jetzt nur noch an dieser Zeit gemessen werden. Klar können ein paar von uns diese Zeit unterbieten und ich weiß, dass auch ich das kann. Aber schon im nächsten Frühling? Nicht ohne Grund ist seit über 10 Jahren kein Deutscher Langstreckler schneller gewesen und auch in der ewigen Bestenliste des Deutschen Leichtathletik Verbandes steht man mit einer sub 2:12 sofort in der Top 15. Es ist also offensichtlich nicht so, dass diese Werte in „den guten alten Zeiten“ ständig von allen im Vorbeigehen abgehakt wurden…
Doch es hilft alles nichts, es kann nur dieses eine Ziel für das nächste Jahr geben: eine deutliche Steigerung der Marathonbestzeit in Richtung Olympia-Norm!
Was dazu notwendig ist werde ich im Laufe der nächsten Tage noch mit meinem Coach Tono besprechen. Es freut mich sehr, dass ich, wie in den vergangenen 14 Jahren auch, weiter für den TV Wattenscheid 01 an den Start gehen werde, so dass mich Tono weiterhin betreut und auch die Trainingsgruppe in Wattenscheid ein wichtiger Bestandteil meines Lieblingshobbys/Berufs bleibt.
Zunächst aber zum letzten Monat, in dem ich mich etwas rar gemacht habe. Es ging wie bereits beschrieben nach dem BMW Frankfurt-Marathon erstmal in den Urlaub. In der ersten Woche war ich noch in Bochum und habe mich über unser frisch renoviertes Uni-Schwimmbad gefreut, wo man mich demnächst wieder häufiger beim Aqua-Joggen antreffen wird (nein, keine Verletzung, nur Zusatztraining, laaaaagnweilig… ;-)). Auch in den ersten Tagen nach dem Rennen war das Wasserlaufen eine gute Idee und die Beine schienen sich deutlich besser zu erholen, als nach dem ersten Marathon in Düsseldorf.
Perfekt war dann jedoch erst der Urlaub. Beim Spitzensport muss irgendwie doch die ganze Familie mitziehen und so bin ich meinem Bruder Uwe und seiner Frau Anarela sehr dankbar, dass sie ihre Hochzeitsfeier in Mexiko (Anarela ist Mexikanerin) erst nach der Saison gefeiert haben. Klasse Party, totale Entspannung, keine Trainingsverpflichtungen und wenn mal Training, dann höchstens das Erklimmen eines Maya-Tempels oder eine halbe Stunde Barfuß-Joggen am Strand. 3Wochen, 5 mal Training, wundervoll!!!
Die Akkus sind also komplett aufgeladen, besonders die der mentalen Komponente, und nun geht es endlich los mit dem Wintertraining. Eine zu lange Pause strengt irgendwann doch mehr an, als ein geregeltes 200km/Woche Pensum ;-)
O.k. die Gefahr, dass ich nach so langer Schreibpause nun hier etwas in die Tastatur hacke, was dann so lang ist, dass es keiner mehr liest besteht durchaus. Daher schnüre ich schnell die Schuhe und tapse ein bisschen durch den Regen. So richtiges Laufen ist es nämlich nach der Pause noch immer nicht… Demnächst dann mehr über unsere Saisondiagnose, Ski-Langlauf als Alternativtraining und mein neues Indoor-Rad, mit dem ich mehr Kilometer machen will, ohne Kilometer zu machen ;-)
Ich freue mich auf die nächste Saison und Ihr bleibt mir hier hoffentlich dabei,
Euer Jan
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| Auf den Punkt... |
03.11.2011 |
...trifft dieses Video die Laufsucht und das Marathontraining ;-)
Viel Spaß beim Ansehen
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| Wahl zum Ass des Monats Oktober |
02.11.2011 |
Auf der Lieblingsseite der meisten Leichtathleten wird wieder das Ass des Monats gewählt. Für den Oktober sind mit Susanne, Mocki, Richard und mir ausschließlich Marathonies nominiert.
Also liebe Leser: unter dem Link unten durchklicken und wählen ;-)
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| After Race Pressekonferenz |
01.11.2011 |
Hier findet ihr Videos von der Pressekonferenz nach dem BMW Frankfurt Marathon
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| TV-Übetragung verpasst? |
31.10.2011 |
Unter dem Link unten findet ihr (zumindest jetzt noch) ein paar Fernsehbilder zum BMW Frankfurt Marathon. Bei der "Sieben Tage Videothek" am Sonntag ganz nach unten und dann ist dort ein 36 min Film zu sehen... Viel Spaß damit
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| Glücklich, erleichtert, überdreht, müde, alles auf einmal... |
30.10.2011 |
Marathon ist ja so extrem. Irgendwie fühlt man alles gleichzeitig. Vor dem Start: Vorfreude, Nervosität, ein bisschen Bammel, Stimungsschwankungen im Minutentakt. Dann das Rennen: immer drauf bleiben. Die Pacemaker auf Trab halten: „faster, not to fast, uahhhh, dann wieder faster, faster, faster.“ Zwei Pacer hatten wir dabei. „Der eine geht bis mindestens km 30, der andere bis ins Ziel. Anfangs haben sie es super gemacht. Ok, zwischen km 15 und 20 habe ich nicht aufgepasst, die Jungs nicht angefeuert, und schon wurde es zu langsam. Dann ging's wieder. Bei km 21 steigt Nummer 1 plötzlich aus. Aha? Was geht ab? Egal, der andere Knabe macht nen guten Job. Wow, bin ich dem dankbar. Kann mich die ganze Zeit verstecken. Energie sparen. Klasse. Ab km 25 will ich schneller. Fühle mich super. Habe ich nicht bis hier die ganze Zeit die Handbremse angezogen? Aber sicher, also los. Nun läuft der „Hase“ nur noch neben mir. Häh? „Come on man, faster, go go go.“ Nix zu machen. Bei km 32 winkt er mich vorbei. Jetzt also alleine. Unsere Gruppe hat es auch zerbröselt. Schade, jetzt könnten wir uns gegenseitig helfen. Aber auch gut, den ein oder anderen kann ich nun einsammeln und überholen.
Verdammt, wirklich schneller geworden bin ich aber nicht. Wie kann das sein?! Liegt es vielleicht doch an den vergangenen 36km?! Da kommt wieder einer. Und vorbei. Jipiii. Doch der Typ nutzt jetzt mich als Hasen. Sauerei! Aber halt, nen km später überholt er und ich kann mich hinter ihm ausruhen. Klasse: Laufen ist eben doch Teamsport! So helfen wir uns gegenseitig auf den letzten Kilometern. Viel zuzusetzen habe ich nicht mehr. Ich will schneller, verliere aber doch weiter an Boden. Ein km in 3:17, einer in 3:18. Wann kommt denn nun endlich das Ziel. Da, der Zielbogen. Endspurt. Ohje, Sauerstoffmangel. Das war noch gar nicht das Ziel. Irgendwann muss doch noch die Festhalle kommen..Da ist sie ja, hurra. Plötzlich sind es nur noch wenige Meter. Konfettiregen, Jubel, Lichtshow, totale Reizüberflutung, wow, der Oberhammer!!!! Ist das genial. 2:15,40h, ein ganz, ganz wichtiges Rennen, ein großer Schritt in die richtige Richtung.
Für heute war das klasse und nun kommen die Gefühle aus der Überschrift im Minutentakt und teilweise gleichzeitig angestürzt. Mal überdreht, mal total ausgelaugt...
Da geht noch mehr, nun habe ich die perfekte Ausgangsbasis für ein Rennen mit etwas mehr Risiko im Frühjahr.Diese Olympia-Quali-Diskussion geht mir auf den Keks und macht ganz schön Druck. Ok, gehört dazu. Ich werde mein bestes geben. Weiter und noch mehr und härter trainieren und auch schneller laufen, als meine heutige Zeit. Wofür es dann im Frühjahr reicht, keine Ahnung. Aber eins weiss ich ganz sicher: jetzt bin ich endgültig angekommen in der Königsdisziplin des Langstreckenlaufs: dem MARATHON!!!!!
Euch allen möchte ich hier ganz herzlich danken für die Unterstützung, für's Mitfiebern, für „Gefällt mir“ und überhaupt. Das macht alles doch sehr viel einfacher! Danke!!!
Bis denn, ich freue mich auf Schokolade, und Urlaub, Urlaub, Urlaub, euer Jan.
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| BMW Frankfurt Marathon |
23.10.2011 |
Nun ist es nur noch eine Woche bis zum Start. Die 42,195km warten. Warum? Warum diese Quälerei? Manchmal weiß ich es auch nicht so genau. Sicher könnte man Sonntag den 30.10.2011 auch entspannter verbringen. Könnte es im Training etwas ruhiger angehen lassen. Am Wochenende auch einmal feiern gehen. Nicht immer an der Dönerbude vorbei wandern, sondern einfach einmal eine doppelte Portion bestellen. Die Schokoladenregale im Supermarkt begrüßen, statt an ihnen vorbeizudüsen. Tja, das könnte man alles machen…
Aber ganz ehrlich: wer will das schon?! Ich nicht! Nicht jetzt! Ich will jetzt rennen! Genau diese 42,195km durch die Frankfurter Straßen. Die Schmerzen will ich eigentlich nicht, doch auch die gehören dazu. Sonst wäre es einfach nichts Besonderes. Wer schnell sein will muss leiden. Marathon als Spaßveranstaltung?! Nur wenn man es gemütlich angehen lässt. Macht euch nichts vor. So ist es nun einmal. Locker laufen kann man machen, und auch ich freue mich darauf, dass einmal auszuprobieren, aber erstmal: schnell sein!
Schneller als in Düsseldorf, ich will die 2:15h. Für die Olympianorm von unter 2:12h kann es nicht reichen. Es hat schon seinen Grund, dass diese Zeit in den letzten 10 Jahren kein einziger Deutscher unterboten hat. Dafür war meine Vorbereitung nicht gut genug. Hätte ich jetzt eine 2:15 aus Düsseldorf stehen, würde ich es versuchen. Aber so? Dieses Hitzerennen im Mai hat mich drei Monate Vorbereitung auf Frankfurt gekostet. Drei Monate, in denen ich einfach nur körperlich total erschöpft war. Drei Monate, die mir fehlen. Zu wenig Umfang, Tempo, Vorbereitungswettkämpfe. Als die Beine wieder wollten und konnten, war klar, dass die verbleibende Zeit bis Frankfurt sehr eng werden würde.
Seit Düsseldorf waren daher eigentlich nur zwei Monate dabei, in denen ich mit dem Training zufrieden war. Das ist zu wenig für eine 2:12h und daher mache ich es so, wie in den letzten 15 Jahren meiner Leistungssportzeit auch: realistische Ziele setzen, und einen Schritt nach dem anderen machen. Die Qualifikation werde ich dann im Frühling des nächsten Jahres in Angriff nehmen und jetzt zunächst eine gute Grundlage dafür schaffen.
Die Phase des so genannten Taperings hat jetzt begonnen. Das heißt, dass Umfang und Intensität des Trainings deutlich reduziert werden, damit der Körper am Wettkampftag quasi vor Energie Platzt. Alle Speicher füllen, Erholung einleiten und dann ab dafür! Keine leichte Zeit, denn nun beginnt der anstrengende Teil für den Kopf. Man horcht in sich hinein, der gewohnte Tagesablauf ist gestört, und es zwickt und zwackt an den unglaublichsten Stellen. Was soll ich nur den ganzen Tag machen, wenn ich nur einmal trainieren darf?!
Aus St. Moritz bin ich am Dienstag abgereist. So habe ich genau den gleichen Abstand zwischen Wettkampf und Höhe wie damals vor Göteborg. 12 Tage.
Am Mittwoch haben wir die letzte Belastung vor dem Rennen gemacht. 22km, davon je 3 Ein/ bzw. Auslaufen, 6km in ca 3:30 und 10 in knapp unter Wettkampfgeschwindigkeit (3:11min/km). Das lief gut und recht locker, und jetzt kann ich nur noch abwarten.
Hier die Zusammenfassung:
Mo: VM: 21km 4:00 (davon 5 in 3:30)
NM: 10 km 4:20
Di: VM: 16km 4:15, danach Abreise aus St. Moritz, 8h Fahrtzeit
Mi: VM: Kemnader Stausee, 22km (davon 16 in 3:27 und von diesen 10 in 3:11) Abschlusseinheit
Do: VM: 9km 4:20 + 4xSteigerungslauf à 100m
NM: 13 km 4:00+ 45 min Stabilisation/Kraft
Fr: 15 km 4:00
Sa: 20km 3:42 (davon 3 in 3:10)
So: 17km 4:10
Wochenumfang: 153km
Uffff, nun passiert im Training nicht mehr viel und ich fühle mich schon jetzt total unausgeglichen ;-)
Ab Donnerstag bin ich dann in Frankfurt. Ab dafür!!!!!!!!
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| Leben aus dem Koffer |
23.10.2011 |
Was für ein Jahr: Januar/Kenia, März/Arizona, April/Texel, August/St.Moritz, Oktober/St.Moritz. Ein Trainingslager nach dem nächsten. Immer wieder in die Höhe, immer wieder Kilometerbolzen. Weiter, schneller, alles geben. Koffer einpacken, trainieren, ab nach hause, Koffer auspacken, das dabei entstehende Chaos einigermaßen beseitigen, ein/zwei Wettkämpfe und Koffer wieder einpacken. Eigentlich lohnt es sich nicht so sehr, hier in Bochum Miete zu zahlen, so selten wie man vor Ort ist. Den Körper immer weiter abhärten, an die Umfänge und das Marathontempo gewöhnen. Wie schaffe ich es, mit der mir zur Verfügung stehenden Energie möglichst weit zu kommen, in hohem Tempo den Marathon zu absolvieren? Ein ständiges Ausprobieren: welche Art der Belastung, wie viel kann ich noch draufsetzen? Einiges funktioniert, dann ist es beim nächsten Mal doch zuviel. Also noch mal. Eine Erkältung macht schnell die super Form zunichte. So etwas schmerzt, gehört aber dazu und muss akzeptiert werden.
Laufen: eine der einfachsten Sachen der Welt, und doch so herrlich kompliziert…
Die letzte Woche in St. Moritz lief nicht ganz so, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Eigentlich dachte ich noch an eine schöne schnelle Einheit auf der Bahn und an einen flotten, langen Lauf. Leider bin ich schon am Montag etwas unruhig geworden und habe dort einen Dauerlauf im Schneematsch ein wenig zu schnell gemacht. Dadurch war ich am folgenden Tag beim geplanten langen, schnellen müde und, naja, mir fehlte auch einfach die Radbegleitung. Mit Gürtel laufe ich diese Geschwindigkeiten nicht gerne, doch auf einem Rundkurs alle 5km stehen zu bleiben, um etwas zu trinken, hat dann den Rhythmus zerstört. So war ich nach den 30km in 3:40min/km am Dienstag ziemlich ko und habe dann mit Dauerläufen weiter gearbeitet und mir auch ein paar Wandertouren gegönnt.
Hier kommt die letzte Woche aus St. Moritz (Woche 41):
Mo: VM: 21km 3:46min/km im Schneematsch, Puls 148
NM: 12km 4:50
Di: VM: Einlaufen, dann 30km 3:40min/km (gesteigert bis -3:30), Puls 155, harte Sache
Mi: VM: 20m km 4:35, Puls 125 , total müde
Do: VM: 20km 4:10, Puls 139, besser
NM: 65 min Aqua-Joggen
Fr: VM: 23km 4:00 (-3:35) ok
NM: 7km profiliert, 4:30
Sa: VM: 25km 4:00 (-3:35), Puls 138
NM: 1:40h wandern auf 2400m üM, +30 min Stabilisation/Kraft
Sonntag: VM: 36km 4:10, profiliert, sehr schön!
NM: 1:20h wandern, Puls 110
Wochenumfang: 198km (+31km Alternativtraining)
Insgesamt waren diese drei Wochen in den Schweizer Bergen also recht erfolgreich. Nicht ganz so stark wie erhofft, doch die Dauerläufe waren deutlich besser als in den Monaten davor, der Gesamtumfang war auch in Ordnung und es hat mich wieder ein Stück vorwärts gebracht. Sicher kein Grund, euphorisch zu werden, doch eine sehr solide Basis.
Besonders gefreut hat mich in diesen Wochen auch wieder, dass ich zwischendurch nicht nur mit meinem Teamkollegen Christian Glatting und Christian Puricelli, sondern auch mit Marcel Fehr, einem unserer besten Nachwuchsläufer, zusammen trainieren konnte. Es ist einfach schön zu sehen, mit welcher Begeisterung er an die Sache herangeht und ich bin mir sicher, dass wir alle diesen Namen demnächst noch häufiger hören werden.
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| DER SPIEGEL: „Vom Körperbau her müsste der Mensch eigentlich jeden Tag 30km rennen“ |
10.10.2011 |
Da habe ich mich gestern ja wieder gefreut: beim Lesen des SPIEGEL (Nr.40) ging es im Leitartikel um Rückenschmerzen. Naja, nicht mein Thema, denn wenn hier was schmerzt, dann höchstens mal die Beine. Doch eine Kleinigkeit in diesem Bericht hat mir dann ganz besonders gut gefallen. Da wurde geschildert, wie unsere Vorfahren Antilopen oder Hirsche gejagt haben, indem sie sie solange durch die Gegend hetzten, bis diese total erschöpft waren. Und dann kam die ganz wesentliche Aussage: „AUCH DIE HEUTIGEN MENSCHEN SIND GEBORENE LÄUFER, DIE VOM KÖRPERBAU HER EIGENTLICH JEDEN TAG DREISSIG KILOMETER RENNEN MÜSSTEN...“
Wow, gesagt (gelesen), getan. Eigentlich haben wir Läufer das ja schon immer gewusst. Ich habe es dann direkt ausprobiert. Es wurden in der letzten Woche 33km am Tag, denn auch die Antilopen dürften sich ja weiterentwickelt haben ;-)
Im Trainingslager passiert wirklich nicht viel: Aufstehen 7:00, dann Frühstück, um 9:30 Abfahrt zum Training, zurück um 12, dann Mittagessen, Mittagsschlaf, ein bisschen lesen, und gegen 15:30 wieder auf die Piste. Um 18 Uhr zurück, Abendessen, den PC bearbeiten, wieder lesen und um 22Uhr Licht aus, Schlaf an. Bei solch einem Rhythmus kann ich mich über Kleinigkeiten wie diesen Spiegel-Artikel sehr amüsieren ;-)
Die letzte Woche im Detail:
Montag: Vormittag: 35km 3:40min/km (davon 27km auf Schotterpisten) Puls 150
Nachmittag: 45 min Aqua-Joggen
Dienstag: VM: 20km 4:06 (Val Rosseg)+20min Slackline+20min Stabilisation
NM: 10km 4:20 Puls 127
Mittwoch: VM: 23km 3:57 Puls 137, zum Schluss etwas müde.
NM: 10km 4:30, Trail auf 2300m Höhe, 20min Stabilisation
Donnerstag: VM: 10x1000/600m Tempowechsel+ 4km, 3:06/2:10+3:35, 3:23, 3:15, 3:05 hier hat mir die Gruppe sehr gefehlt. Bei einer solchen Einheit komme ich alleine einfach nicht ins Rollen. Sonst aber gut.
NM: 11km 4:30 Val Rosseg + 30min Aqua-Joggen
Freitag: VM: 21km 4:00
NM: 12km 4:35 + 20 min Stabilisation
Samstag: VM: 22km 3:50 (davon 10 in 3:35)
NM: 11km 4:30 Val Rosseg, Schneegestöber, +20min Stabilisation
Sonntag: VM: 20km 4:20, Puls 133 bei 20cm Schnee
NM: 10km 4:20 etwas weniger Schnee, dafür mehr Eis ;-)
Gesamtumfang: 233km (+15 Alternativtraining)
Eigentlich wollte ich heute dann noch einen gesteigerten Lauf über 40km machen, doch da das eine der wichtigen Einheiten sein sollte, und draußen immer noch jede Menge Schnee liegt, habe ich das verschoben. Morgen soll der Schnee nämlich verschwunden sein und dann kann man auch wieder etwas mehr Druck machen.
Eine sehr schöne Woche geht zu Ende und eigentlich hätte ich zumindest heute, am Sonntag einmal einen Nachmittag trainingsfrei. Da aber nun der 40er erst morgen kommt, lagen eben doch wieder zwei „kürzere“ Dauerläufe an und dafür kann ich dann morgen Nachmittag komplett entspannen.
Frankfurt kommt näher, genau wie die Antilopen...
Beste, etwas müde Grüße, euer Jan
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| Woche 39, ab in die Höhe |
07.10.2011 |
Als ich in Bochum Mitte September die Winterreifen auf's Auto gezogen habe, war ich wahrscheinlich der erste in diesem Jahr, doch wenn ich gerade so aus dem Fenster sehe, war das genau richtig. Mit viel Getöse fährt der Räumdienst vorbei und versucht die Straße nach Italien, an der ich hier wohne, vom Schneematsch zu befreien. Aber zunächst zur letzten Woche: Da war das Wetter zwar teilweise auch schon recht kühl, doch der sehr intensive Sonnenschein hat dafür gesorgt, dass ab 10 Uhr Training im T-Shirt angesagt war.
Die Anreise von Berlin in die Schweizer Berge wurde auf zwei Tage aufgeteilt und damit etwas entspannter. Am Dienstag stieg dann in Augsburg mit Reinhard Knoop noch ein ehemaliger Jugendtrainer zu, der mich hier in der ersten Woche betreut hat. Normalerweise bin ich ein Typ, der eine starke Trainingsgruppe braucht. Das lässt sich jedoch leider nicht immer machen, und dann ist es schon sehr hilfreich, wenn ein Trainer dabei ist. Mit der Anreise-Woche bin ich im Großen und Ganzen auch wieder zufrieden. Gesamtumfang immerhin 205km und das Tempo der Dauerläufe ist weiterhin etwas höher als im Sommer.
Hier die Übersicht vom 26.9.-2.10.:
Montag: Vormittag: Berlin, 20km 3:52min/km
NM: Anreise St.Moritz Teil1
Dienstag: VM: 30km 3:57 (davon 10 in 3:35)
NM: Anreise Teil2
Mittwoch: St.Moritz VM: 16km 4:10
NM: 18km 3:57 (gesteigertbis 3:30)
Donnerstag: VM: 23km 4:13 Puls 139
NM: 10km 4:25 Puls 129 + 20min Slackline + 20min Stabilisation
Freitag: VM: 20km 3:39 Puls 152
NM: 10km 4:20 + 5x100m Steigerungslauf
Samstag: VM 8x1000/600m Tempowechsel + 4km gesteigert. 3:13/2:07 + 3:24, 3:18, 3:14, 3:04, Gesamtschnitt auf 16,8km 3:19 min/km, zum Einrollen ganz ok.
NM: 11km 4:30 Puls 130
Sonntag: VM: 25km 4:10 Puls 132
NM: Kuchen-essen, jipiiii ;-)
Die sonst sehr wichtige Höhenanpassung in der ersten Woche ist bewusst etwas kürzer ausgefallen, da das letzte Trainingslager hier ja gerade einmal einen Monat zurück liegt. Dies ist in diesem Jahr nach Kenia und Flagstaff auch tatsächlich schon das 4. Höhentrainingslager. Manchmal wundert man sich über sich selbst: so viel Aufwand, nur um schnell zu laufen... ;-)
Genau diese vielen Höhenphasen merkt man aber extrem. Die Anpassung geht sehr schnell, man kann fast sofort trainieren wie zu hause und verliert nicht jedes mal wichtige Tage mit Intensitäten. Das geht aber wirklich nur, wenn man häufiger in der Höhe ist. Sonst ist nämlich der beliebteste Fehler, von Anfang an durchzustarten, und dann ist man sehr schnell im Übertraining. Die Höhe bietet große Chancen, jedoch eben auch große Risiken. Ich habe beides schon getestet ;-)
Das soll für heute zunächst reichen. Die aktuelle Woche bekommt ihr hoffentlich schon am Sonntag hier zu sehen. Bisher lief es da recht gut und gleich geht es dann mit Mütze und Handschuhen auf zum lockeren 25er.
Winterliche Grüße, euer Jan
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| Woche 38, die "Berlin-Woche" |
05.10.2011 |
In der Berlin Woche war wie ihr ja mitbekommen habt einiges los. Trainingstechnisch standen in erster Linie Dauerläufe auf dem Programm, um das nächste Trainingslager vorzubereiten und auch, weil durch die kleine Erkältung 3 Wochen vorher die Form noch immer nicht ganz stabil war. So waren weder Intensität noch große Umfänge angesagt, sondern eher ein „Wiedereinstieg“ und es war erstaunlich, wie es dann plötzlich aufwärts ging (siehe letzter Artikel).
Montag: Vormittag: 15km 4:00, gut gefühlt
Nachmittag: 12km 4:15, 30min Stabilisation/Kraft
Dienstag: VM: 10km 4:15
NM: 9x1000/600m Schnitt: 3:17/2:20, naja, ...
Mittwoch: VM: 17km 4:05+45min Aqua-Joggen
NM: 10km 4:15+30min Stabilisation
Donnerstag: VM: 32km 3:52, prima, i.A. Anreise Berlin
Freitag: VM: 20km 4:30 (davon 10 in 5:00, dann gesteigert – 3:30)
NM: 6km 6:00
Samstag: VM: 20km 3:43
NM: 6km 6:00
Sonntag: NM: 22km 3:52 (gest.-3:20), Puls 142
Wochenumfang: 180km+ 9Alternativ(Aquajoggen umgerechnet)
Fazit: ok, es läuft wieder, aber dass jeder Schnupfen 3 Wochen kostet, das nervt...
Nach diesen Tagen in Berlin war ich ziemlich ko, denn auch das ungewohnte Kommentieren und die weiteren Termine kosten ganz schön Kraft. Doch auch das macht Spaß, sorgt für Motivation und ist ein „Teil des Jobs“ ;-). Und 5 Wochen vor dem Marathon passte es perfekt in die Planung.
Die erste St.Moritz-Woche ist nun auch schon geschafft und folgt hier in Kürze.
Bis dahin, euer Jan
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| ...und weiter geht's... |
30.09.2011 |
Wieder einmal sende ich euch schöne Grüße aus dem Engadin. Die Sonne scheint, der befürchtete Wintereinbruch lässt noch auf sich warten und beim Training sind tatsächlich T-Shirt und kurze Hose angesagt. Als ich allerdings gehört habe, dass in Hamburg sogar die Freibäder wieder aufgemacht haben, naja, da musste ich heute beim Kneipen (Wassertreten) im See doch etwas schmunzeln. Da ist es hier nämlich doch verdammt kalt ;-)
Es liegen drei harte Trainingswochen an, in denen ich versuchen werde jeweils die 200km/Woche zu überschreiten. Drei wichtige Wochen in Richtung Frankfurt Marathon.
Zunächst wohne ich wieder im Tal und dann geht es für die letzten beiden Wochen zum Übernachten auf den Berg. 12 Tage vor Frankfurt fahre ich dann zurück nach Bochum und hoffe, so die Höhenluft optimal nutzen zu können. Das ist von den zeitlichen Abständen her die gleiche Planung wie damals vor Göteborg und passt bei mir offensichtlich ganz gut.
Ein paar Dauerläufe konnte ich hier oben mit Hagen Brosius und André Pollmächer machen, doch diese beiden düsen leider in der nächsten Woche schon wieder zurück. Sie sind allerdings auch schon deutlich länger hier.
Morgen steht das erste härtere Programm auf dem Plan. Tempowechsel 1000/600m. So ähnlich wie beim letzten Aufenthalt hier, doch zunächst deutlich langsamer.
Die Tage in Berlin haben offensichtlich gut getan. Danke auch an dieser Stelle noch einmal für das super Feedback zu der Eurosport-Kommentation. Da habe ich offensichtlich eine weitere Option für die Zeit nach dem Marathon ;-)
Und das Beste ist: nun laufen auch die Dauerläufe so, wie ich es mir wünsche. Endlich wieder dieses Gefühl von „ich könnte schneller“ und nicht mehr dieses: „was ist da bloß los mit den Beinen?!“. Wenn der Dauerlauf bis 3:30/3:20 gesteigert wird, ohne es zu erzwingen, dann weiß ich, dass die Grundform passt. Das wird aber auch Zeit ;-)
Die Trainingsübersicht der letzten Woche folgt in kürze und bis dahin wünsche ich euch ein schönes, sonniges Wochenende,
euer Jan
Ach ja, unter dem Link unten findet ihr noch das Video vom Kochen in Berlin ;-)
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| Weltrekord beim BMW Berlin Marathon!!! |
25.09.2011 |
Und wieder war ich dabei. Wieder ein Weltrekord in Berlin. Einen von Haile durfte ich hier schon miterleben und heute bei meinem Debut als Co-Kommentator den zweiten. Wow!!!
Diese Zeile schreibe ich für euch aus den Athleten-Hotel in Berlin. Patrick Makau sitzt 20m von mir entfernt auf der Dachterrasse und gibt ein Interview. Mit leiser Stimme, zurückhaltend, einfach gut. Ein echter Star. Keine große Show, einfach mal machen. Genau wie Haile, genau wie fast alle großen Langstreckler. Vielleicht frage ich gleich noch nach einem Foto mit ihm und stelle es hier für euch auf die Seite ;-)
Das Kommentieren war große klasse. Irre, wie schnell da die Zeit vergangen ist. Ich wollte so viel mehr erzählen, mehr von euren Vorschlägen behandeln, unsere deutschen Läufer häufiger erwähnen und und und.
Auf die Bilder haben wir jedoch keinen Einfluss und die Infos die wir bekommen sind auch nur die, die wir uns vorher organisiert haben, oder die dann im Internet zu finden sind. Und es ist verdammt kompliziert, das Rennen aufmerksam zu verfolgen, zu reden und gleichzeitig nach Infos und Zwischenständen im Netz zu stöbern ;-)
Ich hoffe aber, und das schließe ich auch aus eurem feedback, dass es euch genauso viel Spaß gemacht hat zuzusehen, wie mir zu kommentieren und daher hoffe ich, dass ich so etwas noch häufiger machen darf.
Zu diesem Wochenende könnte ich noch ewig viel schreiben. Was war hier alles los: mein erster spezieller „Jan Fitschen Schuh“ ist jetzt im Nike-Town hier in Berlin ausgestellt, ich durfte gemeinsam mit Falk Cierpinski, Ingalena Heuck und Holger Stromberg, dem Koch der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei einem BMW-Event kochen, und und und.
Vielleicht später davon mehr.
Nun geht es am Dienstag wieder nach St. Moritz um weitere drei Wochen an der Form zu feilen und dann kommt Frankfurt immer näher...
Ich hoffe ihr hattet ein schönes Wochenende mit einem perfekten Sonntagmorgen!
Bis denn, euer Jan
Ach ja: Patrick war doch zu schnell für mich, nun ist er schon wieder weg...
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| Einladung zum Spaß-Dauerlauf |
21.09.2011 |
Am Freitag und Samstag jeweils um 15 Uhr seid ihr alle ganz herzlich eingeladen eine kleine Runde mit mir Laufen zu gehen. Treffpunkt ist Niketown Berlin. Natürlich incl. Aller möglichen Fragen und jeder Menge Geschichten rund um unseren Lieblingssport. Ich würde mich sehr freuen euch zahlreich zu sehen. Und keine Angst: ich werde mich auf keine Duelle einlassen ;-) Es wird sehr entspannt!
Bis Feitag oder Samstag also, euer Jan
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| Co-Kommentator bei Eurosport |
19.09.2011 |
Das ist mal der Oberhammer: ich darf tatsächlich den BMW Berlin-Marathon bei Eurosport als Co-Kommentator begleiten. Am kommenden Sonntag sind Dirk Thiele und ich von 8:45 Uhr bis 11:30 fast drei Stunden für euch auf Sendung. Ich freue mich riesig, werde schon von allen Seiten mit Infos zum Rennen und zu unserer Hauptstadt zugeworfen und bin doch, ja, ein bisschen aufgeregt ;-)
In Berlin war ich schon häufiger zum Anfeuern dabei: für meinen ersten Trainer, ein paar Jahre später für meinen Bruder, dann aktiv als Pacemaker für meinen Teamkollegen Alex Lubina und noch viele weitere Male.
Jedes Mal war ich begeistert von der Stadt, der Atmosphäre und dem ganzen Drumherum und davon möchte ich euch nun auf Eurosport im TV berichten.
Schickt mir doch über das Gästebuch hier oder über Facebook eure Wünsche über was wir so berichten sollen: Kenia-Trainingslager, wie schaffe ich mal 10km am Stück, warum sind die so schnell und ich nicht ;-), wie motiviere ich mich im nächsten Winter, …
Wir habe drei Stunden Zeit und wer weiß, vielleicht können wir ja genau euer Wunschthema einbauen.
Berlin, Berlin wir fahren nach Berlin ;-),
euer Jan
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| Training, Training, Training |
19.09.2011 |
Mit leichter Verspätung kommen hier die letzten drei Trainingswochen:
Woche 35:
Montag: St. Moritz VM: 45min Rad, 24km 4:50 Erlebnissdauerlauf profiliert, 45min Rad
Dienstag: VM: Tempowechsel 10x1000/600m+ 4km gesteigert. 3:08/2:06+ 3:25, 3:17, 3: 11, 2:58 Puls im Schnitt 159, maximal 176, sehr gut!
NM: 11 km 4:30+30min Aquajoggen, Abends Halzschmerzen
Mittwoch: VM 20km 4:10 danach Abreise aus St. Moritz
Donnerstag: 10km 4:20 platt, Schnupfen
Freitag: krank
Samstag: besser VM: 16km 4:00
NM: 3h Rad (locker)
Sonntag: Halbmarathon Bochum 1:13,33h locker, wie geplant. Gesamtumfang 137km
Woche 36:
Mo: VM: 17km 4:00
NM: 9km 4:20, 30 min Stabi/Kraft
Di: VM: 15km 4:08 Puls 138 30 min Stabi, müde Beine
Mi: VM: 10km 4:00
NM: 8km 4:15 6x400/200m 70/42s ok, aber nicht gut
Do: VM: 15km 3:53 Puls 143
NM: 9km 4:15
Fr: VM: 15km 4:10
Sa: VM: 20 min 5:00+ 3xSteigerungslauf à 100m
NM: DM 10km Straße, 12. Platz 30:20min, großer Mist!!
So: 10km 4:05
Gesamtumfang: 120km
Woche 37:
Mo: VM: 9km 4:15+ 30 min Stabi
NM: 14 km 4:10
Di: VM: 10km 4:20
NM: 10 km 4:10
Mi: 10km 4:10+ 60 min Aqua-Joggen
Do: VM: 15 km 4:15
NM: 40 min Inline-Skaten (locker)
Fr: VM: 20km 4:05, ok,
NM: 9km 4:20+30min stabi
Sa: 21km 4:10, naja,
So: 23km 3:57 zum ersten Mal seit 2,5 Wochen gut gefühlt! Gesamtumfang: 140km
So sieht es aus. Insgesamt habe ich sehr wenige Probleme mit Verletzungen, doch eine große Schwachstelle ist und bleibt das Immunsystem. Und wenn ich erst einmal einen Schnupfen habe, steckt mit der immer 2-3 Wochen in den Knochen. Und das, ohne Fieber oder sonstige „starke“ Anzeichen. Ich kann es selber kaum glauben, doch dafür sind die ausführlichen Trainingsaufzeichnungen der letzten 15 Jahre perfekt. Es war immer so: 2x pro Jahr eine Erkältung, 2x pro Jahr der Ausfall. Das ist jedes Mal eine Quälerei, wenn man trainieren will, es aber einfach keinen Sinn macht. Wenn man sich nur müde fühlt, obwohl es doch gerade noch so gut lief. Grrrrrr….Und diesmal kam noch das Höhenloch dazu...
Dieses Tief scheint nun aber überwunden und die letzten Dauerläufe machten schon wieder richtig Spaß. Nun geht es bald nach Berlin zum Marathon. Nicht zum Laufen, aber zum Anfeuern und zwar vom Premium-Sitz ;-)
Mehr dazu im nächsten Artikel, euer Jan
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| Systemausfall |
15.09.2011 |
Ist es das Höhenloch? Die Nachwirkungen einer Erkältung? Das Absacken nach einer wichtigen Prüfung? Alles zusammen?
Am Wochenende war einiges los. Zunächst begann es am Freitag mit der abschließenden Prüfung meines Wirtschaftsstudiums ganz viel versprechend. Bis auf ein paar Anwesenheitstermine die ich wegen Kenia verpasst habe, bin ich damit nun auch durch. Uff. Erleichtert und happy. Die Feier zum Abschluss fiel jedoch etwas ruhiger aus, denn in Oelde sollte ja der 10km Straßenlauf-Titel verteidigt werden.
Das ist dann jedoch ganz kräftig in die Hose gegangen. Fast eine Minute hat mir mein Vereinskollege und neuer Deutscher Meister Christian Glatting abgenommen. Das hätte ich nie gedacht. Die Tagesform bei mir war katastrophal und somit auch das Ergebnis. Platz 12. Indiskutabel.
Ich vermute, dass eine Kombination der oben genannten Probleme zu diesem Ausfall führte. Es ist normal, dass man in den ersten Tagen nach der Höhe in ein Loch fällt. Eigentlich soll es aber am 10.Tag dann wieder abgehen, doch wenn man aus 3.000m Höhe kommt, ist das offensichtlich noch mal anders. Dann habe ich einen leichten Schnupfen aus den Schweizer Bergen mitgebracht. Der war zwar wieder weg, steckt vielleicht aber doch noch irgendwo in den Beinen. Und zusätzlich die Prüfung… vielleicht war das einfach ein bisschen zu viel.
Klingt alles nach Ausreden. Auch für mich. Die sollen es aber nicht sein. Nur Erklärungsversuche. Ich habe das Motto, dass man auch Risiken eingehen muss, um erfolgreich zu sein. Dass die Übernachtung auf 3.000m Höhe ein solches Risiko darstellt, war mir bewusst. Doch meine Überzeugung ist es, dass man so etwas versuchen muss, wenn man ganz nach vorne will. Und wenn es dann mal nicht klappt…tja, dann gehört das dazu. Und das große Ziel ist der Frankfurt-Marathon. Dafür war St. Moritz genau richtig und das Immunsystem ist jetzt auch neu gestärkt ;-)
Ach ja: und einen Titel gab es dann ja doch noch: mit dem TV Wattenscheid haben wir die Mannschaftswertung gewonnen ;-)
Die letzten Trainings-Aufzeichungen folgen bald. Viel war aber nicht mehr los.
Beste Grüße, euer Jan
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| HIMS |
07.09.2011 |
Und sonst so?! Tja, sonst steuer ich gerade auf meinen zweiten Abschluss am Hagener Institut für Managementstudien e.V. zu. Dieses Fernstudium hatte ich vor zwei Jahren nach dem Physik-Studium in Bochum aufgenommen und nun geht es auch dort dem Ziel entgegen. Am Freitag (übermorgen, uahhhhh) darf ich die Masterarbeit „verteidigen“. Die Bewertung der Arbeit liegt schon vor (bin ganz zufrieden) und nun gilt es einen kurzen Vortrag darüber zu halten und die noch anstehenden Fragen möglichst geschickt zu beantworten. Gut, dass ich mittlerweile auch durch die verschiedensten Vorträge im Sportbereich etwas Erfahrung habe und sich daher die Nervosität in Grenzen hält. Und mit Power-Point spiele ich immer wieder gerne ;-)
Nur mein Zeugnis bekomme ich wieder einmal erst später als der Rest meiner Kommilitonen. Irgendwie habe ich doch ein paar Anwesenheitstermine verpasst, da ich lieber durch Kenia gerannt bin statt die „Schulbank“ zu drücken. Also nachsitzen und dann, typisch Langstreckler, mit etwas mehr Ausdauer ein wenig später ins Ziel ;-)
Und dann: Samstag Deutsche Meisterschaften 10km Straße!!! Bin gespannt auf Einzel- und Mannschaftswertung.
Also bitte 3x Daumen drücken, euer Jan
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| rewirpower-Halbmarathon in Bochum |
07.09.2011 |
Am Sonntag fand in Bochum der von meinem Verein dem TV Wattenscheid organisierte Halbmarathon statt. Es war eine super Premierenveranstaltung. Klasse Stimmung an der Strecke und der große Gewitterguss kam erst, als fast alle im Ziel waren. Die Strecke hatte es aber auch verdammt in sich. Wer in Bochum sonst nur mit dem Auto unterwegs ist, hat sich sicher gefragt, wo denn diese ganzen langen Steigungen herkommen. (Ich zwischendurch ehrlich gesagt auch ;-))
Ganz, ganz fieß. Ewig geradeaus und schön leicht bergan. Dazu war es sehr warm und eine Luftfeuchtigkeit wie in den Tropen. Für diejenigen, die nicht ganz so viel trainiert, oder womöglich ihren ersten Halbmarathon versuchten eine enorme Quälerei. Respekt vor allen, die es trotzdem ins Ziel geschafft haben und für die, bei denen das nicht geklappt hat: abhaken und dann beim nächsten Mal etwas mehr Vorbereitung. Und tröstet euch: bei fast 25% die ausgestiegen sind, ward ihr nicht allein und viel schlimmer kann es dann nächstes Mal auch nicht mehr werden. ;-)
Gemeinsam mit Thorsten Graw habe ich es etwas ruhiger angehen lassen und konnte so den Lauf sehr genießen. Was sind wir angefeuert worden. Von den Zuschauern, den Helfern, und was ich am besten fand: von den anderen Läufern. Dabei hätten die sich doch den Atem lieber für den Rest der Strecke sparen sollen… naja, wir haben das sehr genossen und uns total über die Stimmung gefreut.
An dieser Stelle möchte ich mich noch ganz herzlich bei allen bedanken, die im Vorfeld organisiert, am Tag an der Strecke geholfen und/oder angefeuert oder anders ihren Anteil dazu beigetragen haben um so eine sehr gelungene neue Attraktion in Bochum zum Leben zu erwecken. Großes, großes Lob. Das war spitze!!!
Ach ja: Graw/Fitschen Platz 1 in 1:13,33h ;-)
Bis denn, euer Jan
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| Trainingsberichte sind langweilig... |
28.08.2011 |
finde ich. Zumindest, wenn es nur und ausschließlich um die Fakten geht. Was für mich den Reiz des Laufens ausmacht sind immer wieder die lustigen Erfahrungen, die man hier und dort macht, und die besonders bei Trainingslagern auch einen kleinen, interessanten Einblick in Landeskultur und Mentalität der Menschen geben.
In jedem Trainingslager laufen wir zusätzlich mit anderen Sportlern, diesmal zum Beispiel die Truppe aus Tübingen. Da kannte ich bislang nur ein paar Namen, aber jetzt haben wir schon ein paar gemeinsame Einheiten absolviert und viel gequatscht. Klasse!
Und dann wie gesagt die spannenden Kleinigkeiten in verschiedenen Ländern. Der „Free-Refill“ in den USA: zieh dir zum Burger soviel Zuckerwasser rein, bis dir schlecht wird und wunder dich dann, das die ganze Nation immer breiter wird....
Die Pistole auf der Ablage an der Windschutzscheibe: „So what, this is Arizona, everybody can have a gun here“...
Und nun zu einigen neuen Erfahrungen mit unseren Nachbarn den Schweizern. Mir sind hier immer super viele prima Typen begegnet, ob Phil Bandi (5000m), Christian Beltz (10.000m) oder einfach die netten Vermieter unserer Trainingslager-Wohnungen.
Und dann jetzt dieser Volkslauf: wir haben das ganze ja nicht so super ernst genommen und daher habe ich mich an der ersten Verpflegungsstelle höflich erkundigt, ob man wohl ein Stück Pizza bekommen könnte. Pizza gab es nicht, doch ein Privatmann hat allen Ernstes ein Käsefondue für die Läufer bereitgehalten. Sensationell! Leider waren wir schon vorbei bis ich das begriffen hatte.
Und dann diese lustige Idee, uns Läufer im August mit Schnee zu überraschen. Eine schöne Geste ;-)
Aber genug davon, vielleicht tauchen ja noch mehr solche Geschichten in meiner nächsten Kolumne in der „RUNNING-Das Laufmagazin“ auf, jetzt kommen erst einmal die letzten Trainingsergebnisse:
Am vorherigen Samstag erfolgte der Umzug in Hospizio Bernina auf 2300m ü.M. „train high, sleep higher“ Das hat schon vor Göteborg funktioniert. Also oben schlafen und unten im Tal auf 1750m mit den anderen trainieren. Dabei wird allerdings auch die
Regeneration auf eine harte Probe gestellt. Schlafen wird bei zunehmender Höhe auch immer schwieriger.
Montag: Vormittag: Tempowechsel: 10x1000/600m und im Anschluss 4km gesteigert. 3:05/2:14 (der letzte in 2:58) dann 3:30, 3:10, 3:10, 2:51min/km. Gesamt: 20km 65:51min. Puls im Schnitt 161, max 180. Die beste Einheit seit Düsseldorf ;-)
Nachmittag: 10km Trail profiliert 5:00min/km
Dienstag: VM: 25km 4:25, Puls 128
NM: 10km 4:40 Puls 123
Am Dienstag Abend bin ich wieder umgezogen. Jetzt ins Berghaus Diavolezza, 3000m ü.M. Hier bleibe ich zum Schlafen bis nächste Woche Mittwoch.
Mittwoch: 20km profiliert, gesteigert (-3:30) 4:08, Puls 136
NM: 10km Trail profilert 4:40, 133
Donnerstag: VM: 40km gesteigert (-3:25) Schnitt 3:42, Puls 152. Mein längster Dauerlauf ever. Uff, aber gut.
Freitag: VM: 20km profiliert 4:20, 128, 20min Stabilisation/Kraft.
NM: 10km 4:12 135, im Anschluss 45 min Aqua-Joggen.
Samstag: VM: 14km 4:00 142
NM: 16km Trail, profiliert 5:00, 125
Sonntag: 32km gesteigert (-3:20) Schnitt: 3:50.
Gesamtumfang: 234km /243. Ich bin sehr zufrieden!!!
Und nochmal kurz zu den Dauerläufen: die ersten 2-3km sind oft bei 4:30-5:00, was sich auf den Gesamtschnitt entsprechend auswirkt...
Schönen Sonntagabend noch und ich freue mich jetzt auf ein ordentliches Bergsteigerabendessen mit Panorama Blick auf den Piz Palü,
euer Jan.
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| Zu langsame Dauerläufe?! |
28.08.2011 |
Das Internet ist ein klasse Medium. Auf einfachstem Wege können Trainingsergebnisse veröffentlicht, angesehen und auch analysiert werden. Es freut mich, das hier offensichtlich ein großes Interesse besteht und tatsächlich auch Diskussionen zustande kommen.
Eigentlich wollte ich ja etwas über die Vorteile von Käsefondue als Wettkampfverpflegung schreiben, doch aus aktuellem Anlass, wird das zunächst verschoben.
Mike im Gästebuch ist nicht der erste, der mich auf das Tempo der Dauerläufe anspricht und daher möchte ich die Gelegenheit nutzen, die Geschwindigkeiten zu erläutern.
Jeder hat sicher seine eigene Philosophie darüber, wie das Training aussehen sollte: Umfänge, Geschwindigkeiten, Art und Häufigkeit von Belastungen usw.. Mein Trainer Tono Kirschbaum und ich können da auf jede Menge Erfahrung zurückgreifen und auch wenn ich noch nicht so lange im Marathon dabei bin, so hatte Tono schon viele sehr erfolgreiche Athleten auf dieser Strecke.
Um es aber kurz zu machen: ja, ich denke auch, das die Dauerlaufgeschwindigkeit für meine Zielstellung, den riesen Aufwand usw. in den letzten drei Monaten zu gering war. Dafür gibt es aber eine einfache Erklärung: es ging nicht besser! Der Hitze-Marathon in Düsseldorf hat mich irre viel Substanz gekostet. Fast 20km am und über dem Limit. Quälen kann ich mich, aber dann steckt das auch ewig im Körper. Müde, müde, müde. Drei Monate lang. Ihr könnt mir glauben, dass ich häufig das Bedürfnis hatte, endlich wieder richtig Gas zu geben, doch keine Chance. Und wenn ich in 16 Jahren Leistungssport etwas gelernt haben, dann dass sich nichts erzwingen lässt! So bleibt einem oft nichts anderes übrig, als irgendwie die Ruhe zu bewahren und dem Körper die Pause zu gönnen.
Ich denke, die meisten von euch werden das kennen...
Wenn ihr in den Einträgen hier mal schaut, was so im März los war, werdet ihr sehen, dass dort die Geschwindigkeiten etwas anders aussahen. Und dann ist auch immer noch zu bedenken, dass sehr viele Höhentrainingslager anstanden, in denen man automatisch das Tempo reduzieren muss. Vom Streckenprofil ganz zu schweigen. Außerdem bin ich im Bereich von 200 und mehr Wochenkilometern nach wie vor ein Frischling. 2 Jahre Verletzungspause, keine 10min am Stück gelaufen, danach ein Jahr Flickschusterei für die EM in Barcelona und dann sofort Umfang und Intensität gleichzeitig hochziehen?! Vorsicht, Vorsicht. Da bin ich ohnehin überrascht, wie gut das schon geht.
Sodele, vielen Dank für das Feedback und vielleicht findet sich ja schon in den Aufzeichnungen der letzten Woche eine kleine Aufwärtstendenz ;-)
Bleibt am Ball und bei Fragen die viele interessieren: immer her damit. Es ist klasse zu wissen, dass diese Zeilen so gelesen werden.
Heute Abend mehr Fakten, unter anderem über ein schönes Programm am Montag, das eventuell den langsamen Wettkampf am Tag davor erklärt, also weiter viel Spaß beim Lesen, euer Jan. |
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| Grillen im Reich der Murmeltiere |
23.08.2011 |
Oder zumindest in der Nähe dieser Nager. Viel unternommen wird in solch einem Trainingslager außer Kilometerfressen ja bekanntlich nicht, doch umso schöner ist es dann, wenn es doch einmal etwas Abwechslung gibt. Am Sonntag war tatsächlich mal ein freier Nachmittag angesagt und ich war ausnahmsweise nicht zu k.o. und faul, um mich noch aus dem Zimmer zu bewegen. Also bin ich ein wenig herumspaziert, habe auf einem Hügel ein Buch gelesen und beim Abstieg höre ich tatsächlich diese typischen Pfiffe. Genau: die Murmeltiere wollten mich verjagen. Als ich dann ganz still vor dem Bau gewartet habe, ob sie wieder herauskommen würden, musste ich feststellen, dass ihre Ausdauer wesentlich größer ist als meine. Sie blieben in der guten Stube hocken und bin unverrichteter Dinge wieder abgezogen. Aber dieser halbe freie Tag hat die Beine sehr schön aufgelockert und das nächste Training lief prima. Genaueres dazu gibt es in der nächsten Wochenzusammenfassung.
Und auch das Grille war schön. Da sind die Schweizer hier ja sehr auf Zack: an vielen schönen Seen z.B. sind diverse Grillstellen eingerichtet und sogar Holz liegt parat. So haben wir uns dann mit einer Gruppe von ca. 20 Läufern einen netten Abend gemacht und in das Feuer und die Sterne geschaut. Entspannung pur für einen Feuerteufel wie mich ;-)
Nun aber wieder zum Training:
Montag: VM: 20km profiliert 4:15 (-3:35)
NM: 10km 4:30 +20min Stabilisation
Dienstag: Ein/Ausl. 10X Tempowechsel 1000/600m+4km gesteigert. 3:05/2:13+3:30, 3:20, 3:15, 3:08. Lactat-Wert nach den 1000ern 2,4, am Ende 2,8mmol. Puls Schnitt 162, max175 gute Einheit!
NM: 10km 4:15, +30min Rad-Ergo
Mittwoch: VM: 25km 4:03, Puls 138 müde Beine,
NM: 10km 4:20, 20 min Stabilisation
Donnerstag: VM: 15km 3:55 140
NM: 20min 'Rad, 10km prof. 4:20 135, 30min Aqua-Joggen, 20min Rad.
Freitag: VM: 32km 3:42, 151, hier war ich platt und bin leider nicht so weit gekommen wie geplant. Passiert..
Samstag: VM 15km 4:25 125
NM: 11 km 4: 15, 45 min Aqua-Joggen
Sonntag: 27km 4:08 134
Gesamtumfang: 213km (+Alternativtraining= 235)
Die Pulswerte zeigen deutlich, wie die Form ansteigt, und begrenzend wirkt zur Zeit meist die muskuläre Ermüdung. Ist doch ein ganz schöner Sprung, verglichen mit den letzten Monaten ;-)
Ich bin happy!
Grüße aus den blauen Bergen, euer Jan.
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| Form gesucht, Form gefunden |
17.08.2011 |
was war das für ein Versteckspiel: monatelang habe ich sie gesucht. In Bochum am Kemnader Stausee und im Weidmarer Holz, in Osnabrück am Rubbenbruchsee und im Teutoburger Wald. An tausend verschiedenen Orten und verdammt lang. Oft hatte ich das Gefühl, mich unauffällig anschleichen zu können, um irgendwann in Reichweite zu sein, doch immer wieder ist sie mir entkommen, die Form.
Nun scheint es so, als hätte ich sie gefunden. Durch die Ruhe der Schweizer Berge, die Höhenluft und mit Hilfe des Laufteams, dem ich mich hier immer wieder anschließen kann.
Es ist viel zu früh, um schon von richtig gutem Training zu sprechen, doch die letzten Tage waren das Beste, was in den vergangenen Monaten zusammengekommen ist. Und da wird man schnell wieder euphorisch. Viele von euch werden das kennen: wenn man mit voller Leidenschaft dabei ist sind die schlechten Trainingsphasen verdammt hart aber in den guten, da hebt man auch sehr schnell ab. Bei mir äußert sich das dann manchmal in etwas überzogenen Homepage-Einträgen ;-)
Das Wetter ist hier auf 1750m über dem Meer nahezu perfekt für's Training. Nicht zu kalt, nicht zu warm und kaum Regen. Ab 11 Uhr frisch allerdings der Wind sehr auf, so dass wir mit den schnelleren Einheiten oft schon gegen 9:00-9:30 Uhr beginnen.
Nun aber zu der letzten Trainingswoche:
Montag: VM: 18km 4:00min/km, Puls 138
NM: 10km 4:30, 128
Dienstag: VM: 20km 4:04, 140
Mittwoch:VM: 15km 3:58 (gesteigert bis 3:37), 140, 30min Stabilisation/Kraft
NM: 22km 4:20
Donnerstag: VM: 35km gesteigert (25 in 4:10, dann 8 in 3:25, dann Auslaufen),143
Freitag: VM: 17km 4:00, 139
NM: 12km profiliert, 5:00, 126, 30 min Stabilisation
Samstag: VM: Einlaufen, dann 25km 3:35 bei 1,9mmol Lactat. Anschl. Auslaufen
Sonntag: VM: 20km 4:15
NM: 11km 4:15, i.A. 3xSteigerungslauf und 30 min Stabilisation
Gesamtumfang dieser Woche: 210km
Vielleicht muss ich doch noch einmal sagen, dass all dies hier beschriebene natürlich keine „Anleitung“ für ein Training sein soll und kann. Ich möchte auch nicht angeben oder was auch immer. Es soll Unterhaltung für euch sein und vielleicht an der ein oder anderen Stelle eine Motivationshilfe.
Mein Lieblingsbeispiel für alle, die meinen wir würden irre hart trainieren: Meine Bestzeit über 10.000m liegt bei ca. 28min. Das heißt, dass die Dauerläufe mit 3:50 min/km bei ca. 73% des maximalen 10km Tempos liegen. Für jemanden mit einer 10km Bestzeit von 50min würde das bedeuten, das er seine Dauerläufe in Relation zu meinen im 6:50min/km Schnitt machen könnte. Macht euch einmal den Spaß und rechnet das für eure Bestzeit und eure Dauerlaufgeschwindigkeit aus. Ihr werdet feststellen, das ihr viel härter trainiert, als wir ;-)
O.k. , kleine Einschränkung, sorry. Das stimmt so nicht ganz. Bei uns macht die Anstrengung in erster Linie die Summe der Einheiten aus und die Dauerlauftage sind oft genug nur die „lockeren“ zwischendurch. Trotzdem ein spannender Vergleich.
Jeder muss da seinen Weg finden und auch meiner ist immer wieder kurvenreich und voller Sackgassen. Ausprobieren, alles für sich selber aufschreiben und beim nächsten Mal die Fehler vermeiden. Das wären meine Tipps für euer eigenes Training. Meine Programme kann ich nur so durchziehen, weil ich seit nun fast 18 Jahren dabei bin, immer hervorragende Beratung, Betreuung und Trainingsgruppen hatte und habe, und natürlich, weil ich sehr viel Zeit für regenerative Maßnahmen aufwende. Gestern bin ich beispielsweise aus dem leicht komatösen Mittagsschlaf fast nicht mehr aufgewacht, weil ich so k.o. war. Fix und fertig. Ich bin einfach liegengeblieben und erst nach 1 ½h wieder aufgetaucht. Dann war alles wieder gut. Dass so ein Luxus nicht selbstverständlich ist, ist mir durchaus klar aber eben auch ein notwendiger Teil des Spitzensports. Genauso wie ein Studium, das eventuell doppelt so lange dauert, wie es sollte ;-)
Schöne Grüße aus den Bergen, euer Jan.
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| St. Moritz: laufen, essen und schlafen wie ein Murmeltier |
07.08.2011 |
So sieht es aus: keine wilden Feiern mit der High-Society, kein Polo-Spielen, keine schönen Wandertouren und doch ein sehr angenehm ausgefüllter Tagesablauf. Es kehrt wieder Ruhe ein und schon scheint auch das Training besser zu werden. Auch wenn wir hier zur Zeit nicht den gewohnten Sonnenschein haben, so macht es doch unheimlich Spaß, wieder um die Seen und durch die Wälder des Engadins zu laufen. Und schön auch, wenn man jede Menge Laufkollegen trifft und mit diesen gemeinsam seine Runden drehen kann.
Schon gestern kam mir der Dani entgegen, den ich seit 5 Jahren nicht mehr gesehen habe.
2006 haben wir gemeinsam auf dem Mouttas Muragl, hier im Engadin gewohnt,und jetzt taucht er auch wieder auf. 15km gemeinsames Joggen, viel quatschen, auf geht’s.
Oder unser Long-Jog heute: verabredet waren wir nur mit Dominik, doch als wir am Treffpunkt waren, tauchten dort noch Läufer und Läuferinnen aus Österreich auf, dann kam noch Mocki dazu, und als wir gerade starten wollten, kamen Falk Cierpinski, Martin Beckmann und weitere Athleten angelaufen. So sind wir dann mit einer ca. 15-köpfigen Gruppe gestartet. Klar, irgendwann läuft dann jeder sein eigenes Tempo, und auch die Distanzen unterscheiden sich. Aber ein paar gemeinsame Kilometer empfinde ich immer als sehr angenehm. Da vergeht die Zeit wie im Fluge, und dass man 30km bei Nieselregen gelaufen ist, hat man einfach nicht bemerkt ;-)
Abschließend kommt nun noch kurz meine letzte Trainingswoche. Das Laufen fühlt sich endlich wieder richtig gut an.
Montag: VM: 15km 3:55min/km, 30min Stabilisation.
NM: 15km 4:00, 3xSteigerungslauf
Dienstag: VM: 10km 4:40 Puls 123, 10x Steigerungslauf, Ausl., total müde
NM: 12km 4:00, i.A. 35 min Aqua-Joggen
Mittwoch: VM: Versuch einer Leistungsdiagnostik, 3x 4km auf der Bahn, Schnitt pro Stufe 3:40, 3:30, 3:20. Die letzte Stufe bei 3:10 habe ich nicht geschafft. Es war windig, ich musste alleine laufen und war von Anfang an total müde. Pech gehabt. Lactat-Wert nach Stufe 1: 0,98mmol, Stufe 2: 1,25, Stufe 3: 2,25mmol. Ein Schuss in den Ofen...
NM: 10 km 4:10
Donnerstag: Anreise St.Moritz
Freitag: VM: 19km 4:15, Puls 132
NM: 12km 4:13 Puls 138
Samstag: VM: 19km 4:30, Puls 130
NM: 15km 3:47 (davon 4 in 3:25) Puls 145
Sonntag: VM: 31km 4:20 Puls 138
Gesamtumfang: 179km.
Spannend fand ich, dass die Pulswerte in den ersten zwei Tagen hier auf 1750m ü.d.M., deutlich niedriger waren als in Bochum. Eigentlich sollten sie eher höher sein. Vielleicht ist das die Freude darüber, wieder hier zu sein ;-)
Nun gibt es ein Stück Engadiner Nusstorte, und dann kommen in den nächsten Wochen hoffentlich mal ein paar Kilometer zusammen.
Bis denn,
Euer Jan
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| Woche 29 |
03.08.2011 |
Hier kommt mit zweiwöchiger Verspätung noch eine Woche. Langstreckler brauchen einfach häufig etwas länger. Aber: „Im Leben gewinnen nicht die Schnellen, sondern die Ausdauernden!“ ;-)
Montag (18.7.): hier war Kreativität gefragt. Auch so was kommt vor: ich habe den Hausschlüssel nicht gefunden und wäre somit nach dem Dauerlauf nicht mehr in unsere Wohnung gekommen. Daher: 60 min Stabi/Kraft statt laufen. Leider habe ich kein Laufband ;-)
Nachmittags dann nach erfolgreicher Suche: 15 km 4:10
Dienstag. 8km 4:30, 2x10x barfuß Rasendiagonalsteigerungen, total platt vom Schreiben der Masterarbeit. Uff
Mittwoch: 18km 4:10 Puls 138
Donnerstag: 15 km 4:00, Puls 140
Freitag: VM: 15km 4:00, Puls 141
NM: 9km 4:20, 30 min Stabi
Samstag: VM: 12x1000m, profiliert, Schnitt 3:21 bei 67s Trab-Pause. Befreiungsschlag…
NM: 9km 4:20
Sonntag: 26km 4:20, Puls 137, die Hälfte sehr profiliert
So liebe Leser, damit seid ihr wieder auf dem neuesten Stand. Morgen geht es nach St. Moritz ins Höhentrainingslager, wo hoffentlich mehr Kilometer und Intensitäten anliegen. Ich freue mich sehr darauf, dort wieder mit den stärksten deutschen Läufen und hoffentlich auch mit ein paar Jungs aus der Schweiz und aus anderen Ländern trainieren zu können.
Bei der Landschaft macht das Kilometerfressen einfach noch viel mehr Spaß ;-)
Bis denn, euer Jan.
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| Woche 28 |
03.08.2011 |
Nur der Vollständigkeit halber sei auch diese Woche hier nachgereicht, man muss ja auch zu schwächeren Phasen stehen und wie gesagt, es war einfach der Endspurt bei der Masterarbeit…
Montag: 8km 3:50 min/km (davon 2 in 3:15), 10x500m 86s mit 70s Trab-Pause, Anfangs sehr zäh, dann ok.
Dienstag: VM 21km 3:55 Puls 145
NM: 12 km 5:00 Puls 120
Mittwoch: 13 km 4:20, Puls 134, 30 min Stabi/Kraft
Donnerstag: 15 km 4:15 Puls 133
Feitag: 11 km 4:20 Puls 128
Samstag: 25 km profiliert, 4:15, gut
Sonntag: 18 km 4:20 total platt
Sehr, sehr durchwachsen das Ganze. 130 Wochenkilometer und die relativ langsam und wirklich nicht locker…
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| „Woche 30, warum war der so faul?!“ |
01.08.2011 |
Ja, warum?! Warum habe ich nicht meine gewohnten 12-13 Trainingseinheiten gemacht? Warum fehlen hier immer noch die Aufzeichnungen von Woche 28 und 29?
Ein bisschen kennt ihr mich ja schon: eine gute Ausrede habe ich fast immer ;-)
Mir hat es noch nie gereicht, alles nur auf dem Sport auszurichten. Klar, das Laufen steht immer ganz weit oben und mit Abstand an Nummer eins, doch nur laufen, laufen, laufen und sich dann irgendwann fragen, was man eigentlich nach dem Sport machen soll?! Ne, das ist mir ein zu großes Risiko, und es würde auch meinen Ansprüchen an mich selbst nicht gerecht werden. Ich will auch meinen Kopf trainieren! Ich will immer ein bisschen mehr. Nicht nur auf der Tartanbahn oder der Straße.
Auch wenn das Training, die Wettkämpfe, Physio usw. eine Menge Zeit in Anspruch nehmen, eine kleine Lücke findet sich immer. Mit einem zusätzlichen Fulltime-Job kann ich mein Trainingspensum nicht durchziehen. Da fehlt mir dann die Pause und ich bin weder im Sport, noch im Job mit den Leistungen zufrieden. Daher kam der Gedanke, neben dem Laufen und zusätzlich zu dem 2008 abgeschlossenen Physik-Studium jetzt noch das Management-Studium an der Fernuniversität in Hagen zu beginnen. Das war super: freie Zeiteinteilung und ein Aufwand, der mit dem Leistungssport gut zu vereinbaren ist.
Nur jetzt zum Schluss wurde es etwas hektisch. Die Abgabe der Masterarbeit hat dann ganz plötzlich doch für ziemliche Unruhe bei mir gesorgt, und ich musste kurzzeitig die Prioritäten verschieben (siehe Bericht vom 8.6.). Hektik, Chaos, Hilfe, Hilfe!!! Da bin ich leider auch nicht anders, als Millionen von Kommilitonen auf der ganzen Welt. ;-)
Und nach einigen Stunden am PC waren einfach auch die Beine nicht so locker, dass im Training noch etwas richtig Gutes dabei herausgekommen wäre. Die Arbeit ist jetzt aber abgegeben, und schon mögen mich auch meine Laufschuhe wieder richtig gut leiden und haben mir die Vernachlässigung verziehen. Ich denke, dass zwei Wochen im Jahr, an denen der Sport an Nummer zwei rückt, durchaus vertretbar sind.
Hier nun also die erste „Nach-Abgabe-Woche“. Ob ich mich traue, auch die Wochen 28 und 29 zu veröffentlichen, in denen der Endspurt bei der Schreiberei anstand, weiß ich noch nicht ;-)
Woche 30:
Montag: 15 km 4:10min/km
Dienstag: 20 km 4:00 min/km
Mittwoch: 60 min Aqua-Joggen
Donnerstag: VM: 17 km 4:00, NM: 9km 4:20, +30 min Kraft
Freitag: VM: 9km 4:20+ 20 min Stabi, NM: 12x1000m profiliert, 65s Trab-Pause, Schnitt: 3:24min/km,
Samstag: VM 19km 3:55min/km (gesteigert bis 3:30), NM: 11 km 4:15 profiliert
Sonntag: 30km profiliert durch den Teutoburger Wald, 4:10min/km Puls 139, und das hat richtig Spaß gemacht!!!
Ich hoffe ihr könnt etwas damit anfangen, und wenn ich zu viel Laufchinesisch schreibe: Eintrag ins Gästebuch ;-)
Am Donnerstag geht’s nach St. Moritz zum Höhentraining. Kilometerfressen in den Schweizer Bergen. Juhuuu!!! Das wird klasse und nun sind auch die Prioritäten wieder so, wie sie sein sollten.
Endlich mal wieder sonnige Grüße sendet euch euer Jan, der sich auf die zweite Trainingseinheit des Tages freut.
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| Kalenderwoche 27, ja, so langsam… |
25.07.2011 |
…kommt da wieder was. Ja, der Puls stabilisiert sich, ja, die Beine verlangen mehr Kilometer, ja, es kostet immer weniger Überwindung, ja, ja, ja, ich will!!!
Noch ein bisschen mehr drauf packen, und noch ein bisschen. Dann wieder Luft dran lassen. Nicht gleich übertreiben. Aber hey, es macht einfach Spaß wenn der Fuß dich nach vorne drückt, und zwar mit Kraft. Wenn du die 1000er auch an den Berganstücken noch laufen kannst, ohne in den kurzen Trippelschritt zu kommen. Wenn auch der Tag nach den Tempoläufen ein guter Tag ist ;-)
Montag: VM: 15 km 4:00
NM: 6 km 5:00, 20 min Stabi
Dienstag: VM: 10km 4:20, 20 min Stabi
NM: 15 km 3:50, Puls 144 (davon 5 km 3:20)
Mittwoch: 25 min Rad, 12 km 4:10, 45 min Aquajoggen, 25 min Rad (Ausdauerkoppel-Einheit)
Donnerstag: VM: Weidmarer Holz, 10x1000m profiliert, je 250m Trab-Pause in 70s, Schnitt: 3:21, sehr gut gefühlt
Freitag: NM: 16 km 4:40, gesteigerter DL, davon 5 in ca. 5:20, und 4 in 3:30
Samstag: VM: 15 km 4:20, Puls 138, müde
Sonntag: frei ;-)
Wochenumfang: 107km, plus Alternativtraining.
Am Freitag haben wir vormittags noch in Frankfurt die Bilder gemacht, die ihr hier jetzt so nach und nach zu sehen bekommt, und beim Dauerlauf mit den Gewinnern der Startplätze beim Hood-to-Coast-Lauf, ist das unten verlinkte Video entstanden.
Viel Spaß beim Ansehen, euer Jan
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| Kalenderwoche 26: ansteigende Tendenz |
25.07.2011 |
In dieser Woche vom 27.6.-3.7. ging es deutlich besser. Der Umfang war nach dem Halbmarathon des vorhergehenden Sonntags ok und, wer hätte das gedacht, so langsam kam auch bei den Tempoläufen am Mittwoch und Freitag ein bisschen das Spaßgefühl zurück. Immer noch lange kein Training, dass so ist wie ich es gerne hätte, aber ein weiterer kleiner Schritt:
Montag: Vormittags: 45 min Aquajoggen
NM: 15 km 4:10
Dienstag: 12km 4:15, i.A. 45 min Aquajoggen
Mittwoch: VM: 6km 4:20, 30 min Stabi/Kraft
NM: Auf der Bahn, 4x5Runden, je gesteigert mit je 88,82,78,76, 71s pro Runde (eine von Tonos (unser Coach) Einstiegs-Tempoeinheiten, wenn es noch nicht so richtig rollt. Sehr schön zum eingewöhnen.
Donnerstag: VM: 12 km 4:15, Puls 138, i.A. 45 min Aquajoggen
NM: 10 km 4:20, Puls 132, i.A. 20 min Stabi
Freitag: VM: 6 km 4:20, 20 min Stabi.
NM: Weidmarer Holz, 8x1000m profiliert, je 250m bergab Trab-Pause in 70s, Schnitt: 3:24, das war ok.
Samstag: VM: 15 km 4:00min/km, Puls 138, endlich wieder normale Pulswerte!
NM: 10 km 4:30 Puls 128
Sonntag: 24 km 4:00 Puls 144
Fazit: zwei „halbe Tempoeinheiten“, ein „halblanger Dauerlauf“, 139km/Woche plus Aquajoggen, also soweit wurde es hier deutlich besser ;-)
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| Und in der siebten läuft es/er wieder ;-) |
29.06.2011 |
Niemals hätte ich das für möglich gehalten: fast zwei Monate, nur um sich von einem einzigen Wettkampf zu erholen?! Das kann doch nicht sein!
Aber genau so war es bei mir offensichtlich. Kein Wunder, das der Marathon doch immer noch als etwas Besonderes gilt. Man, was können einen 42km müde machen.
In der letzten Woche passte nicht viel zusammen. Immer noch schwere Beine und die Tempoläufe am Dienstag musste ich abbrechen. Es ist verdammt schwer, sich einzugestehen, dass es einfach nicht geht. Naja, also locker bleiben, mit wenig Umfang und Intensität weiter trainieren und dann auf bessere Zeiten warten.
Diese sind nun hoffentlich angebrochen. Zumindest am Sonntag in München habe ich mich doch sehr gut gefühlt. Wahnsinn: da schaffen es die Veranstalter doch tatsächlich, am Sonntag morgen um 8 Uhr schon fast 8.000 Läufer in die Münchener Innenstadt zu locken und die Rennen dann auch noch wie wild gleich einen Halbmarathon. Alles Verrückte!!!
Und es geht ja noch weiter: 5km-Lauf, Kinder-Lauf, 10km-Lauf, insgesamt tatsächlich 18.000 Teilnehmer. Einfach phänomenal!
Am Besten fand ich natürlich, dass André Vinke, einer meiner früheren Vereinskollegen von meinem ersten größeren Verein dem Osnabrücker TB, der nun in München wohnt, zweiter über 5km geworden ist. So standen wir beiden nach fast zwanzig Jahren mal wieder Gemeinsam bei einer Siegerehrung, und dass am anderen Ende der Republik ;-)
Wie auf dem Bild von www.oliverfarys.de zu sehen, war der Lauf doch eher eine Motivationshilfe. Es tut einfach richtig gut, auch einmal ein paar Läufe zu machen, ohne sich zu stark unter Druck zu setzen. Dank des zweitplazierten Rudi Brunner, der ordentlich mit Druck gelaufen ist, wurde es zwar schneller als gedacht, aber es hat richtig Spaß gemacht.
Nun noch kurz die Trainingsaufzeichnungen der letzten Woche:
Montag: VM 6km 4:30 min/km, 30 min Stabi/Kraft
NM: 16 km 4:10
Dienstag: NM: 7km 4:20, i.A. 10x200m in 32s mit je 200m Trab-Pause in 52s
Mittwoch: VM: 1h Aqua-Joggen
NM: 12 km 4:20
Donnerstag: NM: 15km 4:10
Freitag: frei
Samstag: NM: 12 km 4:30
Sonntag: München Halbmarathon, 1:09,17h, prima!
Also insgesamt noch nicht ganz das Wahre, aber ich bilde mir ein, eine aufsteigende Tendenz zu fühlen ;-)
Bis bald und danke für die Aufmunterung, die mich von euch immer wieder erreicht, euer Jan
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| Sechs Wochen sind schon besser! |
21.06.2011 |
Das war auf einmal ein ganz anders Laufen in Hamburg. Der SportScheck Nachtlauf hat mich an die Außenalster verschlagen und mir war vorher gar nicht klar, was da so los ist. Um die Außenalster bin ich mit Freunden in Hamburg schon häufiger gerannt, aber noch nie mit so vielen Gleichgesinnten. 4786 Teilnehmer. Wow!!!
Das war richtig gut! Laute Musik, ordentlich Stimmung und dann auf DER Hamburger Laufrunde einfach mal schnell zwei Runden drehen und dabei Motivation sammeln. Genau das, was ich brauchte. Die Beine waren viel lockerer als in Oelde eine Woche zuvor, was natürlich auch am langsameren Tempo lag, aber es war einfach das Gefühl, das stimmte.
Dieser Spaß-Lauf hat mich ein ganzes Stück vorwärts gebracht und nun habe ich beschlossen, am Sonntag auch beim nächsten SportScheck Lauf in München dabei zu sein.
Ich freue mich auf München und wenn der ein oder andere von euch auch dabei sein sollte, was bei dort 18.000 Teilnehmern nicht so unwahrscheinlich ist, dann sprecht mich einfach an und wir machen ein gemeinsames Warm-Up ;-)
Und hier die Hamburg-Woche:
Montag: frei
Dienstag: Vormittag: 15 km 4:10 min/km, Puls 145 zu hoch
Mittwoch: VM: 60 min Aqua-Joggen
NM: 12 km 4:10, Puls 139
Donnerstag: VM: 50 min Aqua-Joggen
NM: 10 km 4:25, Puls 136
Freitag: SportScheck Nachtlauf, 15 km 48:50 min, Puls 174, prima
Samstag: frei
Sonntag: 16 km 4:15 Puls 139
Das war’s dann mal wieder, also bis bald, euer Jan
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| Fünf Wochen reichen nicht... |
21.06.2011 |
…um sich vom Marathon zu erholen. Zumindest nicht bei mir. Man, was haben mir die Jungs beim City-Lauf in Oelde die Grenzen aufgezeigt. Kennt ihr dass? Ihr reist schon mit einem etwas unsicheren Gefühl zum Wettkampf an, und dann merkt ihr ziemlich schnell, dass alles noch schlimmer kommt, als gedacht?
Bei mir war das in Oelde genau so. Man versucht sich vorher noch einzureden, dass es irgendwie schon klappen wird, keine super Leistung aber etwas Akzeptables und dann, tja, dann kommt der Hammer und haut einen um.
Am Ende standen 31:05 min in der Ergebnisliste und ein Platz ganz weit hinten. Und wer jetzt meint: die Zeit ist doch ok, der muss einfach 3-5, vielleicht sogar eher 7-10 Minuten auf seine eigene Bestzeit draufrechnen und dann mal überlegen, ob er damit zufrieden wäre.
Ich schreibe diese Zeilen hier mit einem Gewissen Abstand und mit einem leichten Grinsen auf dem Gesicht, denn neben dem ganzen Ärger war es irgendwie auch wieder eine sehr spannende Erfahrung. Und alleine schon die Kommentare meiner Trainingskollegen oder Ex-Trainingskollegen waren sensationell. Von „Hey, lockeres Läufchen gemacht?!“ (Klar, ich lasse mich gerne von allen schlagen ;-)) über: „Ich glaube ich fange auch wieder an, ne 31:00 kann ich immer“, war einiges dabei. Und ich weiß ja, woran es gelegen hat. Der Körper braucht noch mehr Zeit! Also habe ich da ganze abgehakt und mir etwas Schönes einfallen lassen, um neue Motivation zu tanken.
Hier noch kurz die Trainingsergebnisse vom 6.-12.6.:
Montag: Vormittag: 10 km 4:30 min/km Puls 145, viel zu hoch, i. A. 30 min Stabilisation/Kraft
Nachmittag: 15 km 3:38 min/km (gesteigert bis 3:12) gut!
Dienstag: VM: 13 km 4:30, Puls 135, i. A. 20 min Stabi.
NM: 12 km 4:15 Puls 133, besser.
Mittwoch: VM: 60 min Aqua-Joggen
NM: 15 km 4:10 Puls 138
Donnerstag: VM: 13 km 4:10 Plus 138
Freitag: VM: 6 km 4:20
NM: Olede City-Lauf 10km 31:05min Puls 173, platt
Samstag und Sonntag frei…
So, das war’s erstmal, nun schreibe ich direkt den nächsten Wochenbericht, um nicht wieder hinterher zu hängen ;-)
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| „Internet-basierte Selbstvermarktung von Leistungssportlern“ |
08.06.2011 |
Ist das Thema der Masterarbeit, an der ich für meinen zweiten Studienabschluss gerade sitze. Nach den Jahren an der Ruhr-Universität mit dem schönen Fach Physik in Bochum nähert sich nun nämlich auch das Wirtschaftsstudium in Hagen an der Fernuniversität seinem Ende.
Laufen ist ja eine super Sache und solange es so viel Spaß macht und ich davon leben kann, stehe ich voll dahinter und stelle alles andere hinten an. Da es aber auch eine Zeit nach dem Sport geben wird (hoffentlich in weiter Ferne), halte ich die berufliche Weiterbildung für extrem wichtig. Wie wichtig sie sein kann, haben mir die Jahre 2008 und 2009 gezeigt, in denen ich verletzt war. Da war es schön, zumindest eine Alternative zum Sport zu haben, denn es hat nicht viel gefehlt und ich hätte das Laufen aufgeben müssen.
Im Laufe meiner Recherchen habe ich nun auch ein bisschen die eigenen Schritte im Internet unter die Lupe genommen und war sehr überrascht: die Marathonzeit hat nicht nur mehr Kilometer im Trainingstagebuch, sondern auch mehr Besucher auf dieser homepage gebracht. Mit dem Rekord im Mai:
Im Durchschnitt 400 BESUCHER TÄGLICH!!!
Uff, so viele Menschen lesen diese Zeilen und stolpern immer wieder über meine Rechtschreibfehler?! Gut, dass man das nicht immer so mitbekommt (ok, zur Rechtschreibung habe ich schon häufiger entsprechendes Feedback bekommen, verteidige das aber vehement als meine persönliche Note ;-)) .
Vielen, vielen Dank also auch allen für das Lesen meiner Seite. Ihr werdet definitiv eine Erwähnung in der Masterarbeit finden, wenn auch nicht unbedingt namentlich ;-).
Ich sage euch so kann auch eine Abschlussarbeit richtig Freude bereiten, wenn man ein schönes Thema wählt. Selbst meine Facebook-Sucht ist nun offizieller Teil des Studiums.
Nun aber weiter zum sportlichen Teil. Da der Anstieg der Leserzahlen auch direkt mit dem Veröffentlichen der Trainingsaufzeichnungen in Zusammenhang zu stehen scheint, mache ich dort direkt weiter. Es gibt immer noch nicht besonders viel Positives zu Berichten. Tatsächlich hat es über einen Monat gedauert, bis auch nur die Dauerläufe wieder vernünftig wurden. Da stimmt meist die Geschwindigkeit, aber das Gefühl und der Puls (5-10 Schläge höher als normal) zeigen die Probleme noch immer sehr deutlich. An Tempoläufe ist erst gar nicht zu denken. Die letzte Woche sah aus wie folgt:
Montag: Vormittags: 90 min Rennrad
Nachmittags: 14 km 4:15 min/km Dauerlauf
Dienstag: VM: 6km 4:20, 20 min Stabilisation/Kraft
NM: 15 km 3:47min/km (gesteigerter Dauerlauf bis 3:05 min/km)
Mittwoch: VM: 13 km 4:15 min/km
NM: 50 min Inline-Skaten Plus 147, schnell
Donnerstag: VM: 17 km 3:55 min/km Puls 147 bpm
Freitag: VM: 45 min Inline-Skaten, locker
NM: 21 km 4:00min/km, Puls 145 (5 Schläge zu hoch)
Samstag: VM: 21 km 4:00 min/km Puls 147 (7 Schläge zu hoch)
Sonntag: VM: 10 km 5:10 min/km
Wochenumfang: 117km
Beim Skaten am Donnerstag ist mir übrigens am Kemnader Stausee ein 65-jähriger Herr in seinen Speeskates davon gedüst und hat mich darin bestätigt, weiter beim Laufen zu bleiben und an meiner Grundlagenausdauer zu arbeiten.
Es geht aber deutlich aufwärts und am Freitag beim Sparkassen-Citylauf in Oelde wird sich zeigen, ob es für eine Top 100 Platzierung reicht.
Wer es noch nicht geschafft hat: gebt noch schnell unter dem Link unten euren Tipp bei unserem Gewinnspiel ab. Über die ersten Einsendunge habe ich mich schon sehr gefreut.
Bis bald, euer Jan
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| Müde, müde, müde |
01.06.2011 |
…waren in den letzten Wochen nicht nur die Beine, sondern auch der Kopf. Nun ist der Marathon in Düsseldorf schon über drei Wochen her, und ich bin trotzdem immer noch nicht richtig frisch. Anfangs hatte ich mir soviel vorgenommen: aktive Regeneration, Aqua-Joggen, Radfahren, viel zur Massage, heiße Badewanne, Sauna, alles was man sich so vorstellt. Gemacht habe ich es dann ganz anders: nämlich erstmal gar nichts von obigem(ok, Massage schon, aber das war kein Spaß!), sondern stattdessen Schokoladeessen, mal Freunde besuchen und in Hamburg feiern gehen, auch einmal Computerspielen, und besonders: gar kein Training.
Daher habe ich auch die Beschreibung der letzten Trainingswochen hier so vernachlässigt. Da hatte ich nämlich zwischenzeitlich nicht mal mehr Spaß daran, übers Laufen zu schreiben.
Keine Lust auf Rennen, keine Lust aufs frühe Schlafengehen, keine Lust auf irgendwelchen Verzicht und selbst meinen Mittagsschlaf habe ich weggelassen. Eine kurze Phase des intensiven Widerstandes ;-)
Nachdem ich mich nun aber so richtig ausgetobt habe, kehrt langsam die Frische zurück. Der Kopf ist frei, und die Beine wollen zumindest zeitweise schnell unterwegs sein. Ich bin wie immer sehr dankbar für unsere Wattenscheider Trainingsgruppe, wo sich jeden Tag jemand findet, mit dem man den Dauerlauf machen kann und so auch wenn es gerade nicht so rollt etwas Ablenkung hat. Besonders schön ist es jedoch, dass die Jungs endlich wieder anfangen zu schimpfen, weil ich aufs Tempo drücke. Ein gutes Zeichen. Und wenn sich dann Jonas danach sehnt, dass ich bald den nächsten Marathon laufe, damit er mich danach wieder platt machen kann, tja, dann kann ich nur sagen: du hattest jetzt lange genug deinen Spaß mit mir!!
Der Ordnung halber kommt hier nun trotzdem mein Training der letzten Wochen. Das schreibt sich sehr schnell auf:
Erste Woche nach dem Marathon: bis auf Mittwoch überhaupt kein Training, und am Mittwoch dann 1:30h Radfahren und nachmittags 10km in 4:40 min/km Laufen
Zweite Woche nach dem Marathon: Montag bis Freitag jeweils einmal 10-12km im Tempo von 4:20-5:00 min/km und Samstag und Sonntag kein Training
Dritte Woche: jetzt passierte so langsam wieder etwas:
Montag: 10km 4:15
Dienstag: 15 km 3:50
Mittwoch: Vormittag: 17km 4:10, Nachmittag 10 km 4:20
Donnerstag: 1:30h Rad danach total müde
Freitag: 14km 4:10
Samstag und Sonntag frei.
Nun wird ab dieser Woche ernsthaft trainiert, denn im Herbst möchte doch die 2:20h aus Düsseldorf deutlich unterbieten und da heißt es Gasgeben. Am Ende der Woche kommt also wie gewohnt die Wochenübersicht und da steht dann auch der Dauerlauf von gestern mit drin, bei dem wir die 15km im schnitt von 3:47 min/km gelaufen sind und am Schluss mit 3:00min/km unterwegs waren. Das hat Freude gemacht und war schon richtig gut, aber dafür bin ich heute auch wieder müde, müde, müde ;-)
Bis bald, euer Jan
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| Gewinnspiel!!! |
27.05.2011 |
Solche Partner wünscht man sich: vor zwei Jahren hatte ich zwischenzeitlich Probleme mit einer Entzündung an der Schienbeininnenseite (Knochenhautreizung). Beim München Marathon gab es auf der Messe kleine Probetuben der Sportsalbe PROFELAN. Das habe ich damals ausprobiert und da mir diese Salbe sehr gut geholfen hat, habe ich einfach beim PROFELAN-Team angefragt, ob sie mich nicht unterstützen möchten. Und das machen sie seitdem. Klasse Sache!
Jetzt verlosen wir gemeinsam drei Produktpakete im Wert von je 120€, inklusive des Ratgebers "Verletzt, was tun?" von Dr. H.-W. Müller-Wohlfahrt (ja, genau DER Dr. Müller-Wohlfahrt, Bayern Arzt und Entwickler von PROFELAN) und H.-J. Montag.
Schreibt uns dazu unter dem unten angegebenen Link euren persönlichen heißen Tipp für die Marathonvorbereitung. Ich bin sehr gespannt, und vielleicht hilft uns das ja allen, beim nächsten Lauf schneller zu sein, oder einfach nur mehr Spaß zu haben. ;-)
Ich drücke euch die Daumen,
euer Jan
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| Fitschen für den NDR: ab zum Hamburg-Marathon! |
19.05.2011 |
Nein, keine Angst, ich werde nicht am Start stehen. Zumindest nicht in den schnellen Wettkampfschuhen. Diesmal reichen die gemütlicheren Nikes.
Wenn ich das Gelächter und die saudummen Sprüche meiner lieben Wattenscheider Teamkollegen bei den derzeitigen Dauerläufen nämlich richtig interpretiere, so stimmt die Form für einen weiteren Angriff auf der Marathondistanz noch nicht wieder. Zurzeit sind die Beine bei jedem Schritt immer noch verdammt schwer und schon ein sehr lockerer 12km Lauf ist eine kleine Herausforderung. Kaum zu glauben, dass vor ein paar Wochen selbst die Regenerationsläufe schneller waren.
Aber so soll es ja auch sein. In Düsseldorf alles gegeben, und jetzt endlich erholen.
Heute geht es dann mit dem Zug nach Hamburg, wo am Wochenende die Deutschen Meisterschaften im Rahmen des Haspa-Marathons stattfinden. Darauf freue ich mich sehr, denn ich kann nicht nur meine Teamkollegen und die ganzen anderen Verrückten anfeuern, sondern ich darf auch noch für den NDR im Fernsehen mitkommentieren. Am Streckenrand, nicht darauf!
SONNTAG von 8:45-13:00 Uhr! EINSCHALTEN (wenn ihr nicht selber vor Ort seid ;-))
Auf NDR2 kommt auch noch ein Vorbericht, doch da weiß ich noch nicht genau wann.
Ob und wie dann die Zusammenfassungen (So, 22.05.
17:10 - 17:45
ZDF
SPORTreportage (mit einem Bericht zum Hamburg-Marathon/Marathon-DM)
So, 22.05.
23:30 - 0:00
NDR
Hamburg-Marathon (Zusammenfassung) )aussehen, weiß ich natürlich auch noch nicht.
Nun geht es erstmal zum Dauerlauf, dann zur Massage (momentan kein Spaß) und dann zum Bahnhof. Bis denn und schon mal ein schönes Wochenende,
euer Jan
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| Abenteuer Marathon |
08.05.2011 |
Genau das war es heute für alle, die beim METRO MARATHON in Düsseldorf gestartet sind. Uff, dass es sich bei Wärme um 26°C und Wind nicht besonders gut und schnell laufen lässt, das habe ich ja durchaus gewusst. Das es einen aber so zerlegen kann, und das nicht erst bei Kilometer 38, damit habe ich nicht direkt gerechnet.
War das eine Quälerei! Am Anfang lief alles gut. Wir hatten eine prima Gruppe, mit guten Tempomachern und konnten uns so gegenseitig unterstützen. Auch Martin Beckmann war dabei und hat eine sehr aktive Rolle gespielt, was ich klasse fand. An der Spitze ging die Führungsgruppe richtig ab, und wir haben dann das Verfolgerfeld gebildet. Als Tempo war eine Durchgangszeit von 67:30 min beim Halbmarathon, also in etwa 3:11/3:12 Minuten/km oder 18,75 km/h. Das hat auch gut gepasst, 67:15 min hieß die Zwischenzeit. Auch weil Andre Pollmächer sich noch für drei Kilometer bei uns ins Zeug legte, um als Tempomacher zu helfen. Er hatte vorher für die Spitzengruppe gearbeitet, dann kurz verschnauft und dann bei uns ausgeholfen. Doch schon da war die Hälfte der eigentlich für uns zuständigen Tempomacher ausgefallen. Andre verabschiedete sich dann bei km 23 von uns und dann ging alles ganz schnell: ich hatte schon vorher immer wieder zu kämpfen, und dann stieg bei Kilometer 23 der letzte kenianische„Hase“ (=Tempomacher) aus und schon kam der Wind. Unsere Gruppe zerfiel, einer rannte mir nach vorne davon, ein paar fielen nach hinten ab oder beendeten das Rennen vorzeitig .
Und dann, tja, dann sieht man, dass die angepeilte Zeit nicht mehr zu schaffen ist, wird immer, immer langsamer und die Kilometer werden immer, immer länger. Kämpfen, nur noch kämpfen. Obwohl man gerade erst etwas mehr als die Hälfte geschafft hat. Das ist verdammt grausam…
Ganz egal, was man auch versucht, Tricks, um den Kopf zu überlisten, „versuch es noch einmal, zieh den Schritt durch, das geht noch“ ne, nix zu machen. Flasche leer! Und noch 18 Kilometer.
Habe das Gefühl zu stehen, gleich muss ich doch überholt werden. Ich kann mich nur noch zusammenreißen, weil ich ständig vom Rand meinen Namen höre. Zuschauer sind massig da, das Wetter ist ja auch perfekt für eine Party im Freien. Lass dich nicht hängen, bei soviel Unterstützung. Das klappt auch, zumindest einigermaßen. Noch einen Kilometer, und noch einen. Auch wenn ich gehen müsste: ich werde nicht aussteigen. Niemals! Dafür habe ich nicht soviel investiert. Immer weiter, weiter, weiter. Wieder höre ich meinen Namen. Ich sehe niemanden, stiere stur auf die Straße, sehne jede neue Kilometermarke herbei. Warum steht da bloß eine 32 und nicht schon die 35. Uahhhh, ist das sch….
Auf dem Rad werde ich begleitet, bekomme Zuspruch auch von da. Aufmunternde Worte, obwohl ich doch genau weiß, dass ich da gerade nur noch Mist abliefere. Aber egal, es tut trotzdem unendlich gut. Danke Heiko, Tono, Ron und Knoopi!!!
Ab Kilometer 36 weiß ich, dass ich ins Ziel kommen werde. Daran habe ich mindestens 10 km nicht geglaubt. Es kam während dieser alles zusammen. Die schweren Beine sind das Schlimmste. Keine Kraft, nichts zu machen. Doch auf einmal bekomme ich auch keine Luft mehr. Wer hat den Sauerstoff abbestellt?! Wenn ich den Typen kriege (keine Chance, bin zu langsam). Ich japse wie ein Fisch auf dem Trockenen, klinge als würde ich gerade 100 Zigaretten gleichzeitig rauchen.
Doch bei Kilometer 36 ist das wieder in Ordnung. Wahrscheinlich war ich so langsam, dass ich mich doch etwas erholt habe. Immer wieder Wasser über Kopf und Arme gießen. Das tut so gut… Aber jetzt wird es wirklich etwas besser. Das Ziel kommt näher, wer hätte das gedacht. Zwischendurch hat doch irgendjemand den Zielbereich immer wieder ein bisschen weiter von mir weg geschoben, oder kam mir das nur so vor?
Weiter, endlich fällt vorne ein anderer Läufer zurück. Den kann ich einholen, eine kleine Motivationshilfe. Dann geht es auf die letzten drei Kilometer. Ich höre zum ersten mal wieder Zwischenzeiten. Vorher haben sich meine Begleiter lange nicht mehr getraut, die Zeiten rein zurufen. Das war auch gut so, ich hätte wahrscheinlich einen Wutanfall bekommen oder wäre doch noch verzweifelt.
„Auf geht’s, das wird noch unter 2:20h.“ Häh, wie soll das denn gehen, nach den gefühlten Todeskilometern? Keine Ahnung, aber egal, noch einmal alles mobilisieren. Dort kommt das Zieltor. Ist es Einbildung? Delirium? Nein, es ist tatsächlich das Ziel. Oben drüber hängt eine große Uhr. Sie springt um: 2:20,05h, 2:20,06h,… Bitte nicht: nicht noch einen Schlag ins Gesicht. Doch auch das ist wahr: 2:20,15h stehen nun in der Ergebnissliste. Platz 8. Ein verdammt harter erster Marathon…
Allen, die an der Strecke angefeuert und sich die Stimmbänder ruiniert haben, allen Helfern (die Massage direkt nach dem Lauf war meine Rettung), allen die mich in der Vorbereitung unterstützt haben ( das Laufteam des TV Wattenscheid, mein Coach Tono, unser Physio Morus, um nur einige zu nennen) und auch denen, die ich jetzt vergesse habe, möchte ich hiermit ganz, ganz herzlich danken. Ohne euch: kein Marathon!
Was bleibt als Fazit? Tja, ich bin einer der ganz wenigen, dem es heute gelungen ist, eine neue Bestzeit aufzustellen und ich werde alles dafür geben, diese im Herbst noch zu steigern ;-) Das war nicht mein letzter Lauf über 42,195 magische Kilometer!!!
Blutblasen an den Zehen schmerzen nur kurzfristig und den Verlust von sechs Zehennägeln in der Vorbereitung war es definitiv wert, denn jetzt kann ich mich MARATHONI nennen ;-)
Bis demnächst, heute sind mein Bericht und ich etwas durcheinander und vielleicht schreibe
morgen etwas zum Treppensteigen, euer Jan
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| Auf geht`s |
05.05.2011 |
Jetzt wird es erst. Die blaue Linie der offiziell vermessenen Strecke zieht sich bereits durch die Düsseldorfer Innenstadt. Morgen ist noch eine Pressekonferenz und dann fällt am Sonntag der Startschuss für das das große Abenteuer. 9:30Uhr, Bähm und los.
Es wird auch höchste Zeit, dass es endlich losgeht. Das ich von Tag zu Tag nervöser werde, merke ich auch daran, dass ich bei jedem Dauerlauf die mir entgegen kommenden Hunde noch skeptischer ansehe, dass ich bei jedem Husten in der Nähe noch etwas schreckhafter reagiere, und dass ich überhaupt nicht damit klarkomme, nur einmal am Tag trainieren zu dürfen.
Gerade war ich noch einmal in Wattenscheid und habe mir die Beine auflockern lassen. Ob diese abschließende Massage für die Beine oder für den Kopf nötiger ist? Ich weiß es nicht, aber es hat verdammt gut getan. Unser Physio Morus Scholl betreut mich schon die ganze Zeit, seit ich für den TV Wattenscheid starte, und dass sind jetzt auch schon fast 14 Jahre. Das sind dann die großen Vorteile, die man in einem solchen Team hat.
Da ich mir nun noch etwas Ruhe verschrieben habe, kommt hier auch der letzte Bericht vor dem Rennen. Die letzte Woche war recht ruhig und heute war auch der letzte 15km Dauerlauf auf dem Plan.
Wie es jetzt läuft? Tja, mal habe ich das Gefühl Bäume ausreißen zu können, mal fühle ich mich nur total müde. So ist das immer bei mir vor großen Wettkämpfen. Ich konnte nie im Training auch nur annähernd eine 5000m im angestrebten 10.000m Renntempo laufen, und genauso wenig kann ich mir jetzt vorstellen, einen Marathon richtig schnell zu rennen. Wie schnell es werden soll? Das verrate ich nicht, sorry, doch so kann ich vielleicht noch etwas den Druck rausnehmen und es gibt so viele Unwägbarkeiten, dass mir das einfach nicht angebracht erscheint.
Was ist sonst noch spannend? Spezialdiät vor dem Rennen? Nee, keine. Das kommt eventuell beim nächsten Mal. Diesmal lief es in Herne und im Training so rund, dass ich nichts Neues versuchen möchte.
Gewicht? Ist trotz des hohen Trainingsumfangs stabil belieben. 62kg bei 1,76m. Kein Fliegengewicht unter den Läufern (glaubt es mir, verglichen mit so manchem Kenianer bin ich ein wahrer Brecher ;-)), aber doch mein Wohlfühlgewicht.
Ernährung während des Laufs? Bei jeder Station, also ca. alle 5km einen Schluck aus den Flasche mit Wasser und einem ganz geringen Anteil an Kohlenhydratpulver, und dazu jeweils ein halbes Energy-Gel. Da habe ich welche gefunden, die man auch ohne Wasser nehmen kann, und die nicht so süß sind. Die haben sich im Training bewährt.
Das letzte Training sah dann aus wie folgt:
Montag, 25.4., knapp 2 Wochen vor dem Start: Vormittag: 10 km 4:30 min/km, anschließend Rückreise aus Texel.
Dienstag: VM: 20 km 4:05min/km
NM: 6 km 5:00min/km, im Anschluss 30 min Stabilisation/Kräftigung
Mittwoch: VM: 19 km 4:05
Donnerstag: VM: 15 km 3:55
Freitag: VM: 15 km 3:35 min/km Puls 152, davon 5 km 3:22 und 4 km 3:10
NM: 12 km 4:45
Samstag: VM: 15 km 4:00
Sonntag: VM: 22km 4:00
Wochenumfang: 134 km. Und da ich jetzt ja den Computer auslasse, geht es gleich mit dieser Woche weiter:
Montag: VM: 15 km 3:55
Dienstag: VM 12 km 4:00
NM: 6 km 4:05 Puls 132, 45 min Stabilisation/Kräftigung
Mittwoch: VM: 15 m 4:10 Puls 137
Donnerstag (heute): VM: 15 km 3:55 Puls 145, davon 2km je 3:05min/km
Nun folgt morgen noch eine 10km Runde und dann am Samstag eine halbe Stunde joggen.
Es würde mich sehr freuen, wenn ihr am Sonntag mithelft, indem ihr auch nach Düsseldorf kommt, oder zumindest kräftig die Daumen drückt, und dann kann ich hoffentlich am Montag begeistert erzählen, wie ich mit einem großen Bogen um den „Mann mit dem Hammer“ herumgelaufen bin ;-)
Vielen Dank auch schon einmal an dieser Stelle, dass ihr auf dieser homepage so fleißig die Vorbereitung begleitet habt und für die motivierenden Worte im Gästebuch und bei facebook. Das hilft immer, wenn es im Training mal wieder nicht so richtig rund läuft.
Und jetzt heißt es für mich: Computer aus und rauf auf die Couch ;-)
Schnelle Grüße, euer Jan
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| Ein Osterspaziergang... |
28.04.2011 |
...war das am Sonntag dann doch nicht. Zumindest kein gemütlicher. Spaß gemacht hat es trotzdem und ich stelle mehr und mehr fest, dass die langen, gesteigerten Dauerläufe sich zu meiner Lieblingseinheit entwickeln. Zumindest, wenn man möglichst lange Begleitung hat. So war das auch am Ostersonntag. Bis Kilometer 25 waren wir die ganze Zeit in einer Gruppe unterwegs. Auf einem Stück waren es meine Wattenscheider Teamkollegen die mitliefen, zwischenzeitlich aber auch die Gruppe um Steffen Uliczka und Steffan Eberhard. Da merkt man gar nicht, wie die Kilometer immer mehr werden.
Ab Kilometer 25 durfte ich dann das Tempo steigern und plötzlich stand, mit dem perfekten Gefühl für die richtige Stelle unser Coach Tono mit dem Rad im Wald und hat mich auf dem letzten Stück begleitet. Einfach die ausnahmsweise mal lockern Beine machen lassen, was sie wollen und dann auf den letzten 3 km noch einmal auf Druck. Bis km 25 also 4min/km, dann weitere 5km in 3:22 und dann 3:08, 3:06, 3:05 und schließlich Auslaufen.
Gut, dass keiner auf die Idee kam, nachmittags noch das große Eiersuchen zu veranstalten. Da hätten die anderen sicher alles vor mir abgegrast. ;-)
Zur Belohnung gab es nach dem Mittagsschlaf einen Strandspaziergang und 12 Minuten Beine kühlen in der Nordsee.
Sonst war diese letzte harte Woche vor dem METRO Group Marathon recht erfolgreich, auch wenn wie schon im letzten Bericht angedeutet die letzte richtige Knallereinheit nicht so geklappt hat, wie gewünscht. Am Mittwoch wollten wir nämlich noch mal 4x5km machen und wenn es richtig gut liefe, was ich natürlich gehofft habe, noch einmal 5km. Das hat dann nicht funktioniert. Schon der 3. Lauf war zu schnell und ich muskulär sehr müde. So haben wir uns auf einen vierten, etwas ruhigeren Lauf geeinigt und danach war dann Schluss. Schade, aber ok, das kommt vor. Ich vermute es war noch der vorherige Sonntag und meine Sturheit, die keine Reduktion der Gesamtkilometer zuließ.
Der Umfang war dann aber erneut gut und es kamen 225 Wochenkilometer zusammen. Viele in sehr ruhigem Tempo, denn die Temperaturen haben uns auch auf Texel alle ganz schön fertig gemacht.
Als Gesamtbild steht nun folgendes im Trainingstagebuch:
Montag: Vormittag: Anreise Texel, 10km 4:30min/km
Nachmittag: 15km 4:15
Dienstag: VM: 20km 3:56
NM: 12km 4:15
Mittwoch: VM: 4x5000m Straße, 3 min Pause Tempo/Lactat/Puls
Lauf 1: 3:17/unter 0,8 mmol/, 160bpm
Lauf 2: 3:14/-/161bpm
Lauf 3: 3:06/2,7mmol/168bpm
Lauf 4: 3:12/2,7mmol/165bpm
NM: 11km 4:10 Puls 135
Donnerstag: VM: 15km 4:10 Puls 131bpm
NM: 16km 3:55 Puls 141 bpm, im Anschluss 30 min Stabi.
Freitag: VM: 19 km 4:05 Puls 135
NM: 15 km 3:57
Samstag: VM: Ein/Auslaufen und 15km 3:33 Puls 150. Nicht sehr locker. ;
NM: 11km 4:35
Sonntag: VM: 35km gesteigerter DL Schnitt 3:50min/km Puls 142 bpm. (wie oben beschrieben)
Nun ist schon wieder Donnerstag und heute wollte ich eigentlich ein letztes mal ein bisschen anreizen. Das habe ich dann aber doch gelassen, denn die Beine wollten nicht und es sieht so aus, als würde jetzt der schwierigste Teil der Vorbereitung beginnen: Ruhig bleiben!!!
Man ist das schwer, auf einmal nur noch einmal am Tag zu trainieren. Immer nur kurze, langsame Dauerläufe. Soll ich in der nächsten Woche wirklich drei Tage überhaupt nichts machen, oder kann ich das mit Tono noch nach verhandeln?! Wie soll ein normaler Mensch so etwas überstehen?! ;-)
Puh, wird das zäh…
Ich freue mich auf den 8.5., und besonders darauf, dann endlich irgendwann im Ziel zu sein!!!
Bis denn,
Jan
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| Groeten van Texel! |
22.04.2011 |
Und wieder weg! Nach zwei Wochen in Bochum sitze ich nun seit Montag auf Texel, unserer holländischen Lieblingsinsel, in der Sonne und laufe dort im traditionellen wattenscheider Ostertrainingslager durch Dünen und Wälder. Unser Verein hat jede Menge Bungalows gemietet, die mit bis zu vier Sportlern besetzt sind und von den Schüler- und Jugendgruppen bis zu uns „Älteren“ ;-) sind alle dabei.
Das schöne an Texel ist neben den Laufstrecken, dass man hier immer auch die verschiedensten Vereine trifft und sich mit den Freunden zum Dauerlauf verabreden kann, die man sonst nur alle paar Jahre mal sieht. Ob es z.B. die Jungs aus dem Niedersachsen-Kader sind, mit denen ich hier schon als 15-jähriger rumgedüst bin, oder das Team um Steffen Uliczka aus dem hohen Norden. So hat man Abwechslung und die hohen Umfänge sind gar kein Problem mehr. Und wenn dann auch noch die wattenscheider Teamkollegen, die eigentlich schon vor Jahren mit dem Leistungssport aufgehört haben, plötzlich auf der Terrasse stehen, naja, dann ist einfach immer prima Stimmung.
Die Woche nach dem Lauf in Herne möchte ich euch auch gerne noch kurz vorstellen. Spannend war für mich besonders, wie schnell ich mich wieder erholen würde. Die bisherigen Versuche im Halbmarathon in den letzten Jahren haben mich nämlich immer für mindestens zwei Wochen aus der Bahn geworfen. Selbst wenn es „nur locker“ sein sollte.
Diesmal war das zum Glück anders. Die hohen Umfänge in Kenia und Flagstaff machen sich langsam bemerkbar. Nach dem Rennen am Sonntag hatte ich Montag/Dienstag einen leichten Muskelkater. So etwas von der Sorte: „es war verdammt hart, aber gut“. Am Mittwoch dachte ich schon, es sein alles wieder im Lot und die Beine waren locker, doch das war aber offensichtlich eine Fehleinschätzung, denn am Donnerstag war ich dann sehr müde. Mist, zu früh gefreut. Feitag war o.k., Samstag lief locker, doch nach einem zweistündigen, leicht komatösen Mittagsschlaf konnte ich garnix mehr. Uff, das war zäh. Dann kam der Sonntag und da war dann plötzlich die Frische wieder da und dank Jannis, der mich auf den ersten 20 Kilometern gescheucht hat, war das am Ende der schnellste „long-jog“,;-) den ich bislang gemacht habe.
Es kam folgendes dabei heraus:
Montag: VM: 10km 4:15 min/km
NM: 60min Aqua-Joggen
Dienstag: VM: 15 km 4:15, i. A. 45 min Aqua-Joggen
Mittwoch: VM: 10km 4:10, i. A. 40 min Stabilisaton/Kraft
NM: 15 km 4:05
Donnerstag: VM: 15km 4:00
Freitag: VM: 17km 3:55
NM: 12km 4:00
Samstag: VM: 20km 3:50
NM: 6km 5:10 (kein Witz ;-))
Sonntag: VM: 35km gesteigert, Schnitt 3:36 Puls 152 (davon 6km 3:11min/km)
Der Sonntag hat dann aber auch noch ganz gut nachgewirkt und die Tempoläufe vorgestern (Mittwoch) waren nicht wie erhofft. Dazu kommt hier am Sonntag mehr. Es soll eine letzte >200km Woche werden und bislang macht das wieder sehr viel Spaß. Es passt aber auch einfach. Von den Trainingspartnern bis zum Wetter. Alles best ;-)
Sonnige Ostern wünscht euch, euer Jan
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| Training |
13.04.2011 |
Hier kommt die letzte Wochenübersicht, damit ihr auch mal sehen könnt, wie die unmittelbare Wettkampfvorbereitung bei mir in der letzten Woche ausgesehen hat. Viel hat sich eigentlich nicht geändert, seit meinen Zeiten als Bahnläufer. Nur das diesmal keine Vorbelastung mehr eingeplant war. Das wäre aber auch gar nicht gegangen, denn die Müdigkeit aus dem Flagstaff-Trainingslager ist wirklich erst in allerletzter Sekunde verschwunden. Da war ich doch sehr erleichtert, dass es in Herne so gut lief.
Montag: VM: 17km 4:05 min/km, 30 min Stabilisation/Kraft
NM: 17km 4:00 min/km
Dienstag: VM: Klausur in Hagen an der Fern-Uni
NM: 18km 4:10
Mittwoch: NM: 16km 3:50, immer noch nicht locker
Donnerstag: VM: 17km 3:45, 20 min Stabilisation. gut!
Freitag: VM: 15km 4:15, Oberschenkelvorderseite rechts leicht zu, sonst ok
Samstag: VM: 10 km 4:15
Sonntag: VM: Herne BIG25, Ein/Auslaufen, je 3,5 km 4:30, dann 25km 1:16,56 h. Schnitt: 3:04 min/km (oder waren es doch 25,6km also 3:01 Schnitt? ;-))
Gesamtumfang dieser Woche: 142km mit einem sehr schönen Testlauf ;-).
Nun geht es vielleicht in der nächsten Woche noch mal für 7 Tage nach Texel, um dort ein bisschen Umfang zu machen, und dann habe ich wirklich alle meine geliebten Trainingsgegenden abgeklappert und muss danach versuchen ruhig und entspannt zu bleiben/werden…
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| Gelungene Generalprobe bei der BIG25 in Herne |
10.04.2011 |
Besser kann man das strahlende Frühlingswetter wohl nicht nutzen. Bei diesem Sonnenschein und den für uns Läufer perfekten Temperaturen muss man einfach die Laufschuhe schnüren und sich richtig austoben. Das ist mir heute in Herne bei der BIG25, die mein letzter richtiger Test vor dem Marathondebut sein sollte auch ganz gut gelungen. Eine flache, schnelle Strecke, super Tempomacher und am Ende standen 1:16,56h für die 25km zu Buche, ein neuer Streckenrekord, und weil es so schön war ist unsere 3-er-Gruppe auch schon beim Halbmarathon in 64:39min durchgegangen. Neue deutsche Jahresbestzeit, zumindest bis zur DM am nächsten Wochenende ;-)
Das Rennen war super organisiert und vom Streckenrand sind wir von allen Helfern und den Zuschauern prima unterstützt worden. Selbst einige Läufer haben unser Spitzentrio angefeuert und nicht den Atem für das eigene Rennen gespart ;-)
Am liebsten würde ich immer kurz anhalten und mich dafür bedanken, doch das geht natürlich nicht, und so heißt es am Start immer: jetzt den Modus auf konzentriert (und vielleicht ein bisschen stur) umschalten, und dann im Ziel wieder entspannen. Das bedeutet natürlich nicht, dass man von der Stimmung und Unterstützung am Streckenrand nichts mitbekommt. Ich freue mich immer sehr darüber und es hilft, die Strapazen während des Rennens besser zu meistern und auch wenn die Zweifel kommen das Tempo hochzuhalten.
Ein kleiner Wehrmutstropfen bleibt dennoch: kann es sein, das wir die ganze Zeit gleichmäßig gelaufen sind, und die GPS-Uhr am Arm immer Kilometer zwischen 2:56 und 3:05 min anzeigte, dann aber plötzlich direkt vor der Halbmarathonmarke 50 Sekunden auftauchten, die da nicht hingehörten? Sind wir auf einmal einen Kilometer in 4:00 gerannt, oder war etwa die GPS-Uhr genauer als die offizielle 21,1km-Marke? Laut meiner Uhr sind wir ca. bei 63:55 den Halbmarathon durchgegangen, und bislang war die Uhr immer äußerst präzise…
Da bekommt man im Rennen doch einen kleinen Schock, läuft dann aber weiter und hofft, dass das bei den nächsten Kilometern wieder abgezogen wird. Tja, hat nicht geklappt. Laut GPS war die Strecke genau 25,60 Kilometer lang. Endzeit: 1:16,56 Stunden. Für die letzten 600m, also für die von 25km bis ins Ziel, stehen im Speicher der Uhr 1:45 min. Ziehe ich diese jetzt mal von der Zielzeit ab, sieht das in der ewigen deutschen Bestenliste verdammt gut aus. Da könnte ich mir schon in den A… beißen.
Es hilft nichts, das zählt nicht, und daher muss ich es weiter als Formtest sehen, der es auch sein sollte. Es war es ein sehr schönes Rennen und Anspannung und Nervosität sind verflogen. Wie ich jetzt noch weitere vier Wochen ruhig bleiben soll, weiß ich nicht, und würde am liebsten morgen schon in Düsseldorf laufen. Das sehen die Beine allerdings morgen früh beim Aufstehen sicherlich anders ;-)
Sonnige Grüße, euer Jan
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| Lumberjacks |
07.04.2011 |
Holzfäller, so nennen sich die Athleten der NAU, der Northern Arizona University in Flagstaff. Die Geschichte von unserem Erlebnisdauerlauf, der als Krafttraining eben dieses Baumfällen beinhaltete, habe ich bereits vor einigen Wochen berichtet (siehe 21.3.). Nun ist das dazu versprochene Video auf Youtube zu sehen.
Und bevor ich hier von euch Ärger bekomme: ja, der Baum war total morsch und schon seit langer, langer Zeit abgestorben. Bei einem gesunden hätten wir das mit Sicherheit nicht gemacht und ganz davon abgesehen: es auch mit unseren Läuferärmchen nicht geschafft.
Viel Spaß beim Ansehen, euer Jan
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| Schlaflos in Bochum |
07.04.2011 |
Wieder einmal war es soweit: Rückreise aus Flagstaff, 20 Stunden von Haustür zu Haustür, und dann irgendwie den Körper auf den neuen Tagesrhythmus umstellen. Das fällt mir immer super schwer. Wenn ich nicht einen ganz festen Ablauf habe, und besonders schlimm: wenn ich nicht richtig gut und viel schlafe, dann geht gar nichts.
So war es auch diesmal. Die letzte Woche war verdammt schwierig. Ich habe mich ständig völlig benebelt gefühlt und weder beim Training, noch sonst wo richtig was hinbekommen. An solchen Tagen kann man sich beim besten Willen nicht vorstellen, wie man noch kurz vorher so gut trainieren konnte und erst recht nicht, wie man bald einen schnellen Wettkampf laufen soll. So habe ich, was schon ewig nicht mehr vorgekommen ist, sogar einen Dauerlauf abgebrochen, weil weder Beine noch Kopf mitspielen wollten. Sechs Tage habe ich alleine gebraucht, um wieder richtig durchschlafen zu können, und erst jetzt, eine Woche nach Ankunft in Bochum, geht es wieder aufwärts.
Das war auch eine typische Sportlerglanzleistung: nach dem abgebrochenen Dauerlauf am letzten Freitag war ich am Samstag dann so übermotiviert, dass ich statt der geplanten lockeren 20km Runde eine 23er in 3:35min/km Tempo gemacht habe. Resultat: drei Tage Muskelkater und wieder müde. Das beim Laufen irre Spaß gemacht, war aber trainingsmethodisch nicht soooo pfiffig ;-)
Wer sich jetzt also über den Kilometerumfang der letzten Woche wundert, dem muss ich leider sagen: nein, ich habe nicht 100km vergessen, es ging einfach wegen der Reise nicht anders und eine ruhigere Phase war auch dringend nötig.
Montag: VM: 16km 4:20 min/km
Dienstag: VM: 16km 4:20 min/km Trail, Nachmittags Abreise
Mittwoch: Reisetag, Ankunft Bochum 19Uhr
Donnerstag: VM: 20km 4:20, müde
Freitag: NM: Dauerlauf nach 2km abgebrochen, total platt
Samstag: NM: Kemnader Stausee, 23km 3:35min/km sehr gut!
Sonntag: VM: 21km 4:20, total platt
Wochenumfang 96km
Zum Glück läuft es jetzt wieder besser und ich hoffe am Sonntag bei der BIG25 in Herne locker und schnell zu sein.
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| Geschafft... |
29.03.2011 |
Im doppelten Sinne: zum einen bin ich ziemlich geschafft und ausgepowert, zum anderen habe ich aber auch in den letzten Wochen richtig was an Umfang und Intensität geschafft. Das Training lief insgesamt gut und auch wenn es natürlich die ein oder Schwächephase gab, so habe ich doch wichtige Erfahrungen in Richtung Marathon machen können.
Nun ist der Koffer gepackt, alle Laufschuhe sind wieder verstaut und nach einem letzten gemütlichen Dauerlauf in der Gruppe wird mich dann ein Shuttle-Bus zum Flughafen in Phoenix bringen. Vorher aber noch wie versprochen die Zusammenfassung der letzten Woche
Montag: Vormittag: 15km Trail 4:05, i.A. 45 min Aquajoggen
Nachmittag: 10 km 4:30 Puls 128, total müde
Dienstag: VM:3, 2, 2, 1, 1, 1, 2, 2, 1km je 2:30 min Trabpause im Schnitt 3:04min/km, prima Puls max. 170 NM: 9km 4:30 Trail, i.A. 40 min Aquajoggen
Mittwoch: VM: 21km 4:18
NM: frei, Ausflug nach Sedona
Donnerstag: VM: 35km 3:50min/km Puls 142, die ersten 15km 4:07, dann 15km 3:40-45, dann 2km 6:20, dann Auslaufen
NM: 45 min Aquajoggen, 15 min Stabilisation
Freitag: VM: 15 km Trail und querfeldein, 4:25min/km, Puls 136, 5xSteigerungslauf a 100m NM: 17km Trail 4:10 min/km, 30 min Stabilisation
Samstag: VM: 20km Tempodauerlauf (TDL), 3:20min/km, Puls 158, Laktat 2,2mmol, davon die Hälfte profiliert, sehr müde NM: 10 km Trail, 4:20, i.A. 30 min Aquajoggen
Sonntag: VM: 29km 4:20, Hälfte Trail NM: frei
Gesamtumfang: 210km, mit Alternativtraining 242.
Das war’s mal kurz, der letzte Dauerlauf wartet, eine Einschätzung folgt demnächst noch mal.
Schnelle Grüße, euer Jan
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| Das Gesicht zur Faust geballt oder auch: Tono’s Todesrunde |
27.03.2011 |
Die letzte harte Einheit eines vierwöchigen Trainingslagers. Müde Beine schon am Start. Und dann, weil es immer so schön ist: der Tempodauerlauf auf Tono’s Todesrunde. Diese schöne Prüfung hat sich unser Trainer Tono schon vor 7 Jahren einfallen lassen, als wir zum ersten Mal hier in Flagstaff unser Glück versucht haben. Mitten durch das Wohngebiet, eine kleine Runde á 4km, und dann auf die große, die 5,7km lang ist. Meistens haben wir dann eine kleine und 2 große Runden gemacht, jetzt aber für das Marathontraining umgestellt auf eine kleine, eine große und dann weitere 10 km auf einer flachen Straßenrunde, um ins „Rollen“ zu kommen.
Was bin ich bei dieser Einheit früher schon gestorben. Puh, eine Abbruchquote von 20% ist schon ganz schön hoch…Und dann heute noch mal ab dafür. Da macht man sich wieder extra Stress. Natürlich soll diese Einheit einen schönen Abschluss bilden. Am Besten noch schneller, noch lockerer und überhaupt, einfach besser laufen.
Das hat dann mal nicht so richtig geklappt ;-)
Was habe ich mich gequält, doch da war ich nicht der Einzige. Christoph Lohse ist später nach Flagstaff gekommen, als Mittelstreckler noch nicht richtig angepasst und war das erste Opfer der Runde. Dann war Rico Schwarz dran. Der ist richtig fit und hat mit mir gemeinsam schon das Programm am Dienstag verdammt gut durchgezogen. Für ihn war es das erste Mal auf der Runde, und wenn man nicht weiß, wann die Anstiege endlich aufhören… Das war auch für ihn ein harter Tag…Mich hat dann bei Kilometer 14 der Hammermann erwischt. Kraft weg, nur noch ein richtig kurzer Schritt, und dann rennt mir der Christian Glatting locker davon. Ok, er musste auch nur bis km 15, aber trotzdem ;-)
Wie soll man dann noch weitere 6 km schaffen?! Keine Ahnung. Versuchen den Kopf auszuschalten und einfach erstmal einem km weiter. Und noch einen, und noch einen. Da kommt ein kleines Rückenwindstück, das hilft. Da kommt mir mein Teamkollege Jannis Töpfer entgegen und sieht genauso bescheiden aus, wie ich mich fühle. Ich bin nicht der einzige mit Schmerzen, auch das hilft ;-)
An der nächsten Ecke steht wieder Tono mit der Getränkeflasche. Mir einzureden, dass sie den Zaubertrank der unbeugsamen Gallier enthält, bringt mich wieder einen Kilometer weiter, genauso wie die Unterstützung durch Sabine, Bastian, Diana, Elina und anderen aus unserer riesigen Laufgruppe, die gerade beim Auslaufen ist. Danke dafür!!!
Letzte Runde, Laktatabnahme: 2,2mmol, geschafft. Uff. Nicht so schnell wie in der letzten Woche, es war wohl doch ganzschön viel, aber noch immer einen 3:20er Schnitt/km bei einem 158er Puls. Es war die Kraft die gefehlt hat, nicht das Gesamtsystem. Sonst hätten die Laktat und Pulswerte höher sein müssen.
Ich war dann doch sehr zufrieden, habe mich sehr darüber gefreut gemeinsam mit Jannis über den Wind zu schimpfen, und kann nun noch drei ruhige Tage genießen, bevor am Dienstag der Flieger in die Heimat geht.
Morgen gibt es dann wieder die Wochenübersicht mit Umfang/Puls/Laktat und nicht wie hier einen vielleicht etwas ausführlich geratenen Einblick in eine einzige Einheit. ;-)
Bis denn, euer Jan
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| Den werfen wir um, den Baum! |
21.03.2011 |
Sonntag in Flagstaff, so langsam wird es ernst. Alle haben schon ein paar Kilometer in den Knochen und da muss man sich mal etwas einfallen lassen um für Abwechslung zu sorgen. Normalerweise passiert ja nicht viel: schlafen, essen, laufen, das war’s eigentlich.
Daher stand heute ein Erlebnisdauerlauf auf dem Programm. Unser Wattenscheider Lauf-Team wurde also vom Trainer mitten im Wald ausgesetzt und musste den Weg zurück finden. Der vorher ausgetüftelte Plan sah 21 Kilometer auf dem Arizona-Trail vor und wir haben die Kameras dabei gehabt und den Dauerlauf eher von der spaßigen Seite gesehen. So kam es auch zu der ultimativen Herausforderung, die der nimmermüde Jonas sich hat einfallen lassen: wir liefen an einem abgestorbenen Baum vorbei, der noch immer aufrecht den Winden trotzte und sich weigerte umzukippen. „Den werfen wir um, den Baum!“ Alles klar Jonas, du hast nen Knall…
Natürlich hat sich der Baum gewehrt und war definitiv nicht bereit, sich einfach umwerfen zu lassen. Wir standen also nicht wie gedacht fünf Minuten, sondern eine Stunde lang mitten im Wald, buddelten unten am Stamm herum, schoben mit vereinten Kräften, zogen und zerrten und schließlich opferten Christian, Christoph und Simon ihre Nike-Laufjacken, banden sie zusammen und hatten so ein schönes Zugseil. „Testet for the unexpectet“, die Jacken haben gehalten und mit drei Mann am Jackenseil, vier Mann am Drücken und einem an der Kamera hat sich der Baum schließlich in sein Schicksal gefügt und stürzte zu Boden. Teambuilding nennt sich so was hier ;-)
Danach ging es dann weiter über den Trail und wir waren alle froh, nach knapp 3 Stunden endlich zurück in unseren Wohnungen zu sein und wieder essen und trinken zu können. Was für ein Tag: Motivation gesammelt für die nächsten, vielleicht nicht ganz so spaßigen Einheiten und ins Trainingstagebuch Krafttraining und Ausdauer gleichzeitig eingetragen. Wow, eine sehr effektive Kombi-Einheit ;-)
Ach ja, die Jacken halten noch immer. Zusammen. Denn durch die nun sehr festen Knoten werden sie wohl bis in alle Ewigkeit verbunden sein.
Ich hoffe ihr hattet ein schönes Wochenende, euer Jan
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| Limit gesucht, Limit gefunden |
20.03.2011 |
Wie viel geht, was kann man alles machen, bevor man gegen die Wand läuft?! Immer wieder die gleiche spannende Frage und die kann einem letztlich keiner ganz genau beantworten. Weder mein sehr erfahrener Trainer Tono, noch ich selber. Manchmal muss man es einfach ausprobieren und sehen, wie weit man kommt.
Heute war es dann soweit. Systemschaden schon nach dem ersten Drittel der Einheit. Müde Beine, keine Kraft, nur noch Rumgehampel.
Da musste ich leider feststellen, dass ich den ersten 2000er aus einer geplanten Serie von 8 Stück schon langsamer gelaufen bin, als beim Tempodauerlauf am Mittwoch. Das macht dann nicht so richtig viel Spaß… aber vielleicht läuft man sich ja locker. Also noch einen versuchen, mmm, nee, immer noch nicht, noch einen, oh, ich werde noch langsamer, verdammt, und dann: tja, in Absprache mit Tono das Training beendet. Grrrrrrrr…
Das es zum Ende dieser Woche verflixt hart werden würde war klar und ich habe mich sehr darauf gefreut, ab Montag einen Gang zurück zu schalten, aber bis dahin ging es offensichtlich nicht mehr. Pause vorverlegt, locker werden.
Schön ist dann ja immer, wenn man mit einem großen Team vor Ort ist. Da ist immer jemand dabei, bei dem es auch nicht lief und so kann man sich gegenseitig aufbauen.
Ich denke, dass mich die Doppelschläge der letzten Wochen geplättet haben. Dreimal jeweils eine flotte Einheit und direkt am nächsten Tag einen langen Dauerlauf. Soweit bin ich offensichtlich noch nicht, da braucht’s zwischendurch mehr als nur einen lockern Tag zum Erholen. Naja, wie gesagt, es war ein Versuch. Bin schließlich erst am Anfang des Marathonexperiments und ich denke mein Körper hat genau rechtzeitig die Bremse gezogen ;-)
Morgen werde ich dann wohl auch leider nicht die geplante 32km Runde machen, obwohl ich mich schon so sehr auf einen neuen persönlichen Wochenkilometerrekord gefreut hatte. Irgendwie kommt da immer etwas dazwischen ;-)
Ok, ich quatsche schon wieder zu viel. Hier kommt die Wochenübersicht bis heute:
Montag: VM: 23km (davon die Hälfte Trail) 4:10 min/km müde
NM: 10 km 4:40 min/km i.A. 45 min Stabilisation/Kräftigung
Dienstag: VM: 15 km 4:00 min/km, davon 10km Trail Puls 141, Beine ok
NM: 14 km 4:20 min/km Puls 129 i.A. 45 min Rad-Ergo, 10 min Stabi
Mittwoch: VM: Ein/Ausl. 20km TDL, davon die Hälfte profiliert 3:19 min/km Puls 160 sehr gut! Lactat nach 8km am „höchsten Punkt 2,1mmol, nach 20km 3,0mmol
NM: 10km 4:35 min/km, Puls 129, ok, 15 min Slackline
Donnerstag: VM: 35km 4:10, davon 10km Trail, gut!
Freitag: VM: 15km Trail, 4:40, müde
NM: 15km Trail, 3:52 min/km, prima! 4x Steigerung à 100m, 60min Stabi
Samstag: VM: Einlaufen, 3x2000m, 500m Trab-Pause, 6:32min, 6:32min, 6:40min, abgebrochen bei 2,1mmol Lactat, einfach nur sehr müde Beine.
NM: 10km Trail 4:20 Puls 129, müde, müde, müde und als Regenerationsmaßnahme mit meinen Mitbewohnern Jannis und Alex danach: zwei riesen Pizzen mit Käserand gefinished.
Sonntag, tja, ich denke mal morgen gibt es noch eine lockere 25 und dann sind es diese Woche 210km. Das geht soweit in Ordnung, und mindestens einmal in vier Wochen darf man ja den Joker ziehen und eine Einheit aus dem Gedächtnis streichen ;-)
Wenn übrigens manche Einheiten hier missverständlich beschrieben sind, meldet euch per Gästebuch oder E-mail. Ich versuche dann mich zu bessern…
Sodele, ich hoffe ihr fühlt euch gut unterhalten und musstet nicht so oft gähnen wie ich beim Schreiben, denn ich muss jetzt schnell ins Bett. Ist schließlich schon kurz nach 21Uhr.
Euer Jan
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| Erste Wochenübersicht aus Flagstaff nach der Anpassungsphase |
13.03.2011 |
O.k., neben kleinen Geschichten soll es hier ja auch immer mehr um das Training gehen und da in der letzten Woche aufgrund der Anreise und einer Magenverstimmung nur 137km im Trainingsprotokoll standen, gab es da nicht so viel zu berichten. Dauerläufe halt.
So ist das: da hat man eine Woche nach einem Wettkampf (der 15km Lauf in Duisburg) nicht den gewünschten Umfang, und schon ist man unzufrieden. Vielleicht waren die lockern Tage genau richtig, um nun wieder angreifen zu können, doch zunächst einmal: mist, mist, mist. Ich will mehr und ich will keinen einzigen Tag Ausfall. Jeder Tag unter 30km ist ein doofer Tag…Was für ein Quatsch!!! Natürlich macht es gar nichts, wenn zwischendurch nicht alles klappt. Wer weiß, ob die EM 2006 so gut gelaufen wäre, wenn ich nicht zwischendurch wegen des verschwundenen Koffers 2 Tage nur spazieren gegangen wäre?! Auch das war eventuell genau die richtige Pause zur richtigen Zeit. Trotzdem immer wieder schwierig das zu akzeptieren…
Jetzt geht es aber voran und mit dieser Woche bin ich wieder sehr zufrieden. Beim nachfolgenden Training denkt bitte immer daran, dass wir hier auf 2100m Höhe sind. Generell sagt man da, dass die Geschwindigkeiten 5-10s langsamer sind als auf Meereshöhe. Sprich: ein 4:00min/km Dauerlauf entspricht einem von 3:50-3:55 in Bochum.
Ob ich nach den vielen, vielen Höhentrainingslagern diesen Bonus noch so einfordern darf bezweifele ich zwar, da sich der Körper natürlich auch über häufige Reize daran gewöhnt, doch manchmal tut es einfach gut, ein Training „noch schöner zu rechnen“. ;-)
Nun zur Woche:
Montag: VM: 22km 4:12 Puls 136 gut
NM: 10km 4:30, 3x Steigerung, 20 min Stabilisation/Kraft
Dienstag: VM: Ein/Auslaufen, 20km Tempodauerlauf profiliert 3:25 Puls 159 gut!
NM: 11km 5:00 Puls 125
Mittwoch: VM: 32km 4:08 Puls 136
NM: frei
Donnerstag: VM: 15 km 4:10 sehr matschig, schwer. Im Anschluss: 20 min Schwimmen, 25 min Aqua-Joggen
NM: 10km 4:30, 30min Stabilisation/Kraft
Freitag: VM: 15 km 3:45, i. A. 20min Schwimmen, 25 min A.-J-
Samstag: VM: Ein/Auslaufen, 8x2000m Straße, 2:10-3:30min Trab-Pause
Läufe sehr gleichmäßig 6:25min, bei viel Wind. Lactat nach Lauf Nr.2,4,6,8: 2,1mmol, 2,6; 1,9, 3,6 gut! Puls jeweils: 164; 167; 162; 162; 162; 162; 164; 165
NM: 10 km 4:40
Sonntag: 32km 4:01(davon 18km 4:15 auf sehr matschigem Trail, dann auf Straße/Dirtroad 10km 3:40, 2km 3:03, dann auslaufen) Plus 139
Gesamtumfang: 220 Kilometer, Plus 18, wenn man die Wasser-Einheiten noch umrechnet. Die sind sowohl zur Regeneration als auch zur Steigerung der Belastungszeit prima. Ach ja, und das am Samstag der Lactat-Wert nach dem 6. Lauf niedriger war als nach dem 4. und 2., lag an den wechselnden Windverhältnissen.
Für meine Schwestern war das jetzt wieder viel zu viel km/Puls/Lactat. Wenn es euch auch so geht, sorry, einfach überlesen. Wenn nicht, umso besser ;-)
Schlafen, schlafen, schlafen, nicht mal ins Cafe schaffe ich es am Sonntagnachmittag. Viele Grüße, euer fauler Jan
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| Coyote und Roadrunner |
09.03.2011 |
Flagstaff/Arizona: beep, beep, jetzt wird’s ernst: gestern ist uns beim Dauerlauf ein Coyote über den Weg gelaufen, doch da ich mit den ebenfalls hier trainierenden Gehern unterwegs war, hat er es sich verkniffen uns in die Waden zu beißen. Ein weiteres Highlight war der Skunk (Stinktier) der uns abends begegnete. Auch da blieb ein Angriff zum Glück aus. Ich habe mich auf jeden Fall sehr an diverse Comic-Filme erinnert gefühlt ;-)
Nach und nach kommen die anderen Läufer und Geher an und so ist das Training doch sehr viel angenehmer als anfangs alleine. Letzte Nacht sind unter anderem Christian Glatting und Tono Kirschbaum (unser Coach) gelandet und da nun auch die Sonne ihre volle Kraft entfaltet, kann es nun richtig zur Sache gehen. Der Schnee schmilzt, die Trails werden belaufbar und man kann sogar in kurzer Hose rennen.
In den ersten Tagen hatte ich wieder große Schwierigkeiten mit der Zeitumstellung und wenn man nicht richtig schläft, läuft auch das Training entsprechend. Dann kam aber zum Glück nach ein paar recht guten Dauerläufen, gestern früh der Befreiungsschlag in Form eines profilierten Tempodauerlaufs von 20km in 3:25 min/km. Es tut einfach gut, wenn man merkt, dass es endlich richtig rollt.
Weitere drei Wochen in Flagstaff auf 2100m ü.M. warten auf mich, viele, viele Kilometer, hoffentlich weiter viel Sonne und eine Menge Spaß mit der riesen Gruppe die sich jetzt sammelt. Erneut Läufer aus ganz Deutschland und alleine vom TV Wattenscheid sind 12 Athleten vor Ort. So kann man sich auch mal gut quälen, wenn es darauf ankommt und der lange Weg zum Marathon für mich wird sehr viel angenehmer ;-)
Sonnige Grüße, euer Jan
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| Nike-Winterlauf des ASV Duisburg |
26.02.2011 |
Das ist immer das schöne am Sport: man hat einen Plan und dann macht man das einfach so. So trainiert man zum Beispiel direkt vor einem Wettkampf weniger intensiv und schraubt den Umfang herunter in der Hoffnung, sich dann von Tag zu Tag ausgeruhter und fitter zu fühlen.
Und was passiert? Du wirst nervös und fühlst dich schlapp. Selbst bei einem Vorbereitungswettkampf passiert das. Und das auch nach vielen Jahren mit Wettkampfsport. Was für ein Mist! Aber gut ist dann wenn man das kennt und sich dadurch nicht verrückt machen lässt.
Diese Woche war also sehr viel ruhiger als die letzte:
Montag: VM: 60 min Aqua-Joggen (war auch gut so nach der Sonntagseinheit vorher ;-) )
NM: 12 km 4:10
Dienstag: VM: 20km 3:50
NM: 8 km 4:30, i.A. 35 min Aqua-Joggen
Mittwoch: NM: 17 km 4:00 i.A. 40 min Stabilisation/Kraft
Donnerstag: NM: 15 km 4:00
Freitag: VM: 15 km 4:10 Puls 139
Samstag: VM: 3km 4:30 i.A. 3x Steigerungslauf à 100m
NM: Nike-Winterlauf 15km 45:38 min (natürlich mit zusätzlichem Ein- und Auslaufen)
Morgen folgt dann ein ganz ruhiger 20km Dauerlauf und eventuell noch etwas Aqua-Joggen Zusammen gerechnet? Ja: es wird ein etwas kläglicher Wochenkilometerschnitt ;-)
Der Winterlauf in Duisburg ist dann genauso gelaufen wie ich es erhofft hatte. Mein Teamkollege Vitaliy und ich haben uns sehr gut ergänzt und beide aufs Tempo gedrückt. Und auch Manuel und Torsten waren verdammt fit. Das Team Wattenscheid hat zurzeit wirklich eine sehr gute Laufgruppe der ich gerne angehöre. So machen Training und Wettkämpfe Spaß!
Auch der Lauf selber war prima. Gutes Wetter und 4500 Läufer auf der Strecke rund um die Regattabahn. Die Strecke ist schon fast Legendär in dieser Ecke Deutschland und hier konnte man wieder erleben, was den Laufsport so faszinierend macht: 4500 Mal Aufregung vor dem Start, 4500 Kämpfer auf der Strecke und glückliche, strahlende 4500(zumindest fast ;-)) Menschen im Ziel. Einfach spitze!
Ein Dankeschön auch an das Organisationsteam, das dieses Event für uns alle ermöglicht hat!
Eine heiße Wanne, ein schönes Comic zum Lesen und es gibt einen entspannten Samstagabend.
Ein schönes Wochenende wünscht euch, euer Jan.
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| Harte Zeiten... |
20.02.2011 |
Da ich aus den Diskussionen bei facebook geschlossen habe, dass Läufer einfach ein Faible für Fakte, Fakten, Fakten sprich Kilometerumfang, Puls, Lactat und natürlich Geschwindigkeit haben, gibt es jetzt hier eine komplette Woche.
Diese letzte Woche war sicher eine der härtesten, die ich je gemacht habe und ab Montag wird es nun auch erstmal sehr gemütlich. Das ist aber auch verdammt gut so, denn ich brauche jetzt ein paar ruhige Tage. Bin mega, mega platt…
Hier also das Gesamtpaket:
Montag: Vormittag 9km 4:18, platt im Anschluss 45 min Rad-Ergo,
Nachmittag: 17 km gesteigert, Schnitt 3:41, gut
Dienstag: VM: 12km 4:10 NM: 6x2000m 6:07min, 400m Trab-Pause
Mittwoch: VM: 20km 3:57, Puls 145 NM: 10km 4:25,i.A. 30 min Stabilisation/Kraft
Donnerstag: NM: 4x5km, 1 min Pause Schnitt: 3:30, 3:20, 3:10, 3:04 Lactat: 0,8; 1,1; 2,6; 6,0mmol
Freitag: VM: 30km 4:05 Puls 140, gut!
Samstag: VM: 21km 4:10 müde NM: 60 min Stabilisation/Kraft
Sonntag: VM: 8km 4:04, 15km 3:18, 6km 3:42, 2km 3:10, 4km 3:54 (alles in einer Einheit)
Gesamtwochenumfang:200km
Nun kommen nur noch einmal pro Tag lockere und kürzere Dauerläufe und dann am Samstag ein kleiner 15km Testwettkampf beim Nike-Winterlauf in Duisburg. Und dann: wieder Ruhe, bis am Dienstag der Flieger nach Flagstaff geht ;-)
Beste Grüße, euer Jan
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| Höhenloch |
13.02.2011 |
Eine der nicht ganz so schönen Nebenwirkungen eines Höhentrainingslagers ist das so genannte Höhenloch. Am ersten und zweiten Tag nach einem Höhentrainingslager fühlt man sich prima, dann aber erstmal weitere 8 Tage platt, und ab dem 10./11. Tag geht es dann richtig vorwärts. Zumindest meistens ist das so. Ich wollte das aber wieder nicht wahrhaben, habe schön weiter trainiert, und dann am Mittwoch bei den Tempoläufen dermaßen schwere Beine gehabt, dass ich innerlich stocksauer, ohne auszulaufen den Platz verlassen habe. Grrrrrr. So ein Mist. Dabei ist das eigentlich ganz normal. Naja, nun habe ich ein paar Tage etwas ruhiger trainiert und quasi nur Dauerläufe gemacht. Heute den üblichen Sonntagsjogg, der jetzt bei 32km in 3:53 min/km und Puls 147 liegt. Der Puls ist immer noch zu hoch und ich hoffe, dass es dann ab Dienstag, dem 11. Tag nach der Höhe besser läuft. Nach dieser ruhigen 185km Woche hat mein Trainer Tono nämlich für die nächsten sieben Tage ein ziemliches Hammerprogram zusammengestellt. Wenn ich das überstehe, bin ich einen riesen Schritt weiter.
Ich hoffe ihr hattet ein schönes Wochenende,
euer Jan
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| Düsseldorf ist es!!! |
09.02.2011 |
Ja, jetzt ist es offiziell: ich starte am 8.Mai beim METRO GROUP Marathon Düsseldorf. Der Zeitplan steht, es wird ernst.
Warum nun also Düsseldorf?! Es gibt vielleicht schnellere Strecken, vielleicht auch schönere, aber beides zusammen zu finden, an einem Termin, der in unsere Planung passt?! Gar nicht so einfach doch mit dem Rennen in Düsseldorf hat genau das geklappt.
Und was für mich am Wichtigsten war: es ist verdammt nah an Bochum und ich kann immer sehr viel Kraft aus der Stimmung am Wegesrand ziehen. Wenn ich weiß, dass dort viele Menschen zusehen, anfeuern, mir vielleicht die Daumen drücken und versuchen mich nach vorne zu peitschen, dann ist das genau das, was ich beim ersten Versuch auf dieser Strecke brauche. Natürlich kann man nicht jedes Mal Augenkontakt aufnehmen, und ich kann auch nicht sagen, bei welchem Kilometer ich von wem angefeuert worden bin, doch wenn die gesamte Stimmung passt, dann ist das „wie der 12. Mann auf dem Platz“.
In Göteborg, bei meinem EM-Rennen, war die ganze Familie dabei, viele Freunde und Bekannte, und als wir ins Stadion geführt wurden, hatte gerade Carolina Klüft als Schwedin den Siebenkampf gewonnen. Ich habe mir einfach ein bisschen eingebildet, die tobende Menge würde uns anfeuern. Uns, die wir nun die 10.000m in Angriff nehmen würden. Das war ein gutes Gefühl ;-)
Nun hoffe ich, dass auch in Düsseldorf die Stimmung an der Strecke uns Läufern schnelle Beine macht, dafür sorgt, dass mancher über sich hinauswachsen kann, und dass auch ich besonders oft meinen Namen höre.
Zum Anfeuern war ich auch schon an der METRO GROUP-Marathonstrecke. Dort ist nämlich meine Frau mit einer Firmenstaffel unterwegs gewesen. Also die Tröte eingepackt und ordentlich Krach machen: „schneller Heike, prima, das sieht locker aus, nur noch 3 Kilometer,…“ Wenn man abends heiser ist, hat man alles richtig gemacht. Ich habe mir dort natürlich auch schon ausgemalt, wie es wäre jetzt selber unterwegs zu sein, und dann bitte auch noch relativ weit vorne. Schön, dass es jetzt bald soweit ist!
Auch in diesem Jahr wird Heike mit dem Mettmanner Bauverein am Start sein. Die erste Zielstellung ist also, vor dieser Staffel die 42,195 Kilometer zu finishen. Sonst muss ich wohl bis ans Ende meiner Tage den Abwasch machen ;-)
Also weiter Kilometerfressen, soviel wie möglich und so schnell wie nötig.
Wenn jemand von euch lust hat, dazu etwas zu diskutieren, bei facebook an meiner Pinnwand bin ich dabei ;-)
Bis bald, euer Jan
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| Verdammt finster... |
01.02.2011 |
…ist es hier, wenn mal wieder der Strom ausfällt. So etwas kann man sich bei uns einfach nicht vorstellen: mehrmals am Tag ist von 5 Sekunden bis zu mehreren Stunden im ganzen Ort der Strom weg. So stehen vorsorglich in allen Zimmern Kerzen, wir haben abends immer unsere Stirnlampe greifbar, und wenn es wirklich ernst wird, wird hier im Camp ein Traktor Baujahr 1947 angeworfen, und der versorgt dann über einen „großen Dynamo“ das Nötigste mit Strom. Solange der Traktor aber nicht läuft, sieht man nachts manchmal wirklich die eigenen Füße nicht, so dunkel ist es. Dafür kann man dann aber einen unglaublichen Sternenhimmel genießen.
Und nicht dass ihr jetzt denkt wir wären hier irgendwo in der Wildnis: im Gegensatz zum Stromnetz funktioniert das Handynetz hervorragend und man kann für 1cent/min telefonieren ;-)
Mit der zweiten 220km-Woche ist es leider nichts geworden. Schon am Freitag standen 163 Wochenkilometer im Tagebuch, doch dann kam eine kleine Unpässlichkeit, und schon war’s das. Auch damit muss man leider in einem Kenia-Trainingslager rechnen: manchmal streikt einfach der Magen. Zum Glück ist das schon wieder vorbei und einen 2 ½ Tage Ausfall kann man verkraften. Besonders, wenn man vorher richtig gut trainiert hat. Heute hatte ich dann wieder lockere Beine und Spaß am Training.
In just diesem Moment erleben wir hier etwas komplett Neues: seit 3 Wochen das erste mal Regen. Dafür aber dann auch gleich richtig. Es gießt, der Strom schwankt, und wir sind froh, dass die beiden Trainingseinheiten heute schon geschafft sind und nur noch das Abendessen wartet.
Ich drücke euch und uns die Daumen, dass es auch in Deutschland bald wieder etwas gemütlicheres Wetter hat und ab Samstag sind wir dann zurück in Freising (Sebastian), Halle (Falk, Samuel und Torsten), Leinfelden (Martin) und Bochum.
Verregnete Grüße, euer Jan
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| Mzungu mingi |
28.01.2011 |
„Viele Nichtafrikaner“ sind hier unterwegs. Iten entwickelt sich mehr und mehr zum Treffpunkt für Läufer aus aller Welt. Das ist schon lustig, wenn man einen kanadischen und einen bosnischen Freund hier im tiefsten Afrika, irgendwo im Nirgendwo wieder trifft, wo man doch beide seit 3 Jahren nicht mehr gesehen hat.
40 Läufer und Läuferinnen aus Großbritannien, die sich ihren Aufenthalt vom Londonmarathon sponsern lassen, Finnen, Dänen, Spanier, Esten, Amerikaner, und natürlich unglaublich viele Kenianer. Es dürften zurzeit mindestens 500 Läufer in diesem wirklich winzigen Nest wohnen, die alle sehr, sehr ambitioniert trainieren. Da liegt man auf der Massagepritsche und durchs Fenster schaut der Halbmarathonweltmeister herein, und wer von den Jungs aus unserem letzten Video schon internationale Medaillen gewonnen hat, kann man auch nur erahnen.
Man kommt ins Gespräch, läuft zusammen und versucht sich gegenseitig mit Tipps zu unterstützen.
So besucht uns zurzeit täglich Reid Coolsaet, ein kanadischer Läufer, um seinen Fuß mit meinem Gewebestrahler zu behandeln (das Gerät, das bei meinen Plantarsehnenproblemen die Rettung war). Gegen ihn bin ich auch schon vor 8 Jahren bei der Universiade, den Studentenweltmeisterschaften, gestartet, habe ihn dann in Flagstaff im Trainingslager wieder getroffen und ihn schließlich bei der WM in Berlin 2009 im Marathon angefeuert. Mittlerweile hat er eine Bestzeit von 2:11h über diese Distanz und so kann ich mit ihm über das Marathontraining philosophieren, während er seinen Fuß behandelt. Perfekt!
Im Training geht es weiter vorwärts und dank der Zusammenarbeit mit Sebastian Hallmann konnte ich neben den hohen Umfängen auch schon zwei sehr intensive Tempoeinheiten absolvieren, die ich alleine so nicht hinbekommen hätte. Vorgestern auf der Sandbahn, die sich hier Stadion nennt: 20 Kilometer, abwechselnd 3:32 min/km und 3:13 min/km, also einer „langsam“ und einer schnell. Auch mit Falk, Martin, Thorsten und Samuel kann man prima Kilometer um Kilometer abspulen und es fällt so relativ leicht, auch einmal etwas mehr als geplant zu laufen.
Der Affe, der uns morgens immer weckt, hat sich übrigens als sehr exotische Taube entpuppt. Ein unglaublich lautstarkes Tier, das ganz schön nervt. Aber wenn man um 22Uhr das Licht ausknipst, kann man sich ja auch um 6:30 Uhr von der Affentaube wecken lassen ;-)
Bis denn,
Jan
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| Bahntraining-Video der nächsten Weltmeister |
25.01.2011 |
Heute früh sind wir vor dem Dauerlauf kurz zum "Stadion" gelaufen. Einfach irre. Eine 408m Sandpiste, eine Tribüne die nur noch aus ein paar Brettern besteht, alles erbaut vor vielleicht 80 Jahren durch die Britten, und dann: an die hundert leichtfüßige Kenianer die in verschiedenen Gruppen ihre Tempoläufe bolzen. Eine sehr spannende Atmosphäre. Am Rand die europäischen Trainer und Manager, die Stopuhr in der Hand, und auf der Bahn der Kampf um die bessere Zukunft. Auch die Athleten die noch nicht zu einem der Spitzenteams gehören laufen einfach mit, in der Hoffnung von einem der Manager entdeckt zu werden. Bis zum Umfallen und dann noch ein bißchen weiter. Und nicht das da ein falscher Eindruck entsteht: natürlich haben wir auch fleißig trainiert, wenn auch nicht mit den Jungs auf der Bahn. Unser 15 km Dauerlauf in einem Tempo von 3:30 min/km ist in diesem sehr hügeligen Gelände hier schon recht ordentlich. Mit dem dazugehörigen Ein- und Auslaufen und dem nächsten 15 km DL in 4:30 am Nachmittag stehen jetzt auch wieder 37 Tageskilometer im Trainingstagebuch. Ich bin zufrieden und müde ;-) Gute Nacht, euer Jan
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| Mäuse in der Laufhose |
24.01.2011 |
Diesmal gibt es einen zweigeteilten Bericht: einmal das sportliche, und einmal die Geschichten darum herum. Wir sind in Kenia: ja genau, da wo man ständig Angst haben muss, vom Löwen gefressen, oder vom wilden Affen gebissen zu werden. Exotische Tierwelt, wundervolle Landschaft, ein Urlaubsparadies! Nun sind wir bereits 12 Tage hier, und das optisch spannendste Tier, das uns bislang begegnet ist, ist einer unserer Wachhunde. Da hat sich nämlich vor nicht allzu langer Zeit jemand mit einer Hyäne vergnügt, und unser Wächter ist dass Ergebnis. Exotisch ist in dem Fall für dieses Aussehen noch sehr schmeichelhaft.
Und die Landschaft: wow, diese Maisfelder und die darauf umherstreifenden „Herden“ von, nein, nicht tausenden Zebras und Antilopen, sondern jeweils 5-7 Kühen, Schafen oder Ziegen, absolut einzigartig ;-)
Wir sind ja auch nicht im Urlaub hier und so freuen wir uns, wenn uns ein mit vier erwachsenen Männern leicht überladenes Motorrad mit ach und krach überholt, wenn uns von einem kleinen Pickup-Auto zwanzig Menschen genauso neugierig mustern, wie wir sie, oder wenn beim Packen plötzlich ein paar Mäuse aus der sorgfältig in die Ecke geschmissenen Laufhose stürmen. Da hat aber jemand einen Schreck bekommen: für wen war es schlimmer, für die Mäuse oder für den Hosenbesitzer? Das wird wohl immer unklar bleiben.
Gestern sind wir dann aus dem Camp in Eldoret nach Iten umgezogen. Hier ist es schon deutlich kühler und wir werden sehen, was die zusätzlichen 400 Höhenmeter mit der Atmung anstellen.
Auf dem Weg hierher hat man noch sehr viele abgebrannte Häuser gesehen. Auch das ist Kenia: vor gerade einmal drei Jahren hat hier noch ein Bürgerkrieg getobt, bei dem verschiedene Volksstämme mit Macheten und allem greifbaren aufeinander losgegangen sind. Hunderte sind gestorben, Häuser verbrannt worden, eine Kirche, bei der es ein Massaker gab, lag auch auf unserem Weg. Das ist tatsächlich kaum vorstellbar, wenn man die Menschen und ihre Freundlichkeit jetzt erleben darf. Hoffentlich kommt so etwas so schnell nicht wieder vor!
Nun gut, heute sind wir von seltsamen Geräuschen geweckt worden und vermuten stark, dass das ein Affe war. Den werden wir jetzt beim Dauerlauf suchen und wenn wir erfolgreich waren, gibt es bald einen neuen Bericht.
Schnelle Grüße, Jan
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| 222 |
24.01.2011 |
Kilometer in einer Woche, im Schnitt fast 32 am Tag, 12 Trainingseinheiten. Ein neuer persönlicher Rekord. Bislang musste ich das auch noch nicht machen, denn für die 10.000m haben auch geringere Umfänge schon ganz gut wehgetan und da war dann auch der Anteil an intensiven Tempoläufen wesentlich höher. Jetzt sind es viele, viele Kilometer im ruhigeren Geschwindigkeitsbereich von ca. 4:00 min/km und statt wie früher 8-10 km, ist ein regenerativer Dauerlauf nun 12-15 lang und der normale Dauerlauf wurde von 15 auf 20km verlängert. So kommt dann einiges zusammen und auch wenn man sich immer streiten kann, ob es noch mehr sein muss, oder lieber weniger Kilometer, dafür aber schneller, ich glaube, dass der jetzt eingeschlagene Weg der richtige ist und sehe dem Marathonstart von Tag zu Tag mit größerer Freude entgegen. Wo der stattfindet ist immer noch nicht ganz sicher. Spannend auch für mich ;-)
Zum Wochenabschluss gab es gestern eine 33er Runde: 20 km 4:15 min/km, die nächsten 10 in 3:50, dann 2km in 3:15 und noch einen Kilometer zum Auslaufen. Es geht voran!
Die härteste Einheit war ein 18km Tempowechsellauf: immer 1km in 3:20, dann der nächste in 3:40. Danach schleppt man sich dann nur noch zum Essen und dann ab ins Bett.
Zwischendurch fühlt man sich unglaublich müde, kann sich kaum vorstellen den nächsten Tag wieder die Schuhe zu schnüren. Uff, einfach mal liegen bleiben, den Tag verschlafen, ausruhen…Doch dann packt es einen wieder: die Gruppe zieht dich mit, jeder will ein bisschen mehr machen, wie weit kann man den Trainingsplan ausreizen? Nach dem ersten sehr, sehr zähen Kilometer in 5:00 min/km ist der nächste schon in 4:30, und ab dem 4. Kilometer ist die Müdigkeit verflogen. Kann ich dann statt der geplanten 15 nicht doch wieder eine 20 machen? Oder einfach die letzten 3km ein bisschen rollen lassen, die Geschwindigkeit steigern? Was geht noch, was wäre zuviel? Ich will mehr, viel hilft viel, morgen ist weit weg, darüber kann ich mir dann noch Gedanken machen. Zum Glück habe ich die Worte meines Trainers Tono Kirschbaum im Ohr: „Denk dran, Jan, die Summe de Einheiten macht’s!“
Also nicht überziehen, die zwischenzeitliche Euphorie herunterbremsen. Vernünftig sein, zumindest ein bisschen. Gar nicht so leicht…
Es sind nur noch 12 Tage hier oben, danach können wir ausruhen.
Bis denn, euer Jan
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| Abenteuer Kenia, heute: Frisörbesuch |
18.01.2011 |
Nach einem 25 km Dauerlauf heute früh, hatten wir einen freien Nachmittag, den wir für einen Ausflug in die Stadt genutzt haben. Eldoret ist Kenias fünftgrößte Stadt und es herrscht ein für unsere Verhältnisse unheimliches Gewusel. Die gesamte Umgebung sammelt sich und alles rennt durcheinander.
Wir wollten eigentlich nur Geld umtauschen, einen Teil des Rückflugs buchen und in den Supermarkt. Tja, und ich musste dringend zum Frisör.
Geldumtauschen: 1:30h, Frisörbesuch/Suche, genauso lang.
Ein befreundeter einheimischer Läufer hat mich unter seine Fittiche genommen, um mir den richtigen Schnitt zu verpassen. Im ersten Laden, einer Minibude, haben wir eine halbe Stunde gewartet, und als die Reihe an mir war, wurden wir weggeschickt, da der Künstler mit der Scheermaschine Angst hatte, meine langen Mizungu-Haare würden seine Maschine beschädigen. Also ab zum nächsten. Der schickte uns schon nach dem ersten Blick davon und so landeten wir schließlich in bei einem Frisör, der nach Aussage von Passanten auch Mizungus die Haare schneidet. Das hat dann auch einigermaßen geklappt, doch gewöhnungsbedürftig ist auch das letztendliche Resultat (Sorry, ein Bild gibt es nicht). "Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben/erzählen“. Gut, dass wir noch ein paar Tage hier sind. ;-)
Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass hier der Super-In-Style bedeutet:
0 Millimeter. Und das war dann trotz aller Versuche von den schnellen Kenianern zu lernen doch nicht mein Ding. Hoffentlich ist nicht genau das das Geheimnis…
Sportlich muss ich wieder ein bisschen vorsichtig sein, da der sehr unebene Boden zu einer leichten Muskelverhärtung in den Oberschenkelstreckern geführt hat. Daher werden die Tempoläufe zwei Tage verschoben und stattdessen Dauerläufe den Tagesplan füllen. Aber keine Panik, dass immer alles 100% funktioniert habe ich in den letzten 15 Jahren sehr selten erlebt ;-)
Schnelle Grüße, ich muss jetzt alle Spiegel abhängen,
euer Jan
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| Unser erster "Lauffilm" aus Kenia ist online |
16.01.2011 |
...etwas holprig zwar, aber ich denke man kann erahnen, warum die Kenianer so schnell sind...
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| Im Garten... |
15.01.2011 |
…läuft einer mit dem Computer herum, zieht einen Plastikstuhl hinter sich her und setzt sich alle 5 Minuten auf einen anderen Fleck…
Ja, der Empfang hier ist nicht immer besonders gut, aber irgendwann klappt es dann meistens.
Gerade warten wir sehnsüchtig auf das Abendessen, das es leider offiziell immer erst um 19:30 Uhr gibt und dank des kenianischen Zeitgefühls dann doch erst um 20Uhr. Prima ist natürlich, dass wir nicht selber kochen müssen und es bleibt auch immer die Hoffnung, dass auch uns die kenianische Maispampe(Ugali) zu richtig schnellen Beinen verhilft.
20Uhr ist aber verdammt spät, wenn man einen guten Tagesumfang hinter sich hat.
Heute war ein richtiger Langstrecken-Tag: vormittags eine schnelle 15km in 3:39 mit 155er Puls und Ein/ und Auslaufen, und nachmittags eine lockere 15 in 4:25. Ihr müsst entschuldigen, wenn euch (so wie übrigens meine Geschwister auch) die Zahler hier langweilen, doch genau danach werde ich immer wieder gefragt: „wie viele km, wie schnell, welcher Puls?!“. Daher wir es davon immer etwas in diesen Berichten geben.
Vorgestern haben wir einen unserer Mitbewohner vertreiben müssen: entweder es war eine verdammt große Maus, oder aber eben doch eine Ratte, die es sich in unserer Küche gemütlich gemacht hat. Sebastian und Torsten haben sie mit dem Kochlöffel in einen Topf gejagt und dann aufs Feld verfrachtet. Ein Zimmerkollege weniger.
Als weiteres Zeichen der immer stärker werdenden Internationalisierung des Sports haben wir auch eine Gruppe Chinesischer Frauen getroffen, die, vom Auto mit den Trainern drin verfolgt, auf unserer Hausrunde auftauchten. Einmal etwas andere Mizungos.
Jetzt gibt es endlich Essen, also bis bald,
euer Jan
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| Staubpisten, Ugali, und „Misungu mingi, misungu, how are you?“ |
13.01.2011 |
Eldoret in Kenia, auf 2000m über dem Meeresspiegel trainieren wir nun noch die nächsten 10 Tage und ziehen dann nach Iten auf 2400m. Unsere Gruppe besteht aus 6 Athleten und nein: bislang haben wir noch nicht mit den Kenianern trainiert. Die sind nämlich immer schon um 6:15 morgens unterwegs, und mit der Zeitumstellung entspricht das dann bei uns 4 Uhr. Verdammt hart, auch wenn man um 21Uhr schon schläft ;-)
Außerdem ist die Höhenanpassung an unserem zweiten Tag hier auch noch nicht ganz abgeschlossen.
Unterkunft haben wir auf der Farm der Lauflegende Kip Keino gefunden, an die auch ein Camp des Internationalen Leichtathletik Verbandes angeschlossen ist. So sind wir noch gute 20 km vom etwas chaotischen Eldoret entfernt und haben auch Kontakt zu Läufern anderer Nationen.
Trainiert wird auf den endlosen Staubpisten wo uns immer wieder die Kinder begeistert zuwinken und uns mit „Misungu“ (ein Weißer) oder Misungu mingi (viele Weiße) begrüßen. Das es uns und ihnen „fine“ geht, versteht sich und am Besten ist es dann wenn sich tatsächlich immer wieder die vielen Erzählungen bestätigen und die Kids einfach mal so ein paar Kilometer bei uns mit rennen. Peter hat uns mit seinen 10 Jahren über eine strecke von 3 km begleitet, scheinbar ohne zu atmen, natürlich barfuß, und bei einer Geschwindigkeit von 4:30-4:20 min/km. Ein Olympiasieger von morgen? Wundern würde es uns nicht…
Angereist sind wir mit einem Nachtflug von Montag auf Dienstag, so dass wir dann am Dienstagabend um 18 Uhr angekommen sind und noch eine kleine Runde joggen konnten. Gestern dann eine lockere 15km in 4:25 und eine 10km in 4:30, heute früh ne 23km 4:20 und gleich machen wir noch eine 10 und anschließend etwas Stabilisations/Krafttraining. Es ist warm aber durch den leichten Wind sehr angenehm und nachdem wir die leichten Probleme mit unserer Unterkunft überwunden haben (Zitat unserer Gastgeber:„wie, wir wussten gar nicht dass ihr kommt…“, auch das ist Kenia), freuen wir uns nun auf ein paar richtig gute Trainingswochen.
Wenn alles glatt geht, werde ich hier recht regelmäßig berichten und auch versuchen, Euch ein paar Bilder zu liefern.
Bis denn,
Jan
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| Fakten, Fakten, Fakten |
09.01.2011 |
Ab in den Süden, morgen geht’s nach Kenia. 3 ½ Wochen Trainingslager unter anderem mit Falk Cierpinski, Martin Beckmann, Tobias Sauter und Sebastian Hallmann. Gemeinsame Kilometer auf den Sandpisten, die auch unsere schwarzen Gazellen-Läufer so schnell machen. Ich freue mich drauf! Zunächst 12 Tage auf 2000m Höhe und dann ein Umzug auf 2400m.
Da ich aber gestern wieder erfahren habe, dass auch harte Fakten von der Konkurrenz in spe sorgsam und genau verfolgt werden (nicht wahr, Marvin und Dustin?! ;-)), möchte ich Euch heute noch einmal einen kleinen Einblick ins Training der letzten Woche geben.
Um es gleich vorweg zu sagen: an den Tagen um Weihnachten war ich recht unzufrieden mit dem Umfang und dem Tempo, denn mit dem Eis und Schnee bin ich nicht so gut klar gekommen. Man versucht ja immer cool zu bleiben und sich zu sagen, dass das ja nichts macht, aber irgendwie, naja, eine gewisse Spannung bleibt halt doch. So waren es dann in den letzten Dezember-Wochen auch nur 140 bzw. 135 Wochenkilometer, die jedoch durch Skilanglauf ergänzt wurden. Unter anderem rund um den Bochumer Stausee, unsere Hauslaufstrecke. Das war witzig ;-)
Jetzt aber zur letzten Woche:
Montag: Vormittag: 17 km Schnitt:4:00 min/km (gesteigert bis 3:40)
Nachmittag: 15 km 4:06 i. A. 45 min Stabilisation/Kraft
Dienstag: VM: 1h Ski-Langlauf
NM: Ein/Auslaufen 20x200m 34s, und 64s Trabpause
Mittwoch: VM: 23km 4:06 (gesteigert bis 3:45) Puls 140
Donnerstag: VM: 7 km 4:10 Laufband i. A. 50 min Rad-Ergo
NM: Ein/Auslaufen, 15 km Tempowechsel, je 1 km 3:30/3:10
Freitag: VM: 10 km 4:45 extremer Schneematsch i. A. 45 min Aqua-Joggen
NM: 20 km 4:10
Samstag: VM 13 km 4:10, i. A. 45 min Stabi/Kraft
NM: 18 km 4:00
Und heute morgen dann eine schöne 31km Runde in 4:15. So komme ich insgesamt auf 191km und wenn man das Alternativtraining noch in Laufkilometer umrechnet auf ungefähr 218. Ich bin zufrieden und gehe davon aus, dass Kenia richtig gut wird.
Beste Grüße, beim nächsten Mal heißt es dann „Abarri“ (Suaheli für Guten Tag),
Euer Jan
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| Silvesterlauf in Oldenburg |
03.01.2011 |
Das war wieder ein sehr ereignisreiches Jahr 2010. Die ersten schmerzfreien Kilometer im Januar, die Qualifikation für die EM, dort Quälerei ohne Ende, später ein schöner Deutscher Meistertitel und nun zum Abschluss noch ein stimmungsvoller Ausklang in Oldenburg.
Was haben wir gezittert, ob der Lauf überhaupt stattfinden kann. Eisregen in der halben Republik und in Osnabrück musste der Lauf tatsächlich abgesagt werden. Da hatten wir in Oldenburg richtig Glück. Die Strecke war zwar zu 80% mit Schneematsch bedeckt und dadurch nicht gerade schnell, doch zu Silvester darf es ruhig genau so sein. Und wer hat nicht als Kind davon geträumt so schnell durch den Matsch zu rennen, dass der in alle Himmelsrichtungen davon fliegt ;-)
Es war ein prima Abschluss, und ich möchte mich besonders bei den Organisatoren, nicht nur dieses Laufes bedanken, die dafür sorgen, dass so viele Menschen in der ganzen Welt bei schönen und lustigen Silvesterläufen das Jahr 2010 ausklingen lassen konnten.
Ein bärenstarkes 2011 wünscht Euch, Euer Jan.
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| 120 Runden |
17.12.2010 |
Und da sag noch jemand Laufen sei eintönig, oder gar langweilig… so ein Quatsch! Wir haben gerade einen so genannten Stufentest zur Bestimmung des Übergangs vom aeroben zum anaeroben Bereichs gemacht. Bei welcher Geschwindigkeit kommen die Muskeln noch mit dem transportierten Sauerstoff klar, und wo nicht mehr. Zumindest so in etwa…
Dazu haben wir in Dortmund in der Halle sage und schreibe 120 Runden gedreht. 4x4000m und dazu noch das Ein- und Auslaufen (in der Halle hat die Runde aber auch nur 200m und nicht wie draußen 400).
Zum Glück waren wir zu viert, dann ist’s nicht ganz so schlimm…
Und wer jetzt etwas damit anfangen kann: die erste Stufe à 4000m bei 3:30 min/km, dann die nächsten 4000m in 3:20, dann 3:10 und die letzte Stufe in 3:00 min/km.
Puls in Stufe 1: 152 bpm, in Stufe 2: 162, in Stufe 3: 170 und in der letzten 179. Lactat nach der Vorletzten Stufe 2,4 mmol und nach der letzten 4,0 mmol.
Ein gutes Ergebnis!
Für die letzte Stufe musste ich aber auch vom etwas schwereren Schuh, dem Pegasus, auf einen Wettkampfschuh umsteigen, sonst hätte ich diese 20 Runden nicht geschafft ;-)
Jetzt freue ich mich auf einen gemütlichen 10km Schneedauerlauf heute Nachmittag…
Frohes Rodeln, Euer Jan
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| Glücklich und geschafft. |
04.12.2010 |
Drei Wochen Höhentrainingslager, Vorbereitung auf den Marathon, das große Abenteuer.
Der Trainingsumfang war schon deutlich höher als in den letzten Jahren, doch ich habe auch gemerkt, dass ich es nicht übertreiben darf.
Ich würde ja so gerne immer noch etwas mehr trainieren. Hier noch eine kleine Runde dranhängen, dort noch ein paar Steigerungsläufe, einfach weiter, immer weiter. Das funktioniert leider nicht. In der letzten Woche waren die Beine schon sehr stark belastet, so dass ich um weiter einen hohen Umfang beizubehalten jeden Tag Wasserlaufen war. Dass mir das unheimlich viel bringt konnte ich ja nach der Verletzungspause 2009 erleben. Wenn man weiß, dass es funktioniert, kann man sich auch häufiger zwei Stunden im Pool aufhalten. Selbst wenn draußen die Sonne scheint.
So waren es in der ersten Woche 170 Laufkilometer, und in der zweiten knapp 200. Davon 80% auf den leicht profilierten, häufig steinigen schmalen Wanderwegen. Das gibt einen schönen zusätzlichen Kraftausdauer- und Koordinationsreiz. Dazu kommen dann noch jeweils 3 Einheiten leichtes Stabilisations-/Krafttraining und die Stunden im Pool. In der letzten Woche sind es deutlich weniger Laufkilometer, dafür noch mehr Wasser und es geht ja auch schon morgen (Samstag) wieder zurück, so dass mit dem Sonntag dann fast zwei Tage im Trainingstagebuch lehr bleiben. Das ärgert mich immer ;-)
Das doch etwas umfangreichere Training hat mir sehr gut gefallen. Es war richtig schön, zunächst mit der Gruppe zu starten und dann noch im eigenen Tempo einige Meilen alleine über die Trails zu laufen. Ich hätte nicht gedacht, dass man sich so schnell daran gewöhnen kann, dass ein normaler Dauerlauf jetzt 20 statt 15 Kilometer lang ist und ein langer Dauerlauf statt 20-25 einfach 30-35 Kilometer bedeutet. Und besonders die Kombination mit dem Lauftraining und direkt danach in den Pool hat mir sehr gut getan. Das werde ich weite ausbauen und auch versuchen nach manchen Läufen direkt noch eine Stunde auf dem Radergometer abzustrampeln. Ob es mir auch so viel Spaß machen wird, die langen Intevall-Tempoläufe zu absolvieren bleibt abzuwarten. Bislang standen die zum Glück noch nicht auf dem Plan ;-)
Ich freue mich auf zu hause und sende euch noch ein letztes Mal Grüße aus Arizona,
Euer Jan
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| Einiges anders in "Ami-Land" |
03.12.2010 |
Immer wieder freue ich mich auf die Trainingslager und die damit verbundenen Auslandsaufenthalte. Es gibt jedes mal etwas Neues zu entdecken und selbst hier in Flagstaff, wo ich ja nun schon einige Monate meines Lebens verbracht habe, gibt es was zum Lachen.
Damit die Trainingsumfänge ordentlich steigen ohne die Belastung für Knochen und Gelenke zu groß werden zu lassen, geht es auch hier häufiger zum Schwimmen und Aqua-Joggen in den Pool der Uni.
Und was gibt es da zu bestaunen? Eine Badehosenzentrifuge!!! Ja, wirklich: nasse Badehose rein, Deckel runterdrücke, whuiiiiiiiiiiiii, und schon ist alles prima vorgetrocknet. Sensationell und für mich als Physiker, der immer wieder begeistert die verschiedensten „Spielzeuge“ ausprobiert, natürlich eine sehr spannende Sache.
Oder die hiesigen Highways: ausgebaut wie eine Autobahn, nur dass der Standstreifen hier in Flagstaff gleichzeitig Fahrradstreifen ist. Natürlich sieht man nie einen Radfahrer darauf, das wäre auch bei der Größe der Lastwagen ein echte Herausforderung, doch letzte Woche bin ich wegen des Schneesturms hier, zum Training ins 700m tiefer liegende Sedona gefahren, wo tatsächlich die Sonne schien, und auf dem Rückweg:
Genau, man sah die Hand vor Augen nicht, so stark hat es geschneit, und dann taucht tatsächlich auf dem Randstreifen ein Radfahrer auf. Weiß wie ein Schneemann, mit dicken Satteltaschen und dann immer schön in die Pedale treten. Respekt!!!
Mehr vom Training gibt es dann im nächsten Artikel hier. Bisher bin ich sehr zufrieden ;-)
Schnelle Grüße, Euer Jan
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| Brennende Beine beim Berglauf... |
26.11.2010 |
15,5 Kilometer profilierter Tempodauerlauf. Immer noch auf 2100m Höhe, wo ohnehin jeder Hügel zum Mt. Everest wird. Unsere Königsetappe hier in Flagstaff war schon immer genau diese Einheit: mitten durchs Wohngebiet, eine kleine und zwei große Runden berauf, bergab und zusammen eben genau jene 15,5 km, die einen an die Grenze bringen. Die Quote, ob man diese Einheit übersteht liegt bei 50/50. Unabhängig davon, wie schnell man läuft. Da kann man machen, was man will, ist man bei der Strecke nicht richtig fit, dann kommt man nicht ins Ziel.
Ich steuere auf die erste Woche meines Lebens zu, in der schließlich mehr als 200 Laufkilometer im Trainingstagebuch stehen sollen, und da hatte ich einen verdammten Respekt vor diesem TDL (Tempodauerlauf). Ausgeruht in die ersten Kilometer gehen? Keine Chance. Das Training zehrt, das Sofa wird täglich gemütlicher…
Bin ich froh, dass es geschafft ist. O.K, ich war schon einmal schneller, diesmal ein Schnitt von 3:27 min/km, der Rekord steht bei 3:21, doch dazu brauche ich Trainingspartner, und unser Mittelstreckenteam reist leider heute schon ab. Vermutlich wäre das aber auch nicht ganz das Richtige für die Jungs gewesen ;-)
Ich habe es sehr genossen, mit den Jungs und unserem einzigen Mädel (Vero ist verdammt fit) zu trainieren, und bin nun etwas traurig, dass es jetzt alleine in die letzte Woche geht. Im Team merkt man überhaupt nicht, wie die Zeit verfliegt und es fällt sehr viel leichter sich aufzuraffen und auch mal zu quälen. (Von wegen: „The loneliness of the long distance runner“, Laufen ist Teamsport!)
O.K, nach einem erholsamen Mittagsschlaf sind die Beine jetzt wieder etwas lockerer, und die Sonne scheint so schön, dass auch der erholsame 12km Lauf, der noch auf mich wartet wesentlich mehr Reiz auf mich ausübt, als das oben erwähnte Sofa. Und dann, dann sind es mit dem Ein- und Auslaufen heute Morgen auch schon wieder 34 Tageskilometer ;-)
Bis bald, Euer Jan
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| Kilometerfressen im Schneeregen |
22.11.2010 |
Die Sonne lacht und strahlt vielleicht sogar noch heller als in den letzten Tagen. Oder liegt es einfach daran, dass die Wege mit 3cm Neuschnee bedeckt sind und dieser das Licht reflektiert? Während anfangs der ersten Woche hier in Flagstaff noch alles trocken war, kam gestern der erste Wintergruß und hat uns beim sonntäglichen long-jogg mit Schneeregen und einem Temperatursturz beglückt. 31 Kilometer, immer den Kopf nach unten, damit der Schnee nicht so in den Augen brennt, immer auf der Suche nach dem Stück Schotterpiste, wo man nicht bei jedem Schritt im Schlamm versinkt und dann versuchen das vom Trainer verordnete 4:00 min/km Tempo zu halten ;-).
Am schlimmsten war es für unsere Physiotherapeutin Katrin, die uns auf dem Rad begleitet hat. Als es mit Gegenwind bergan ging, und die Reifen durchdrehten, wollte ich nicht mehr mit ihr tauschen ;-)
Mit der ersten Woche bin ich sehr zufrieden. 170 Kilometer, dazu stabilisierendes Krafttraining und drei Schwimmeinheiten sind für den Einstieg prima und ich hatte auch nicht das Gefühl schon ans Limit gehen zu müssen. Das durfte ich auch nicht, denn mein Coach Tono hat dafür gesorgt, dass ich nicht gleich überziehe. Sonst wäre ich wohl direkt mit über 200 km eingestiegen.
Die Gruppe die sich hier eingefunden hat besteht fast nur aus Mittelstrecklern, doch so kann man zumindest die ersten Kilometer immer gut gemeinsam loslaufen, und dann hänge ich einfach noch eine Runde dran. Die Wohnungen haben wir mit jeweils vier Leuten besetzt, und es wird gemeinsam gekocht, gequatscht, und viel am Computer gesessen.
Da ich etwas später als der Rest der Gruppe angereist bin, werde ich in der letzten Woche ganz alleine meine Runden drehen, doch bis Donnerstag ist für ein starkes Team gesorgt.
Ach ja, und wenn man warm genug angezogen ist, ist auch Schneeregen halb so wild, und eine heiße Wanne und ein Stück Kuchen im „Macy’s“ machen jeden Sonntag zum Feiertag.
Winterliche Grüße, euer Jan
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| Erste Bildergalerie online... |
16.11.2010 |
Eine erste Auswahl der Bilder von unserer "Höhenanpassung" ist jetzt hier unter "Bilder" zu finden. Wer mich kennt, weiss, dass ich manchmal eine etwas chaotische Ader habe. Daher passt es wohl auch, dass die Galerie nicht an erster, sondern an dritter Stelle auftaucht ;-) Also schön auf die Golden Gate Bridge klicken...
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| Howdy folks!!! |
15.11.2010 |
Tja, da habe ich mich im letzten Monat doch etwas rar gemacht, doch das wird jetzt wieder anders. Nun kann ich nämlich wieder aus Flagstaff berichten. Hier ist einfach immer viel Zeit und es passiert auch mehr als zu hause. In den vergangenen drei Wochen sind meine Frau Heike und ich mit dem Wohnmobil durch den Süd-Westen der USA gebraust. Wir sind in San Francisco gestartet, und dann über den Yosemetee-Park zum Death Valley gefahren. Auch auf Texel in Holland, gibt es ja das berühmte Tal des Todes, in dem wir schon so manches mal bei Tempoläufen alles gegeben haben, und nun einmal im Original zu stehen, war sehr lustig(siehe Bild).
Dann ging es über Las Vegas weiter auf das Colorado Plateau, wo wir die Nationalparks nördlich des Grand Canyons (Zion, Bryce, Capitol Reef, Canyonlands, Arches) und schließlich auch den Grand Canyon selbst erwandert haben. So konnte ich die ersten langen Dauerbelastungen für mein Marathon-Training in einer sensationellen Landschaft starten, und wenn man nach 5 Stunden wandern direkt aus den Wanderstiefeln in die Laufschuhe springt, um noch einen 16 km Dauerlauf zu machen, dann weiss man auch ganz gut, was man getan hat. Die letzte Station war dann mein geliebtes Flagstaff, wo ich nun Fotos sortiere, um Euch ein paar schöne Landschafts- und Laufbilder in der Galerie zu präsentieren. Wenn ich soweit bin, schreibe ich noch einmal kurz ein/zwei Sätze.
Besonders gut war an der Tour auch, dass sämtliche Parks auf dem Colorado Plateau in Höhen zwischen 1500 und 2500m liegen, so dass ich die Höhenanpassung schon im Urlaub absolviert habe. Daher kann ich jetzt hier richtig durchstarten, und mit 86 km in den letzten 3 Tagen, lässt sich das schon ganz gut an ;-)
Bald gibt es mehr von der Tour, aus Flagstaff und viele Bilder.
Sonnige Grüße aus dem Wilden Westen, Euer Jan
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Mission München Teil 2 |
14.10.2010 |
Und wenn man schon mal in Bayern ist, kann man ja auch die schöne Gegend erkunden und versuchen die seltsame Sprache etwas besser zu verstehen ;-)
Am Montag ging es für mich ins Deutsche Museum, wo mein Physiker-Herz sich sehr gefreut hat, und am Dienstag stand das nächste Training an: „Chill-out-Lauf“ mit Managern von Atreus.
Diese Firma vermittelt Manager an Firmen, bei denen ganz schnell jemand von Außerhalb benötigt wird, der richtig was auf dem Kasten hat. Dort muss er sich in kürzester Zeit einarbeiten und dann die entsprechenden Aufgaben bewältigen. Ihr könnt Euch sicher vorstellen, dass das ein ganz besonderer Menschenschlag ist, vor dem ich den höchsten Respekt habe. Wer da in seiner Branche nicht exzellente Arbeit leistet und auch mit viel Stress umgehen kann, der kommt nicht weit.
Und das Beste an einem Lauf mit diesen Topmanagern ist dann, dass man mit Ihnen so herrlich unkompliziert quatschen kann. Da gehe ich zum Beispiel auch immer sofort auf das „Du“ über, denn in Tights und Lauf-Shirt sind wir halt alle gleich ;-)
Es waren wieder sehr spannende Tage, die ich ohne den Sport so nie hätte erleben dürfen, und ich bin immer wieder dankbar für das, was einem das lange, schnelle Laufen so alles ermöglicht.
Bis denn, Euer Jan
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| Mission München Teil 1 |
14.10.2010 |
Was macht ein Läufer in seiner Laufpause? Er läuft trotzdem. Nicht so viel, nicht so schnell, und vor allem: nicht so ernsthaft ;-)
Am Wochenende haben die Gewinner unseres PROFELAN-Wettbewerbs und ich zunächst am Samstag gemeinsam „trainiert“, also mehr gequatscht und Nudeln gegessen, und dann sind wir am Sonntag als Staffel beim München-Marathon gestartet. Das war klasse. Das Los hat genau die richtigen getroffen. Vom ehemaligen Leistungssportler bis zum „Ich laufe heute zum ersten mal einen Wettkampf“-Mädel, waren wir sehr vielseitig und in erster Linie lustig unterwegs. Chrisztina, Jessi, André und Florian waren prima Staffelpartner und besonders der gemeinsame Einlauf ins Olympiastadion war sehr stimmungsvoll. Wer Bilder und einen Bericht dazu sehen möchte, findet alles unter dem unten angegebenen Link.
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| Halbmarathon in Köln |
03.10.2010 |
Puh, Magenschmerzen, müde, müde, müde und total lehr. War das wieder ein hartes Rennen heute. Ein dritter Platz hinter zwei Kenianern in 65:19 min. Die Magenprobleme gingen zum Glück erst nach dem Rennen los, zuviel auf einmal, und viel zu schnell getrunken, aber auch so waren die 21 Kilometer verdammt hart.
Ich wollte schneller laufen, dachte, dass geht schon irgendwie, aber das war einfach Wunschdenken. Die Grundlage fehlt, ich bin seit Januar nur von einem „ich muss jetzt ganz schnell die Qualifikation-, die DM-, die EM-, die DM-, usw. Wettkampf“ gehastet, immer auf dem schmalen Grad zur Überlastung, habe letztendlich viel mehr erreicht als im Januar zu erahnen war, doch dann hat es mir heute bei Kilometer 15 einfach doch die Beine weggezogen. Nach der EM eine Erkältung, die mich 4 Wochen ausgebremst hat, dann das schöne Rennen bei der Deutschen Straßenlaufmeisterschaft, die Erkältungswelle die hier gerade umher springt auch wieder leicht mitgenommen, und dann trotzdem so richtig gasgeben…das war ein netter Plan…
Schade und ich bin schon etwas enttäuscht. Die Strecke war nicht ganz einfach, windig war es auch, und so verliert man schnell 30 Sekunden. Genau diese 30s schneller und ich wäre schon sehr viel glücklicher gewesen, aber, es hilft nichts, die Zeit ist so wie sie ist, und nicht schneller.
So bin ich also hin- und hergerissen. Auf der einen Seite war das ein wichtiger Wettkampf auf dem Weg zum Marathon, der mich wieder ein großes Stück weitergebracht hat, auf der anderen aber eben kein Schneller.
Was bleibt ist der Gedanke an die vielen, vielen Zuschauer, die mir so super geholfen haben, die angefeuert haben und mir Kraft schenkten und dann die Gewissheit, dass noch verdammt viel Arbeit vor mir liegt, bis ich auch die doppelt so lange Strecke beherrsche.
Ich weiß, das ich genau das will: 42,195 Kilometer schnell laufen! Dafür werde ich kämpfen! Trainieren wie ein Wilder, viele Trainingslager, Trainingskilometer auf dem Rad, im Wasser und besonders in den Laufschuhen und dann werde ich in einer wesentlich besseren Form, als ich sie heute hatte angreifen.
Jetzt gönne ich den Beinen aber erstmal eine Trainingspause, mache (nachdem ich für Euch demnächst hier noch eine Saisonanalyse geschrieben habe) endlich Urlaub und dann: Attacke ;-)
Was mich übrigens auch sehr gefreut hat, dass viele Freunde, und auch mein Cousin Jens mitgelaufen sind. Und meine drei kleinen Großcousins waren sehr zufrieden. Immerhin bin ich von 3200 Startern dritter geworden, und ohne die zwei Kenia-Jungs vor mir, wäre es sogar Streckenrekord gewesen ;-)
Ich freue mich darauf, Euch weiter von Erfolgen und (auch das muss sein), von den nicht so optimalen Aktionen berichten zu können, und besonders auch darauf, von Euch auf diesem Weg weiter unterstützt zu werden.
Bis bald, Euer Jan
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| Lauf mit, gewinne einen Startplatz in meiner Staffel beim München Marathon |
15.09.2010 |
Na, wer von euch sucht noch eine kleine Herausforderung für den 10.10. und möchte die Stimmung eines Marathons genießen, ohne sich über die ganze Strecke zu quälen?!
Oder wollt ihr vielleicht einfach mal eine Runde mit mir joggen gehen und über unser aller Lieblingsthema, das Laufen philosophieren? Trainings- und Ernährungstipps, das ultimative Mittel, um den „Mann mit dem Hammer“ nieder zu ringen?!
Mit etwas Glück alles kein Problem. Unter dem unten angegebenen Link könnt ihr euch für einen Platz in unserer PROFELAN-Staffel bewerben und gemeinsam mit mir in München ein Abschlusstraining und das Staffel-Event erleben. Wir wollen keine Rekorde brechen, es muss also keiner Angst haben zu langsam zu sein, wir wollen einfach nur zwei schöne Tage in Bayern genießen. Der Jubiläumsmarathon wird ein ganz besonderes Ereignis und ich freue mich darauf, von euch witzige Begründungen zu lesen, warum ihr genau die richtigen für unser Team seid.
Alles weitere erfahrt ihr unter dem folgenden Link.
Ich drücke euch die Daumen für eine erfolgreiche Bewerbung,
Euer Jan
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| Deutscher Meister im Doppelpack |
12.09.2010 |
DM in Ohrdruf: 10 Kilometer Straße und eine Strecke, die trotz des Namens nicht nur Asphalt und Kopfsteinpflaster, sondern auch einzelnen Runden auf der Tartanbahn zu bieten hatte. Nicht ganz einfach zu bewältigen. Prima Laufwetter, ein Wettkampf irgendwo im Nirgendwo und im Stadion eine sehr schöne, gemütliche Atmosphäre, in der sich die Lauffamilie sichtlich wohl gefühlt hat.
Für mich war es erst das fünfte Rennen in diesem Jahr und damit auch erst das fünfte, nach meiner unfreiwilligen Auszeit. Und diesmal hat es gleich doppelt gut hingehauen.
Unser Wattenscheider Team war im Vorfeld der Meisterschaft stark geschrumpft, denn am Ende der Saison häufen sich wie üblich die Ausfälle. Und dennoch: wir haben bei den Männern den Mannschaftstitel geholt. Das war mal eine richtig tolle Überraschung, denn nachdem Christian Glatting und Musa Roba nicht dabei waren, haben wir, und selbst unser Coach Tono, damit nun überhaupt nicht gerechnet. Doch unsere Junioren haben sich prima geschlagen, uns so konnten Jannis Töpfer, Torsten Graw und ich uns gemeinsam über den Titel freuen.
Auch der Rest der Wattenscheider war erfolgreich: Silber im Junioren-Team für Tim, und Bestzeit für Bastian. Strahlende Gesichter bei der Siegerehrung und auf dem Rückweg…
Und dann: tja, auch mein Einzeltitel hat ein bisschen zum Mannschaftserfolg beigetragen ;-)
War das schön, endlich mal wieder ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Erleichterung, ein bisschen Verwunderung und eine ganz, ganz tiefe Freude und Zufriedenheit.
Was für eine von Extremen geprägte Zeit die letzten zwei Jahre doch waren…
In drei Wochen beginnt dann auch für mich der Urlaub und vorher: da soll es in Köln beim Halbmarathon abgehen. Der erste kleinere Test für den Umstieg auf die Straße hat auf jeden Fall schon mal super geklappt ;-)
Bis bald, euer Jan
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| Dein Name für Deutschland, auf nach Köln! |
03.09.2010 |
Die Deutsche Sporthilfe hat sich ein besonders cooles Projekt einfallen lassen, um jedem, der sportinteressiert ist, die Möglichkeit zu geben, den Spitzensport in Deutschland zu unterstützen.
Auch ich bin in den Genuss einer Förderung der Sporthilfe gekommen und weiß daher ganz genau, wie wichtig das sein kann. Besonders für Sportler, die nicht im Rampenlicht stehen, die viel Zeit, aber auch eigenes Geld in Trainingslager, Ausrüstung und ähnliches stecken müssen ist eine solche Förderung die einzige Chance überhaupt, den Traum vom Spitzensport zu verwirklichen.
Natürlich sind die großen Partner der Sporthilfe die Eckpfeiler eines solchen Systems, doch nun kann man auch als „Kleinstsponsor“ mit einem Beitrag von nur 3 € pro Monat dazu beitragen, dass wir auch in Zukunft Gänsehautfeeling im TV und in den Stadien der Welt erleben dürfen, und das sich weniger Nachwuchstalente aufgrund finanzieller Aspekte gegen den Sport entscheiden müssen. Um hohe Ziele im Sport verwirklichen zu können muss man auf vieles verzichten, oft die Berufsausbildung hinten anstellen, und sehr, sehr konsequent sein. Für einen Nebenjob bleibt da keine Zeit, und so können schon kleine Stipendien der Sporthilfe entscheiden, ob der Weg in Richtung Spitze fortgesetzt werden kann oder nicht.
Diese Aktion, die unter dem Motto: „Dein Name für Deutschland“ gerade überall beworben wird, ist unter anderem am Dienstag den 7.9. in Köln beim Qualifikationsspiel der Fußballer zu Gast. Dort werde ich im Einsatz sein (nein, nicht beim Spiel, sondern im Truck der Sporthilfe ;-)), um diese prima Sache zu unterstützen. Dass auch ich „Mini-Sponsor“ bin, versteht sich von selbst ;-)
Wenn ihr gerade in Köln seid, schaut vorbei, sonst findet ihr Infos zu „Dein Name für Deutschland auch unter dem folgenden Link.
Bis denn, die nächste Aktion in Köln wird dann mein erster „richtiger“ Halbmarathon am 3.11. sein, darüber später mehr, euer Jan.
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| Unternehmen Marathon |
11.08.2010 |
Die Beine werden wieder locker, die EM war ein super Comeback für mich und jetzt wird es ernst. Der lange Kanten wartet. 42,195km sind ein neues Ziel. Nicht sofort, aber im nächsten Jahr möchte ich diese Strecke angreifen. Dafür wird im Training noch einiges umgestellt. Mehr Kilometer, endlich mal die 200km/Woche Grenze knacken, zusätzliches Alternativtraining, das ja in den letzten Jahren sehr gut angeschlagen hat, und dann ab dafür.
Zunächst sollen in den nächsten Monaten ein paar Straßenrennen folgen, bei dem ich die Atmosphäre genießen und die Eigenheiten der Strecken testen werde. Auch ein Halbmarathon sollte dabei sein, der schon einen Fingerzeig Richtung Marathon werden kann. Wo und wann ich genau an den Start gehen werde, steht noch nicht fest, doch ihr werdet hier natürlich informiert, sobald es etwas Neues gibt.
Wie gut das mit dem Marathon dann klappt, wüsste ich auch gerne, denn mit meiner großen Stärke dem Endspurt, kann man da wohl nicht so viel erreichen. Auch mein Laufstil ist sicher noch etwas zu Aufwendig. Da sind noch zu viele Überbleibsel aus meinen Tagen als Mittelstreckler vorhanden. Doch ich habe schon oft bemerkt, dass sich der Laufstil auch anpasst, wenn die Umfänge größer werden. Der Körper ist da erstaunlich flexibel und weiß meist sehr genau, was zu tun ist.
Ich freue mich sehr auf diese neue Herausforderung und bin dankbar, dass ich das noch mit aller Professionalität, mit gesunden Knochen und mit einer riesigen Motivation angehen kann.
Wer übrigens noch mehr lesen möchte und sich über schöne Laufbilder freut: in der Zeitschrift „RUNNING-Das Laufmagazin“ berichte ich monatlich auf zwei Seiten über alles, was mir gerade so zum Thema Laufen durch den Kopf geht. Das Feedback dazu war bisher super, also schaut mal rein und schreibt der Redaktion oder mir Eure Meinung.
Beste Grüße, Euer Jan.
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| Schlaflos in Barcelona |
28.07.2010 |
Es soll ja Menschen geben, die vor wichtigen Ereignissen nicht schlafen können. Das ist ganz schön fieß. Auch recht unangenehm ist es aber, nach wichtigen Ereignissen nicht schlafen zu können. Jetzt ist es sechs Uhr morgens und ich bin immer noch wach. Viel gefeiert werdet ihr jetzt sagen. Nichts da. Auslaufen, quatschen, essen und, na gut, ein bisschen feiern….Um halb drei war ich im Bett. Und dann?! Keine Chance. Der erholsame Schlaf will einfach nicht kommen. Bin ich platt.
Also kann ich genauso gut etwas schreiben. Danke für Eure lieben Worte im Gästebuch, per E-Mail usw.. Es war das, wonach es aussah. Drei Kilometer locker, 6,5 km ganz, ganz übel und dann in der letzten Runde ein „Es geht ja doch“-Erlebniss.
Wenn man schlecht vorbereitet ist, sind 10.000m unheimlich brutal. Bin sehr zufrieden mit dem Rang 12 und besonders auch mit dem Gesamtergebnis unseres Teams. Alle drei Starter unter den Top-15. Klasse, wer hätte das gedacht
Besonders stark war natürlich Christian. Sieht so aus als würde da in Wattenscheid ein würdiger Nachfolger heranwachsen. Das freut mich und so geht es im Training bei uns bald wieder gut ab. Das war schon immer das Wattenscheider Erfolgsrezept.
Gleich geht es zum ARD-Morgenmagazin und ich hoffe die Ringe unter den Augen sehen nicht allzu wüst aus.
Wer noch ein wenig mehr lesen möchte: in der WAZ darf ich eine kleine EM-Kolumne schreiben. Wenn das mein früherer Deutschlehrer wüsste: Reporter für die RUNNING und die WAZ. Öfter mal was neues.
Später mehr, jetzt gibt es ein Schoko-Croissant, das ich mir hier bislang noch nicht gegönnt habe, weil da ja das Rennen wartete ;-)
Müde aber glückliche Grüße, Euer Jan
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| Barcelona: Sommer, Strand und Sonnenschein und: schon ein Gewinner! |
25.07.2010 |
Der Countdown läuft, nur noch zwei Tage. Am Dienstag um 21Uhr geht es zur Sache und bis dahin kann ich diese schöne Stadt nicht richtig genießen. Uahhhh, so langsam kommt die Nervosität und ich bin verdammt froh, gleich am Anfang der EM starten zu dürfen, denn bis dahin halte ich es noch aus. Es wäre natürlich noch besser gewesen, wenn man diesen Wettkampf so um 2-3 Monate hätte verschieben können, denn da ist noch einiges Potential zum Formaufbau vorhanden, doch mein Antrag wurde abgelehnt ;-) und jetzt muss ich einfach aus der etwas bescheidenen Form das beste machen.
Bislang hat das meist geklappt: einfach im Wettkampf etwas besser sein, als das Training vermuten lässt. Hoffentlich hat dazu auch die Deutsche 5000m Meisterschaft beigetragen. Mit dem 4. Platz dort war ich anfangs überhaupt nicht zufrieden doch nachdem mich mein Trainer ziemlich direkt darauf hingewiesen hat, wie die letzten Monate waren, und dass er eher mit einem wesentlich schlechteren Lauf gerechnet hätte, naja, da war ich dann doch ganz einverstanden.
In Braunschweig habe ich im Endspurt ganz schön schlecht ausgesehen: auf einmal waren drei vor mir im Ziel. Und dabei hatte ich, (was für Insider) nur 11,2 mmol Lactat in den Beinen. Das bedeutet soviel wie: nicht wirklich ausbelastet. Kann das sein? DM und nicht alles gegeben?! Bestimmt nicht. Das Problem war eher, das ich den richtigen Gang nicht gefunden habe. Total verschaltet. So wie ich es im letzten Bericht geschildert habe. Der Körper wusste noch nicht, was er genau machen soll, wenn es zur Sache geht. Jetzt ist das anders. Jetzt muss und wird es besser werden.
Was passiert also in zwei Tagen? Tja, das wüsste ich auch gerne, aber einen guten Tipp könnt ihr von mir nicht bekommen. Platz 20, 15, 12, 10???
Ich weiß nur eins: alles geben, kämpfen, kämpfen, kämpfen und dann, tja, ein Gewinner bin ich schon dadurch, dass ich nach den letzten zwei Jahren überhaupt wieder an der Startlinie stehe!
Vielen Dank noch einmal an Euch alle für die vielen netten Worte, E-mails, Facebook-Einträge, und womit auch immer Ihr es geschafft habt, mich am aufgeben zu hindern. Auch für Euch werde mit dem allergrößten Vergnügen 10.000m lang leiden ;-)
Beste Grüße aus Spanien und nicht vergessen: wir stehen mit Christian, Fili und mir als deutsches Team zu dritt am Start, also mindestens drei Daumen Drücken ;-), Euer Jan
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| Berg- und Talfahrt |
15.07.2010 |
Im doppelten Sinne: Zum einen habe ich meinen Wohnort vom 1800m hohen St. Moritz auf den Bernina Pass verlegt, wo ich mir von der Luft in 2300m den extra Kick erhoffe, und fahre daher ständig vom Berg ins Tal um dort zu laufen, zum anderen hatte ich mir das mit dem Training hier etwas anders vorgestellt. Seit ich hier in St. Moritz bin, behindern immer wieder muskuläre Probleme im Oberschenkel die Einheiten.
Das ich hier in dieser tollen Landschaft wieder ein Schwimmbad unsicher machen würde, um mit riesen Geschwindigkeiten die Form durch Aqua-Joggen zu verbessern, statt durch die Bergwiesen zu rennen,…tja, ganz schöner Mist…
Die Dauerläufe sind prima und machen spaß, doch richtig harte, schnelle Einheiten auf der Bahn waren bis jetzt nur zweimal möglich. Und das ist für ein Trainingslager, das nun schon vier Wochen dauert, entschieden zu wenig. Da hat die Muskulatur nach der langen Pause noch nicht so ganz kapiert, um was es hier eigentlich geht. Und die Zeit läuft mir davon… Wäre die EM erst in 2 Monaten und nicht schon in 2 Wochen, wäre mir entschieden wohler.
Also ein ständiges Auf und Ab.
Natürlich bin ich nach wie vor unheimlich glücklich, dass es mit der Qualifikation geklappt hat, doch wenn man soweit gekommen ist, reicht das ganz schnell nicht mehr. Schneller, schneller, ich will mehr!!!
Form aufbauen, hart trainieren, jeden Abend todmüde ins Bett fallen, und spüren, dass in Barcelona mehr drin ist, als in Marseille. Das war der Plan. Nun sieht es eher so aus, als müsste ich einfach mit dem zufrieden sein, was möglich ist, und hoffen, das auch Dauerläufe eine 28:20 min möglich machen. Ist das zäh…
Die letzte schnellere Einheit vor der DM in Braunschweig haben wir gestern gemacht. Da hatte ich auch endlich mal wieder die Spikes an und ein recht gutes Laufgefühl. Jetzt geht es am Freitag von dem Berg direkt zur DM und am Sonntag gibt es dort einen kleinen Fingerzeig, wie die Form ist.
Nach zwei Tagen in Bochum haben wir dann mit dem ganzen EM-Team eine Vorbereitungsmaßnahme in Kienbaum und von dort geht es ab nach Barcelona. Ich freue mich darauf, wieder Teil der Nationalmannschaft sein zu dürfen und genieße jetzt noch die letzten zwei Tage hier oben mit etwas weniger Training. Kräfte und Motivation sammeln und dann ab dafür ;-)
Sonnige Grüße (ja, auch hier ist der Schnee schon länger geschmolzen ;-)), Euer Jan
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| Vorbereitung auf die Sommerhitze… |
20.06.2010 |
Barcelona: mitten im Hochsommer…Wer kommt da eigentlich auf die Idee, ausgerechnet dort 10.000m laufen zu wollen?! Etwas seltsam, aber: ja ich will genau dass. Und zwar so schnell es geht und immer am Anschlag. Darauf muss man sich einstellen. Besserer Sauerstofftransport durch Höhentraining. Fünf Wochen werde ich hier in St. Moritz verbringen. Da heißt es auch wieder selber ordentlich zu investieren. Zuschüsse gibt es, doch die decken nicht einmal ein viertel der Ausgaben. Egal, no risk, no fun.
Aber dann kommen doch immer wieder Situationen, die man nicht so direkt geplant hatte. Der erste morgendliche Blick aus dem Fenster war heute echt spannend: „haeh, sehe ich richtig?! Augen reiben, blinzeln, Vorhang auf- Vorhang zu“…
Und doch, ja, 15 cm Neuschnee. Tendenz steigend. Schöne dicke Flocken, wie man sie sich zu Weihnachten wünscht. Und ich habe die Handschuhe und dicke Mütze in Bochum gelassen. Verflixt. Das Leben hält die schönsten Überraschungen bereit und daher freuen wir uns heute nicht über die weichen Tannennadeln unter den Laufschuhen, sondern über das Knirschen des Schnees. Naja…
Vielleicht stelle ich Euch später noch ein Bild hier rein, von dem Laufteam, dass den schönsten Schneemann gebaut hat.
Auf die klimatischen Bedingungen in Barcelona werden wir uns wohl später vorbereiten müssen ;-)
Winterliche Grüße, Euer Jan
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| St. Moritz: Bergluft, Kuhglocken und Lamborghini. |
20.06.2010 |
Draußen regnet es, die Wolken hängen tief an den Hängen, und es bleibt noch eine halbe Stunde bis zur nächsten Trainingseinheit. Höhenluft schnuppern ist angesagt.
Die Wälder und auch die Tartanbahn direkt vor meinem Fenster füllen sich in diesen Tagen immer mehr mit Gestalten, die wie wild durch die Gegend rennen. Und ich meine Rennen! Kommt mir das nur so vor, oder laufen hier einfach alle immer richtig schnell? Bin ich denn kein Läufer mehr, sondern „nur Jogger“?! Selbst bei einem flotten Dauerlauf wird man hier so häufig überholt, dass man sich schon fragt, ob man nicht noch ein wenig zulegen sollte.
Und genau das ist gerade mein Problem: ich bin immer noch müde von dem 10.000er, obwohl dieses Quali-Rennen ja nun schon zwei Wochen her ist. Man, ich würde so gerne einfach wieder richtig Gas geben!!! Aber nein: vernünftig sein ist angesagt. Schon wieder! Grrrrr…
Gut, dass sich hier immer eine Gruppe findet, die auch dabei mitspielt. Heute Morgen sind wir mit einem Team aus sieben Läufern unterwegs gewesen und haben uns von den Kühen, die unter anderem für die hervorragende Schweizer Schokolade verantwortlich sind, fragend hinterher blicken lassen. Für die eine Hälfte unserer Gruppe war nach 15km Schluss, und unsere Marathonis durften noch eine kleine Schleife von 20k m dranhängen. Gut, dass das erst im nächsten Jahr auf mich zukommt ;-)
Man merkt, dass die EM vor der Tür steht. Nicht die Schönen und Reichen sind in der Überzahl, sondern die Typen und Mädels in den engen Höschen. Lauf-Tights als Modetrend in St.Moritz?! Naja..
Und wenn man dann beim Training einer Kolonne von 20-30 Lamborghinis begegnet, dann sagen wir uns mit einem etwas mitleidigen Lächeln: tja, ein schnelles Auto zu fahren macht den Besitzer noch lange nicht zur Sportskanone ;-)
In dieser Woche beträgt der Gesamtumfang in meinem Trainingsbuch in etwa 180km. Ausschließlich Dauerläufe, meist im Bereich von 4:30 min/km. Also wirklich richtig locker.
Das wird in der nächsten Woche dann hoffentlich ganz anders aussehen, wenn ich endlich auch wieder zu den „Schnelleren“ gehöre ;-)
Beste Grüße aus den Bergen, Euer Jan
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| Völlig fertig... |
08.06.2010 |
...und doch glücklich!!!
In dem Interview unter folgendem Link könnt ihr euch davon überzeugen. Das entstand direkt nach dem Lauf in Marseille. Versucht sowas mal: erst ne 10.000 laufen, und dann irgendwie auf Englisch nicht zuviel Quatsch zu erzählen. Wer findet die Stelle, wo ich vom schmerzenden Essen erzähle und weiss trotzdem, was gemeint war? ;-)
Regards, Jan
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| Back on the track und jetzt auch noch schnell... |
06.06.2010 |
Bin ich platt… alles ist durcheinander. Der ganze Körper dreht am Rad. Eigentlich will ich nur noch schlafen, doch was passiert? Es geht nicht. Eingeschlafen um 4 Uhr morgens, aufgewacht 1,5 Stunden später. Und das, wo jetzt doch die Ruhe nach dem Rennen so unglaublich wichtig ist. Schließlich winkt Barcelona. Es war aber auch einfach zu schön. Nach der langen Zeit, dieser Befreiungsschlag. Alles hat sich ausgezahlt. Die vielen Stunden im Wasser, die Radkilometer, die Kilometer auf der Autobahn bei den Fahrten von Arzt zu Arzt, und jetzt: JAAAAAAAAAAA!!!!!
Die Qualifikation ist geschafft!!!!! 28:32min, ein sechster Platz beim Europacup in Frankreich!
Kein Wunder, das da so einiges aus dem Lot gerät. Was für ein Gefühl. Diese Euphorie, dieses absolute High, dieses Schweben. Der Hammer!!! Das kann man wirklich nur so intensiv erleben, wenn man ganz, ganz lange und richtig stark gelitten hat. Das ist es: Leidenschaft, die Bereitschaft, für das zu Leiden, was einem viel bedeutet. Und das könnt ihr mir glauben: gelitten habe ich. Auch gestern wieder: da kommt man zum Europacup und hört als erstes, dass der Tempomacher auf eine Zeit angehen wird, die 75s, also Welten, schneller ist, als das, was für mich richtig gewesen wäre. Dann fällt irgendwann der Startschuss, und man stellt fest, dass man der Allerletzte im Feld ist. Bei 25 Läufern! Das kann ich mal überhaupt nicht leiden. Ich kann beim Brettspiel nicht verlieren, weder bei Mensch-ärgere-dich-nicht, noch beim Schach, und ganz bestimmt kann ich es überhaupt nicht leiden, im Rennen irgendwo ganz weit hinten rumzuturnen. Und zäh war das: von wegen, die ersten drei Kilometer gehen immer: das waren die schlimmsten! Besser wurde es erst, als ich beim richtigen Tiefpunkt einfach den Läufer vor mir überholt habe. Da habe ich meinen Kopf ein bisschen ausgetrickst und das war gut so. Dann konnte ich einen nach dem anderen einsammeln, und die Schlussrunde in 61s war schon fast so schön wie früher ;-)
Jetzt drücke ich dem Filmon Ghirmai ganz fest die Daumen, dass er die Norm über die 3000m Hindernis rennt und dann auch über diese Strecke startet, den dann sind in Barcelona über 10.000m mit Musa Roba, Cristian Glatting und mir gleich drei Wattenscheider am Start und das wäre mal richtig cool.
Jetzt gehe ich eine kleine Runde joggen, stöhne lauter als nötig über meine schmerzenden Waden und freue mich heimlich über das Stechen, dann wird für die Prüfung in Hagen gelernt, die morgen ansteht, und dann geht es am Ende der Woche gen St.Moritz, wo sich die Form hoffentlich noch etwas verbessern lässt. Denn wie man sieht, eine Top-Ten bei der EM ist nicht mehr weit weg…
Glückliche Grüße, Euer Jan
Ach ja: unter dem Link eine nette Einstimmung auf Barcelona, eine Szene am Ende gefällt mir besonders ;-)
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| nur ganz kurz... |
06.06.2010 |
...viele Gruesse aus Marseille vom Flughafen. 28:32 ueber die 10.000m. Ich hab die Quali!!!!!
Mehr dazu, sobald ich zu hause bin... Bis spaeter.
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| Back on the track!!! |
25.05.2010 |
Tartanbahn, Spikes, jede Menge Sonne, viele, viele Laufkollegen die ich lange nicht gesehen habe, dann 8:08 Minuten Schmerzen und das war’s…. 3000 Meter in Rehlingen.
Endlich! Schon fast wieder da wo ich hin will, wo ich hin gehöre. Nicht ganz so schnell wie es noch werden soll, und ein zehnter Platz ist normalerweise auch kein Grund zum Jubeln, aber doch, jahaaaaa, ich bin wieder dabei!!!!
Der erste Wettkampf seit 2 Jahren. Was für ein Gefühl. Da quält die Ungewissheit ganz schön, und dann wollen natürlich alle vorher wissen: „Hey, Jan, was hast du dir denn vorgenommen? Unter 8 Minuten?“. Nee, sorry Leute, erstmal habe ich da ganz andere Sorgen ;-)
Natürlich spinne ich auch manchmal rum und träume davon, richtig bald wieder auf dem früheren Niveau zu sein, aber das wäre dann etwas zu leicht und ist trotz allem Radfahren und Wasserlaufen nicht zu machen. Eigentlich hätte ich nicht gedacht, dass man mit fünf Monaten Lauftraining die 3000m überhaupt so schnell laufen kann.
Also ein schöner Auftakt, für den ich auch den Organisatoren des Pfingstsportfestes in Rehlingen sehr dankbar bin. In einem solchen Rennen, bei so toller Stimmung wieder einsteigen zu können, das ist eine prima Sache und motiviert sehr für die kommenden Aufgaben.
Wie es nun weitergeht mit der EM-Saison wissen wir dann wohl auch erst in knapp zwei Wochen genauer. Denn ob eine 8:08 min über 3000m nun gut genug ist, um mit der gleichen Form eine 28:40 min über 10.000m auf die Bahn zu zaubern, das wird sich dann in Marseille am 5.6. zeigen. Die einzige Chance, die EM-Qualifikation über meine Wunschstrecke zu schaffen…
Was ich aber jetzt schon weiß ist, dass ich dort so richtig motiviert an den Start gehen werde. Es war schon klasse, in Rehlingen endlich wieder das Trikot des TV Wattenscheid tragen zu können und in Marseille: tja, da gibt es dann unseren Deutschland-Adler auf der Brust. Das Nationalmannschaftstrikot tragen zu dürfen ist immer noch etwas ganz besonderes für mich, und auch darauf freue ich mich sehr!
Es ist schön, wieder im Kreise der vielleicht manchmal etwas verrückten, aber doch immer sehr sympathischen Läuferfamilie zurück zu sein. Alleine dafür hat sich das Durchquälen der letzten zwei Jahre gelohnt!
Beste Grüße, Euer Jan
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| Jetzt geht's los!!! |
21.05.2010 |
Endlich: der erste Wettkampf naht. Auf der einen Seite die Zweifel: geht es noch? Was kann ich, was nicht? Ist laufen wie Fahrradfahren, das man ja angeblich nicht verlernt? Ich weiss, das ist es! Also eher die andere Seite: absolute Vorfreude!!!
Gestern standen zum ersten mal seit zwei Jahren wieder richtig schnelle Läufe auf dem Programm und dank der Hilfe meiner Trainingskameraden, die mich anfangs ein wenig „gezogen“ haben, war das schon ganz erfreulich. Sonnenschein, kaum Wind, und die besten Spikes unter den Füßen, die ich je hatte. Da geht so einiges. Über die Zeiten, die ich da im Training abgeliefert habe hätte ich mich vor der Verletzung noch sehr geärgert, denn meinen damaligen Ansprüchen wären sie nicht im Entferntesten gerecht geworden, doch die Ansprüche zur Zeit sind eben etwas geringer. Auch wenn’s mir nicht leicht fällt…
Jetzt geht es a nach Rehlingen, wo am Sonntag ein 3000m-Rennen ansteht. Die Konkurrenz ist stark und wieder gilt es, die Ansprüche ein wenig herunter zu schrauben. Mitrollen, den Körper an die Quälerei eines Wettkampfes gewöhnen und eine gute Grundlage legen, für den Angriff auf die EM-Norm. Das sind die Ziele.
Die Norm werde ich dann am 5.6. beim Europacup in Marseille in Angriff nehmen. Es hat sich bewährt, dafür eine kürzere Strecke als Vorbereitung zu wählen, und so bin ich sehr dankbar, in Rehlingen mit dabei sein zu können.
Ich wünsche Euch ein schönes Pfingstwochenende, Euer Jan
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| Langweiliges Laufen?! |
20.04.2010 |
Neee: vielseitiges Flagstaff!!! Es gibt doch immer wieder Menschen, die behaupten, Laufen sei eintönig oder gar langweilig. Keine Frage: wer so was sagt, hat keine Ahnung und ist zweifelsohne noch nie richtig gelaufen!
Zurück im wunderschönen Ruhrgebiet sitze ich schon wieder am PC um euch ein klein wenig Urlaubsstimmung zu vermitteln und euch einen Moment in den Wilden Westen zu entführen. In der Galerie findet ihr eine neue Bildersammlung, in der der Versuch stattfindet, die Vielseitigkeit unseres Trainings in Arizona zu zeigen. Vom Schlittenfahren bis zum Wüstenlauf! Klar, es ist immer das gleiche: wenig Bilder vom Training, und viele vom Drumherum. Ist einfach unpraktisch, bei einem 20 Kilometer Dauerlauf ständig die Kamera mit zu schleppen. Ihr könnt in der Galerie „vielseitiges Flagstaff“ Bilder aus der „Stadt“, von unserer Grand Canyon Wanderung, vom Training auf der Bahn, von einer Tour nach Sedona, und vom Rückweg über Phoenix ansehen.
Dort hat uns auch ein abschließendes Highlight überrascht: Bundestrainer Detlef Uhlemann hat auf dem Hinflug einen Amerikaner kennen gelernt, der uns spontan zum Barbecue in sein Haus in Phoenix eingeladen hatte. So haben wir dann nach jeder Menge Training bei Wind, Schnee, aber auch Sonne, einen Abschluss bei 32°C im Pool in Phoenix.
Wenn ihr diese Bilder gesehen habt werdet ihr mir sicher zustimmen, dass Lauftraining alles ist, nur nicht langweilig!!! Es kommt einfach darauf an, was man daraus macht…
Ein großes Dankeschön an Florian Peers, dem ich die meisten dieser Aufnahmen verdanke.
Jetzt muss gilt es ganz schnell einen kleinen Schnupfen loswerden, den ich mir im Flieger eingefangen habe, und dann hoffe ich schon am 1.Mai bei den Deutschen Meisterschaften in Ohrdruff ein ordentliches Rennen abzuliefern und vielleicht schon die Qualifikation für die EM zu schaffen. Wer hätte das gedacht: vor vier Monaten habe ich zum ersten Mal einige Dauerläufe machen können, vorher in 18 Monaten gar kein Lauftraining und nun träume ich schon von der EM-Quali.
Genießt den Frühling, Euer Jan
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| Frohe Ostern!!! |
05.04.2010 |
Oder auch: trainiert wird trotzdem!!! Nur damit nicht der Eindruck entsteht, wir würden den ganzen Tag in der Sonne liegen, beim Rodeo zuschauen, oder gemütlich durch den Grand Canyon spazieren: nein, hier wird auch trainiert.
Der Osterhase hat uns auch in Flagstaff gefunden, so dass zumindest der Beginn des Tages fast so schön wie zu hause war. Mit 12 fast erwachsenen Jungs ausschwärmen und Osternester suchen, die die Mädels zum Teil sogar in Bäumen oder unter Steinen versteckt hatten. Die Verstecke waren so hart, dass das eigentlich schon als erste Trainingseinheit zählen dürfte. Mit tatkräftiger Hilfe („warm, kalt, ganz kalt“) haben wir aber auch diese Herausforderung gemeistert.
Dann ging es richtig los: ab auf die Tartanbahn. 25x200m mit einer Minute Trab-Pause. Uff. Gut, dass wir den Rückenwind nutzen konnten. Total erschlagen ab nach hause. Essen und dann ins Bett zum Mittagsschlaf. Später Seiltanz auf der Slackline als Stabilisationstraining. Dann 10 km lockerer Dauerlauf…. Gesamttagesumfang: 28 Kilometer. Ein ganz gemütlicher Ostersonntag…
Ok, zwischendurch war auch noch Zeit für ein Stückchen Kuchen im Macys und abends für ein dickes Steak, gefolgt von einer Stunde Live-Musik in der doch ganze 110 Jahre alten historischen „Altstadt“. Das haben wir uns dann gegönnt ;-)
Das Training läuft abgesehen von einigen Totalausfällen bei mir also weiter gut, und dank der zwischenzeitlichen Motivationseinlagen, geht die Form deutlich Richtung EM-Quali ;-)
Ich hoffe Ihr wart beim Suchen genauso erfolgreich wie wir,
Euer Jan
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| Unser Auto... |
01.04.2010 |
...nachdem unser Coach Tono versucht hat, uns damit beim Tempodauerlauf abzuhängen...(es war kein deutsches Fabrikat).
(...weitere Bilder in der Galerie unter Flagstaff-10, leider wegen technischer Probleme als unterste Galerie)
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| Die nächste Schallmauer durchbrochen… |
24.03.2010 |
Gerade habe ich mal recherchiert, wann der Bericht über den Fall der 100 Wochenkilometer-Grenze hier aufgetaucht ist. Vor 2 Monaten. Schon da wollte ich beim nächsten Mal über 150 km berichten. Ok, das hat wieder etwas länger gedauert. Bin halt Langstreckler. Da müsst ihr nachsichtig sein, die brauchen ab und zu für manches etwas länger ;-)
Nun ist es aber endlich soweit: die zweite Woche im Höhentrainingslager auf 2100m über dem Meeresspiegel. Der Körper hat sich an die Zeitumstellung und den geringeren Sauerstoffanteil der Luft gewöhnt und so heißt es für alle Läufer hier im Team: Schub geben!!!
Natürlich auch für mich. Da gibt es ja einigen Nachholbedarf. In der letzten Woche standen 169 Kilometer im Trainingstagebuch. Den einen Kilometer zur 170 hätte ich am Sonntag noch gerne drangehängt, doch meine lieben Trainingskollegen haben mich vorher dermaßen gescheucht, dass der lockere Long-Jogg ganz schön flott war und ich entsprechend müde ;-)
Der Fuß hält bombig, auch, weil ich weiter mein Stabi-Program mache und den Strahler als Sicherheit im Handgepäck mitgebracht habe.
Wenn mir vor 3 Monaten jemand erzählt hätte, was hier gerade trainingstechnisch abgeht,… nie hätte ich dem geglaubt.
Es werden mir immer noch täglich deutlich die Grenzen meiner Leistungsfähigkeit aufgezeigt. Unter anderem von meinem Teamkollegen Christian Glatting. Man, hat der mich bei der letzten Tempoeinheit zersägt…. Er ist aber auch gerade deutscher Crosslauf-Meister geworden, also eine recht harte Orientierungsmarke ;-)
Insgesamt sind alle hier oben ganz zufrieden, wie es bislang gelaufen ist. Auch unser Wattenscheider Coach Tono Kirschbaum, Wir haben seit 10 Tagen das perfekte Wetter fürs Training. Die Trails sind fast schon wieder komplett schneefrei, und wenn man sich nachmittags eine windgeschützte Ecke sucht, kann man auch im T-Shirt die Sonne genießen. Das mache ich nämlich gerade, während ich diese Zeilen schreibe ;-)
Ich wünsche Euch schöne Frühlingstage, Euer Jan
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| Schnee in der Wüste... |
12.03.2010 |
Naja, nicht ganz, denn auch wenn Phoenix, und damit die Wüste nicht besonders weit weg ist, so ist es hier in Flagstaff doch immer etwas kühler.
Wir sind also angekommen. Von Tür zu Tür 24h Reisezeit, 8h Zeitverschiebung und dann: wieder Schnee. Genau wie zu hause. Uaahhhhhh, das kann doch wohl nicht wahr sein!
Das war der erste Eindruck, doch heute am zweiten Tag sieht es schon wieder freundlicher aus. Die Sonne schmilzt den Schnee extrem schnell weg und auch wenn wir die geliebten trails noch nicht für unsere Dauerläufe nutzen können, so macht es trotzdem einfach riesen Spaß, jede Trainingseinheit mit einer großen, topmotivierten Gruppe beginnen zu können.
Die ersten Tage im Höhentraining muss man ja eh etwas ruhiger angehen lassen, und das fällt mir extrem schwer, denn nach der langen Pause würde ich am liebsten jeden Tag so schnell es irgend geht durch die Wälder rennen. Da sind der Schnee und auch die Gruppe der richtige Weg um vernünftig zu bleiben. Lockere Dauerläufe und eine 2h Wanderung haben wir bislang bewältigt. Insgesamt sind es etwa 25 Läufer aus Deutschland, die sich hier zweimal am Tag zum Training treffen, und auch ein paar Schweizer werden uns demnächst noch begleiten.
Die Zeitumstellung macht mir zu schaffen. Heute war die Nacht um 5 Uhr früh zu ende und statt schön an der Matratze zu horchen, haben mich die Unterlagen für mein Fernstudium durch die Stunden bis zum Frühstück gebracht. Das war etwas zäh. Nun ist es bei uns 10 Uhr abends, und ich höre wie das Bett immer lauter nach mir ruft. Auch wenn ich euch gerne weiter unterhalten würde, so kann ich die Rufe doch nicht weiter ignorieren und verabschiede mich hiermit.
Schöne Grüße aus dem verschneiten Wilden Westen, Euer Jan
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| Botschafter für BIG 25 in Herne |
11.02.2010 |
Auf geht’s, die ersten Wettkämpfe werden geplant. Erstmal nicht die ganz schnellen harten, sondern etwas mit richtig guter Stimmung, um wieder Wettkampfluft zu schnuppern, Motivation zu tanken und gemeinsam mit vielen anderen „Verrückten“ die Lust am Laufen zu erleben.
Direkt nach unserem Höhentrainingslager in Arizona findet in Herne, also direkt bei uns um die Ecke, zum ersten mal ein neues Event statt. Die BIG 25, und ich bin nicht nur als Aktiver, sondern auch als Botschafter dabei. Und meine Botschaft an euch lautet: Schuhe schnüren und ab auf die Straße. Für mich wieder besonders reizvoll ist auch, dass ich mit der U-Bahn von der Haustür direkt an die Startlinie fahren kann. Da werde ich wohl die ersten 5 km des Wettkampf zum Einlaufen nutzen ;-)
Trainiert schön fleißig, euer Jan.
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| Freundin Dicke Wade |
02.02.2010 |
Nein, ich rede nicht von meiner bezaubernden Gemahlin, sondern von meiner Lieblingswade. Da gibt es nämlich eine kleine Schwachstelle an meinem Körper, die ich schon seit 15 Jahren immer wieder beobachten darf. Ich hatte sie fast vergessen, denn Aquajoggen und Radfahren fand sie anscheinend total langweilig, doch wo es jetzt wieder ans Kilometerfressen geht: schwupp, Alarm, da kommt die Warnmeldung und verlangt nach Aufmerksamkeit.
Ok, der Plan war ja auch, langsam rantasten und schauen, was geht, und wenn dann ein gesteigerter Dauerlauf etwas ausartet und schneller wird, als vernünftig wäre…
Doch das kennt ihr ja auch alle: wer will schon immer vernünftig sein ;-)
Das Resultat war auf jeden Fall, dass ich immer noch nicht bei den angekündigten 150 Wochenkilometern bin, sondern schön weiter im soliden 100er Bereich.
Und dann der Schnee…frisst der auch bei Euch die Geschwindigkeit? Also bei mir schon! Du denkst, du bist bei 4:00min/km und dann: doch nur 4:30. Das ist für mich zurzeit aber o.k., und wenn ihr bei jedem Training über das Wetter schimpft, so muss ich ganz deutlich sagen: Jeder Dauerlauf bei Eis und Schneeregen ist tausendmal schöner als Aquajoggen oder auf der Rolle im Wohnzimmer Rad zu fahren.
Sonst läuft es super. Nach wie vor viel Alternativtraining und Stabi, aber auch ein immer größerer Anteil an richtigem, also Lauftraining.
Zu meinem Gewebestrahler gibt es auch noch eine schöne Geschichte, die Hoffnung für die EM macht, doch die gibt es dann auch erst, wenn ich endlich die 150km geschafft habe.
Schön vorsichtig und langsam laufen, Euer Jan.
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| 100 Kilometer... |
18.01.2010 |
und diesmal im Wald und mit schnellen Schuhen!!! Das kann man nun wohl endlich wieder richtiges Training nennen. Die Schallmauer ist geknackt!
Ist das herrlich, wenn man vom Laufen nach hause kommt und dann gefragt wird, ob einen denn der Regen und das Tauwetter nicht gestört haben und man erst dann feststellt, dass man das gar nicht bemerkt hat. „Wieso, war doch super Laufwetter?! Also ich hab’s genossen…“
Die letzte Woche war die trainingsintensivste seit 19 Monaten. Laufen, Reha-Training und jede Menge Ski-Langlauf. Auch eine tolle Alternative. In jedem Fall besser als Aquajoggen ;-) Es ging erneut nach Geislingen zu Michi Pössinger und dank des Trainings dort und meines Gewebestrahlers sind die Belastungen wesentlich höher als ich es für möglich gehalten hätte.
Ist aber auch zu schön: da habe ich Probleme mit dem Fuß und will zum Einstieg nicht auf hartem Untergrund laufen und was passiert?! Überall Schnee! Ein weicheres Polster konnte ich mir nicht wünschen. Kippelig war es auch, perfektes Koordinationstraining bei jedem Schritt, und da schnelles Tempo gerade mal gar nicht geht, war auch das kein Problem.
Die Beine sehnen sich nach richtig hartem Training, doch wo die Grenzen liegen zeigt sich oft sehr schnell. Ein gesteigerter Dauerlauf mit den Teamkollegen?! Ähhh, naja, vielleicht ein kleines Stück mitlaufen und dann ein wenig abkürzen ;-) Auch wieder etwas, dass ich überhaupt nicht leiden kann. Weniger und langsamer trainieren als die anderen. Uahhh, hart, sehr hart…
Aber es geht sehr gut voran und was das Beste ist: ich habe gerade den Flug nach Flagstaff gebucht. Im März mit einem großen Team in die Höhe Arizonas. Was kann es schöneres geben.
Vielen Dank an alle die mir mit guten Tipps geholfen haben, die Fußprobleme in den Griff zu bekommen. Auch der Tipp, nach Geislingen zu fahren, was letztendlich ja geholfen hat, kam von einem von euch!!! Und danke auch für die vielen aufbauenden Worte und e-mails. Das war klasse!!!
Den nächsten Bericht gibt es bei 150km ;-)
Schnelle Grüße, euer Jan
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| 20.000 Kilometer... |
16.12.2009 |
nicht im Wald oder auf der Tartanbahn, sondern im Auto. Quer durch die Republik, von Arzt zu Arzt und dann wieder Physiotherapie. Die 20.000 Kilometer hat das Auto übrigens nicht seit Anfang meiner Verletzungsmisere, sondern nur im letzten halben Jahr abgerissen. Möchte garnicht wissen, wieviele das in den letzten 18 Monaten insgesamt waren. Es werden wohl auch noch einige Kilometer dazukommen, bis ich wieder mehr Strecke per pedes zurücklege, als auf vier Rädern. Jetzt fehlen mir ungefähr 7.500 Laufkilometer aus dem letzten Jahr, und eigentlich hätte ich in der Aufbauphase bislang auch schon 1500 km im Trainingsbuch aufschreiben sollen. Es sind aber noch keine hundert. Grrr.... Stattdessen steht da immer noch jeden Tag Aquajogging drin. Wie ätzend. Was für ein Wort. Jogging kann ich nicht leiden, und Wasser auch nur nach nem guten Training unter der heißen Dusche.
Aber gestern: eine Stunde laufen auf dem Rasen des Unisportplatzes. Gar nicht mal so übel. Das Laufgefühl ist noch da, das Gewicht ist nicht viel höher als zu besseren Zeiten und meine Teamkollegen lachen mich auch nicht aus. Sogar ein chinesischer Marathonläufer, der uns umkreiste hat anerkennend herüber gesehen. Ein Silberstreif am Horizont?!
Muss mich gerade ziemlich zusammenreißen, um nicht schon wieder die Schuhe zu schnüren. Etwas ruft, nein schreit: lauf, lauf so schnell und so weit wie du kannst!!! Jetzt sofort, nicht länger warten, du willst es doch, du brauchst es doch!!!
Nein, erst morgen wieder. Diesmal sogar im Lohrheidestadion in Wattenscheid?! Nur auf dem Rasen, aber mit sehnsüchtigem Blick auf die auf der Bahn trainierenden?! Bin schon ganz aufgeregt ;-)
Am Ende der Woche soll auch endlich der Gewebestrahler kommen, mit dem ich bislang immer im Schwabenländle meinen Fuß behandelt habe. Das Ding hat richtig was gebracht und ich bekomme eines der ersten Serienmodelle. Kann es gar nicht erwarten. Mein schönstes Weihnachtsgeschenk. Davon verspeche ich mir sehr viel und wer weiß, vielleicht jogge (schon wieder dieses Wort, aber es passt leider) ich ja schon beim OTB-Silvesterlauf in Osnabrück mit und starte damit, wie schon 2004 nach meiner letzten längeren Verletzung, in eine etwas erfolgreichere Saison als die vergangene.
Ich wünsche euch schöne Feiertage und denkt daran, dass der Dauerlauf am 24.12. beschaulich sein sollte. Vielleicht geht ihr einfach joggen ;-)
Weihnachtliche Grüße, Euer Jan
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| Und wieder Schildkröte... |
17.11.2009 |
Schon Anfang des Jahres stand hier der erste Bericht über Lauftraining im Schildkröten Tempo, und nun ist es wieder soweit: die ersten Laufversuche stehen an.
Dabei hatte ich gerade im Urlaub die Chance festzustellen, dass auch das Tempo der Schildkröten gar nicht zu verachten ist. Zum einen laufen sie auf dieser Welt schon seit irre langer Zeit umher, sind also die Ausdauertiere par exellance, zum anderen sind sie recht fix, wenn es darum geht, was zu futtern zu bekommen. Als meine slackline, also dieses Band auf dem man Balancierübungen machen kann, zwischen den Bäumen hing, kam diese etwas gierige Schildkröte erstaunlich schnell „angejoggt“, um daran zu knabbern und konnte nur durch noch leckerere Speisen von ihrem Ziel abgebracht werden.
Ihr seht, meine Ansprüche sind zurzeit etwas niedriger als sonst. Wo ich sonst versuche mich an ein wenig eleganteren Tieren zu orientieren, fange ich gerade bei den absoluten Grundlagen an.
Nach wie vor viel alternatives Training, sowie auch gezieltes Krafttraining stehen auf dem Plan. Selbst Nordic Walking habe ich schon ausprobiert, um wenigstens etwas draußen trainieren zu können. Und das ist wie ihr ja wisst für einen Läufer schon ganz schön fieß, um nicht zu sagen eine empfundene Degradierung um 100%.
Auch wenn der der Fuß immer noch schmerzt wenn ich zuviel laufe, so bekommt ihm die Behandlung jetzt doch sehr gut und auch wenn ich es etwas übertrieben habe kann ich nach kurzer Zeit schon wieder die nächste Belastung ausprobieren. Also weiter geduldig sein, und nach und nach immer ein bisschen mehr laufen.
Geduldig, und auch mit dem gleichen Tempo, wie die Schildkröte.
Beste Grüße,
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| Gewinner mit PROFELAN |
12.10.2009 |
Und ich sag: hey, ab in den Süden, der Sonne hinterher…
Da ging es zunächst am Wochenende im Süden Deutschlandsin München schon mal wieder gut ab. Der München Marathon hat gerufen und in seinem Umfeld habe auch ich wieder etwas Wettkampfluft geschnuppert. Bei Sonnenschein!
Am Samstag waren die Gewinner unseres PROFELAN-Preisausschreibens und ich gemeinsam unterwegs und haben beim gemütlichen Dauerlauf die Vorzüge der Bewegung mittels schneller Laufschuhe erörtert. Für den einen war es die optimale Motivation für den Marathon am nächsten Tag, für den anderen die Chance, noch neue Tips für das eigene Training zu bekommen. Oder einfach mal hören, was wir im Trainingslager noch so alles machen, wenn wir nicht gerade Kilometer bolzen. Das gemeinsame Abendessen hat dann auch deutlich länger gedauert, als das Training. Liebe Teilnehmer: ich hoffe ihr seid mit eurem Ergebnis am Sonntag zufrieden bzw. haut in Frankfurt noch richtig einen raus!!!
Am Sonntag stand dann der 10er beim Münchenmarathon für mich auf dem Programm. Gestartet sind außer tausenden anderer Läufer auch noch mein Cousin Björn und André, ein Freund aus Osnabrück. Mein Cousin läuft erst seit ein paar Monaten und hat seine Bestzeit um 5 Minuten auf 62:21 min gesteigert. Er wäre wohl noch schneller gewesen, wenn wir ihn nicht am Anfang gebremst hätten, und nun muss ich mir wahrscheinlich beim nächsten Familientreffen anhören, dass ich den Sprung unter die magische ein-Stunden-Grenze verhindert habe. Bin halt noch nicht in Top-Form ;-)
Es war sehr schön, wieder komplett schmerzfrei laufen zu können, und ich bin besonders dem Team vom ReSpoFit in Geislingen sehr dankbar, dass sie mir den letzten Schliff dafür gegeben haben. Große Klasse!!!
Nun geht es noch weiter in den Süden, und zwar auf die Seychellen in die Flitterwochen. Von dort gibt es demnächst hier auch noch schöne Bilder. Ich werde jetzt ein paar Stranddauerläufe machen, jeden Tag ein paar Kilometer mehr, und dann hoffentlich bald wieder mein Team in Wattenscheid ärgern.
Bis bald, Euer Jan
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| Gewinnspiel: Training mit dem Europameister |
02.09.2009 |
Hallo Sportfreunde, mein neuer Partner PROFELAN und die Runner’s World machen es möglich: Ihr könnt eine Trainingseinheit mit mir gewinnen. Keine Angst, es wird ganz locker, da ich ja immer noch etwas angeschlagen bin. Dadurch ergibt sich aber für Euch die Chance einen amtierenden Europameister so richtig platt zu laufen. Wie und wo erfahrt Ihr unter dem folgenden Link. Ich drücke Euch die Daumen ;-)
Euer Jan
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| Tschüß Berlino |
26.08.2009 |
Schade, dass die WM ist vorbei. Was war das für eine Woche: ständig auf Tour und abends total ko durch die vielen Entscheidungen im Stadion. Besonders das letzte Wochenende war hart: erst in der Sonne beim Marathon anfeuern und dann praktisch direkt ins Stadion. Wer hätte gedacht, dass es auch anstrengend ist, sich „nur“ als Fan auszutoben...
Unser Team hat die Hauptstadt erobert. Mit super Leistungen und sympathischem Auftreten. Für mich war diese Zeit eine weitere Bestätigung dafür, weiter zu kämpfen, und im nächsten Jahr wieder voll anzugreifen. Ich will und werde wieder zum DLV-Team gehören!!!
Lustig sind auch immer die Geschichten am Rande, bei denen man direkt dabei ist.
Z.B., als der Trainer von Ariane Friedrich auf der Autorückfahrt vom Stadion dazu einlädt, gemeinsam Arianes Medaillen-Champagner zu köpfen, ohne diese erst zu fragen. Das war eine sehr witzige Diskussion mit den Beiden. Ein ganz besonderes Gespann, doch leider konnte auch ich Ariane nicht überreden... ;-)
Oder die Party am Samstag, bei der Red Bull das ganze Nationalmannschaftsteam eingeladen hat: Ihr könnt Euch sicher vorstellen, was passiert, wenn die Athleten nach Monaten intensiver Vorbereitung und mit viel Verzicht ihre Wettkämpfe erfolgreich beendet haben und dann zu Feiern ausschwärmen... Nur soviel: wir waren nicht die letzten, die nach hause gegangen sind, und da stand die Sonne schon verdammt hoch am Himmel.
Versteht mich nicht falsch, Leistungssport und Feiern verträgt sich normalerweise überhaupt nicht, und wir verzichten auf vieles und sind in der Vorbereitung super konsequent, doch wenn es dann mal kracht...
Wer von Euch übrigens meinen ARD-Kommentar zum 5000m Rennen am Sonntag gesehen, und sich über die leicht krächzende Stimme gewundert hat, sollte keine falschen Schlüsse ziehen. Ich war nur wegen des vielen Anfeuerns so heiser!!!
Für mich gilt es nun, auch den letzten leichten Druckschmerz aus dem Fuß zu bekommen, und dann die Grundlagen für einen Start bei der EM in Barcelona zu legen. Einige der Konkurrenten habe ich sehr genau beobachten können, und konnte wieder feststellen, dass keiner unschlagbar ist. Es geht also wie so oft nur darum, selber in Bestform zu kommen. Das wird eine harte, aber auch glückliche Zeit, wenn mich meine Beine endlich wieder durch die Wälder und um den Kemnader Stausee tragen. Wann es soweit ist, kann ich allerdings noch immer nicht sagen.
Ich halte euch auf dem Laufenden,
Euer Jan
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| Ein Kracher jagt den nächsten. |
21.08.2009 |
Liebe Leichtathletikfreunde, die Ihr eventuell nicht hier dabei seid: Ihr verpasst eine riesen Show!!! Mein Tipp: ab in den Zug und zu den letzten beiden Tagen noch zuschauen und mitfiebern!!!
Die Abstände zwischen den Entscheidungen werden immer kürzer, gestern haben es Ariane und unsere anderen Teilnehmer geschafft, dass das Stadion ausverkauft war. Irre.
Nach einer Sightseeing-Tour per Rad, die Carsten Schlangen für uns organisiert hat. Waren wir ganz schön müde. Sportler aus Marokko, Australien, Italien usw. gemeinsam auf Stadtbesichtigung bei 35 Grad. Heiße Kiste.
Dann haben wir im Stadion mitgefiebert. Ariane hatte die ganze Nation auf ihrer Seite und trotzdem wurde auch die Konkurrenz gefeiert. Werbung für unser Land und die Leichtathletik. Die Chance, sich gut darzustellen wird hier in einmaliger Art und Weise genutzt.
Auch wenn die Anspannung selbst bei mir als nicht Aktiver schon dazu führt, dass ich mir manchmal vorkomme wie ein Schlafwandler, so freue ich mich doch sehr auf die nächsten Tage und werde dann nach der WM ausschlafen.
Mehr zur WM im neusten spiegel-online Bericht.
Bis bald, Euer
Jan
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| Die Party geht weiter! |
18.08.2009 |
Mal etwas ganz neues für mich, statt den ganzen Tag nur im Hotel zu sitzen und nervös auf den Wettkampf zu warten, genieße ich im Stadion die tolle Stimmung und feiere abends im WM-Club. Nicht ganz das, was ich will, doch auch das macht mega viel Spaß.
Gestern war ich den ganzen Tag für mit der Sporthilfe und der Deutschen Telekom unterwegs. Das neueste Projekt betrifft die „Duale-Kariere“. So hilft die Telekom mit, das sich Spitzensportler auch nach dem Sport gut in die Arbeitswelt einfinden, indem sie Praktika, besondere Bewerbungsformalitäten und Bewerbungsseminare für uns anbieten. Eine super Sache, denn mit solchen Sicherheiten lässt sich der Sport mit einem viel lockere angehen, und auch das ein oder andere Semester zuviel an der Uni ist nicht so problematisch.
Diesem starken Projekt folgen bestimmt noch weitere Partner. Aber keine Angst, ich steige noch nicht in den Telekom-Vorstand ein, sondern renne noch ein paar Jahre durch die Wälder und die Städte ;-)
Dann durfte ich abends noch den 10.000m Lauf für die ARD mitkommentieren. Auch das hat viel Spaß gemacht, und ich hoffe, dass ich nicht zuviel Blödsinn erzählt habe ;-)
Auf spiegel-online ist ebenfalls ein neuer Artikel, viel Spaß beim Stöbern.
Berlin, Berlin, viele Grüße aus Berlin,
Euer Jan
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| Der Ritterschlag oder auch: Startschuss! |
15.08.2009 |
Bähmm, es geht los: in Berlin knallen die Startpistolen und Athleten sowie Wurfgeräte fliegen durch die Luft des Olympiastadions, Sportler rennen über die blaue Tartanbahn und ich bin mittendrin. Spiegel-online hat mich passend zu diesem Event quasi zum Ritter geschlagen, indem ich für sie und Euch als Kolumnist von der WM berichten darf.
Die Netzathleten haben es möglich gemacht (www.netzathleten.de), und so bin ich in Berlin neun Tage lang in verschiedenen Missionen unterwegs. Zunächst natürlich als Fan unseres Teams und zum Anfeuern, dann um viele Freunde zu treffen und schließlich eben auch als Kolumnist des großen Portals Spiegel-Online. Ein gutes Gefühl, wenn man plötzlich für die Leute arbeitet, auf deren Seite man sich selber täglich mit Infos versorgt ;-)
Das Wetter passt, alle sind doppelt heiß auf die Wettkämpfe und das Fieber steigt. Gemeinsam drücken wir unseren Jungs und Mädels die Daumen, die Deutschlandfahne ist im Rucksack, genauso wie Sonnencreme und Fanoutfit. Das wird ne super Party und auch wenn ich unbedingt noch aktiver dabei sein wollte, genieße ich es doch auch, Euch zumindest mit meinen Beiträgen auf dem Laufenden zu halten.
Wir sehen uns in Berlin,
Euer Jan
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| Endlich: die Göteborg-Videos sind online!!! |
13.07.2009 |
Kein Training bedeutet auch ungewohnt viel freie Zeit, und die verbringe ich, wie Ihr offensichtlich auch, gerne im Internet. Da bin ich nun auf etwas wirklich spannendes gestoßen: auf YouTube sind einige Videos vom 10.000m Rennen in Göteborg aufgetaucht. Und diesmal nicht auf spanisch oder englisch, sondern die mit deutschem Kommentar. Das gibt immer noch jedes mal Gänsehautfeeling beim Ansehen…
Mein Homepage-Bastler Robert und ich haben daraufhin gleich eine neue Rubrik auf dieser Seite erstellt. Unter „Medien“ sind die entsprechenden Videos zu sehen. Viel Spaß damit ;-)
Ansonsten geht der Behandlungsmarathon weiter: nach diversen physiotherapeutischen Quälereien war ich am Freitag erneut in Berlin und habe mich mit dem Wirkstoff Dysport, einem Mittel, das ich bei letzten mal fälschlicherweise als Botox bezeichnet habe, behandeln lassen. Der Inhaltsstoff Botulinum Toxin A ist aber tatsächlich der „Anti-Falten-Stoff“ und in verschiedenen Studien hat er seine Wirkung auch bei Plantarsehnen-Beschwerden unter Beweis stellen können. Da ich nach dem ersten Versuch vor drei Monaten keine längere Pause einschieben konnte, um das Mittel richtig wirken zu lassen, hat es nicht 100%ig funktioniert. Nun sind erstmal 3 Wochen komplett Ruhe geplant, und dann kann ich vielleicht bei der WM schon wieder um das Stadion herum laufen, oder zumindest an der Marathonstrecke zum Anfeuern an verschiedenen Punkten stehen, ohne jedes mal die U-Bahn nehmen zu müssen ;-)
Viele Grüße, Euer Jan
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| Gute News |
19.06.2009 |
Hallo liebe Sportfreunde, wie versprochen melde ich mich nun mit guten
Neuigkeiten zurück. Und zwar mit richtig guten! Es ist mir gelungen einen
zusätzlichen Partner zu gewinnen!!! Die [formula] Müller-Wohlfahrt Health &
Fitness AG hat sich zu einer Zusammenarbeit mit mir entschlossen, und
darüber bin ich besonders in der momentanen Situation sehr froh, denn es
gibt mir die Möglichkeit auch langfristig weiter zu planen. Im Vordergrund
steht dabei die Sportsalbe PROFELAN, und wir haben gemeinsam ein sehr gutes
Konzept ausgearbeitet. So ist z.B. unter dem unten angegebenen Link das
PROFELAN Lauf Portal zu finden, wo Ihr ab sofort Eure Fragen rund ums Thema
Laufen an mich stellen könnt. Bislang habt Ihr ja oft den Weg per Mail oder
übers Gästebuch dieser Homepage gewählt, was Ihr natürlich auch gerne weiter
machen könnt, doch in dem neuen Forum haben nun auch andere Läufer die
Möglichkeit von Euren Fragen zu profitieren.
Schaut doch einfach mal vorbei und schreibt uns, wie Ihr die Seite findet.
Und nur so am Rande: im Moment bin ich seit langem das erste mal beim Gehen
schmerzfrei! Aber darüber berichte ich erst ausführlich, wenn die Laufschuhe
die ersten 100km gefressen haben, und das ist erst in ein paar Wochen
geplant. Bis dahin weiter radeln und wasserlaufen.
Viel Spaß mit dem Sommer wünscht Euch Euer sehr gut gelaunter
Jan
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| Berlin, Berlin,... |
11.05.2009 |
…ich fahr nicht nach Berlin. Zumindest nicht als Teilnehmer auf der schönen, blauen Rundbahn. Mist!!! Statt bei diesem tollen Ereignis aktiv dabei zu sein, schaue ich so richtig in die Röhre.
Wenn Ihr in den letzten Monaten ab und zu hier auf der Seite vorbeigeschaut habt, hattet Ihr wohl schon so eine Ahnung, und die muss ich nun leider bestätigen: der Fuß braucht Ruhe, und der Rest von mir auch.
Immer wieder Hoffnung, immer wieder kleine Dauerläufe und danach der Rückschlag. Die Entscheidungs-Deadline wurde fünfmal verschoben, da ich es einfach nicht glauben konnte und wollte, doch es hilft alles nichts, nur mit Aqua-Jogging kann niemand eine WM-Qualifikation über 10.000 oder 5000m schaffen…
Die letzten 10 Monate waren sehr, sehr zäh und jetzt bin ich erleichtert, dass zumindest endlich die Entscheidung gefallen ist.
Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle bei den Ärzten, Physiotherapeuten und allen Anderen, die in den letzten Monaten mit großem Aufwand versucht haben mir zu helfen. Da war auch der ein oder andere sehr spontane Termin dabei, der nicht immer in den regulären Arbeitszeiten lag. Danke, ich weiß, dass wir alles versucht haben.
Ich hoffe, zumindest im Rahmen der WM in Berlin dabei sein zu können, um etwas von der Stimmung zu genießen, obwohl es auch sehr schmerzhaft sein wird. Vielleicht kann ich ja mit lautem Anfeuern meinen Teamkollegen im Deutschland-Dress Beine machen und mit Euch zusammen auf der Tribüne die schwarz-rot-goldenen Fahnen schwenken.
Da habe ich noch eine von der letzten Runde in Göteborg im Schrank, die unserem Team bestimmt Glück bringt ;-)
Soweit, so mies, ich hoffe es gibt demnächst wieder positivere news,
Euer Jan
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| Nicht erschrecken... |
06.05.2009 |
…wenn Ihr demnächst mal in einer RUNNERS POINT-Filiale von einem Gesicht angestrahlt bzw. von einem Läufer „über den Haufen gerannt“ werdet, der Euch irgendwie bekannt vorkommt. Meine Vereinskollegin Denise Krebs und ich laufen dort zurzeit nämlich hinter der Kasse herum. Besonders witzig finde ich, dass das Bild auch in Osnabrück hängt, wo ich ja meine ersten „Laufschritte“ gemacht habe und tatsächlich in genau dem Geschäft immer nach reduzierten, schnellen Schuhen gesucht habe ;-)
Meine Mutti, die mir damals mein allererstes Paar spendiert hat, habe ich jetzt dort vorbei geschickt, und sie hat erstmal verwundert geschaut, sich dann gefreut und für Euch ein Foto machen lassen.
Nicht so lustig ist leider die Sache mit der Plantarsehnen-Entzündung. Das wird einfach nicht schnell genug besser, und Laufbelastungen sind nicht angesagt. Ich versuche es weiter, doch es sieht nicht gut aus. Die erste richtig große Verletzung nach 17 Jahren Leistungssport. Mist, doch das gehört wohl einfach dazu. Als ich das letzte Mal etwas länger ausgefallen bin, hat mir das nur verdeutlicht, wie viel Spaß mir der Sport macht, und ich bin danach im Training noch motivierter und schließlich auch erfolgreicher gewesen. So mache ich das diesmal auch wieder!
Macht es gut, und genießt den „Wonnemonat“ Mai, meinen Lieblingsmonat ;-),
Euer Jan
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| Groeten van Texel |
17.04.2009 |
Sonne satt, Sommerfeeling und sandige Socken, Texel hat als Trainingsbasis wieder voll überzeugt. Das kann man sich so vorstellen: man joggt durch den Wald oder die Dünen, und alle 20 Minuten kommt einem eine andere Trainingsgruppe entgegen. Ob es nun das Team aus Leverkusen, Kiel, Wattenscheid oder sonst woher ist, einfach klasse. Solch eine Dichte an hoch motivierten Läufern, besonders aus dem Nachwuchsbereich, gibt es andernorts wohl nur in Kenia ;-)
Für mich hat der 14.!? Aufenthalt auf unserer holländischen Insel ungewohnt viele Radkilometer bedeutet, bei denen ich aber zum Glück stets von anderen Läufern begleitet wurde, die ebenfalls alternativ trainiert haben. Danke dafür, so geht’s doch schon viel leichter!
Dann waren aber auch wieder die ersten Laufversuche dabei, und nach einem erneuten Zwischentief, bin ich nun doch mit einem guten Gefühl nach Hause gefahren. Beim „Minidauerlauf“ über 8 km in 4:10 min/km ging gar nichts, aber im Schildkrötenstyle, auf den ich zwei Tage später erneut umgestiegen bin, waren schon 7 km schmerzfrei drin. Uff, erneute Hoffnung...
Nun also wieder jeden zweiten Tag ein bisschen weiter joggen und dann hat das ewige Radfahren und Aqua-Joggen hoffentlich bald ein Ende.
Sonnige Grüße,
Euer Jan
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| Schöner Fuß, schneller Fuß. |
01.04.2009 |
Heute ist in der FAZ ein schöner Artikel über meine neusten Behandlungsversuche und die Gesamtsituation (Link unten). Und als Reaktion darauf habe ich gerade mit einem unserer besten Triathleten gesprochen, der die gleichen Probleme auch mit Botox in den Griff bekommen hat!!!
Normalerweise werden damit unter anderem Falten bekämpft, aber meinem Fuß tut die Verjüngungskur offensichtlich auch sehr gut. Falten- und Schmerzfrei?! Das wird sich zeigen.
Nun gilt es den guten Ratschlägen folgen und doch noch weitere 8 Tage mit dem nächsten Laufversuch zu warten, aber mit wesentlich mehr Hoffnung. Denn, wenn ich ehrlich bin, so richtig habe ich in den letzten Tagen nicht geglaubt, dass das mit Berlin noch was wird. Da gibt so ein Telefonat mit jemandem, bei dem es funktioniert hat, ganz schön Auftrieb.
Trotzdem ist es hart die Füße still zu halten, wenn draußen so herrliches Frühlingswetter ist und einem jeder Sonnenstrahl zuruft: „Lauf, ab in den Wald, renn bis die Beine brennen, Berlin, Berlin, du willst doch nach Berlin!“
Und genau für Berlin quäle ich mich jetzt, indem ich mich nicht (beim Training) quäle ;-)
Bis bald, Euer Jan
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| Die Schildkröte... |
19.03.2009 |
Ist das klasse: einfach mal 30 Minuten Joggen, schnell wie eine Schildkröte und trotzdem happy…
Nach einer erneuten fünfwöchige Laufpause (grausam!!), geht es gerade etwas besser, und bei diesem fantastischen Frühlingswetter durch den Wald zu traben ist nach der erneuten Pause umso schöner.
Ein ungutes Gefühl bleibt, denn sollten die Schmerzen wiederkommen, kann ich die WM wohl endgültig abhaken, und bei 30 Minuten war ich vor drei Monaten ja auch schon mal…Doch Texel ruft, und so versuche ich es erneut. Ganz, ganz vorsichtig, immer nur jeden zweiten Tag laufen, und immer nur ein bisschen weiter.
Mich zurückzuhalten fällt mir unheimlich schwer, muss aber sein. Muskelkater gibt’s nur wenig, und total ko bin ich auch nicht. Vielleicht hat das Alternativtraining ja doch etwas gebracht.
Gestern stand nach der halben Stunde noch radeln auf dem Programm: 160 km, Osnabrück-Bochum mit unfreiwilligen Umwegen. Wie diese Ironman-Typen das machen ist mir völlig unklar. Die spinnen doch total. Ich war auf jeden Fall total platt.
Gleich geht es ins Hallenbad, und weil ich aufs Aqua-Joggen gerade mal so garkeine Lust habe, schaue ich mir vorher nochl nen kleinen Film an (siehe Link) ;-)
Bis denn, Euer Jan
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| Auf dem Rad durch die Ruhr |
04.03.2009 |
Öfter mal was Neues: gestern hat mich das Rennrad auf dem Rückweg einer 2 ½ h Tour durch die Fluten der Ruhr getragen. Nein, nicht ein Ausweichmanöver oder übler Fahrfehler war Schuld, sondern die Schneeschmelze im Sauerland. Der Schnee, auf dem man am letzten Wochenende noch mit Schneeschuhen umher wandern konnte, ergießt sich zur Zeit in flüssiger form über die Radwege im Ruhrtal, und so war mir der Rückweg versperrt. Anfangs war das Wasser auf dem Weg nur 10 cm tief, und daher bin ich direkt durchgebraust. Doch bei 40 cm war dann Schluss, ich klitschnass, und die Kuhweide am Rande der einzige Ausweg. Eine Herausforderung der besonderen Art, und wisst ihr was?! Es hat riesig Spaß gemacht.
Lieber würde ich natürlich endlich wieder laufen, doch da ist noch immer nichts zu machen. Ein weiterer Kernspin-Termin soll am Montag Klarheit bringen. Die Zeit wird knapp, denn die WM rückt näher. Schöner Mist.
Statt Flagstaff ist in diesem Jahr ein Trainingslager auf Texel geplant, da für die Höhe die Grundlage fehlt. Nun hoffe ich, dass ich zumindest dabei bin, wenn es Anfang April auf die holländische Insel geht.
Erstmal heißt es jedoch weiterhin: Aqua-Joggen und Radeln.
Bis denn, ich wünsche euch ein paar schöne Frühlingsdauerläufe,
Euer Jan
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| Das "Walkers-High", oder: wenn das Leben dir eine Zitrone schenkt... |
03.02.2009 |
…mach Limonade draus!
Tja, fünf Tage joggen, und schon sind die Schmerzen wieder da. Frust total. Das kann doch nicht wahr sein. Verdammt, ich dachte es wäre überstanden. Also ab ins Hallenbad erneut radeln auf der Rolle und alles mit richtig schlechter Laune. Wird das denn nie was?!
Nach drei Tagen ohne Laufen wird es aber schon deutlich besser. Keine Probleme mehr beim Gehen. Erneute Hoffnung. Der Arzt wäscht mir ordentlich den Kopf: viel zu schnell wieder angefangen, die Belastung zu schnell gesteigert!!! Anfängerfehler, verflixt ;-)
Das bedeutet dann nur jeden zweiten Tag immer ein paar Minuten mehr Laufen. Zur Zeit bin ich bei 27. Wow…
Als alternative: Skilanglauf. Vom spanischen Strand direkt in die Schweiz und dann nach Österreich. Doch auch das hat nicht geklappt. Nach 90 Minuten in der Loipe schmerzte die Plantarsehne erneut. Was aber super funktioniert hat, war Schneeschuhwandern. Wie die Eskimos mit den Tellern unter den Füßen stundenlang durch den Tiefschnee stapfen. Das war wirklich wie Limonade trinken. Einfach gut. Zum Schluss lag der Rekord bei 6:45h und 1600 Höhenmetern auf einer einzigen Tour. Das „Walkers-High“ hatte mich erwischt. Tagelang hätten mich die Füße noch weiter durch die Berge getragen, und als ich die schwarze Piste der Alpin-Skifahrer hochgewalkt bin, fühlte ich mich wie eine Mischung aus Spiderman und Reinhold Messner. Was für ein Gefühl, wenn man stundenlang durch die Wolken geht, und dann 20 Meter unterhalb des Gipfels plötzlich über ihnen steht und von der Sonne angestrahlt wird. Das hat irgendwie etwas von langer Durststrecke und dann der Erleichterung, wenn es plötzlich besser wird…Spitze!!!
Nur beim Après-Ski nach der Wanderung musste ich schon nach 20 Minuten aufgeben ;-)
Jetzt geht das Training in Bochum/Wattenscheid weiter und ich freue mich auf die ersten Dauerläufe mit meiner Trainingsgruppe.
Bei den Ärzten, Physiotherapeuten und Freunden, die mich wieder auf die Beine gebracht haben möchte ich mich hier kurz bedanken. Gut, dass es euch gibt. Sonst hätte ich längst die Spikes an den Nagel gehängt…
Ob es für die WM in Berlin noch reicht, weiß ich natürlich nicht. Dafür kämpfe ich jeden Tag, doch sieben Monate ohne spezifisches Lauftraining sind sicher nur schwer zu kompensieren. Wir werden sehen, und spätestens, wenn der erste richtige Dauerlauf hinter mir liegt, werde ich euch etwas über „60 Minuten Glück“ berichten ;-)
Also hoffentlich bis bald, Euer Jan.
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| 15 Minuten Glück... |
14.01.2009 |
sechs Monate ohne richtiges Lauftraining, den Kilometerumfang, den man sonst am Tag läuft, auf ein halbes Jahr verteilt… man was für ein Mist. Immer wieder die Frage: Wie lange noch, wann kann ich endlich wieder durch den Wald rennen?! Und jetzt: 15 Minuten joggen. Fast schmerzfrei. Wow, kann einen so eine Kleinigkeit wirklich glücklich machen?!
Ja, definitiv!!!
Zur Zeit sind wir mit einem aus ganz Deutschland und der Schweiz stammenden Laufteam in Südspanien. In der ersten Woche waren ausschließlich Radtouren und immer wieder Aqua-Joggen angesagt, doch ich hatte Glück, denn hier gibt es eine Radstation des Max-Hürzeler-Teams und da konnte ich mit einer super Truppe durch die Landschaft düsen.(Danke an Euch!!!)
Und dann der große Tag: keine Schmerzen mehr beim Gehen und grünes Licht vom Arzt. Also die Laufschuhe geschnürt und los. Total verunsichert. Geht das gut, oder drehe ich nach 3 Minuten um und schmeiße vor Wut ein paar Scheiben ein?! Doch es läuft prima. Die besagten 15 Minuten Glück. Spitze! Was für eine Erleichterung. Jetzt ruhig bleiben, langsam die Belastung steigern. Am nächsten Tag erneut 15 Minuten, dann sogar 30. OK, die Mädels aus unsere Gruppe müssen verdammt langsam rennen, um mich nicht abzuhängen (bei den Jungs versuch ich es erst gar nicht), doch es ist ein Anfang ;-)
Zunächst ist der Hauptteil der Einheiten immer noch alternatives Ausdauertraining, doch ich hoffe wieder auf eine erfolgreiche Qualifikation für die WM in Berlin. Das wird verdammt knapp, denn so eine lange Zeit ohne Laufen hatte ich seit 17 Jahren nicht mehr und wie schnell die Form zurückkehrt ist völlig unklar.
Ich bin einfach nur froh, dass diese blöde Zeit nun offensichtlich vorbei ist, und die Motivation fürs Lauftraining ist jetzt riesig.
Neue Bilder (Fotografiert von Steffen und dem Gewinner unserer Radrennen Dietmar) aus dem Trainingslager gibt es in der Galerie auch.
Viel Spaß beim Stöbern, euer Jan.
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| Der König des Hallenbades... |
21.11.2008 |
...ist man mit dem Aqua-Jogger nun wirklich nicht. Trotzdem quäle ich mich schon seit Monaten durch die Fluten, und wie es aussieht wird das wohl auch noch bis Anfang Januar so weitergehen. Riesige Fortschritte habe ich im Wasser gemacht: statt 5 min sind es jetzt nur noch 4:30 min (nicht pro km, sondern pro 100m, uaaaahhh). Ist das entwürdigend, wenn man von allen ganz locker überholt wird. Selbst die netten alten Damen mit der Blumenbademütze ziehen mit einer Lockerheit vorbei, wie man es sonst höchstens von gazellengleichen Kenianern oder Äthiopiern gewohnt ist.
Grausam!!! Und dann die mitleidigen Blicke...
Nee, es ist zwar verdammt zäh, wenn man solch eine lange Zeit nicht rennen kann, doch das Ende der Laufpause ist abzusehen. Bis Anfang Januar soll die Plantarsehne wieder schmerzfrei sein, und dann geht es etwas flotter Richtung Berlin.
Um mal ein wenig rauszukommen, war ich zwischenzeitlich in Portugal beim „Top-Team“ Lehrgang des DLV und jetzt gerade noch einmal für 10 Tage auf Lanzarote. Viele Kilometer auf dem Rad und immer wieder Aqua-Joggen und Schwimmen standen auf dem Programm. Bis zu 6h täglich. Dafür hätte ich zu hause nie die Motivation und Zeit gefunden, aber wenn man in einem beheizten Pool unter freiem Himmel seine Runden drehen kann, macht das die Sache doch etwas leichter.
Auch das Radfahren in der Gruppe war eine ganz neue Erfahrung. Am Berg hatte ich sehr gute Karten, dank eines ordentlichen Kraft/Gewicht-Verhältnisses, doch auf der Geraden, wenn die Jungs richtig ernst gemacht haben, bin ich aus der Gruppe recht flott rausgeplatzt. Und auch beim Schwimmen fehlt noch die richtige Technik, so das der Umstieg auf den Triathlon wohl nichts mehr wird. So sieht es also aus. Die Vorbereitung auf Berlin hatte ich mir etwas anders vorgestellt, doch wahrscheinlich habe ich nach Göteborg manchmal etwas überzogen, und meinem Körper die Ruhephasen nicht gegönnt, die er gebraucht hätte...Und was passiert, wenn man das nicht macht, das kennt ihr wohl auch alle aus eigener Erfahrung ;-)
Bis bald, euer Jan. |
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| Deutschland läuft |
30.09.2008 |
Die Läufer haben die Hauptstadt übernommen. Auf den Speisekarten der Restaurants sind nur noch Gerichte wie „Das Schnellmacher-Spagetti-mit-Pilzsoße-Spezilal-Menu“ zu finden, schlanke Gestallten gehen in Tights im KaDeWE einkaufen und dann wird die halbe Stadt gesperrt... klasse, da freut man sich doch, wenn man von sich behaupten kann: ich gehöre dazu, ich bin ein Läufer!
Und dann kommt der große Tag: Weltrekord durch Haile, Deutscher Rekord durch Irina, unsere Männer um Falk Cierpinski und Stefan Koch haben sich in der Spitze auch sehr gut geschlagen und ich wette, dass es nachmittags noch ca. 40.000 weitere Bestzeiten oder zumindest glücklich erschöpfte Menschen gegeben hat.
Ich bin nicht mitgerannt, sondern habe an der Stecke gestanden und angefeuert. Die Plantarsehne lässt immer noch kein Lauftraining zu. Mist. Da kann man schon schlechte Laune bekommen.
Gegen schlechte Laune ist mir aber etwas eingefallen, und so ging es nach dem Lauf direkt zurück nach Bochum und wieder einmal aufs Rennrad. Von Anfang an im roten Bereich. Treten, treten, treten. Weiter, weiter, weiter. Und am Ende: persönlicher Rekord auf meiner Hausstrecke: 2h 10min, wenn das kein Zeichen ist...
Es ist nicht dieselbe Befriedigung wie beim Laufen, aber schön ko ist man trotzdem.
Das Wochenende in Berlin hat wieder für neue Motivation gesorgt, auch weil dort wie fast überall in Deutschland sehr nette Lauffreunde von mir wohnen, mit denen man herrlich
darüber reden kann wie schön es ist wenn einen die eigenen Füße kilometerweit durch die Landschaft tragen, nur um am Ende wieder am Anfang zu sein ;-)
Jetzt freue ich mich auf Köln, Essen, Frankfurt und besonders auf München, denn da bin ich dann zumindest ein Stück auf der Strecke unterwegs.
Bis dahin, und genießt den Laufherbst,
Euer Jan
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| Angeschlagen... |
27.08.2008 |
Ne, quatsch, eigentlich geht es gerade wieder steil bergauf. Nach dem Frust mit der verpassten Peking-Reise sind meine Freundin Heike und ich erstmal in den Urlaub nach Korsika gedüst. Nachdem wir dort eine Woche mit Rucksack und Zelt durch die Berge gewandert sind und uns danach am Strand eine Woche erholt haben, war die Motivation wieder richtig anzugreifen auch zurück. So schnell geklappt hat es mit dem Einstieg ins Training dann aber doch nicht, denn zunächst durfte ich für eine OP ins Krankenhaus. Total schiefe Nasenscheidewand, was dafür sorgt, dass man schlecht Luft bekommt. Das ist für einen Langstreckler natürlich nicht so toll und erklärt auch manchen Aussetzter im Wettkampf, bei dem ich schon nach zwei Runden einen roten Kopf hatte, und dann "rückwärts" lief. OK, Problem erkannt und beseitigt. Ich bin Herrn Dr. Hohenhorst und seinem Team in Wuppertal sehr dankbar, für die schmerzfreie und schnelle Behandlung!!! Schade nur, dass meine Nase sich nicht wie bei Prinzessin Letizia von Spanien auch noch verschönert hat. Aber wer will das schon (siehe letzter Artikel ;-)).
Für die Vorbereitung auf die WM in Berlin stehen noch einige Großprojekte an über die Ihr informiert werdet, sobald es konkretes gibt. Bis dahin, Euer Jan
Ich freue mich, bald wieder laufen zu dürfen :-)
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| Ihr habt es geschafft!!! "Attraktivster Laufathlet 2008" |
15.07.2008 |
So, da haben wir doch etwas, um die Laune ein wenig zu heben: ihr habt es tatsächlich hinbekommen, mich zum "attraktivsten Laufathleten" zu wählen. Die Zeitschrift Runnersworld hatte eine Umfrage gestartet und in der Juli-Ausgabe war jetzt das Ergebnis: 13% für Norman Stadler, 19% für Dean Karnazes, und dank eures Einsatzes 28% für Jan Fitschen. Da haben euch die Redakteure der Runnersworld wohl klar unterschätzt: "ein wenig überraschend, aber mit klarer Mehrheit kürten 5633 Wähler Jan Fitschen zum Sieger" heißt es im Artikel. Ich habe mich gefreut ;-), und wieder ein großes Dankeschön an Euch
Den Artikel habe ich als Bild in die Bildergalerie gepackt. Ich hoffe er ist lesbar.
Jetzt macht sich wieder die ganze Trainingsgruppe über mich lustig, und ich stelle mich stundenlang vor den Spiegel ;-)
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| Ausgeträumt.... |
15.07.2008 |
...und tschüß, das war's mit der Bahnsaison. Die Olympischen Spiele finden ohne mich statt. Mist!!!
Zunächst habe ich die Achillessehnenprobleme ja noch ganz gut in den Griff bekommen, doch durch die Fehlbelastung hat sich daraufhin die Plantarsehne rechts unterm Fuß entzündet. Tja, lange hatte ich noch Hoffnung, dass auch das schnell wieder heilt, doch ich kann leider noch immer nicht schmerzfrei laufen, und daher wird es mit dem Rennen in Heusden nichts. Seit drei Wochen mache ich nun nur Aqua-Jogging, und damit ist eine 13:21min nicht drin...
Auf der einen Seite ist die Enttäuschung natürlich riesig groß, und nun hänge ich ganz schön durch, doch jetzt muss ich dem Körper ein wenig Ruhe gönnen, und mache erstmal Urlaub. Danach geht es dann recht früh mit dem Aufbau für die WM in Berlin wieder los. Sich neue Ziele zu stecken ist ja immer recht einfach.
Für eure aufmunternden Worte danke ich euch ganz herzlich. Viele mails, sms und Tagebucheinträge haben mich in den letzten Tagen immer wieder aufgebaut, und auch wenn Ihr nun wahrscheinlich fast genauso enttäuscht seid wie ich, so
ist die Beste Methode um wieder bessere Laune zu haben wohl einfach, noch einmal an die EM 2006 zu denken. So mache ich das auf jeden Fall ;-)
Bis bald,
Euer Jan |
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| DM in Nürnberg |
03.07.2008 |
| Puhhh, das war ein ganz schönes Chaos in den letzten Tagen. Jetzt fühle ich mich aber soweit wieder ganz gut, und bin bei der DM am Start. Sonntag 16:45 Uhr. Natürlich hoffe ich zu gewinnen, doch um in Topform zu sein, brauche ich noch zwei Wochen ;-)
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| Sendepause... |
26.06.2008 |
Tja, auch bei mir ein kurzer Bild und Tonausfall. Nach dem letzten Rennen vor drei Wochen hatte ich doch ziemlich die Lust am Laufen verloren. Totalausfall und trotzdem durchgequält. In Neerpelt hatte ich nen ganz schwarzen Tag.
Jetzt lief es zuletzt im Training wieder richtig gut, doch trotzdem ist es fraglich, ob ich noch einen Angriff auf die 5000m Norm unternehmen darf.
Die Geschichte dazu ist etwas verwirrend, aber trotzdem kommt hier ein Erklärungsversuch: Nach der Erfahrung aus dem letzten Jahr, wo ich erst in letzter Minute auf den WM-Zug aufspringen konnte, sollte auch in diesem Jahr der Wettkampf in Heusden, der zwei Wochen nach den Deutschen Meisterschaften stattfindet, die letzte Chance sein. Die Aussage von Seiten des DLV dazu war, das es diese Chance geben sollte, sofern denn bis zur DM die Quali knapp verpasst worden sei. In Stanford bin ich schneller gewesen als in Göteborg, habe eine neue Bestzeit aufgestellt, und bin deutlich unter der B-Norm des IOC geblieben. Für mich war das ein eindeutiger Leistungsnachweis und so habe ich mich auf das Rennen in Heusden eingestellt. Wie Ihr ja wisst, möchte ich jedoch lieber über 10 000m in Beijing an den Start gehen, daher auch der zweite Versuch in Neerpelt. Nachdem ich mich da durchgequält hatte, und danach versuchte, mich wieder zu erholen, kam dann vom DLV die Nachricht: „neee, Jan, das mit Heusden steht noch gar nicht fest. Über 5000m bist du ja noch nicht gestartet, und über 10 000m, das war doch nicht knapp.“
Bitte? Habe ich mich da jetzt verhört?!
Ich war geschockt. Kann es denn, wenn es um eine Olympia-Qualifikation geht, solche Missverständnisse geben?! Und wieso sagt einem so etwas keiner, bevor man sich über volle 25 Runden quält?! Hätte ich das gewusst, hätte ich doch in Neerpelt sofort nach 4 Kilometern die Segel gestrichen, das Rennen beendet und eine Woche später den ersten Angriff über 5000m gestartet! So hätte ich noch deutlich mehr Chancen auf eine Qualifikation gehabt.
Nun wollte ich morgen in Lille starten, doch wie das dann oft so ist: es läuft wieder, also gibt man im Training etwas mehr Schub als nötig, und schon ist die Wade verhärtet. Daher fällt Lille aus, denn in einer Woche sind schon die Deutschen und da will ich fit sein. Bei der Meisterschaft die 13:21,40min zu unterbieten, ist utopisch. Das hat in den letzten 30 Jahren wohl kaum einer geschafft. Da ist Taktik angesagt, und von der Spitze kann diese Zeit keiner.
Ob es danach noch einen Versuch gibt, ist noch unklar, doch ich hoffe, dass der Deutsche Olympische Sportbund ein Einsehen hat, und mir diese Chance noch einräumt.
Klar, wenn man schneller läuft, kann man sich den Stress sparen, doch glaubt mir: das habe ich versucht ;-)
Es hat schon seinen Grund, dass auf den Strecken von 100m bis Marathon nur zwei deutsche Läufer ihre Norm geschafft haben...
Es würde mich sehr freuen, wenn es noch klappt, und in Heusden laufe ich auf jeden Fall richtig schnell. Wäre nur schade, wenn das ein paar Tage zu spät sein sollte...
Bis denn,
Euer Jan
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| Dalai Lama, ThomasD und Briar-Show, oder auch: die letzte Chance |
27.05.2008 |
Nun sind seit dem Rennen in Stanford schon drei Wochen vergangen, und die Beine sind wieder einigermaßen locker. Zwichenzeitlich habe ich auch mal Zeit gefunden, ein paar andere spannende Sachen auszuprobieren, als immer nur durch den Wald oder um die Tartanbahn zu Rennen: der Dalai Lama war in Bochum, und wir durften ihm die Hand schütteln. Dann hat mein „Mentaltrainer“ Pablo (vielleicht erinnert ihr euch, das ist der Wuschel-Hund, mit dem ich vor zwei Jahren um die Finnenbahn gerannt bin) an einer Briar-Show teilgenommen, und ich durfte eine Siegerehrung machen ;-), und schließlich hat mein Sponsor Nike mich in die Eifel geschickt, wo ich mit ThomasD von den Fantastischen Vieren über Musik und Laufen gequatscht habe.
Letzten Samstag war dann aber wieder rennen angesagt. 3000m in Rehlingen. Der letzte Test vor der letzten Chance auf die 10.000m Norm. Einmal dem Körper zeigen, was es heißt, wenn die Beine nicht mehr vorwärts wollen, und man sie trotzdem immer weiter treibt. Ganz zufrieden bin ich mit der Zeit von 7:59,19 min nicht, und auch einen etwas besseren Platz als den vierten hätte ich vermutlich erreichen können, doch seit Stanford haben wir keine schnelleren Läufe mehr in diesem Geschwindigkeitsbereich gemacht, und in Neerpelt darf ich dann zum Glück auch etwas langsamer laufen. Wenn auch dreimal so weit...
Da ist jetzt am Samstag, den 31., die letze Chance, um die Norm zu schaffen. Die B-Norm des IOC habe ich ja schon geknackt, doch das wird unserem nationalen Komitee als Beweis für eine gute Form wohl nicht reichen. Mist. Daher gilt es jetzt: Daumen drücken.
Wenn das nichts wird, wird Deutschland, nach der Absage von Andre Pollmächer, bei den Olympischen Spielen im 10.000m Lauf der Männer nicht vertreten sein, und das wäre extrem sch...!!!
Bis denn, Jan.
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| Sch...neue Bestzeit... |
09.05.2008 |
| ...und es reicht trotzdem nicht. 28:02 min. 8s schneller als in Göteborg und immer noch zu langsam. So ein verdammter Mist...die letzten 2km ging nix mehr. Sorry,so viele sms, e-mails und Gästebucheinträge wie in den letzten Tagen habe ich selten bekommen...vielen Dank dafür. Ich verspreche Euch, mich nochmal richtig zu quälen, und in 4 Wochen wieder anzugreifen!!! Bis bald,Euer Jan |
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| Ach ja.... |
02.05.2008 |
| ...bevor ich wieder nur Geschichten erzähle, hier noch ein paar Infos für diejenigen unter euch, die etwas damit anfangen können: die letzte richtig harte Einheit habe ich am zweiten Tag nach der Höhe, also Mittwoch, 12 Tage vor dem großen Rennen gemacht. 6x1000m, Schnitt 2:41 min. Danach war ich platt, aber happy. Dann nochmal letzten Samstag: 3x(2000,1000)m etwa 3 min/km und letzten Dienstag den Abschluss, mit einer schnellen 400, 2000, 500 und 200. Dazwischen lockere Dauerläufe und das wars. Die Form stimmt also, und das müssen die Beine und der Kopf dann am Sonntag auch kapiert haben...
Daumen drücken!!!
Euer Jan |
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| Durch die Wüste und den Dschungel nach Kalifornien |
02.05.2008 |
Uahhhhh, es wird ernst: Sonntag geht die Quälerei so richtig los. Jeder der behauptet, dass Wettkämpfe Spaß machen, der rennt entweder keine Langstrecke, oder er erzählt quatsch.
So richtig schön ist es doch erst wenn es vorbei ist, und man richtig gut war…und genau da freue ich mich drauf!!!
Doch nun erstmal wie versprochen ein kurzer Gruß aus Portland in Oregon. Da meine Wettkämpfe, die ich direkt nach einem Höhentrainingslager bestritten habe bislang immer ziemlich in die Hose gegangen sind, sind Bundestrainer Detlef Uhlemann und ich noch für 12 Tage nach Oregon gedüst, wo wir in einem Athletenhaus meines Ausrüsters Nike untergekommen sind. Australier, Amerikaner, ein Läufer aus Uganda, und nun auch wir, wohnen hier gemeinsam unter einem Dach und träumen den Traum vom prefekten Rennen.
Am ersten Tag in Portland wären wir am liebsten direkt zurück nach Flagstaff geflogen, denn hier hat es den ganzen Tag in strömen geregnet. Das kommt anscheinend häufiger vor, was man auch deutlich an den Urwäldern sehen kann.
Das Wetter wurde wieder besser, doch dann kams: eine Erkältungswelle schwappte durch die ganze Trainingsgruppe und ich wurde richtig panisch. Jetzt ein Schnupfen, und die ganze Olympiasaison wäre in Gefahr, denn wenn der Körper einen Infekt hat, kann das Wochen dauern, bis man wieder leistungsfähig ist, und das Quali-Rennen am Sonntag wäre im wahrsten Sinne des Wortes gelaufen. Das habe ich in den letzten Jahren viel zu oft mitgemacht…
Zum Glück ist nichts passiert, und die kranke Australierin musste ausziehen. Klingt gemein, doch das Risiko war für alle anderen zu groß.
Trainiert haben wir nun auf der Bahn des Nike-Hauptsitzes. Ich habe schon in Kenia mit Kühen auf der Sandbahn, in Südafrika auf einer Grasbahn, und natürlich im schönen Wattenscheid viel Schweiß vergossen, doch eine Tartanbahn so wie hier, wo in der Mitte ein ganzer Wald steht, dass war neu.
Samstag geht der Flieger nach San Francisco und am Sonntag geht die Post ab, da wird sich zeigen, ob die vielen Stunden Schinderei sich gelohnt haben. 25 Runden, 10 Kilometer, 27:49 min sind das Ziel und wären das Ticket zu den Olympischen Spielen…
Tschüß, Euer Jan.
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| Physio-Terrorist und Grillabend auf Bild.de |
21.04.2008 |
bild.de hat meinen neusten Artikel online. Hier soweit der Bericht. Bilder und zwei Filme gibt es wie immer unter dem Link:
"1000 Kilometer und wenig Pause
Sechs Wochen sind wir nun schon hier und haben die Laufschuhe aufs Gründlichste belastet: tausend Kilometer, nicht mit dem Auto, sondern zu Fuß! Über die Waldwege, auf der Straße und auf der blauen Tartanbahn, soweit die Füße tragen. Das Equipment hält bestens. High-Tech-Schuhe eben.
Trotzdem, manchmal hat man gar keine Lust mehr aufzustehen, sondern will einfach nur einen Tag im Bett bleiben, oder dem Fernseher huldigen. Doch dann locken einen der Gedanke an die Olympia-Qualifikation und der strahlende Sonnenschein aus dem Haus, und wenn man erstmal losgerannt ist, so macht das Laufen wieder riesig Spaß.
Die Zeit hier in Flagstaff neigt sich dem Ende zu, insgesamt bin ich sehr zufrieden, auch wenn der Weg nach Peking noch weit ist. Um zwanzig Sekunden muss ich meine Bestzeit, mit der ich in Göteborg Europameister geworden bin, steigern, nur um dabei sein zu dürfen. Total verrückt.
Im letzten Jahr war bei der Weltmeisterschaft überhaupt kein Europäer am Start, weil die Qualifikationszeit zu hoch war und dieses Jahr wird es genauso hart.
Also: voller Einsatz, Kilometer bolzen, immer ein wenig mehr trainieren, als der Trainingsplan vorschreibt und dann aber auf den Körper hören, wenn er mal nach einer Pause schreit. Wie diese Pause aussieht, könnt ihr auch im neusten Film sehen. Barbecue mit Tanzeinlage von Mocki und unserem Trainer Tono und eine entspannende Massage von Achim.
Die nächsten News kommen dann aus Oregon,
Jan Fitschen "
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| Der letzte Tag... |
21.04.2008 |
…in Flagstaff. Es war wieder super hier. Bis auf zwei Tage mit Schneefall nur Sonne, fast immer warm genug für’s Training im T-Shirt und richtig gute Einheiten. In der gesammten Zeit hatte ich nur drei Ausfälle, wo mal gar nichts ging und das Training nach dem Einlaufen auch schnell wieder beendet war. Eine sehr gute Quote, denn als wir vor der Abreise nach Arizona am 11.3. das erste mal den Trainingsplan von Tono gesehen haben, wurde schnell klar, dass es so richtig zur Sache gehen würde. Die Intensitäten der drei harten Belastungen pro Woche waren sehr hoch, und trotzdem haben wir es geschafft, auch die dazwischen liegenden Dauerläufe auf ein gutes Niveau zu bringen. Da ging das Tempo auf den letzten Kilometern schon recht oft gegen 3:20. Das ist bei mir immer ein sehr gutes Zeichen.
In der letzten Woche bin ich noch auf 190 km gekommen, aber die 200 waren während der gesamten Zeit doch nicht drin. Mein doofer Bruder Uwe meint, ich dürfte die Stunde auf dem Fahrrad-Ergometer nicht in Laufkilometer umrechnen. Der Blödmann, denn sonst hätte es mit den 200 geklappt ;-).
Morgen früh geht es dann nach Oregon, zum Nike Headquarter, denn bislang hat es bei mir mit Wettkämpfen, bei denen ich direkt aus der Höhe angereist bin, nicht so doll hingehauen. Daher werden die nun beginnenden, etwas ruhigeren Tage, in Beaverton verbracht, wohin mich auch unser Langstrecken-Bundestrainer Detlef Uhlemann begleitet.
Von dort geht es am 3.5. dann nach Stanford in Californien. Bin heiß auf das Rennen. Eine große Chance die 10 000m mal richtig schnell zu rennen und das Olympia-Ticket etwas früher zu Buchen.
In den letzten zehn Jahren ging mir dieses „schaff ich die Quali, oder schaff ich sie nicht?!“ schon sehr auf die Nerven. Da kann man nichts planen: kein Trainingslager, keine Aufbauwettkämpfe, kein einziges Wochenende im ganzen Sommer. Geklappt hat das bisher eigentlich nur einmal: 2006. Da waren die Nomen für Göteborg sehr fair…
Letzte Grüße aus den Bergen, euer Jan.
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| Euer Beitrag zur Olympia-Quali!!! |
20.04.2008 |
OK, wer hilft noch mal mit, und tritt mir kräftig in den Hintern?! Die Bestzeit aus Göteborg muss mal locker um 20s unterboten werden, damit es mit Peking klappt. Dabei könnt ihr mich unterstützen: „Runnersworld“ macht eine interessante Umfrage und auch wenn meine Trainingskollegen, die mich hier seit sechs Wochen im grauen Jogging-Schlabber-Anzug ertragen müssen, sicher anderer Meinung sind, so vertraue ich doch darauf, dass ihr unter dem folgenden Link das richtige Kreuzchen macht ;-) >br>
Ich würde mich auf jeden Fall über ein gutes Ergebnis bei der Abstimmung freuen und dann noch viel schneller die 25 Runden in Stanford absolvieren. Bis bald, ich gehe jetzt erstmal zur Pediküre, euer Jan
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| Unser Trainer Tono Kirschbaum. |
15.04.2008 |
Nun ist er endlich auch angekommen. Natürlich erstmal ohne Koffer, so wie das hier üblich ist. Schluss mit Lustig für die Athleten des TV Wattenscheid.
Aus unserem Verein sind von den ursprünglich vier Läufern nur noch drei übrig geblieben. Alex, mit dem ich das sonst das komplette Pensum gemeinsam absolviere, ist schon wieder in Bochum. Angehender Ermüdungsbruch. Sch…Manchmal ist der Sport richtig ätzend. Wenn man die Belastungen nicht immer im Grenzbereich ansiedelt, kommt man auch nicht nach vorne. Das Risiko ist immer da, und man hofft, dass man gesund und fit durchkommt. Bei Alex hat das nicht geklappt. Da können wir mitfühlen, denn ähnliche Situationen hatten wir alle schon.
Nun aber zu Tono, unserem Coach. Ein harter Hund, wie ihr dem Video (bald bei bild.de) entnehmen könnt. Ne, im Ernst. Tono ist immer für einen Spaß zu haben und kennt sich verdammt gut aus. Er braucht uns nur beim Training zuzusehen, und dann heißt es entweder: “reiß dich gefälligst zusammen!“ oder „lass gut sein, hat keinen Zweck heute.“
Gut dass wir den Knaben haben. Es gibt einfach mehr Sicherheit, wenn er an der Bahn steht.
Manchmal redet er auch ne Menge quatsch, doch nach 11 Jahren intensiver Zusammenarbeit kommen wir beide damit gut klar ;-)
Bei dem Bahntraining sieht man auch gut, warum uns das gemeinsame Training schneller macht. Da sind nicht nur die Jungs aus dem eigenen Verein dabei, sondern auch schon mal Fili aus Tübingen, oder Phil, Dani oder Jeroem aus der Schweiz. Und da jeder immer erster sein will, trainiert man doch härter als alleine.
Tschüß, Euer
Jan
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| Flagstaff-TV |
11.04.2008 |
Übers Laufen und Training erzähle ich ja generell sehr gerne, doch auf englisch muss ich das ganze wohl noch üben, denn von dem halbstündigen Gespräch auf der Tartanbahn der Northern Arizona University (NAU) ist nicht sehr viel übrig geblieben. ;-) Aber seht selbst, was Pieter Desment aus Belgien und ich zu sagen haben:
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| Trainingsaltag und neuer Film auf bild.de |
08.04.2008 |
Hallo Sportsfreunde, wenn ich mir die letzten Berichte und Bilder so ansehe, so befürchte ich ihr denkt jetzt alle, wir würden hier nur wandern und uns die Gegend ansehen. Das ist so natürlich nicht ganz richtig. Daher erzähle ich euch nun etwas über eine typische Woche hier.
Wir trainieren bis auf Sonntags zweimal am Tag. Dreimal pro Woche sind sehr harte Belastungen auf dem Programm: Tempoläufe verschiedener Länge wie z.B. die 6x2000m mit 2 Minuten Pause, oder der gefürchtete Tempodauerlauf. 16 Kilometer, volle Möhre, immer den Puls am Anschlag. Die Dinger sind total hart und wenn man das vormittags hinter sich gebracht hat, gibt es nur noch kurz was zu essen, und dann fällt man total k.o. ins Bett.
Nach dem Mittagsschlaf gibt es dann noch eine ruhigere Einheit: 10 km in moderatem Tempo (für alle Läufer unter euch: 4:20 min/km).
Ist schon erstaunlich, wie man die Zeit rumbekommt, indem man nur läuft, isst und schläft. O.k. ab und an müssen wir natürlich den Kühlschrank füllen, kochen, oder ich schreibe mal einen kleinen Artikel für euch, doch sonst… da geht nicht mehr viel, wenn der ganze Körper permanent nach Ruhe schreit.
Wenn ich euch also von tollen Wanderungen und vom Schlittenfahren berichte, so könnt ihr sicher sein, die Highlights mit zu erleben.
Die letzte Trainingswoche lief sehr gut. Drei harte Einheiten, immer etwas schneller als geplant, und auch dazwischen hatten die Dauerläufe ein sehr gutes Niveau. Heute musste ich dafür allerdings ein Training abbrechen, da die Beine nicht so wollten wie der Kopf. Schöner Mist, doch auch das gehört leider immer wieder dazu. Es ist einfach immer eine Gradwanderung. Nun also morgen ruhig gehen lassen und dann am Donnerstag der profilierte Tempodauerlauf.
Bis denn, Euer Jan
Die Bild-Kollegen haben die Filme von der Grand Canyon-Wanderung zusammen geschnitten. Schaut mal rein.
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| Ostereier im Grand Canyon |
27.03.2008 |
Zwei Wochen sind geschafft, das Training läuft gut und die erste richtig große Wanderung haben wir am Ostersonntag unternommen. 7 ½ Stunden durch den Grand Canyon.
Oben war es rattenkalt und nach einer halben Stunde waren die Hände blau gefroren, doch als wir dann nach 3 Stunden am Sandstrand des Colorado standen ging es uns einfach nur richtig gut.
Und was war das für eine Freude, als wir feststellten, dass uns der Osterhase mitten im Canyon ein kleines Nestchen versteckt hatte. Sensationell! Unsere Schweizer Freunde, Phill und Dani, sind immer wieder für eine Überraschung gut. So haben wir dann eine Stunde lang am Strand verbracht und Ostereier gegessen, bevor es an den Aufstieg ging. 1300 Höhenmeter. Als uns dann jedoch jemand überholte, war es mit dem gemütlichen Teil auch schnell vorbei, denn das geht ja nun mal gar nicht. Von da an wurde der Großteil der Canyonwand im Laufschritt erklommen und abends waren wir entsprechend platt.
Jetzt geht es munter weiter und der Muskelkater lässt so langsam nach.
Heute morgen waren wir um acht Uhr beim „Lauftreff“ der hiesigen Läufer und da waren mal locker fünf Nationen versammelt: Kanada, USA, Finnland, England und natürlich wir.
Nach 30 Kilometern war ich froh, dass ein großer Frühstücks-Bagel auf mich wartete.
Gleich gibt es ein kleines Stück Kuchen im Macy’s also bis später, Euer Jan.
Ach ja, auf bild.de sind schon Filme vom Training und unserer ersten Wanderung. Die vom Canyon folgen dann bald.
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| Flagstaff 08 |
20.03.2008 |
Unser Uni-Städtchen im Wilden Westen hat uns wieder: teilweise noch schneebedeckte Trails, Sonne satt, dann ein plötzlicher Schneesturm. Alles schon dabei gewesen in den ersten sieben Tagen. Wie gewohnt lassen wir es anfangs etwas ruhiger angehen. Daher auch die Wanderung am sunset crater, von der ich euch ein paar Bilder auf diese Seite gestellt habe. Das war richtig klasse. Die Landschaft hier ist immer wieder atemberaubend und wenn man dann mit einer lustigen Gruppe durch die Gegend turnt, ist das Training das reine Vergnügen.
Zur Zeit befinden sich hier 40 Läufer aus Deutschland, und wir als Wattenscheider sind mit Thorben Grothaus, Christoph Lohse, Alex Lubina und mir auch schon ein größeres Team als sonst. Da gab es doch Jahre, in denen Alex und ich hier nur zu zweit rumgerannt sind. Diesmal ist deutlich mehr los, in allen Belangen…
Gestern sind uns beim Dauerlauf schon wieder einige Elche und Füchse über den Weg gelaufen, und sogar das US-Wappentier, der Weißkopfseeadler, hat uns schon beobachtet.
Die ersten Tempoläufe (6x2000m) und der Feldtest (4x3000m) waren gut und gleich geht es los zur zweiten Einheit des Tages, einem 12km Dauerlauf. Da es heute richtig warm ist, hoffe ich die Erdmännchen beobachten zu können. Die schimpfen uns immer aus, wenn wir vorbeilaufen ;-)
Bis bald, Jan.
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| Olympia-Tagebuch auf Bild.de |
06.03.2008 |
Noch mehr online!!!! Welcher Läufer erzählt nicht gerne stundenlang über sein Lieblingshobby!?! Ich kenne keinen. Aber welcher Läufer bekommt die Chance, diese Geschichten auch so zu erzählen, das ihr alle zuhören könnt?! Tja, ratet mal... ;-) Bild.de und die modernen Medien machen es möglich. Berichte, Fotos, und Videos vom ganz normalen Trainingschaos und der Vorbereitung auf ein Rennen im "Reich der Mitte". Oder auf zwei?! Ab jetzt sind das Video-Handy und damit ihr überall mit dabei. Ob im wünderschönen Wattenscheid, an der malerischen Ruhr-Universität (da erstmal nur aus der Ferne), im verschneiten Arizona, oder im Schokoladenland, der Schweiz. Ihr seid eingeladen, uns über die Schulter zu schauen. Tempoläufe, Trainingslagerkoller, alles was so passiert, wenn man versucht sich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren... Die ersten Berichte sind schon online. Ich wünsche euch viel Spaß beim Ansehen, und wenn ihr Ideen fürs Drehbuch habt, schreibt mir einfach was ins Gästebuch. Bis denn, euer Jan.
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| Interview bei rbb |
05.03.2008 |
Unter dem link findet ihr ein prima Interview, dass Herr Schwarz für Radio Berlin/Brandenburg im Rahmen des Hallenmeetings in Leipzig mit mir geführt hat. Der Knabe hatte mal echt Ahnung und hat sehr gute Fragen gestellt. Ein klasse Gespräch
Zitat der Seite:
Aus dem Mitläufer im Hintergrund ist längst der Vorzeigeathlet Jan Fitschen geworden. Denn der 10.000-m-Europameister gehört zu den wenigen deutschen Läufern, die bei Olympia zumindest Endlaufchancen besitzen.
Mit einem frischen, eloquenten Jan Fitschen spricht Thomas Schwarz."
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| Geschafft!!!! |
05.03.2008 |
Das wars!! Gestern war die letzte Prüfung und nun bin ich Diplom Physiker. Puhh, das ist mal ein echt gutes Gefühl. Es hat auch ganz schön lange gedauert, und wenn ich so an die ersten Semester zurück denke, da hätte ich das Studium fast geschmissen. Neu in Bochum an der Uni, wo alle besser waren als ich und neu in Wattenscheid im Verein, wo mir auch alle davon gerannt sind. Das war verdammt zäh...
Aber es war im Studium genau wie beim Sport. Mit dem richtigen Einsatz an der richtigen Stelle, kann man einiges erreichen und kommt schließlich doch glücklich ins Ziel. Auch wenn es manchmal etwas länger dauert und man ein paar Umwege akzeptieren muss.
Jetzt starte ich endlich voll durch Richtung Olympia-Qualifikation. In einer Wochesind wir (Christoph Loose, Thorben Grothaus, Alex Lubina und ich) schon auf 7000 Fuß im schönen Arizona, und da ist noch einiges zu organisieren. Irgendwie bin ich da bislang nicht dazu gekommen ;-)
Bis denn, euer völlig erleichterter Jan.
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| Deutscher Hallenmeister.... |
24.02.2008 |
...Sonntag morgen, seit 4 Uhr kann ich nicht mehr schlafen. Total aufgekratzt, zum Umfallen Müde, doch einschlafen ist nicht mehr drin. Habe mich schon zwei Stunden von der einen auf die andere Seite gewälzt, um noch wieder einzuschlummern. Keine Chance. Statt dessen habe ich hier in der Lobby des Hotels eine Computer entdeckt, und warte auf das Frühstück Zum 7. mal in Folge dt. Hallenmeister, und das nach dieser Saison. Bin total happy. Vor zwei Wochen hätte ich fast die Hallensaison beendet, doch es zeigt sich immer wieder: Aufgeben gilt nicht!!! Und nun gestern: ein Rennen, wie ich es mir gewünscht habe. Relativ flott, und dann einen schönen 600m Endspurt. Total klasse. Und endlich haben die Beine auch wieder kapiert, um was es geht, und mussten nicht bei jedem Schritt nach vorn gezwungen werden. Bin fix und fertig, aber glücklich.
Das Team von leichtathletik.de hat auch schon ein paar Videos, unter Anderem unsere letzten 3 Runden, zum Anschauen ins Netz gestellt. Viel Spaß damit, euer Jan.
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| Es geht aufwärts, oder auch: fast geschafft!!! |
18.02.2008 |
Tja, das war bislang wieder eine Hallensaison mit Höhen und Tiefen. Der Einstand über 1500m war soweit ganz gut, doch was dann in Stuttgart und Düsseldorf über 3000m passiert ist....nur Kampf, und mit Laufen hatte das nun gar nichts zu tun.
Bei mir stand eigentlich immer der Sport ganz weit vorne in der Prioritätenliste, doch in den letzten Monaten hatte sich das doch ein wenig Richtung Studium verschoben, und dafür gab es dann auf der Tartanbahn die Quittung. Wenn man im Sport richtig gut sein will, muss man die Sache auch entsprechend angehen, und das werde ich nun auch wieder machen, denn:
am Dienstag habe ich die Diplomarbeit abgegeben!!!!!
Uff, da ist mir schon ein Stein vom Herzen gefallen, und meiner Mutti auch, denn das hat doch etwas länger gedauert ;-)
Und nun steht nur noch eine mündliche Prüfung zwischen dem Waldläufer und dem Diplom-Physiker, und die wird vor Flagstaff auch abgehakt.
Wie befreiend die Abgabe war, habe ich schon in Leipzig gemerkt. Da bin ich am Sonntag wieder 1500m gelaufen und die Erwartungen waren alles andere als hoch, denn wir hatten schon überlegt, die Hallensaison zu beenden. Von den 3:45 min war ich dann jedoch sehr angenehm überrascht, und es hat sich auch endlich wieder nach Laufen angefühlt. Herrlich!
Nun werden wir morgen entscheiden, ob ich bei den Deutschen Meisterschaften antrete.
Ach, für alle, die es ganz genau wissen möchten:“Absorptionsspektroskopie an deuteriertem Ethan“ ist nun, neben Laufen, mein Lieblingsthema. Ich stelle euch die Arbeit hier demnächst zum Download zur Verfügung, falls ihr schon immer wissen wolltet, wo C2D6 seine Rotations-Vibrationsübergänge hat, oder falls ihr einfach mal nicht einschlafen könnt.
Bis bald, euer Jan
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| Die Hallensaison |
27.01.2008 |
Die Hallensaison hat begonnen und am Samstag durfte ich mich daher in Dortmund mit den Mittelstrecklern duellieren. Für den Anfang war das schon ganz in Ordnung, und auch wenn da einer komplett respektlos auf der Zielgeraden noch an mir vorbeisprinten wollte. Trotzdem habe ich doch einen kleine Vorsprung retten können. 3:49min über 1500m, das war soweit ein schöner Einstieg. Gut, dass meine Vereinskollegen über 3000m gestartet sind ;-)
Nun geht es ab nach Stuttgart (3000m), wo ich am Samstag starte, dann am 8.2. nach Düsseldorf (3000m) und um den letzten Kick für die DM in Sindelfingen zu bekommen, renne ich am 17.2. noch in Leipzig die 1500m.
Freue mich auf ein paar spannende Rennen, denn die 200m Runden in der Halle sind einfach viel schöner, als diese ewig langen draußen ;-)
Bis denn, Jan.
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| Trainingslager Spanien |
19.01.2008 |
Zwei Wochen der Kälte und dem Regen in Deutschland entfliehen, und in Chiclana an der spanischen Südküste durch die Pinienwälder rennen….manchmal wird man für den ständigen Einsatz, ohne auch nur ein einziges freies Wochenende, sehr schön entschädigt.
Doch selbst dort: da hatte ich nur mal eine Woche nen leichten Schnupfen, und schon war die Stimmung im Keller. Ziemlich dämlich, denn das passiert mir ja nicht zum ersten Mal, und ich weiß ganz genau, dass es nach 10 Tagen wieder ab geht, doch wenn alle anderen happy vom Training zurückkommen und man selber nur joggen war…das ist totaler Mist!!!
Neee, insgesamt war’s sehr schön. Eine Gruppe von 40 Läufern, die meisten aus Deutschland, doch auch aus der Schweiz und Österreich hatten wir Verstärkung. Und das Schlimmste: da hat doch tatsächlich der Phil Bandi aus der Schweiz die Trainingslager-Gesamtwertung gewonnen. Uahhhh, das darf nun wirklich nicht passieren. Aber was soll’s, wir sind auch selber Schuld, denn Phil war schon im letzten Jahr mit uns auf Texel und das hat ihn natürlich weit nach vorne gebracht ;-)
Und genau diese starke Trainingsgruppe ist es ja auch, die einen letztendlich schneller macht.
Wetter gut, allgemeine Stimmung auch, und als ich dann zum Ende wieder mitknallen konnte (u.a.12x500m in 83s mit 90s Trab-Pause), schien auch bei mir die Sonne strahlend schön…
Nun geht es bald ab in die Hallensaison und da wird sich dann schon mal zeigen, wie ich in der Olympia-Planung vorwärts komme.
Und nur, damit ihr’s wisst, heute morgen bin ich beim Training klitschnass geworden, genau wie ihr, wenn ihr euch denn auch rausgequält habt ;-)
Bis bald, und schöne Spanien-Fotos, die Steffen Uliczka für euch geschossen hat, findet ihr unter “Bilder“.
Euer Jan
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| Silvesterlauf in Trier |
02.01.2008 |
Partyyyyyyy!!!! Stimmung pur, tonnenweise Konfetti, und jede Menge schnelle und auch nicht ganz so schnelle Läufer. Bei mir waren wohl noch zu viele Kenia-Kilometer in den Beinen, oder die Anfangsgeschwindigkeit war noch zu hoch. Mehr als ein siebter Platz, hinter ne Menge Afrikanern, aber auch hinter Sander Schuttgens und Arne Gabius, war nicht drin, und das hat mich schon ganz schön geärgert. Ist aber nicht so schlimm, da es in Trier einfach mehr darum geht, die Atmosphäre zu genießen und das Jahr gemeinsam ausklingen zu lassen. Das haben wir auch ausgiebig getan, und spätestens beim Feuerwerk war der Ärger über das nicht ganz überzeugende Resultat schon wieder vergessen. Bilder findet ihr auch schon auf meiner Seite oder unter : www.fotolauf.de und ab morgen rennen wir mit dem halben DLV-Laufteam durch die schönen Dünen an der spanischen Costa del luz. Bis dahin, euer Jan.
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| Kenia 2007, das Leben, die Läufer und die Löwen |
21.12.2007 |
Was für ein Land: zugegeben, unsere Eindrücke beschränken sich auf ein kleines Nest irgendwo im Nirgendwo, doch die dort gesamelten Erfahrungen sind schon etwas ganz besonderes. So viel Feundlichkeit, solch eine offene Art der Menschen...wer bei uns glaubt, aus irgendwelchen Gründen schlechte Laune haben zu müssen, der sollte da einfach mal vorbei schauen und sehen, wie man wirklich mit wenig zufrieden und glücklich sein kann!
Ruben und ich sind restlos begeistert. Das Training lief gut und in den 3 ½ Wochen sind so 550 km auf den Sandpisten zusammen gekommen, die Laufschuhe haben eine schöne rote Färbung und zum Ende der Tour haben wir uns eine 1-Tages-Safari gegönnt.
Die Läufe gingen vorbei an Maisfeldern und Lehmhütten, ständig bergauf und bergab, und wenn man dann gerade so richtig fertig war und über den von vorbei brausenden Autos aufgewirbelten Staub schimpfte, wurde man durch kleine Kinder und: „Mizungo, how are you, how are you?!“ aufgemuntert. Bis man die dann in 200m Entfernung in irgendeinem Feld entdeckt hatte, und sich ein Winken abgerungen hatte, war die Schwächephase auch schon wieder vorbei.
Die Tempoläufe, die ich zwischendurch mit den Kenianern machen wollte, haben deutlich aufgezeigt, wieviel Arbeit noch vor mir liegt. Von den 8x1200m die geplant waren, konnte ich nur 2 mitrennen und danach staunend am Rand sitzen. Die Gruppe besteht aus 10 Athlethen, gestartet wird dann aber mit 25, da einfach ein paar anderde noch mitmachen. Es wird losgerannt, als ginge es ums nackte Überleben (was es wohl auch manchmal tut), und dann hört einer nach dem anderden auf, so dass zum Schluss nur noch 3 um die Bahn fegen. Zu diesen dreien gehörte ich dann wie gesagt nicht ;-)
Auf jeden Fall eine Erfahrung, wenn auch keine schöne...
Ruben und ich haben uns aber von solchen Sachen nicht abschrecken lassen, und unseren Plan gut durchgezogen.
Zum Schluss wurden wir dann etwas Müde und die Safari kam genau richtig um das ganze abzurunden. Was für eine Artenvielfalt auf kleinsten Raum, der Nakuru-Nationalpark. Solange wir im Wagen geblieben sind, haben die Tiere sich überhaupt nicht um uns gekümmert und so eine Nashornfamilie direkt am Auto ist schon sehr beindruckend.
Am besten waren allerdings die Löwen ;-)
Aber seht selbst, ich habe euch eine kleine Fotoauswahl in den Galerien unter „Blder“ zuzammengestellt.
Viel Spaß dabei und ich muss jetzt erstmal den Schock verdauen, nach 30 Grad in Nairobi hier mit Schnee begrüßt worden zu sein. Wenn ich dass geschaft habe, geht es zum Silvesterlauf nach Trier. Da geht zum Jahresabschluss wieder richtig die Post ab!!!
Schöne Weihnachtstage wünscht Euch,
Euer Jan.
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| Kenia, die erste Woche. |
02.12.2007 |
Keine Malaria, kein Zusammenstoss mit den Kuehen im Stadion und auch keinerlei Anzeichen fuer Uebertraining. Es lauft!!! Wir haben schon diverse Einladungen zu der ein oder anderen Trainingseinheit bekommen und werden das ab morhe auch annehmen. In der ersten Woche haben wir nur ruhige Dauerlaufe gemacht und immer schoen auf die Pulswerte geachtet. Alles im gruenen Bereich. Wir futtern fleissig Ugali, die hiesige Maispampen-Spezialitaet, denn das ist angeblich eins der Geheimnisse der schnellen Beine. Heute war in Eldoret ein Crosslauf. Irre!!! Mehrere hunderet Laufer allein im Junioren-Rennen....
Mit 170km in der ersten Woche bei mir und 150 bei Ruben sind wir auf dem richtigen Weg. Gut, dass man in Iten wirklich garnichts machen kann, ausser rennen und lernen....
Bis bald, ich will noch ein paar Sandpisten erkunden, Euer Jan. |
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| Kenia, dem Raetsel auf der Spur!!! |
30.11.2007 |
Ein halber Meter Schnee in der Schweiz hat uns ein wenig abgeschreckt, und so sind Ruben Schwarz und ich spontan nach Kenia geduest. Und hier ist vielleicht was los: der Hammer! Die absoluten Obergranaten, einer schneller als der andere und wir schauen uns das genau an und sind dem Geheimniss des Kenianischen Laufwunders auch schon dicht auf den Versen. Wir wohnen in Iten, dem Dorf, in dem alles began. Hier ist die bruehmte Schule, in der Brother O'Colm seid Jahren einen Weltklasselaufer nach dem anderen formt. 2400m ueber dem Meeresspiegel, jede Menge Sandpisten, Training um 6Uhr, um 10 Uhr und um 16Uhr, und staendig bergauf und bergab. Leider gibt es in ganz Iten kein Internet, so dass wir mit dem Matatu (ein Minibus mit Platz fuer 14 Personen, in dem aber 25 Menschen gestapelt werden) bis nach Eldoret fahren muessen, um mit der Welt in Kontakt zu treten. Daher werden die Berichte hier auch sehr sporadisch auftauchen, doch ich notiere alle neuen Erkentnisse fleissig, und wenn wir zurueck sind gibt es jede Menge Fotos und Geschichten. Wer hat schon Kuehe auf dem Sportplatz, den Weihnachtsmann in schwarz und mit Sonnenbrille im Supermarkt, und dann ueberall quitschende Kinder gesehen?
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| AIDA Jogging- und Running-Woche |
19.11.2007 |
...oder: Runners are freaks!!! Ein Leben wie im Schlaraffenland. Super Essen rund um die Uhr, Sonne satt, während zu hause der erste Schnee fällt, und jeden Tag eine neue Herausforderung für die Laufschuhe, und die, die darin stecken.
Das war unsere Laufwoche. Eine Kreuzfahrt von einer Kanarischen Insel zur nächsten, nachts auf hoher See und tagsüber auf den Inseln rennen. Uli Maisch, Mocki und ich waren als „Trainer“ dabei, die Jungs von Bunert haben alles organisiert und ab ging es.
Es waren die verschiedensten Typen dabei. Bernd hat bei jedem Wettkampf Vollgas gegeben, Elke pfiff mir während des Rennens noch ein Liedchen vor, um ihre Lockerheit zu demonstrieren, Ralf hat zusätzlich zum normalen Programm noch jeden Abend Bonusmeilen auf den Laufbändern gesammelt, Silke wollte mir das Tanzen beibringen (hat nicht geklappt ;-)) usw. usw.. Einfach 45 Lauf-freaks!
Eine sehr witzige Truppe, vom Gelegenheitsjogger bis zum sub 2:40h Marathoni, mit der die Reise riesigen Spass gemacht hat.
Alle Teilnehmer und auch die Trainer und Betreuer waren begeistert, denn was gibt es schöneres, als nach einem Tag mit gutem Training zu stimmungsvoller Musik aus dem Hafen in See zu stechen und dabei einen Cocktail zu schlürfen ;-).
Bilder der Tour gibt es hier auf der homepage unter “Bilder“.
Jetzt sind die Planungen für das nächste Trainingslager in vollem Gange, nur ob es Ende der Woche in die Schweiz oder nach Kenia geht, ist noch unklar....
Bis denn, Euer Jan.
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| Ein Weltrekord-Team! |
05.11.2007 |
Eine klasse Team-Leistung!!! Wir hatten uns in zwei Gruppen à sechs Mann aufgeteilt und sind immer abwechselnd je 10 Minuten gerannt, was bei dem Tempo von 3:20 min/km genau 3 km entsprach. Erst das eine Team sechs Stunden lang, dann das andere. Meine Gruppe hatte die leichtere Aufgabe. Von 20 Uhr abens bis 2 Uhr nachts, und dann wieder von 8 Uhr morgens bis um 14 Uhr. Die Nachtschicht mit Ruben Schwarz, Christoph Loose, Hendrik Bollmann, Christian Sperling, Philipp Brouwer und Chef-Organisator Claudius Hoff hat gnadenlos gekämpft. Nachdem sie schon von 14-20 Uhr ordentlich auf dem Laufband abgegangen sind, haben sie mitten in der Nacht, angefeuert von den letzten Kneipenbesuchern, die schwerste Phase souverän gemeistert. Was waren wir erleichtert, als wir völlig verschlafen um sieben Uhr am Sonntag morgen auftauchten und die glücklichen Gesichter sahen: „Wir sind voll auf Kurs Weltrekord!!!“. Spitze. Dann waren wir wieder dran und alles hat gepasst. Carsten Schütz hat sich aus seinem Läufer-Ruhestand heraus wieder durchgekämpft, Christian Güssow, unser Mann von der Reeperbahn hatte sich vom Berlin-Marathon gut erholt, Christian Glatting hat trotz studienbedingter Trainingsausfälle keine Schwäche gezeigt, unser Kieler Sportfreund Steffen Uliczka hat während des Laufens noch gesungen, Alex war locker ohne Ende, und bei mir lief es auch sehr gut.
Eine tolle Sache, die wir mit den vielen Zuschauern zusammen, die uns so sehr geholfen haben, mit einer Sektdusche gefeiert haben.
Super war auch, dass trotz der straken Belastung niemand Muskelprobleme bekommen hat, was wir natürlich unseren Physios um Frank Speyer, aber auch den erstklassigen Laufbändern der Firma Woodway zu verdanken haben. Auch die Sparkasse Bochum, Evonik, Nike und natürlich das Bermuda Dreieck haben uns sehr geholfen.
Und ohne die Kampfrichter, die rund um die Uhr alles offiziell notiert haben, wäre auch nichts aus unserem Guinnes-Buch-Eintrag geworden. 430,21 km in nur 24 Stunden!
Ein herzliches Dankeschön, an alle die sonst noch mitgeholfen haben. Das war spitze!!!
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Fotos gibts auch bald, bis denn, Euer Jan
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| Weltrekord |
04.11.2007 |
...nur soviel: wir haben es geschaft!!!! knapp 9 km mehr, als die bisherigen Rekordinhaber. bin etwas müde und berichte dann morgen ausgiebig ;-)
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| Weltrekord durch Wattenscheid?! |
01.11.2007 |
Bis zum Ende des Jahres keine Wettkämpfe, das gibts doch nicht. Da kommt ja fast Langeweile auf... Aber nicht mit uns!
Unser Wattenscheider Lauf-Team hat großes vor. Wir wollen den Weltrekord. Da gibt es die verrücktesten Sachen und wir haben uns etwas besonders feines ausgesucht. Mit 12 Läufern abwechselnd auf dem Laufband so viele Kilometer abreißen wie möglich. Innerhalb von 24 Stunden wollen wir den bestehenden Rekord von 421 km überbieten. Das wird ganz schön hart, da es eine Durchschnittsgeschwindigkeit von fast 18 km/h bzw. 3:20 min/km bedeutet. Wir haben uns da etwas vertan, den bei der Planung sind wir noch von einem älteren Rekord ausgegangen, der wesentlich leichter zu schaffen war. Doch der wurde im März von einem amerikanischen Team verbessert, und so wird es für uns sehr eng. Wir freuen uns alle auf das Abenteurer, besonders, da das Laufband mitten im Bochumer Kneipenviertel aufgestellt wird und somit auch für Stimmung gesorgt ist.
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| Ein super Team! |
31.10.2007 |
70 Teams am Start, von Nico Motchebon über Tante Elfriede aus Ichweißnichtwo, alle waren sie da.
Unser Finnenbahn-Team war bärenstark. Wir haben einen gloreichen 25. Platz belegt, Julius hat mit seinen 13 Jahren eine Rekordzeit nach der anderen aufgestellt und sah selbst in der achten Runde immer noch locker aus, und Markus und ich mussten uns ganz schön quälen. Da passte auch die Hauptaussage des diesjährigen Finnenbahnliedes ganz prima:" ganz schön bescheuert, hier mit zu machen, aber im nächsten Jahr sind wir auf jeden Fall wieder dabei!!!" Dem ist auch weiter nicht viel hinzuzufügen. Die Nußecken von Markus Schwiegermutter waren sensationell und der Laufnachwuchs in Oelde, wo auch Julius trainiert wird uns in den nächsten Jahren noch viel Freude bereiten. Schön, dass es solch herrlich verrückte Veranstaltungen gibt. Wir als Wattenscheider wollen uns da natürlich auch etwas einfallen lassen. Mehr dazu bald....
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| Die Finnenbahn ruft!!! |
25.10.2007 |
Morgen geht es los. Das Team steht und mit dabei sind Markus(der mit den Nußecken) und Juilius, der mich zum Duel herrausgefordert hat. Wir werden als "Unternehmen Olympia 2020" an den Start gehen, denn dort bin ich dann Tempomacher für Julius und Markus ist unser Ernährungsberater. Wir sind alle sehr gspannt und freuen uns auf viele Runden und das Finnenbahnlied. |
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| Berlin Marathon |
30.09.2007 |
Marathon in Berlin, Weltrekord durch Haile, riesen Stimmung und ich als Hase für Alexander Lubina mit dabei. Das Mega-Event. Bin immer noch total geplättet. Zum einen von den Zuschauermassen und Hailes Leistung, zum anderen aber auch von dem Halbmarathon. Bis zur 21 km Marke konnte ich Alex begleiten, doch auch weil es mit dem zweiten pacemaker Abstimmungsschwierigkeiten gab, waren wir da schon ein wenig zu schnell, und ob es nun daran gelegen hat, oder nicht, Alex hat es nicht gepackt. Man, waren wir enttäuscht. Er hat es absolut drauf, und gut trainiert, doch der Marathon ist und bleibt unberechenbar. Spannend ist die 42,195km Runde aber auf jeden Fall, doch, wie man immer wieder sieht: :"Schmerzen= Streckenlänge zum Quadrat" Übrigends, für alle die gerne mal ein paar Profi-Tips fürs Training hätten: Wir starten gerade wieder "Fitschen sucht". Mehr dazu in Kürze!!!
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| Das Duell! |
24.09.2007 |
| Nicht vergessen: morgen, Dienstag, TV Total schauen und das DLV-BewegungsCamp Duell von Elton und mir anschalten!!! Viel Spaß dabei |
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| Elton und Tübingen |
17.09.2007 |
Da hat mich der Kampf mit Elton offensichtlich zu viele Körner gekostet. Beim Tübimger Stadtlauf gestern war ich total platt. Nur achter geworden und am Berg in der Neckargasse sehr gelitten. Ob sich das Training im Olympiastadion für Elton wenigstens gelohnt hat, seht ihr am Dienstag abend auf Pro Sieben, bei TV Total. Hier nur ganz kurze news, ich gehe jetzt estmal eine Woche wandern.
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| Training mit Elton |
12.09.2007 |
Wer kennt ihn nicht, den chaotischen Ex-Praktikanten von Stefan Raab?! Und was hat der so vor in nächster Zeit? Richtig: verlorene Wette und zur Strafe( eigentlich eine Belohnung ;-)), New York Marathon. Also kommt er auch zum BewegungsCamp und da werde ich ihm ausgiebig von den Leiden eines Langstreckenläufers erzählen, so dass er nur noch mit roher Gewalt an die Startlinie geschleppt werden kann.10 000m sind ja schon sehr hart, aber Marathon... der Arme kann einem fast leid tun. Andererseits, kann es wirklich schlimmer werden als bei S.R.? ;-)
Werde mein Bestes geben, und freue mich darauf zu helfen, einen weiteren Verrückten in die Läufergemeinschaft aufnehmen zu können.
Habe übrigens gerade auf seiner homepage vorbeigeschaut. Er trainiert wirklich schon richtig gut und hat auch ordentlich abgenommen. Es gibt aber nichts, was man nicht noch verbessern könnte, also mach dich auf was gefasst Freundchen!
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| DLV-BewegungsCamp in Berlin |
12.09.2007 |
Jetzt geht die Post ab! Die Bahnsaison ist soweit beendet und daher stehen ein paar Termine in der ganzen Republik an. Zunächst geht es am Freitag nach Berlin zum BewegungsCamp, wo jede Menge Kids und ich uns in diversen Action-Events probieren werden. Besonders gut gefällt mir natürlich: „Feel the Fitschen Pace“, wo man auf einer 20m Strecke versuchen kann, genau die Geschwindigkeit zu rennen, die ich in Göteborg in der letzten Runde drauf hatte. Mit Lichtschranke, Blitzlichtgewitter und allem was dazu gehört. Sehr coole Idee unserer Nike-Jungs!
Vielleicht sehe ich ja dort den ein oder anderen von euch von 11-13 Uhr am Potsdamer Platz. Würde mich freuen!
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| "Spiegel" |
21.08.2007 |
| Nach einem langen Gespräch mit einem Reporter des "Spiegel", ist nun in der Ausgabe, die seit Montag zu kaufen ist, ein schöner Artikel, in dem die Problematik mit unseren Normen sehr treffend beschrieben wird. Schaut einfach mal rein, wenn ihr nochmal lesen möchtet, was ich so zu sagen habe. Viel Spaß dabei. |
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| RAG-DLV-Gala |
13.08.2007 |
12 000 Zuschauer im Lohrheidestadion, perfektes Wetter, und alleine die Läufer aus unserer Trainingsgruppe haben 3 persönliche Bestleistungen abgeliefert. Bärenstark! War das ein Tag! Der letzte Test für Osaka war sehr erfolgreich. Angefeuert wurden wir alle wie verrückt, und besonders die Nachwuchssportler waren begeistert dabei. VIELEN DANK, EUCH ALLEN!!! Das Rennen war so, wie es mir gefällt: mittelschnell, und dann eine 55s Schlußrunde. Also sauschnell. Da war Stimmung in der Bude und auch wenn es bei mir nicht zu einer persönlichen Bestzeit gelangt hat, so war es dennoch Deutsche Jahresbestzeit und nur ein paar Zehntelsekunden von der pb entfernt.
Ein super Abschied von unserem Heimstadion und Motivation pur für Osaka! Wer sich die letzte Runde noch ansehen möchte, die gibt es unter dem folgenden Link.
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| RAG-DLV-Gala in Wattenscheid |
10.08.2007 |
Das letzte Rennen vor der WM, und das als Heimspiel im eigenen Stadion. 3000m, Start um 18:10, aber schon ab 15:30 Uhr wird da richtig was los sein. Wir hatten ja schon einige gut besuchte Wettkämpfe im Lohrheidestadion. Bin gespannt
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| Torwandschiessen! |
06.08.2007 |
Die Plackerei auf dem Boltzplatz hat sich gelohnt! Da zeigen die Jungs doch direkt vor dem großen shootout noch eine Statistik, in der ich mit den sechs Fehlschüssen aus dem letzten Jahr ganz, ganz hinten liege. War das demütigend ;-) Doch immer, wenn die Lage aussichtslos erscheint, drehe ich nochmal auf und so habe ich sage und schreibe zwei mal!!!!!!!, nicht nur die Wand, sondern auch die Löcher darin getroffen. Da war ich doch einigermassen überrascht.... Wer es ebenfalls nicht glauben kann, vielleicht weil er mich noch aus der Schule vom Pausenhof-Kicken kennt, auch davon gibt es ein Video:
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| Interview im ASS |
06.08.2007 |
Wow, das war ganz schön aufregend. Ich fand das Gespräch sehr gut, und hoffe, dass nun die ein oder andere Norm für die Olympiade oder was auch immer noch einmal überdacht wird. Das würde wohl der gesammten Laufszene gut tun, denn wenn man selbst für eine Universiade schon die B-Normen der IAAF erfüllen muss, bringt uns das überhaupt nicht weiter. Und auch nun wieder: hätte uns der DLV nicht ausnahmsweise eine Woche länger Zeit gegeben, die Norm zu knacken, wäre ich zu hause geblieben. Statt dessen ist jetzt Arne raus, obwohl er eine super Saison hatte und mit der B-Norm auch hätte nominiert werden können. Schwierige Sache Ich hoffe, dass man uns in Hinblick auf die Olympiade ein wenig Mut macht und die Normen fairer gstaltet! Das gesammte Interview mit "Poschi" ist auf der homepage des ZDF zu sehen...
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| Aktuelles sportstudio am 4.8. |
02.08.2007 |
Wie cool ist das denn: da darf ich am Samstag doch mit meinem ehemaligen Vereinskollegen W.-D. Poschmann übers Laufen und die WM quatschen. Ich hoffe er stellt keine zu fiesen Fragen, denn im letzten Jahr hat er seinen Vereinsrekord abgeben müssen.Ratet mal an wen ;-) Also Samstag Abend nicht in die Kneipe, sondern von 22:00-23:15 den Fernseher anstellen! Danach können wir eventuell auch noch im live-chat miteinander schnacken. Bis denn, Euer Jan.
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| Aktuelles Sportstudio |
01.08.2007 |
Es sieht so aus, als dürfte ich am Samstag in Mainz nochmal auf die Torwand schießen...werde jetzt nicht mehr rennen, sondern nur noch auf den Bolzplatz gehen. mehr dazu später |
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| Wahl zum "Ass des Monats" |
01.08.2007 |
...auf leichtathletik.de könnt ihr das "Ass des Monats" wählen. Wie schnell das geht: vor ein paar Tagen noch ziemlich gefrustet, und auch ein wenig ratlos, und nun stehe ich da auf einmal zur Wahl. Niemals aufgeben!!!
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| Heusden als Video |
30.07.2007 |
...da hat doch tatsächlich einer der Amerikaner das ganze Rennen aufgenommen und schon ins Netz gestellt... Die 5000, 5k heat 1
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| Bilder aus Heusden |
29.07.2007 |
| ..ich weiß nicht, wie der Steffen Uliczka das schon wieder hinbekommen hat, aber er hat mir tatsächlich schon ein paar Bilder vom Rennen zugeschickt. Und dass, wo er doch dort selber wie ein Wahnsinniger über die Hindernisse gefegt ist. Eine Auswahl findet ihr unter "Bilder" auf meiner hp... |
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| Das Ticket!!!!!!!!!! |
29.07.2007 |
War das ein Hammer, der absolute Wahnsinn. Da fallen einem schon mehrere Hinkelsteine vom Herzen. Das Training lief ja schon seit laengerem wieder gut, doch so ein Kracher.... Bin total gluecklich! Seit meinem ersten richtigen 5000m Rennen vor 7 Jahren mit damals 13:34min, warte ich darauf, endlich mal eine schnelle Zeit auf die Bahn zu zaubern, und nun, wo ich selber schon anfing zu zweifeln: 13:14,85 min!!!!! Ein perfekter Wettkampf. Nicht zu warm, kein Wind und vor allem ein Feld, in dem man nur "mitrollen" musste. Gleichmaessig schnelle Runden und jedes mal, wenn ich einen Durchhaenger hatte, ist aus der Spitzengruppe einer rausgeplatzt, so dass ich neue Kraft gefunden habe. Und hinten raus geht immer! Es war dann ein siebter Platz und damit stehe ich in Europa schon wieder sehr gut da und werde jetzt anfangen, mir ein paar Japanische Saetze wie zum Beispiel: "Ich habe mich beim Joggen verlaufen, wie bitte komme ich zu meinem Hotel?" einzupraegen. Es war aber auch klasse: schon vor dem Rennen habe ich so viele SMS mit Erfolgswuenschen bekommen, da musste das ja klappen. Vielen Dank!!! Und was macht man dann nach einem erfolgreichen Wettkampf? Erstmal mit den Mitgereisten ein bisschen feiern, und dann, wenn man um 2 Uhr noch immer zu aufgedreht zum Schlafen ist, ein Eis essen und noch bis halb 4 "Tim und Struppi" lesen. Schliesslich sind wir hier in Belgien. Das wird noch ein zaeher Sonntag, doch das geht in Ordnung :-) Bis bald, euer Jan.
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| Deutsche Meisterschaften Erfurt |
23.07.2007 |
War das ein Wochenende: alle fünf Stunden ein Gewitter, riesen Regengüsse und zwischendurch und mittendrin jede Menge Leichtathletik. Für mich standen zwei Rennen über 1500m auf dem Programm. Zwar war das Gefühl im Vorlauf am Samstag schon viel besser als in Cuxhaven, trotzdem hätte ich es fast geschaft, den Endlauf zu verpassen. Es hat dann aber doch noch geklappt, und so ging es am Sonntag erneut zur Sache. Das war ganz schön blöd, nach 20 Metern schon am Ende des Feldes rumzuturnen, doch so ein Start bei den Mittelstrecklern geht einfach anders ab, als bei den Langtretern, die genug Zeit haben, sich einzurollen. Also hinterher, durchbeißen und am Schluß noch ein Spurtduell mit Ricardo. Es war dann ein sechster Platz und der war ganz O.K.. Die 5000m wären schöner gewesen, aber André und Arne haben auch ganz gut Schub gegeben und die 1500m waren als Vorbereitung auf das Rennen am nächsten Samstag in Heusden, in dem endlich die WM-Quali fallen soll für mich einfach besser. Jetzt heißt es Kräfte sammeln und dann ab dafür!!!
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| Cuxhaven |
17.07.2007 |
Das war ne harte Sache. Vielleicht trifft es der folgende Vergleich am Besten: ich bin schon im zweiten Gang gestartet, so dass fast das gesammte Feld schon auf und davon war. Dann hab ich immer wieder die Kupplung bearbeitet, doch sämtliche anderen Gänge haben geklemmt. Tja, und dann muss man völlig übertourig um den Platz rennen, ohne Raumgewinn und so richtig viel Spaß macht das nicht, wenn die Gegner am Horizont verschwinden. Also ein wirklich schlechtes Rennen, doch mit "Sprintdistanzen" tue ich mich ohne entsprechende Vorbereitung immer recht schwer. Daher wird das schnelll abgehakt und nun sehen wir in Erfurt weiter. Ob es da die 5000m oddr auch die 1500m werden ist noch unklar. Natürlich möchte ich gerne den Titel über die 5000m verteidigen, doch da am Wochenende später in Heusden die Norm fallen soll, macht eventuell doch ein 1500m Start mehr Sinn...
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| ...und weiter!!! |
11.07.2007 |
...ist ein berühmter Ausspruch unseres Trainers Tono, wenn wir beim Zirkeltraining die Pausen künstlich in die Länge ziehen. Für mich bedeutet das aber momentan: es geht endlich wieder auf die Bahn. Nach dem Rennen in Kassel ging erstmal zwei Wochen nichts und ich war total platt. Da habe ich dann noch mehr geschlafen als sonst, und nur mit Dauerläufen und Alternativtraining versucht die Form wieder zu finden. Es hat länger gedauert, als mir lieb war, doch auf einmal macht es wieder Spaß, die Erholung passt, der Laufschritt ist lang und locker und nun wird wieder angegriffen! Zunächst geht es am Samstag nach Cuxhaven, wo die 1500m warten und dann sind eine Woche später die Deutschen Meisterschaften. Die WM-Norm soll dann im Belgischen Heusden fallen. Das wird wieder ein Tanz auf Messers Schneide, denn es wird nur noch diese eine Chance geben, doch die Form ist wie gesagt recht gut.
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| Europacup im München |
11.06.2007 |
Der findet in diesem Jahr ohne mich statt, da die Form zur Zeit einfach einen Start im Nationalmannschaftsdress nicht zulässt. Da wäre ich dem Team keine große Hilfe und so konzentriere ich mich lieber weiter auf den nächtsten WM-Norm-Angriff, und setze alles daran, bis dahin wieder fit zu sein.
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| Player |
11.06.2007 |
Für die Juni Ausgabe der Zeitschrift "Player" war ich neulich mit dem Redakteur eine Runde laufen. Was dabei herausgekommen ist, könnt Ihr Im aktuellen Heft sehen. Das Bild ist auf dem Gelände der Zeche Zollverein in Essen entstanden und sieht klasse aus!
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| Verdammte Sch.... |
07.06.2007 |
...besser kann man es wohl nicht ausdrücken. Da düse ich extra nochmal nach St.Moritz, trainiere wie ein verrückter, Alex macht einen super Job als Pacemaker, das Wetter stimmt, die Zuschauer sind spitze, und ich? Vergeige es dermaßen.... Gestern war das Rennen in Kassel, wo die Norm für die WM fallen sollte und die Rahmenbedingungen passten wirklich prima. Doch was hilfts, wenn man die Form einfach nicht hat?! Da habe ich wohl ein wenig zu viel gewollt, und im Training etwas überzogen. Ergebniss: 13:54min elende Quälerei am und ganz schön weit hinten im Feld gelandet. Hatte bis zuletzt gedacht, nach den 10 Tagen Ruhe nach der Höhe geht es steil bergauf, doch es hilft alles nix: Leistungssport ist immer eine Gradwanderung und diesmal bin ich über den Grad ins Tal gerutscht. Also: auf gehts zum wiederaufstieg! Jeder der mit ein wenig mehr Einsatz Sport treibt, kennt das: mal läufts super und dann gibt es solche Tage , die man am liebsten aus dem Kalender streichen möchte. Von denen wünsche ich euch möglichst wenige und sprecht mich bitte nicht auf den 6.6. an, denn den hat es nie gegeben ;-) Bis bald, euer Jan
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| Von den blauen Bergen... |
21.05.2007 |
...komme ich zur Zeit mit der Gondel ins Tal geschwebt. Schlafen auf 2978m und trainieren auf 1850m. Ein ganz schöner Auffwand, doch was tut man nicht alles um noch ein bisschen schneller im Kreis rumrennen zu können. Das Panorama auf dem Berg ist der Hammer und ich wäre fast zum Extrem-Skifahrer geworden, denn dort oben tummeln sich nur die Verrückten, die mit Rucksack, Seil, Helm und Skiern auf dem Rücken bis auf die obersten Gipfel kraxeln, um dann die steilsten Hänge mit den schönsten Gletscherspalten wieder runter zu düsen. Ich sitze dann schön auf meinem Rennrad, radel gemütlich am Abgrund entlang und schaue wer wann in welcher Lawine ins Tal donnert. OK, mein Radel steht fest eingespannt auf der Rolle, und Lawinen gabs auch noch keine, doch die winzigen Punkte, die da die Steilwände hochkrabbeln und runter rasen, sehen schon lustig aus.>br> Beim Laufen erkunde ich auch schonmal das ein oder andere Seitental, wäre fast mit nem Steinbock zusammengestossen, wurde von einem Adler misstrauisch beäugt und werde permanent von Murmeltieren aus/angepfiffen. Die haben ne ganz schön grosse klappe...>br>Das training lief heute auch endlich wieder gut, denn nachdem ich in den ersten paar Tagen etwas übermotiviert war, ging erstmal nicht viel. Anfängerfehler. Bin ja auch noch ganz neu dabei ;-). So, jetzt muss ich schnell zur Gondel, denn zu Fuss da hoch ist sehr mühsehlig. Bis denn, Euer Jan.
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| Interview Aktuelles Sportstudio |
16.05.2007 |
Da immer wieder danach gefragt wird: noch ein Link zum Aktuellen Sportstudio...
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| Göteborg Film |
16.05.2007 |
Ich versuche schon seit Ewigkeiten, die letzte Runde der EM hier auf die Seite zu stellen, doch das ist mit den Rechten leider nicht so einfach. Es wird weiter daran gearbeitet und bis es soweit ist, hier noch ein Link zur Zielgeraden:
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| Grand-Prix von Bern |
14.05.2007 |
Die schweizer Läuferschaft hat eine riesen Party gefeiert, und ich durfte dabei sein! War das cool. 10 Meilen durch Bern, bergauf und bergab, mitten durch die Stadt, dann am Fluß entlang, vorbei an den "Elefanten", durch ein Wäldchen und zum Schluß den Schweineberg hinauf. Da war eine super Stimmung. 24 000 Läufer, die halbe Schweiz am Steckenrand und alle total gut drauf. Unser schweizer Trainingskollege Phil, der auch mit auf Texel war, hat mir noch ein wenig die Stadt gezeigt, und wir trafen sogar noch einen ehemaligen WG-Mitbewohner vom Alex Lubina, der der Liebe wegen ausgewandert ist.
Am nächsten morgen haben Phil, Daniel und Christian Belz dann noch ein 16 km Läufchen mit gemacht, mich über die Kultur des Landes unterrichtet (auch über das aus Asterix bekannte hinausgehend) und ich habe mich wieder darüber gefreut, wie klasse das ist durch den Sport überall auf der Welt nette Leute zu kennen!!!
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| Talkshow "Maybrit Illner" |
11.05.2007 |
Gestern habe ich doch mal eine interessante Talkshow gesehen. Da wurde eine Stunde lang über das Thema Doping gesprochen und ich kann es mir nicht verkneifen hier noch einige Ergänzungen anzubringen:
Was nämlich nicht deutlich wurde ist, dass der Großteil der Sportler und auch der Hochleistungssportler, besonders in Deutschland, sauber ist! Ich kenne jede Menge Leistungssportler, und die schinden sich Tag für Tag ab, und versuchen ihre Möglichkeiten ohne Betrug auszuschöpfen, obwohl sie natürlich genau wissen, dass sie von den wenigen Dopern um ihren Lohn gebracht werden.
Dazu habe ich für Euch eine spannende Geschichte direkt aus dem Leben:
Der 30. Geburtstag steht an. Mit den Freunden wird das Auto beladen und man fährt gemeinsam zum See um dort gemütlich zu grillen. Kaum ist man angekommen, parkt hinter der Gruppe ein weiterer Wagen: „Guten Tag, sie wurden für eine Kontrolle ausgelost..“. Alles klar, kein Problem, doch wo macht man das nun am besten? Fährt man extra nach hause und lässt die eigenen Gäste eine Stunde lang warten? Nee, geht nicht.
Also: die öffentliche Toilette. Es stinkt.
Und da steht man dann bei offener Kabinentür. Hose bis zu den Knien runtergelassen, das T-Shirt hochgezogen, damit man keinen Gummischniedel versteckt, streckt seinen blanken Hintern in die Gegend und macht man sein Töpfchen voll, während einem dabei vom Kontrolleur über die Schulter geschaut wird.
Schade dass sonst keiner zufällig vorbei kam. Das hätte bestimmt ein tolles Bild abgegeben….
Zum Glück war genug Urin in der Blase, sonst hätten die Gäste noch länger warten müssen. Weitere Prozedur wie üblich. A-und B-Probe abfüllen, geht alles recht flott.
Ich will mich nicht beschweren, die Kontrolleure sind echt O.K. und genauso unvorhersehbar müssen die Kontrollen auch sein. Was ich nur sagen möchte ist: unser Kontroll-System, mit all seinen Macken, ist trotzdem ganz schön hart, und wenn es auch in anderen Ländern so umgesetzt würde, wären wir schon einen großen Schritt weiter.
Und wer seine Kinder zum Sport schicken möchte, der kann und sollte!!! das mit ruhigem Gewissen tun, denn auch wenn die Dopingproblematik natürlich besteht, so ist die Chance bei uns darin verwickelt zu werden meiner Meinung nach minimal!
Mit schnellen Grüßen, Euer Jan.
Ach, die nächste Kontrolle war drei Tage später…
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| Bilder aus Zeulenroda |
10.05.2007 |
...wenn auf jemanden Verlass ist, dann auf Steffen Uliczka. Der hat wieder klasse Bilder geschossen, von denen nun auch ein paar in meiner Galerie zu finden sind...
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| Grüße aus St.Moritz |
10.05.2007 |
Das Erfolgsrezept des letzten Jahres zu kopieren wird wohl nicht einfach, doch versuchen werde ich es auf jeden Fall und noch die ein oder andere Verbesserung einbauen. Daher bin ich auch wieder hier in den Bergen gelandet, auch wenn mir diesmal der Alex im Training schon sehr fehlt. Bislang habe ich mich hauptsächlich von der DM erholt, also noch keine richtigen Tempoläufe gemacht. War auch garnicht so einfach, nach der Belastung auch noch die Höhenanpassung zu überstehen. Jetzt wirds aber von Tag zu Tag besser, und am Samstag düse ich dann noch kurz nach Bern zu einem City-Lauf und besuche dort auch unsere schweizer Laufkollegen. Heute war es hier so warm, das ich im T-Shirt rennen konnte, und das Panorama haut mich jedes mal aus den Socken.... |
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| Deutsche Meistrschaften 10 000m |
07.05.2007 |
Windige Zeiten in Zeulenroda, und wir mittendrin. Es ging ganz schön zugig zu, dort oben auf dem Hügel und dennoch waren die Leistungen wie ich fand recht gut. Schon in unserem 10 000m Rennen haben sich zwei Mann für die U-23 EM und zwei für die U-20 qualifiziert. Das war klasse, besonders, da der eine davon Christian Glatting, ist, der seid Herbst in unsrer Wattenscheider Gruppe trainiert. Bei mir hat es nicht zur WM-Norm gelangt, doch das war von vornherein klar und daher habe ich mich auf den Titel konzentriert. Es war ein typisches Meisterschaftsrennen.
Anfangs haben Sebastian Hallmann und ich noch für ein ordentliches Tempo gesorgt, doch da sich keiner so richtig an der Führungsarbeit beteiligen wollte, wurde es schliesslich doch sehr unrhytmisch. Dann wurden wir uns aber irgendwann noch einig und so konnte ich mich über den Titel und ein paar von den Jungs über die geschafften Normen freuen.
Wenn André Pollmacher und Alex dabei gewese wären, wäre es sicher ganz anders abgegangen...
Ich hoffe, dass die Entscheidung über die Vergabe der 10 000m DM beim nächsten Mal ein wenig pfiffiger ausfällt. Die Organisatoren vor Ort haben das Event prima gemanagt doch auch bei dem Meeting in Zeulenroda herrscht oft starker Wind, und wer weiss, wäre der nicht gewesen, hätten wir vielleicht noch zwei WM-Normen bei den Frauen und einen Deutschen Rekord über 3x1000m gehabt. Die Berliner waren nämlich bärenstark, wenn auch nicht ganz so souverän wie unsere 3x800m Mädels ;-)
Das meine Analyse etwas auf sich hat warten lassen, liegt übrigens daran, dass ich schon wieder im Trainingslager bin. Wie auch im letzten Jahr, versuche ich in St.Moritz Kraft und Ausdauer zu tanken. Daher schicke ich Euch diese Grüsse auch mit einem fröhlichen grinsen, denn der Blick auf die Berge ist einfach traunhaft.... Ach, kleine Angebernummer: auf der Bahn bin ich über 10 000m noch nie geschlagen worden... ;-) Bis denn, und nicht zu Ernst nehmen, mein gequatsche
Euer Jan
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| DM Vorschau |
01.05.2007 |
| Am Samstag wird´s ernst: 10 000m um die Bahn. Zeulenroda ruft und wir werden antworten. Die Form steht, die Spannung steigt, die Taktik bleibt geheim und denn mal los. Die schnellen Schuhe sind schon eingepackt und nun bin ich gespannt auf die Konkurrenz... |
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| Am Rande der Rennbahn... |
01.05.2007 |
| ...werden wir morgen schön den Grill anschmeißen. Normalerweise laufen wir ja um den Kemnader Stausee immer nur herum und beneiden die vielen Barbecue-Gesellschaften, doch morgen drehen wir den Spieß um und werden mitleidig auf die vielen Läufer schauen, während wir uns an dem ein oder anderen Steak erfreuen. Da tankt das Tono-Team Kraft für die DM und sonstige Vorhaben. Und ich? Ich weiß nicht, ob ich nun langsam anfangen muss "vernünftig" zu werden. ;-) Viele Grüße von einem noch 29 jährigen! |
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| Auf dem Weg zur WM/Olympiade.... |
23.04.2007 |
...bin ich wieder ein Stück vorwärts gekommen. Gerade war die Prüfung in Plasma- Kern- und Festkörperphysik angesagt und nun kann ich wieder sehr befreit durch die Wälder rennen. Das war eine prima Prüfung, doch am schönsten ist es immer, wenn es geschafft ist...
Gleich geht es mit Alex zum Dauerlauf und dem werde ich dann all das über Driften und Diffusion in torodialen Plasmen erzählen, was ich gerade nicht gefragt wurde. Irgendwer muss sich das gesammelte Wissen ja schließlich anhören ;-) Bis bald und dann wieder mit sportlichen news, Euer Jan.
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| Trainingslager Texel |
19.04.2007 |
Das war mal wieder was: zum 15.Mal auf Texel, doch so eine riesige Gruppe habe ich dort noch nie erlebt! Und da sag noch einer in Deutschland hätte der Nachwuchs keine Lust aufs Laufen. Da kann man sich über Ostern auf der Insel aber vom Gegenteil überzeugen. Nicht nur unsere Gruppe war mit 50 Läufern von 13-30 Jahren vertreten (O.K., Tono ist ein wenig älter…), sondern auch die Gruppe aus Leverkusen und noch mindestens 10 weitere Vereine waren am Start und haben sich in den Wäldern, Dünen oder am Strand ausgetobt. Es hat mir riesig Spaß gemacht, soviel motivierten Nachwuchs zu beobachten. Hoffentlich lassen die sich noch etwas Zeit, bevor sie mir davon rennen ;-)
Gut trainiert haben wir auch, und unser ohnehin schon sehr starkes Team noch mit Steffen Uliczka und Phillip Bandi aus der Schweiz verstärkt. Das war schon fast Kenia-feeling, wenn man da gemeinsam gestartet ist. Phillip hat uns mit sensationeller Schokolade versorgt, und Steffen hat die meisten der Bilder geschossen, die ihr nun in der Texel-Galerie ansehen könnt. Auch die Fotos die als Hintergrund dienen sind übrigens von ihm.
Das ich mit dem Bericht so lange gebraucht habe liegt daran, dass am Montag meine Experimentalphysik-Prüfung auf mich wartet und da musste ich noch einiges aufarbeiten. Nun ist aber Pause angesagt und ich hoffe ihr habt Spaß mit den Bildern.
Schnelle Grüsse, Euer Jan
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| Niemand jubelt so schön wie... |
05.04.2007 |
Danke für eure Stimmen!!! Das Resultat findet ihr auf leichtathletik.de. Habe michsehr gefreut ;-)
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| "Wenn die Endophine Achterbahn fahren.." |
05.04.2007 |
Ein schöner Artikel zum Tema: "Endlich im Ziel ;-)" kam auf la.de
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| runnersworld.de Tagebuch: zurück in Bochum |
05.04.2007 |
Tja, wie übersteht man als Läufer einen 11-Stunden-Flug am besten? Unser Rezept: völlig übermüdet in den Flieger steigen, das erste Essen abwarten, dann die Äuglein schließen und erst wieder aufwachen, wenn die Maschine zum Landeanflug ansetzt.
Da die Läuferbeine ja am liebsten immer in Bewegung sind und nichts so sehr verabscheuen, wie Stillsitzen, haben wir diese Strategie sehr intensiv verfolgt und in Las Vegas hat sich zum Glück auch die Gelegenheit ergeben, die Zeit der Abendstunden sinnvoll zu nutzen.
Entsprechend k.o. waren wir dann auch beim Abflug und haben während des Fluges schön geschlummert. Von Frankfurt aus ging es dann mit dem ICE nach Bochum, um 17:30 Uhr waren wir hier und um 17:50 war ich endlich wieder auf meiner Hausstrecke unterwegs und habe die Frühlingsluft genossen.
Ist Euch eigentlich bewusst, wie toll gerade diese Tage sind?!
Achtet darauf. Die Luft ist unglaublich, das Vogelgezwitscher begleitet durch Felder und Wälder und endlich kann man wieder mit kurzer Hose und T-Shirt rennen. Das nenne ich Freiheit!
Die Koffer sind übrigens überhaupt nicht ausgepackt, denn es geht direkt weiter an die Nordsee. Auch ein gutes Reizklima und auf Texel renne ich bereits seit 15 Jahren regelmäßig durch die Dünen und suche den Texelschen Spring-Osterhasen.
Ich freue mich auf den Rest unseres Wattenscheider Teams und bin gespannt, wer aus anderen Vereinen noch so dort ist.
Euch haben die Berichte aus dem Wilden Westen hoffentlich Spaß gemacht und wenn Ihr weitere Läufer-Storys und Tips lesen möchtet, schaut einfach auf meiner Homepage vorbei. Außerdem gibt es bestimmt auch hier bald wieder eine Neue Serie. Vielleicht ja im Mai aus St.Moritz….
Schnelle Grüße, genießt den Läuferfrühling und viel Erfolg und Spaß bei Euren nächsten Trainingseinheiten und Wettkämpfen,
Euer
Jan
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| runnersworl.de Tagebuch: Der Abschied |
28.03.2007 |
Nun ist es also geschafft! Wir haben 4 ½ Wochen gut trainiert und nicht alles lief nach Plan, doch insgesamt sind wir alle sehr zufrieden. Die Tübinger, die ja erst sehr viel später angekommen sind, bleiben noch ein wenig länger. Aber da es gerade wieder anfängt zu schneien, sind wir nicht allzu traurig, dass es wieder Richtung Heimat geht.
Den Gesamt-Sieg des Trainingslagers hat Alex geholt, was mir sehr missfällt. Da werde ich weiter hart an mir arbeiten müssen. Unsere Mittelstreckler, Thorben und Moritz, haben sehr vernünftig gearbeitet und wir sind sehr gespannt, mit was für riesen Schritten sie nun im Sommer auf Normjagd gehen. Romy hat sich in unserer Männer-Clique gut behauptet und zweifellos die meiste Zeit mit Training verbracht.
Bei mir war es soweit auch in Ordnung. Ich bin zwar eher der Typ, der immer etwas mehr will, aber dann vergleiche ich einfach die vier Wochen mit dem was ich letztes Jahr hier so getrieben habe und stelle fest, das es dort genauso war wie diesmal.
Nun fahren wir morgen nach dem Dauerlauf nach Las Vegas, wo wir dann einmal übernachten, bevor der Flieger nach Frankfurt geht. Eine kleine Belohnung, um neue Kräfte für weitere zehn harte Tage auf Texel zu sammeln, wo der Rest des TV Wattenscheid schon sehnsüchtig darauf wartet, uns in Grund und Boden zu rennen. Denen werden wir es zeigen ;-)
Außerdem müssen wir in Vegas erstmal die Bank sprengen, um die Kosten für unsere Höhenluft zu refinanzieren.
Den Abschlussbericht und eventuell noch ne Story aus dem Casino, mal schaun was da so geht, gibt es dann aus Deutschland…
Einen letzten Gruß aus Flagstaff,
Euer Jan
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| runnersworld.de Tagebuch |
28.03.2007 |
Ich empfehle keinem, das nach zu machen, was wir hier treiben. Denn wir können das auch nur im Trainingslager, wo wir fast nur schlafen, essen und laufen. Trotzdem möchte ich Euch einen weiteren Einblick geben, wie viel man trainieren muss, um eine Chance auf eine WM-Nominierung zu bekommen.
Wir würden auch gerne noch einige Kilometer mehr abreißen, und die natürlich schneller, doch die Grenzen bekommt man dann sehr schnell aufgezeigt. Das habt ihr bestimmt auch schon alle hinter euch. Ein bisschen mehr ist leider oft schon viel zu viel. Also immer nach dem Motto: viel hilft viel, aber auf Warnsignale achten ;-)
Eine typische Trainingswoche hier oben sieht bei Alex und mir daher wie folgt aus:
Dienstag:
vormittags: einlaufen, 6x2000 m im Gelände, auslaufen
nachmittags: eine Stunde Radfahren und anschließend Rumpfstabilisation
Mittwoch:
vormittags: 20 km
nachmittags: eine Wanderung
Donnerstag:
vormittags: 8 km und 10 x 200 m locker
nachmittags: 16 km gesteigert
Freitag:
vormittags: einlaufen, 15 km profilierter Tempo-Dauerlauf, auslaufen. nachmittags: 8 km
Samstag:
vormittags: 18 km
nachmittags: eine halbe Stunde Schwimmen und danach eine halbe Stunde Aqua-Jogging
Sonntag:
vormittags: gemütlicher Long-Jog über 25 Kilometer.
Am besten variieren kann man immer bei den Dauerläufen. Fühle ich mich frisch, werden die letzten 3 km einfach ein wenig schneller. Doch oft genug wird auch mal der gesamte Lauf mit angezogener Handbremse und unter viel Geächze absolviert…
Also wie sagen die auf MTV immer so schön: „please don´t try this at home!“…
sonst wird mir auch die Konkurrenz zu stark ;-)
Schnelle Grüsse
Euer Jan
Highlight heute war übrigens Moritz, der die Amis in der Uni mit seinen Basketballfähigkeiten beeindruckt hat und dafür fast schon ein Stipendium bekommen hätte.
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| rnnersworld.de tagebuch |
28.03.2007 |
Regeneration: ganz, ganz wichtig!!! Und da kommt doch immer wieder der Fernseher zum Einsatz. Einfach die Füße hochlegen, total abschalten und sich berieseln lassen. Nach der zweiten Trainingseinheit kann man sich auf die Lernsachen eh nicht mehr konzentrieren also: Glotze an.
Und da kommen sie: die kleinen Unterschiede zur geliebten Heimat. Zum einen kommt ein Blockbuster nach dem nächsten, was man am Anfang spitze findet, doch die Ernüchterung folgt auf dem Fuße, wenn man merkt, das dieser Film dafür auch fünf Tage hintereinander immer wieder gezeigt wird. Da ist dann auch irgendwann Star Wars nicht mehr ganz was Neues.
Das schönste aber ist, dass wirklich jedes Stück nackte Haut und jedes böse Wort herauszensiert wird. Da gibt es häufiger mal ein Peep, obwohl jeder weiß, was gesagt wurde.
Eine hoch moralische Einstellung. Man stelle sich aber unsere Überraschung vor, als wir zum Mittagessen den Fernseher einschalteten und in einer der blutigsten Auseinandersetzungen zwischen Menschen und Vampiren landeten, die wir je gesehen haben. Da wurden Köpfe abgehackt, Brustkörbe aufgerissen und rote Fontänen spritzten durch das Bild.
Da wurde selbst unser Appetit etwas geschmälert, und was das bei Läufern heißt, wisst ihr ja! Passt gut zu den Waffen im Supermarkt. Man muss sich jeder Zeit verteidigen können!
Zum Training: Wir sind noch eine Woche hier und da wollte ich noch mal richtig durchstarten. Gut gefühlt und ab dafür. Stattdessen war heute ein ganz, ganz ruhiger Tag angesagt, denn der Hals kratzt und eine Erkältung zerstört schnell die Arbeit von Wochen. Auch das ein Problem der Höhe: man ist hier sehr viel anfälliger gegenüber Infekten. Scheint aber noch mal gut gegangen zu sein, bin schon wieder auf dem Damm.
Bis bald, Euer Jan
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| mens health |
25.03.2007 |
| In der aktuellen Print-Ausgabe der "Mens health" ist ein großer Artikel drin, in dem Toby Unger Tips zum Schnell-Laufen gibt. Ich mache dort ein paar Stabi-Übungen vor und erzähle was zum Ausdauernd-Rennen. Die Fotos von uns sind sehr cool geworden... |
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| Bilder |
25.03.2007 |
| Die neuen Fotos sind online. Etwas wild sortiert, doch wenn ihr noch einen besseren Einblick in unser Trainingslagerleben möchtet, klickt einfach die Galerien unter der Rubrik "Bilder" an. Viel Spaß! |
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| runnersworld.de Tagebuch |
24.03.2007 |
Fast fünf Wochen dauert das Trainingslager der deutschen Langstreckenläufer im amerikanischen Flagstaff. Jan Fitschen berichtet diesmal über seine Überlegungen beim Kofferpacken. Der nächste Bericht aus dem Höhentrainingslager folgt am Montag.
Nein, kein Vortrag über Pronationsstützen, Dämpfungssysteme oder womöglich die richtige Farbe, das überlasse ich den Spezialisten im Laufgeschäft Eures Vertrauens. Dafür ist eine Ferndiagnose ungeeignet.
Aber trotzdem eine interessante Frage: was packe ich in meine Tasche, wenn man sich aufmacht, fast fünf Wochen lang in der Ferne Kilometer zu fressen. Da will man ja das gewohnt gute Equipment haben, kann aber auch nicht einen ganzen Koffer voll nur mit Schuhen schleppen.
Also: einen schwereren Schuh, für die "normalen" Dauerläufe, damit man sich später umso mehr über die Racer freut. Einen normalen, mittelschweren muss man einfach haben, dann am besten einen cross-tauglichen, denn hier muss man immer mit plötzlich einsetzendem Schnee rechnen, meine Lieblinstreter, die Lightweight-Trainer, und dann für die richtig schnellen Läufe den ultra-leichten-jetzt-geht`s-ab Schuh!
Für die Mittelstreckler kommt noch ein Paar Spikes dazu, doch die sparen wir Langtreter uns zu dieser Jahreszeit noch. Na gut, zugegeben, wir hatten doch jeder eine kleine extra Tasche nur mit Schuhen mit ;-)
Zu Hause stehen bei mir locker zwanzig Paar rum, von manchen kann ich mich einfach nicht trennen, die meisten brauche ich unbedingt und andere sind für Spezialeinsätze.
Das sind noch einige mehr, als bei meiner Freundin, obwohl sie läuft und wie eine Verrückte Tennis spielt.
Ach, unser Gas-Kaminfeuer ist auch typisch amerikanisch, es entzündet sich auf Knopfdruck. Schön einfach.
Schönes Wochenende,
Euer
Jan
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24.03.2007 |
Wo wären wir ohne ihn, den Mann, der immer am Rande der Tartanbahn steht, sich die Zehen abfriert, während wir gemütlich unsere Runden drehen, und der beim Wettkampf tausend Tode stirbt, wenn wir einen taktischen Fehler nach dem Anderen machen?!
Tono Kirschbaum ist unser Wattenscheider Chef und Heimtrainer. Leider ist er diesmal nicht dabei, da auch der Rest der Gruppe, der noch zuhause weilt, betreut werden möchte. Doch wenn wir mal nicht weiter wissen, wird eine mail geschrieben oder das Telefon bemüht.
Manchmal wundert man sich über die Trainingspläne und ändert eigenmächtig das Ein oder Andere. So flexibel muss man schon sein, dass man auch auf den eigenen Eindruck vertraut. Doch insgesamt ist es immer gut, wenn man weiß, dass sich da noch jemand Gedanken macht.
Vor Ort betreut hat uns in diesem Jahr unser Bundestrainer-Langstrecke, Detlef Uhlemann. Wir haben ihm mal gezeigt, was hier so abgeht, und er hat uns soweit möglich auf dem Rad begleitet, das aber nach einer Woche geklaut wurde.
Er hat Strecken abgemessen und aufgepasst, dass wir nicht überziehen. Hey Detlef, keine Angst, wir machen das hier nicht zum ersten Mal!
Das war eine klasse Sache. Nun ist er aber schon wieder zurück in der Heimat und wir feiern nur noch wilde Parties! Nee, quatsch, die einzige Fete war die, die wir zu Detlefs Abschied gefeiert haben.
Und nach wie vor ist eins der großen Ziele für uns, seine Bestzeiten zu knacken, denn da gibt's vom Bundestrainer ein ausgeklügeltes Prämiensystem: 30 l für den, der als erstes seine 5000 m Zeit unterbietet, und 50 l für den Ersten, der die 10 000 m schneller rennt.
Schon klar, dass das ein weiterer Ansporn ist ;-)
Versteht mich nicht falsch, hier wird absolut professionell gearbeitet, aber Spaß muss sein, sonst zerfleischen wir uns nach spätestens zwei Wochen gegenseitig. Sind schon alles ziemliche Charakter-Köpfe!
Bis denn
Euer
Jan
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23.03.2007 |
Damit Ihr nicht glaubt, bei uns liefe immer alles voll nach Plan, berichte ich nun kurz über ein Tempolauf-Programm, dass ich wegen Formschwäche abbrechen musste.
Es fällt mir zwar schwer, doch auch das gehört leider immer wieder dazu. Und ich habe diesmal nicht einmal eine Ausrede.
Jeder kennt das: Man rennt los und fühlt sich einfach müde. Ich mache dann meist folgendes: Erst einmal probieren und wenns dann nicht geht, muss man halt in den sauren Apfel beißen und auch mal verzichten.
Jedes Mal habe ich dann schlechte Laune. Denn ohne den Willen, immer alles voll durchzuziehen, würde man wohl keinen Leistungssport machen.
Also Einlaufen, Gymnastik und dann los. Auf dem Programm stehen sechs mal 2000 m mit 2:30 min Trab-Pause. Der erste Lauf ist zäh, beim zweiten rennen mir Alex und Sebastian Hallmann schon davon, ich mache noch zwei weitere, doch dann werfe ich das Handtuch.
Lactat-Messung: 2,1mmol. Bei weitem nicht ausbelastet, doch die Beine wollten einfach nicht mehr.
Und dann muss man das Ding einfach abhaken und beim nächsten Mal wieder durchstarten, denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass genau das das Wichtigste am Training ist: zum richtigen Zeitpunkt auch mal was weglassen. Ist in dem Moment zwar total blöd, muss aber sein!
Man darf sich bei ein wenig Unlust natürlich nicht mit Formschwäche rausreden. Doch wenn man es probiert und nach dem Einrollen immer noch nicht locker ist, dann hat es einfach keinen Zweck und der Läufer-Körper will eben lieber auf dem Sofa liegen ;-)
Grüße von der Couch
Euer
Jan
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23.03.2007 |
Unsere Dauerläufe mit dem Track-Team der Uni sind schon seit längerem eine feste Veranstaltung. Da erfährt man so einiges über das Leben in den Staaten und auch mal etwas darüber, was die Menschen wirklich so denken. Die Aufkleber auf den Trucks: "proudly supporting our troups" spiegeln nämlich zum Glück nur einen kleinen Teil der Lebendseinstellung wieder.
Und es gibt immer wieder etwas zu lachen. Wenn wir zum Beispiel in unseren Winter-Laufsachen zum Sonntagsläufchen kommen, so rennen die Jungs in kurzer Hose los und hängen nach 10 Minuten noch den Pullover in den Baum, um bei null Grad halb nackt durch die Wälder zu toben. Irre.
Zur Abwechslung waren wir heute bei den norwegischen Gehern eine große Pizza-Schlacht feiern - auch das eine Tradition hier in Flag, die wir genüsslich zelebrieren. Das war eine sehr große Tafel, denn mit den Tübinger Läufern sind wir jetzt schon mit 14 Leuten am Start.
Ein sehr schöner Abend und die Wurzeln des Erfolges des norwegischen Teams liegen im Norden Deutschlands. Stephan, der Coach kommt aus unserer Heimat und war unter anderem in Wattenscheid als Mittelstreckler aktiv. So klein ist die Sportlerwelt.
Bis morgen
Euer
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20.03.2007 |
Wie Ihr ja in den letzten Berichten schon erfahren habt, besteht ein Großteil unseres Trainings aus Dauerläufen. Ein normaler Dauerlauf geht über 15 km, der regenerative, nachmittags nach den Tempoläufen, über 8 km und der lange am Sonntag über 20-25 km.
Für jeden von uns ist diese Trainingsform das Kernstück.
Daher gibt es ein paar kleine Rechenspiele zum Thema Geschwindigkeit.
Setzte ich meine Wettkampfleistung von etwa 28 Minuten auf zehn Kilometern als maximale Geschwindigkeit voraus, so entspricht mein Dauerlauftempo von 4:10 min/km bei den langen, 3:50 min/km bei den normalen Läufen einer Geschwindigkeit von ungefähr 70% des Wettkampftempos.
Was aber heißt das für jemanden mit einer Bestzeit von 35, 40, 45, 50, 60 oder 70 Minuten auf der 10 km Distanz?
Tja, Ihr rennt alle tierisch schnell ;-).
Da entspräche dem 35 Minuten-Läufer ein Tempo von 5 min/km, zur 40 min passt 5:40 min/km, zu einer 50 Minuten Bestzeit 7:10 min/km und der Stunden-Renner würde bei 8:30 Minuten pro Kilometer durch die Gegend traben, oder gehen?!
Natürlich hinkt der Vergleich gewaltig, da bei uns die Gesamtbelastung durch die hohen Umfänge und die Intensität durch die Tempoläufe kommt, doch zum Nachdenken kann er schon anregen.
Na sicher macht es Spaß, wenn man nach dem Laufen ausgepowert nach Hause kommt, doch das sollte man nicht übertreiben und ab und an etwas langsamer zu trainieren bringt einen vielleicht sogar noch schneller ans Ziel?
Heute waren wir wandern und haben uns am höchsten Berg Arizonas die Zähne ausgebissen, da schon nach 10 Minuten auf 2700m Hohe eine dichte Schneedecke unser Unterfangen erschwerte. Also haben wir einfach auf halber Strecke ein Picknick gemacht und sind dann umgedreht.
Viel Vergnügen beim nächsten Läufchen
Euer
Jan
ach, bei runnersworld.de sind auch immer bilder dabei...
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| Keiner jubelt so schön wie... |
17.03.2007 |
Damit in good old germany mal wieder was los ist und ihr nicht völlig verzweifelt vor eurem PC sitzt, haben die Jungs von Leichtathletik.de sich etwas für euch einfallen lassen: es darf gewählt werden. Und zwar wird der prestige-trächtige Titel: "keiner jubelt so schön wie..." vergeben. Da kann ich mich nur mit eurer Hilfe gegen die süßen Hüpfer und den Björn bestehen. Also surft mal vorbei!
Bald gibts auch wieder neue Fotos hier.....
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17.03.2007 |
Das Frühstück in unserer Unterkunft ist schon eine Story wert. Drei verschiedene Sorten Kaffee aus Riesenkannen stehen zum Zapfen bereit - einmal entkoffeiniert, einmal regulär und einmal robust - the rich dark eye opener - und selbst durch den kann man noch bis in eine Tiefe von drei Metern hindurchsehen.
Dass es kein vernünftiges Brot gibt, versteht sich von selbst, doch dafür jede Menge Kuchen und Muffins. Und die sind Spitze!
Für uns geht jedes Mal die große Suche los, wenn wir versuchen aus den zehn verschiedenen Sorten Haferflockentütchen die einzigen ohne Apfel-Zimt, Sirup, oder was auch immer an Geschmackstoffen, heraus zu sortieren und die Damen, die diese Tütchen auffüllen, sind schon ganz verzweifelt.
Besonders schön sind auch die Spiegeleier, die liebevoll in einem Förmchen zu exakten Kreisen gestaltet werden, oder die Fleischsuppe die wir erst für Birchermüsli gehalten haben. Moritz Gesicht beim Probieren sah sehr interessant aus ;-)
Das Allerbeste ist aber das Geschirr. Es trägt unheimlich zu der gemütlichen Atmosphäre bei, die wir alle so schätzen, und wir sind uns fast sicher, dass alles recycelt wird?
Trainiert wurde auch noch: acht Kilometer zum Einrollen, dann ein kurzes Koordinations-Programm, drei Steigerungsläufe und 10 x 200 m in 32 Sekunden, um aus dem Dauerlauf-Schlappschritt herauszukommen. Dabei die Sonne genießen, und auslaufen.
Nachmittags dann einen schönen Dauerlauf über 18 km auf unseren Trails im 3:50 er Schnitt.
Ein lockerer, sehr schöner Tag!
Sonnige Grüße
Euer Jan
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17.03.2007 |
Nur eine Trainingseinheit heute und was gibt es da schöneres, als den ganzen Tag im Bett zu liegen und sich von den Strapazen der vergangenen Kilometer zu erholen?
Wunderbar!
Die Sonne scheint wie verrückt, der Rest des Teams macht einen schönen Ausflug und ich? Ich lerne für die Plasmaphysik Prüfung. Klar, jetzt bekommen alle große Augen und wollen Tipps, wie sie Ihre Blutwerte verbessern können, doch da muss ich Euch enttäuschen. Das Plasma um das es hier geht will wohl keiner in seiner Blutbahn haben.
Der vierte Aggregatzustand der Materie: man füge einem Festkörper Energie zu - z.B. Wärme - und er wird flüssig. Noch mehr Energie und die Flüssigkeit wird zu einem Gas. Tja und wenn man dann noch einen draufsetzt und noch mehr Energie zuführt, dann kann man Elektronen von den Atomkernen trennen und erhält ein Gas, in dem geladene Teilchen umherdüsen.
Mit Hilfe solcher Plasmen werden z.B. Computerbauteile hergestellt und meine Kollegen arbeiten noch fleißiger als ich daran, in Zukunft die Energieversorgung der Menschheit mit Fusionsplasmen zu sichern.
Dann brauchen wir keine Schadstoff ausstoßenden, herkömmlichen Kraftwerke mehr und müssen wegen des Klimawandels Sturmfluten in Bayern fürchten.
Für alle, denen das jetzt zu wenig Laufen und zuviel Physik war: Ich habe bald eine sehr wichtige Prüfung über eben dieses Thema und ab und an mal was anderes außer Rennen ist auch mal ganz nett.
Wenn Ihr jetzt nicht alle böse Lesermails schreibt, erzähle ich beim nächsten Mal was zum Thema meiner Diplomarbeit. Das lautet: Absorptionsspektroskopie ;-)
In unserer Trainingsgruppe studieren übrigens fast alle. Das dauert zwar meist etwas länger, als bei "Fulltime-Studenten", denn da sind wir nicht so schnell wie auf der Bahn, aber ähnlich ausdauernd, und das sind dann die Dinge, die wir in unserer Freizeit machen ;-).
Schnelle Grüße,
Euer Jan
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15.03.2007 |
Sechs mal zweitausend Meter, dazwischen 2:30 min Trab-Pause! Das sind erst einmal die harten Fakten.
Heute ging es wieder richtig rund. Am Vormittag war ein Tempoprogramm angesagt: für die Langtreter sechs mal, für die Mittelstreckler nur fünf Läufe. Für solchen Einheiten haben wir eine schöne Waldrunde mit leichtem Profil.
Generell kontrollieren wir die Intensitäten beim Training mit Hilfe von Herzfrequenzmessern, doch bei Tempoläufen machen wir auch zwischendurch Laktat-Kontrollen. Das gibt mehr Sicherheit, auch wenn wir sonst viel mit Gefühl und Erfahrungswerten arbeiten.
Die Läufe waren heute sehr gut, und besonders da ich am Samstag den Tempodauerlauf wegen Totalausfall abbrechen musste, habe ich nun wieder beste Laune. Denn auch mit fast 15 Jahren als Leistungssportler, gehen mir schlechte Trainingseinheiten immer noch extrem auf die Nerven.
Alex hatte nach dem 3. Lauf einen Laktat-Wert von 2,9 mmol, ich nach dem 4. Lauf einen von 4,2 mmol. Auch daran sieht man, wie individuell diese Werte sind, da Alex und ich fast in der gleichen Form sind. Am Ende des Programms lag Alex Wert dann bei 4,4 und meiner bei 6,0 mmol.
Für ein solches Programm, das im Bereich der so genannten Grundlagenausdauer 2 liegt, waren die Werte in Ordnung.
Unsere Mittelstreckler haben ihre Läufe etwas langsamer gemacht, bei fast den selben Werten wie wir. Das liegt auch daran, dass Mittelstreckler eine größere Laktat-Toleranz haben und das Laktat auch schneller bilden.
Ein- und Auslaufen von je drei Kilometern gehört natürlich genauso dazu wie ein wenig Dehnen vor den Läufen.
Als lockere Nachmittagseinheit haben wir dann noch ein leichtes Krafttraining zur Rumpfstabilisierung gemacht. Das sah so aus, dass wir bei strahlendem Sonnenschein auf dem Sportplatz Übungen mit dem eigenen Körpergewicht machten, und natürlich auch da wieder mit Ein- und Auslaufen.
Ein anstrengender Tag und momentan wird unser Bergfest mit einem! isotonischen Durstlöscher auf Hopfen- und Malz-Basis gefeiert ;-)
Schnelle Grüsse
Euer Jan
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14.03.2007 |
Nachdem Ihr hoffentlich gestern alle gut gegessen habt - wir haben bei unserem gestrigen Rezept vergessen, dass noch Essig mit reingehört - , kommt heute wieder ein Beitrag, der über die Kultur dieser großartigen Nation aufklärt.
Was mich ganz besonders fasziniert, ist das Einkaufen. Natürlich besorgen wir unsere Lebensmittel im Großmarkt. Denn jemand, der den ganzen Tag durch den Wald rennt, verbrennt auch ordentlich Kalorien. In diesem Großmarkt stehen am Eingang palettenweise Plasmabildschirme und die Autoreifen werden neben dem Gemüse feilgeboten.
Besonders schön aber ist der riesen Supermarkt direkt vor unserer Tür.
Wenn man reinkommt, gibt es zunächst Gartenbedarf. Fast hätten wir einen 1,50 m großen Plastik-Löwen als Trainingslagermaskottchen gekauft, doch dann geht es erst richtig los.
Die Spielwarenabteilung: vorbei an den Hero-Turtels, direkt zu dem Set: Cowboy für Einsteiger, mit Wasserpistole und allem was dazugehört.
Fünf Meter weiter dann das Set für die Fortgeschrittenen: die Paintball-Kanone. Da kann man sich gegenseitig schon mit kleinen Farbkugeln ordentliche blaue Flecken auf den Hintern schießen.
Und, wer hätte das gedacht, weitere fünf Meter dahinter dann das Gerät für den Könner: das Gewehr mit Zielfernrohr. Nein, nicht aus Plastik oder so, sondern wirklich eine echte Waffe! Optimal, um das vorher Erprobte umzusetzen.
Da wundert man sich manchmal schon ein wenig!
Weidmanns Heil
Euer Jan
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14.03.2007 |
Kohlenhydrate und Eiweiße
Eines der am häufigsten diskutierten Themen eines Läuferlebens ist wohl die Frage der richtigen Ernährung. So auch bei uns.
Wie oft dürfen wir der Versuchung nachgeben und bei einem der zahlreichen Fastfood-Läden einkehren? Wie oft beim free-refil die Cola auffüllen?
Man stelle sich vor: In Flagstaff gibt es auf drei Einwohner einen Burgershop (zumindest ungefähr). Auch in einem Umkreis von 50 Metern um unsere Unterkunft können wir aus dem Vollen schöpfen. Doch Konsequenz ist unser zweiter Vorname und so sind wir bislang in zwei Wochen nur zweimal schwach geworden bzw. zu faul zum Kochen gewesen.
Und nicht dass es sonst immer Nudeln mit Ketchup gegeben hätte: nein, hier wird richtig gute deutsche Küche aufgetischt.
Die Gemüse-Reispfanne erfreut sich größter Beliebtheit, Detlefs Cashewkern-Lauch-Hühnchen-Gericht war der Knüller und heute dann das Spezialgericht von Alex und mir: der Linseneintopf.
Was nämlich gerade von Läufern oft überschätzt wird, ist die Aufnahme von Kohlenhydraten. Die nimmt man fast immer in ausreichender Menge zu sich, doch die Proteine (Eiweiß) kommen oft zu kurz. Hülsenfrüchte, der Sojadrink und häufiger mal Fisch helfen uns da weiter und so erholen sich die Muskeln besser. Natürlich gibt es auch mal Nudeln, aber deutlich höher im Kurs stehen Kartoffeln und Reis und dann nicht der weiße, sondern der gute Naturreis.
Hier unser Rezept: kocht euch doch auch mal was Gutes!
Aber bitte nicht direkt vor dem Wettkampf ;-)
Satte Grüße,
Euer Jan
Mein Linseneintopf
Zutaten (4 Portionen):
- 100g geräucherter, durchwachsener Speck
- 4 kleine geräucherte Mettwürste
- 700g Kartoffeln
- 2 Zwiebeln
- 3 Möhren
- 1/4 Sellerieknolle
- 1 Bd. Schnittlauch
- 1 Bd. Petersilie
- 500g Linsen
- Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Speck in Scheiben schneiden, Zwiebeln würfeln, Möhren, Sellerie und Kartoffeln schälen und waschen. Möhren in Stifte schneiden, Sellerie und Kartoffeln würfeln.
Linsen in einer Schüssel mit kaltem Wasser säubern. Zum Abtropfen in ein Sieb schütten. Kochplatte auf mittlere Hitze stellen.
Speckscheiben zum Ausbraten des Fetts in den Topf legen. Zwiebelwürfel zugeben und mit dem Speck goldbraun anbraten. Möhrenstifte und Kartoffelwürfel zugeben. Selleriewürfel ebenfalls kurz mitbraten.
Abgetropfte Linsen zu dem Gemüse geben. 1L Wasser aufgießen und zum Kochen bringen.
Kochmettwürste hinzugeben und Topf zudecken.
Bei geringer Hitze ca. 1 Std. köcheln lassen.
Kräuter fein schneiden. Schnittlauch und Petersilie unterrühren.
Servieren. Guten Appetit!
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| Neue Fotos |
11.03.2007 |
| Habe mal den Samstag Abend genutzt und ein paar neue Fotos reingestellt.
Schaut nochmal in die Flagstaff-Gallerie und die Bilder aus dem Canyon sind auch sehr nett ;-) |
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| Grand Canyon |
11.03.2007 |
| Der Grand Canyon hat gerufen und wir haben geantwortet - mit einer Wanderung über sechseinhalb Stunden.
Da geht es erstmal locker runter zum Colorado, die Füße baden und dann aber so was von wieder hoch! 1300 Höhenmeter, bei denen dann doch irgendwann jedem die Lunge brennt. Und dann sind die Sportler ja immer so drauf, dass sie sich gegenseitig beweisen müssen, was sie so draufhaben.
Martin war der erste der leiden musste. Wäre ja noch mal schöner, wenn ein Kickboxer sich an die Hacken von uns Langtretern hängen könnte. Gut das Romy ihm immer treu zur Seite stand und ihm den Aufstieg erleichtert hat: "Also bei dem Tempo spüre ich meine Beine noch gar nicht! Was, du hast Kopfschmerzen? Das ist aber gar kein gutes Zeichen!"
Tja, wer so lieb unterstützt wird?..
Zu dem Zeitpunkt hatten wir uns schon abgesetzt und Moritz durfte ausbaden, dass er als erster angefangen hat, zu laufen. Da lagen noch 900 Höhenmeter Aufstieg vor uns. Das war nicht soooo pfiffig!
Bis nach oben waren wir dann ungefähr genauso lange unterwegs, wie vorher nach unten.
Schmerzhaft war aber auch, dass wir zwischenzeitlich von einem jungen Pärchen aus dem Schwabenländle überholt wurden. Da haben wir etwas dumm geschaut. Am Ende war das aber zum Glück geklärt.
Nun geht hier gerade gar nichts mehr, ich schlafe am Computer ein und will nur noch ins Bett. Heute gibts zwei Bilder: eins von oben und eins von unten.
Müde Grüße ;-)
Euer Jan
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| Ein typischer Tag in Flag |
11.03.2007 |
| Damit hier nicht der Eindruck entsteht, wir würden die ganze Zeit auf der faulen Haut liegen, ab und zu mal wandern und dann jeden 3. Tag ein kleines Läufchen machen, beschreibe ich Euch einen schönen Trainingstag wie wir ihn heute wieder hinter uns gebracht haben:
Frühstück gibt es um 8 Uhr. Darüber gibt es später auch noch einen extra Bericht, denn auch dass war eine kleine Umstellung für uns.
Bis wir die zu vollbringenden Großtaten besprochen haben, ist es auch schon neun und dann geht´s um 10 Uhr offiziell los zum ersten Training.
Wir starten also um 10 nach 10 ;-), und das bedeutet für Alex und mich einen Dauerlauf über 18 Kilometer, für Thorben und Moritz 15 km und für Romy 20 km.
Alex und ich sind an einem lockeren Tag mit 4:00 min/km unterwegs, und steigern die letzten 3 km bis 3:30. Das ist in 2100m Höhe schon ganz o.k..
Romy setzt sich gerne im Anschluss noch eine halbe Stunde auf's Fahrradergometer und taucht erst sehr viel später wieder auf.
Dann wird als erstes der Fernseher angeschmissen, denn wir wollen uns ja auch ein wenig den Landessitten anpassen, und nach einer Viertelstunde Dehnprogramm und einer heißen Dusche gibt es ein paar Stullen.
Anschließend kommt, worauf ich mich schon seit dem Aufstehen freue: der Mittagsschlaf. Herrlich!! Ne, im Ernst, bei zwei Einheiten am Tag braucht der Körper extrem viel Ruhe. Sonst gibt es schnell einen Totalausfall in Form von Verletzung oder Erkältung. Danach wird in die Unibücher oder ins WWW geschaut, ich bekomme zu hören, was ich denn auf runnersworld.de wieder für nen Quatsch geschrieben hätte, und um 16 Uhr startet ein Koordinations- und Sprintprogramm.
Für die Fußkranken eine Massage, danach endlich das Abendessen, das gerade brutzelt, während ich hier schreibe (da habe ich ne super Ausrede, um nicht mithelfen zu müssen), später ein schöner Actionfilm und um 22:30 Uhr sind alle hundemüde und einer nach dem anderen verschwindet ins Bett.
Genauso läuft das hier ab.
Schnelle Grüsse
Euer Jan
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| Trainingsfrei |
07.03.2007 |
Das konnte ich doch neulich gar nicht glauben: da habe ich mich mit Deutschlands besten Ski-Langläufern unterhalten und dabei erfahren, dass die tatsächlich jeden Sonntag trainingsfrei haben. Ja ist das denn zu fassen?! Wo gibt´s denn so was?!
Bei uns gibt es im Jahr genau drei Wochen, an denen nicht täglich trainiert wird. Und die sind im September, am Ende der Saison. Tauschen möchte ich trotzdem nicht: mit Ski-Rollern auf den Alp d´Huez rauf klingt auch nicht so nach dem reinen Vergnügen?
Dafür haben wir heute aber unseren halben freien Tag um so mehr genossen. Sonntagsmorgen Long-Jog, 25 km, und dann eine schöne Tour in die Vulkankrater. Zu Fuß über die Lavaströme, wo man auch durch die Schuhe die Hitze noch deutlich spürte. Gut, dass der Schnee der letzten Tage und die 1000 Jahre seit dem letzten Ausbruch die Situation schon ein wenig beruhigt haben.
Als Belohnung für die erste erfolgreiche Woche hier und um neue Kraft zu tanken, haben wir uns dann mit einem Stück Kuchen im Macy´s belohnt. Natürlich nur, weil der Waschsalon direkt nebenan ist und man ja die Zeit, in der unsere Socken wie wild rotieren, überbrücken muss.
Nun geht es also in die zweite Woche, alle haben sich bislang sehr gebremst und sind gut angepasst. Mit Martin haben wir auch einen Physiotherapeuten als Verstärkung dazubekommen und so können wir jetzt richtig abgehen.
Für alle, die es ganz genau wissen wollen: in der ersten Woche bin ich 160 km - oder wie man hier sagen würde - 100 Meilen gelaufen. Nächste Woche wird's mehr.
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| Das ist Flag |
04.03.2007 |
| Heute möchte ich ein paar Infos darüber, warum wir uns von allen schönen Plätzen der Welt gerade Flagstaff ausgesucht haben. Zunächst natürlich die Höhe von 2100 m, auf der man einen sehr guten Höhenreiz spürt. Er ist aber noch nicht so extrem, dass man gar kein Tempotraining mehr machen kann.
Dann ist die gesamte Stimmung hier sehr entspannt: 50000 Einwohner, von denen die Hälfte Studenten sind. Früher war das hier ein kleines Holzfällerdörfchen und die Wälder sind immer noch das Highlight. Es liegt stets ein Hauch von Abenteuer und Aussteiger-Feeling in der Luft. Außerdem geht die legendäre Route 66 durch die Stadt und der Santa-Fee Express zieht locker 100 Wagons über die Schienen. Da steht man an der Bahnschranke schon mal etwas länger.
Unzählige Burger-Läden und Tankstellen reihen sich aneinander, da viele Touristen nach der Besichtigung des Grand Canyons hier durchreisen. Auf dem Snowball, einem Skigebiet, sind wir letztes Jahr als Alternativtraining schon die Piste hochgeklettert und dann auf einer Art Riesenteller ins Tal gerast. Die Dinger entwickeln eine erstaunliche Geschwindigkeit was dazu führte das ich so 2-3 kg Pulverschnee gefuttert habe.
Was uns aber am besten gefällt sind immer wieder die Trails. So breit, dass man nur hintereinander laufen kann und dann im Schlängelkurs, mal mehr, mal weniger profiliert durch die endlosen Wälder. Weicher Boden, oft recht anspruchsvoll, und immer sehr abwechslungsreich. Da hüpft da Läuferherz vor Freude!
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| Runner´s World Tagebuch |
03.03.2007 |
Wie wohl der ein oder andere vom Skifahren weiß, kommt der große Durchhänger oft am dritten Tag. Daher haben wir am Vormittag nur ein wenig Koordination und ein paar Steigerungen gemacht und über den Muskelkater geschimpft, den wir uns durch das Laufen auf den immer wieder auftretenden Schneefeldern eingefangen haben.
Nachmittags ging es dann in’s Gelände. Auf dem Arizona-Trail, einem Wanderweg der quer durch den ganzen Staat geht, zum Walnut-Canyon. Und nach der ersten halben Stunde sind wir auch prompt auf die ersten Elche gestoßen. Wer da dümmer aus der Wäsche geschaut hat, war schwer zu sagen, doch zum Glück konnten wir ausweichen.
Wir sind ja auch nur gewandert. Den hier lebenden Berglöwen sind wir noch nicht begegnet, doch einige Spuren sahen schon sehr vielversprechend aus. Coyoten und Bären gibt es angeblich auch, doch bis auf ein wenig Geheule war da bislang Fehlanzeige. Falls ich mal ein paar Tage nichts von mir hören lasse, wisst Ihr dann ja warum…
Im Minutentakt wechselndes Wetter, mal Schnee, dann sofort wieder strahlender Sonnenschein und schon wieder ein paar Schneeflocken. Als wir im Supermarkt unser Abendessen eingekauft hatten, fanden wir fast unser Auto nicht mehr, da sich innerhalb von 20 Minuten locker 15 cm Puder darauf abgesetzt hatten.
Auch das ging aber gut und wir waren froh, schließlich wieder am wärmenden Kaminfeuer zu sitzen.
Bald kommen die ersten harten Einheiten!
Bis dahin, Euer Jan
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| Runner´s World Tagebuch |
02.03.2007 |
| Im letzten Jahr haben wir eine "Höhenkette" gemacht, also eine ganze Reihe von Trainingslagern, in denen wir auf 1700-2100 m über dem Meeresspiegel
trainiert haben. Da kann man sich prima "wegschiessen", indem man zu
hart trainiert, aber mit etwas Erfahrung findet man dann zu Hause jede
Menge rote Blutkörperchen vor, die hoch motiviert den Sauerstoff durch
den Körper schleppen, und schon läuft man deutlich leichter.
Also ab in den Flieger! Frankfurt - Las Vegas, nein, nicht zum Pokern, sondern einfach nur weil es am schnellsten geht. Dann weiter, vier Stunden im Auto, und schon sind wir in Flag!
Damit Ihr wisst, mit wem Ihr es hier in den nächsten Tagen zu tun bekommt, hier zunächst die Vorstellung der Gladiatoren. Da ist Bundestrainer, Detlef Uhlemann, der uns betreut und mit einem ausgeklügelten Prämiensystem (später dazu mehr) dafür sorgt, dass wir unbedingt seine Bestzeiten knacken wollen. Wir müssen uns alle aber noch mächtig ranhalten, um seine Bestzeiten zu schlagen und wollen ihm hier im Trainingslager in Flagstaff schon mal ein wenig Angst machen, damit er weiß, dass es nächstes Jahr soweit ist.
Thorben Grothaus ist - genau wie ich früher - auf der 1500 m Strecke zu
Hause und will in diesem Jahr die 3:40 Minuten unterbieten. Romy Spitzmüller hat schon jetzt mit stundenlangen Wanderungen den Bundestrainer gut geschafft. Sie geht im Marathon an den Start. Gut an unsere Situation angepasst hat sich auch Moritz Waldmann, der auf dem Teamfoto das Nationalmannschafts-Outfit der USA präsentiert, und bei der U-23 EM die 1500 m laufen möchte. Und schließlich ist Strongman - den Titel hat er sich dieses Jahr in Münster verdient - Alex Lubina. Er war letztes Jahr deutscher Vizemeister über 10 000 m, konnte aber dann aufgrund eines Ermüdungsbruchs nicht in Göteborg starten.
Beim Training haben wir uns bislang am Riemen gerissen und nur lockere
Dauerläufe gemacht. Das ist ganz wichtig, denn die Höhe verzeiht keine
Fehler. Besonders am Anfang muss man daher immer schön die Handbremse
anziehen. Auch wenn tolles Wetter und traumhafte Trails zu schnellem
Laufen animieren. Allerdings ist man ohnehin etwas platt von der
Zeitumstellung und der Fahrt und so braucht der Körper besonders viel
Ruhe. Daher sind hier auch immer um spätestens 22 Uhr die Lichter aus.
Bis bald
Euer Jan
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| Runner´s World |
28.02.2007 |
Yeah, das ist doch mal was: ein eigenes Tagebuch auf runnersworld.de. Ich werde versuchen die Berichte sowohl dort, als auch hier zu veröffentlichen, doch wenn wir oft genug die Kamera mitnehmen, gibt es auf runnersworld dann auch immer aktuelle Bilder. Das wird ein Teamprojekt, denn die Teamkollegen hier schauen mir natürlich die ganze Zeit über die Schulter, damit nichts falsches im Netz steht ;-) Also häufiger mal reinschauen...
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| 7000 feet, catch your breath! |
26.02.2007 |
| Schöne Grüße aus der Höhe! Die Anreise war soweit gank O.K., auch wenn man nach 24h auf Achse doch etwas groggy ist. Die Etappe von Vegas nach Flag, die dann mitten in der Nacht stattfand, haben wir gestärkt mit einem typisch amerikanischem Essen gut geschafft. Nur einer hat übertrieben und sich erstmal den Magen verdorben ;-) . Romy, Detlef, Moritz, Thorben, Alex und ich: so sieht das Team zur Zeit aus, das gestern den Versuchungen in Vegas wiederstanden hat und dafür heute mit strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um 0° C belohnt wird. Gleich gehts zum Frühstück und dann werden wir den Frischlingen eine kleine Einführung in das trail system geben. |
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| Flagstaff |
24.02.2007 |
Morgen geht es los: mit dem Flieger von Frankfurt nach Las Vegas und dann mit dem Auto auf 7000 Fuß Höhe. Uns erwarten traumhafte Lauftrails, Zusammenstösse mit Elchen und ein paar arbeitsreiche Tage mit so manchem Kilometer auf dem Wochenplan. Freue mich sehr darauf, auch wenn ich ein paar Bücher über Plasmaphysik eingepackt habe, damit die Uni nicht zu sehr in den Hintergrund rückt. Wie es dort mit dem Internet aussieht weiss ich noch nicht sicher, doch die Berichte über Schneechaos, Studentenfeten, und Wettrennen mit 100 Wagons langen Zügen werden hier bald folgen ;-)
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| Chemnitz |
24.02.2007 |
Die Hallensaison ist zu Ende und war wesentlich besser als erwartet. Zum Abschluß gab es noch eine 7:55 über die 3000m. Da hatte ich mir eigentlich nach den Meisterschaften am letzten Wochenende etwas mehr erwartet, aber das war schon O.K.. Nur ein Kenia-Boy war vor mir und nun weiss ich auf jeden Fall, das die Enscheidung auf die Hallen-EM zu verzichten richtig war. Dafür reicht die Form einfach noch nicht. Aber daran wird ab Übermorgen wieder verstärkt gearbeitet...
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| Deutsche Hallenmeisterschaften |
20.02.2007 |
War das ein Rennen...Erst die üblichen taktischen Spielchen aber dann....Da schalten die Jungs doch die Rundenanzeige einfach von 4 auf 2 um und vergessen die 3 und auch der Hallensprecher steigt voll drauf ein und erzählt was von der letzten Runde die beginnt, obwohl es noch zwei waren....
Gut das die Zeit mitlief und man daran sehen konnte, das es eben doch noch 400m waren. Aber wenn man darauf nicht achtet?! Wozu auch, die Zeit interessiert bei einer Meisterschaft eh keinen. Da hat der Carsten Schlangen aber mal so richtig die A.-Karte gezogen.
Ich war auch etwas verunsichert und bin dann so gerannt, dass ich bei 2800m vorne war, aber auch noch für eine Runde mehr Kraft hatte. Carsten aber hat schon vorher alles gegeben und stand dann völllig entsetzt da, als er feststellte, das er noch weiter musste....Mist.
So habe ich dann den 6. Titel in Folge gewonnen und abends haben wir schön gefeiert. Carsten war auch dabei und schon fast wieder so gut drauf wie immer ;-). Auf la.de gibt es die letzten 3 Runden auch als Filmchenzu sehen. Großes Lob! Gute Idee.
Am Freitag soll jetzt in Chemnitz noch eine gute Zeit auf den 3000m her.
Müsste klappen...
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| aktiv laufen |
12.02.2007 |
| In der neuen Ausgabe der Zeitschrift "aktiv laufen" ist ein schöner Artikel über einen Langstreckler mit Doppelbelastung. Bilder aus der Uni, und Tips, wie man auch bei einem gut gefüllten Terminkalender noch seine geliebte Trainingseinheit einbauen kann oder auch einfach nur, wann man diese besser weglässt um sich nicht "in den Keller zu laufen". Besonders schick finde ich ja das Bild mit der Plasma-Zelle ;-) Wenn Ihr Euch also fragt, warum ich mich gerade schon sehr auf die Ruhe in Flagstaff freue, schaut doch mal rein... |
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| Meeting-Leipzig |
10.02.2007 |
1500m, ein echter Sprint, kaum zu glauben, das ich das mal als Hauptwettkampfstrecke gerannt bin. Eigentlich müsste ich noch platt sein, da Düsseldorf erst drei Tage zurück liegt. Beim Startschuss sieht es auch verdammt so aus. Alle laufen los, nur der Langstreckler mit der Spitzenreaktionszeit bleibt erstmal stehen und wundert sich. Großartig. Also hinterher und dann merkt man erst mal, wie weit sich so ein Feld auseinander ziehen kann. Da turnt man hinterher und hat nicht mal ne Viertelstunde Zeit, um sich nach vorne zu kämpfen. Da gibts nur eins: schnell einen Zwischenspurt. O.K. Platz 4 ist schon besser. Dann nach 3:43,67 im Ziel. Doch irgendwie alle überholt. :-) In der Halle war ich noch nie schneller. Und nächste Woche geht es wieder nach Leipzig, zu den Deutschen Hallenmeisterschaften.
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| Back on the track |
07.02.2007 |
Nachdem ich selber schon das Gefühl bekomme, hier nur noch über diverse Feiern zu berichten, freut es mich umso mehr, nun aus der Welt des Sports Positives verkünden zu können. Düsseldorf! Wer hätte das gedacht: 7:50 min über 3000m. Endlich mal wieder eine ordentliche Zeit. Und das bei dem hier herrschenden Chaos. Die Kenia-Fraktion ließ sich nicht mehr einholen, aber das war diesmal schon ok.
Es war wieder eine spitzen Stimmung in der Halle und dann dieser Kerl, der 4 Runden vor Schluss direkt vor mir `ne Rolle macht....War ganz schön knapp... In elegantem Bogen drumrumgekurvt aber 20m weiter war er schon wieder vorbei und auf und davon. Also Platz 5.
Am Freitag kommt jetzt in Leipzig die 1500m, damit ich bei der DM wieder "den Kick" habe, und dann wollen wir mal sehen, was die Jungs in 10 Tagen so anbieten. Ist auch mal ganz schön, nicht mit der schnellsten Zeit zur DM zu fahren...
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| Strongman Lubina |
07.02.2007 |
Das gibts doch nicht: der Alex Lubina hat es geschaft und ist vom Größten Läufer aller Zeiten, Achim Achilles, durch namentliche Erwähnung in seiner neusten Kollumne geadelt worden. WOW!!! Das hat er sich aber auch hart erarbeitet, indem er bewiesen hat, das die Läufer eben die härtesten aller Kerle sind. Und ich darf gleich mit ihm trainieren. Hoffentlich geht es nicht wieder quer durch den Kemnader Stausee...
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| Ball des Sports |
04.02.2007 |
Wie schon gesagt, am Wochenende ging es richtig ab. Nach dem Training morgends sind wir zügig gen Wiesbaden aufgebrochen und ich war froh, im Auto meinen Mittagsschlaf halten zu können ;-) . Und dann in Wiesbaden als erstes?! Richtig: nochmal eine kleine Runde gerannt. Zurück im Hotel standen da schon jede Menge Menschen im Smoking und schauten etwas überrascht auf den chaotischen Läufer, der da angestürmt kam. O.K., da war ich wohl etwas spät dran, denn Johannes B. Kerner und die deutsch Sporthilfe hatten eingeladen und es sollte gleich losgehen. Also ab unter die Dusche und die schnellen Nike-Schuhe gegen die Edlen Lack-Treter eingetauscht. Etwas ungewohnt...
Der Abend war klasse. Wir hatten sehr nette Tischnachbarn und das Programm war einsame spitze. Ganz so lange haben wir nicht gefeiert, da es ja am Dienstag in Düsseldorf ein hartes Rennen gibt. Jetzt also etwas lockerer trainieren und dann hoffe ich, dass ihr mir alle die Daumen Drückt ;-) Eurosport überträgt übrigends von 19-21 Uhr und wir laufen um 20 Uhr. Bis denn
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| Bochums Sportler des Jahres |
04.02.2007 |
| Das war wirklich ein ereignisreiches Wochenende. Nicht genug damit, dass am Freitag in der Uni ein Seminarvortrag zum Thema Absorptionsspektroskopie anstand, wo ich über die Fortschritte meiner Diplomarbeit berichten durfte, nein, abends ging es dann erst richtig zur Sache. Obwohl auch Wojtek und Stephan bei ihren Weltmeisterschaften so richtig abgeräumt haben, durfte doch am Ende dann ich die Auszeichnung zu Bochums Sportler des Jahres in Empfang nehmen.
Cool. Und dann hat auch noch der Deutsche 800m Rekordhalter und ehemalige Wattenscheider Willi Wühlbeck die Übergabe gemacht. Unser TVW hat groß abgeräumt. Monika hat bei den Damen gewonnen und Stephan Koch bei den Newcomern. War ja auch ein tolles Jahr! Fotos gibts unter "Bilder" auch noch.
Und was das beste: total beflügelt war das Training am Samstag morgen richtig gut :-) |
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| Fitschen im Interview |
04.02.2007 |
Die Jungs vom Bunert-Clan haben unsere Podiumsdiskussion ins Netz gestellt und nun kann man über den Link unten auch sehen, was ich so zu erzählen habe. Da Laufen eines meiner Lieblingsthemen ist, fällt mir da zum Glück immer etwas ein...
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| Das war wohl nix! |
01.02.2007 |
| Tja, den Saisoneinstieg hatte ich mir doch etwas anders vorgestellt, doch auch damit muss man wohl klarkommen...
Die Zeit aus Dortmund ist mit 3:47 min ja ganz O.K. aber Platz 6 war nicht so doll. Es sollte auch nur eine Vorbelastung für Düsseldorf und Leipzig sein, also abhaken, denn dafür wars genau richtig.
In den letzten 15 Jahren habe ich schon so manchen schlechteren Wettkampf gemacht ;-) |
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| Wettkämpfe |
26.01.2007 |
| Soweit so gut, die ersten Wettkämpfe stehen an. Wegen der Diplomarbeit mache ich diese Jahr eine eingeschränkte Hallensaison und werde das als eine Art Formüberprüfung werten. Das die warscheinlich nicht so klasse ist wie im letzten Jahr versteht sich, doch wer weiss?!
In der Uni komme ich ganz gut vorran und nun hoffe ich, dass die Form auf der Bahn trotz allem schon wieder gut ist. Am Sonntag steht ein Start über die 1500m in Dortmund an. Da bekomme ich es auch wieder mit meinen Teamkameraden zu tun und dann geht es am 6.2. in Düsseldorf über 3000 zur Sache. Im letzten Jaht war das dort total spitze! Dann kommt noch einmal die 1500m in Leipzig und wie es danach weitergeht ist noch nicht ganz klar.
Gerne wäre ich auch in Stuttgart gerannt, doch in der momentanen Situation wäre das einfach zuviel geworden.
Nun freue ich mich auf ein paar schöne Rennen :-) |
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| WAZ - Podiumsdiskussion "Laufen als Leistungs- und Breitensport" |
18.01.2007 |
| Am Samstag findet in Essen im Rahmen einer Laufmesse mit vielen Topsportlern, Vorträgen und ähnlichem, eine große Talkrunde statt. Wer also einmal persöhnlich mit mir sprechen möchte um mir ein paar Tips zu geben, wi
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